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Untermieter im Pilzkorb

  • Die Wunder der Erde, vielleicht erinnert sich noch wer von euch an den Film aus den 90gern, von den beiden Ohrwürmern, welche bekanntlich monogam leben. Sie verloren sich in einem Sturm und suchten einander bis sie sich fanden. Seit dem passe ich immer auf, daß die Ohrwürmer im Lappen (Vorzelt) in die gleiche Richtung ausgeschüttelt werden. Es liegen immer 2 im Lappen, nie 3. Und als ich die Herbsttrompeten fand, waren da auch 2 Ohrwürmer in vielen Exemplaren versteckt und mir fiel etwas dazu ein: (für Enkelkinder)


    Leben lassen


    Herr Ohrwurm wohnt mit seiner Käthe
    in einer schwarzen Herbsttrompete.
    Am Tage schlafen sie umschlungen,
    in einer Windung, die gedrungen,
    nur nachts verlassen sie das Haus,
    verzehren emsig Blatt und Laus.


    Doch eines morgens gibt`s ein Beben,
    zu Ende ist das ruhige Leben,
    es finden alle Untermieter
    sich auf dem Küchentische wieder.
    Sie flüchten, wollen sich verstecken,
    es ist recht schwierig sie zu retten.


    Herr Ohrwurm atemlos zu Käthe:
    Sehr schade um die Herbsttrompete,
    die trocknet nun im Küchenofen
    zum Glück sind wir davon jelofen.

  • Ich mag die Ohrwürmer. Darüberhinaus sind diese sehr nützlich und ich freue mich über jeden den ich im Garten finde. Habe auch eine “Wohnung“ für sie im Garten. Man kann Ohrwurmbruten auch kaufen um sie im Garten anzusiedeln.
    Übrigens sind auch die faszinierenden Spinnen ernorme Helfer. In guten Spinnenjahren haben wir gleich weniger Schädlinge.
    Grüsse
    Thomas

    Auch von mir selbstverständlich keine Essensfreigabe. Sämtliche Darlegungen und Aussagen sind subjektiv und unverbindlich.

  • Oh, Danke fürs Lob. Über Spinnen gibt es auch eine Geschichte.


    Moin Sabine, natürlich ist das auf meinem Mist gewachsen, sonst wäre doch ein Autor angegeben. Ich suche noch jemanden der Bilder dazu malt, vielleicht könnte man irgendwann ein Buch für waldbegeisterte Enkelkinder zusammen stellen. Nun zu Emma Langbein:



    Unter dem Schirmpilz


    Emma Langbein schaut versonnen,
    heut`früh hat sie ein Netz gesponnen.
    Aus Spinnenseide eng und fein,
    ein wenig Kleber muß mit rein,
    sie kennt sich aus mit Handarbeiten,
    das kann man wirklich nicht bestreiten.


    Und auch der Platz scheint ihr vorzüglich,
    Emma Langbein lacht vergnüglich.
    Ihr Werk hängt trocken, luftig, gut
    dicht unter eines Pilzes Hut.
    Sie krabbelt rein, nach kurzer Dauer
    liegt sie bis mittags auf der Lauer.


    Doch halt! Wer zieht jetzt an den Fäden?
    Das ganze Netz beginnt zu beben!
    Entsetzt begreift die kleine Spinne,
    es wächst der Pilz, ihr Netz ist hinne.
    Sie weint noch eine feuchte Träne,
    dann spannt sie eine neue Sehne.

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