Beiträge von huehnchen69

    Hallo Jessi,


    herzlich Willkommen!


    Gute Strategie, nach jemandem mit Erfahrung Ausschau zu halten.


    Gibt es bei euch in der Nähe einen Pilzverein? Oder eine VHS, die Pilzveranstaltungen anbietet?


    Ansonsten drücke ich dir die Daumen, dass sich hier jemand findet.


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo Urs-Peter,


    der war jetzt gerade frisch? Das ist ja ein Ding!


    Ich habe den vorletzte Saison zum ersten Mal gesehen, da schien er einen Lauf zu haben, denn mehr oder weniger zeitgleich tauchte er auch im Forum auf.


    Letztes Jahr fand ich auch an einem (mir neuen) Standort welche.


    Ich finde den schick, von oben so recht unscheinbar, und dann mit so einem prächtigen Stiel.


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo Basse,


    ob es der Berindete Seitling ist, kann ich auch nicht sagen. Aber bist du dir mit der Fichte sicher? Für mich sieht die Rinde eher typisch aus für eine Kiefer.


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo und Willkommen purrp99,


    da ich mich sowohl für Pilze als auch im gewissen Rahmen für Spiritualität und paranormale Erfahrungen interessiere, kann ich mir vorstellen, dass wir in unseren Interessensgebieten eine Schnittmenge haben.


    Manches von dem, was du schreibst, verwirrt mich aber.


    Denn du schreibst einerseits, dass du dich für bewusstseinsverändernde Pilze nicht interessierst (damit wärest du hier tatsächlich falsch, Anfragen in diese Richtung bedienen wir hier nicht), andererseits aber auf der Suche bist nach Pilzen, die dir eine extreme Leistungssteigerung bringt.


    Hast du da etwas Bestimmtes im Auge? Der einzige Pilz, den ich kenne, dem so etwas nachgesagt wird, ist der Fliegenpilz, den Germanen ("Berserker") vor einer Schlacht eingesetzt haben sollen, um kampfwütig und schmerzunempfindlich zu werden. Der ist allerdings auch bewusstseinsverändernd, und mW ist die Bewusstseinsveränderung unmittelbar verknüpft mit der Leistungssteigerung, man kann also nicht das eine ohne das andere bekommen.


    Heilpilze sind zwar häufig der Legende nach irrsinnig wirksam (das Buch "Pilze und Menschen" beschreibt einige solcher Legenden), sollen ewiges Leben bringen oder Tote zum Leben erwecken (der Glänzende Lackporling beispielsweise), aber Studien belegen typischerweise unterstützende/heilende Wirkung im "normalen" Rahmen (das Buch "Heilende Pilze" liefert dazu sehr umfangreiche Informationen).


    Und was du mit "illegalen" Pilzen meinst, wenn du dich nicht aus psilocybinhaltige Pilze beziehst, ist mir unklar.


    Ebenso, in was für "besondere Wälder" du zum Finden von Heilpilzen glaubst gehen zu müssen. Die Schmetterlingstramete beispielsweise wächst mehr oder weniger überall. Auch viele andere Heilpilze findest du in X-beliebigen Wäldern. Meinst du damit eher etwas Mystisch-Spirituelles?


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo hgu,


    ich schließe mich Marcus an, dass die Bilder es zumindest auch mir nicht ermöglichen, zu einer eindeutigen Bestimmung zu kommen. Wenn du Glück hast, kommen die Pilze diesen Herbst wieder, und dann kannst du noch mal neue Bilder machen, einschließlich von unten und als Schnittbild, jung und alt.


    Auch ich sehe eine gewisse Ähnlichkeit zu Kremplingen.


    Allerdings sehe ich zumindest auf meinem Bildschirm auf der Hutoberseite der älteren Pilze (insbesondere in der zweiten Reihe) Weinrot-/Lilatöne, die ich zumindest vom Kahlen Krempling und dem Großen Krempling nicht kenne, und das wirkt auch schuppiger/filziger als bei den Kremplingen.


    Die lassen mich eher in Richtung Laubholzknäueling denken, zu dem mE auch der restliche Habitus ganz passabel passt. Der wächst allerdings auf Laubholz. Ich habe den zwar selber bisher nur tatsächlich oberiridisch auf Laubholzstümpfen gefunden, aber ich denke, prinzipiell kann der bestimmt auch an vergrabenem Holz wachsen. Wenn also von den Birken, die du erwähnst, dort etwas im Boden sein könnte, wäre das für mich auch eine Option, die man mal anschauen könnte.


    Beste Grüße

    Sabine

    MisterX, ich finde die Frage schwierig zu beantworten.


    Denn bei Leuten, die hier länger unterwegs sind, stellt die sich mE im Einzelfall praktisch nie. Mal angenommen, jemand, der hier schon länger unterwegs ist, so wie du beispielsweise, stellt Fotos ein, die eindeutig Schwefelköpfe zeigen, und fragt dann mit Verzehrabsicht an, ob das die vermuteten Rauchblättrigen sind, oder wie er/sie ausschließen kann, dass es nicht doch Grünblättrige oder Ziegelrote sind - dann kann ich problemlos und ohne Bauchweh der Person sagen, dass eine Geschmacksprobe weiterhilft, weil die beiden letztgenannten bitter sind, auch in dem Wissen, dass die Person das bei dem gewünschten Ergebnis aufisst.


    Das sind so die Fälle, die ich aus den letzten Jahren auf dem Schirm habe von Leuten, denen quasi nur noch ein kleiner Baustein für die eigene Sicherheit fehlt, den man ihnen für die letzte eigene (!) Überprüfung liefern kann. Und wo man, wenn es so einen Baustein nicht gibt, sagen kann: Lässt sich so nicht feststellen.


    Aber die hakeligen Fälle sind ja mE die, die neu hier ins Forum schneien mit einer Frage wie: "Mein Freund sagt, das ist ein Pfifferling. Pfifferlinge sind ja echt lecker - ist das wirklich einer?". Aber für diese Fälle ist es wohl müßig, darüber nachzudenken, wie sie ihre Anfrage besser formulieren könnten, denn die Anfragenden haben ja die hier angepinnten Seiten zu "was braucht es mindestens für eine Pilzbestimmung", "Verzehrfreigaben gibt es nicht" usw. offensichtlich eh nicht gelesen.


    Beste Grüße

    Sabine

    Keine Panik. Die Blumentopfarten sehen anders aus.

    Das ist gut zu wissen. Die Arten, die mir bekannt sind (die meisten eh nur aus der Literatur) haben tatsächlich irgendwie strukturierte Hüte (beflockt oder ähnliches), und auch der Stiel kommt mir für die sehr giftigen Exemplare sehr stämmig vor. Wenn du das ausschließen kannst, dass es ein amanitinhaltiges Exemplar ist, ist das fein.


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo nochmal,

    Sehen die anderen die erste Beurteilung von Fr. Weisheit (die ja offensichtlich sehr erfahren ist) genauso, dass es also zumindest kein Knollenblätterpilz ist?

    Zumindest ich teile weisheit s Einschätzung, dass es kein Knollenblätterpilz ist. Aber das ist nicht unbedingt eine Entwarnung, denn ich teile ebenfalls ihren Eindruck, dass es ein junger Schirmling sein könnte.


    Und unter den Schirmlingen gibt es Arten, die dasselbe Gift enthalten wie der (zumindest für Menschen tödlich giftige) Knollenblätterpilz.


    Ob es auch einen gibt, der (zumindest jung) einen so glatten Hut hat wie dein Exemplar - da bin ich überfragt. Aber zumindest kommen manche dieser Arten gerne auch mal in Blumenkübeln, Gewächshäusern und an ähnlichen Standorten vor. Wenn du also einen aufschirmen lässt und die Schildkröten ihn möglicherweise fressen könnten, würde ich vielleicht einen kleinen Zaun drumrum bauen oder etwas ähnliches.


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo Fuddler,

    Gleichzeitig sollte man also auf Fotos verzichten wenn man keine Standorte im Handy speichern möchte.

    zumindest bei meinem Handy kann man in den Kameraeinstellungen auswählen, ob man die Koordinaten speichern möchte oder nicht.


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo Rainer,


    schön, dass du die Zeit findest, deine Funde jetzt aufzuarbeiten :)


    Ich muss leider arbeiten und habe deshalb jetzt keine Zeit, die Dinge nachzuschauen, die ich bei vielen nachschauen müsste. Aber zwei Dinge, die mich angesprungen haben: Den Krönchenträuschling (13) hätte ich auch so benannt. Und bei dem vermuteten Risspilz (16) würde ich mich eher mal bei den Rötlingen umschauen. Wo hast du braunes Sporenpulver entdeckt? Ich glaube, bei dem kleinsten der Pilze, den man von oben sieht, rosafarbenes Sporenpulver zu sehen, das so aussieht, als hätte der umgedreht danebenliegende Pilz das darauf abgelegt.


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo Anika,

    Wie unterscheidest du denn dann zwischen den Lugen- und den Austernseitlingen? :-)

    Gute Frage.


    Kandidaten für Lungenseitlinge hatte ich erst zwei- oder dreimal. Die waren immer deutlich heller als die typischen Austernseitlinge, vielleicht milchkaffeefarben, dünner und labberiger, obwohl sie noch frisch waren, und sie hatten nicht den in meinen Augen typischen Austernpilzgeruch (zumindest nahe der Anwachsstelle riechen die für mich direkt nach dem Abschneiden immer noch so ein bisschen nach Anis (?) wie das Myzel). Dass der Lungenseitling manchmal auch nach Anis riechen kann, war mir zum Fundzeitpunkt nicht klar. Einer der Funde war zwar, wie oben beschrieben, zwischen den Jahren. Ich war mir so sicher, den fotografiert zu haben, aber ich habe leider nur von der Krausen Glucke ein Foto gemacht.


    Der andere, an den ich mich konkret erinnere, war zur besten Pilzzeit im September oder Anfang Oktober. Da ist der Austernpilz zwar nicht ausgeschlossen, aber er hat immerhin keine Hochsaison.


    Aussagekräftige makrochemische Untersuchungen (Sulfovanillin am Hutfleisch - ich besitze gar kein Sulfovanillin) oder Mikroskopie habe ich nicht gemacht. Bei dem Winterfund habe ich allerdings einen Nahinfrarotscan gemacht, der ebenfalls nahelegt, dass es kein Austernseitling ist (aber das ist ein Test, den nur ich durchführen kann und dementsprechend für deine Bestimmungen nicht relevant, hat aber mein Vertrauen darein bestärkt, dass ich den trotz der Saison richtigerweise nicht als Austernpilz einsortiert habe).


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo Bernhard,


    ich glaube, du hast da ein paar Sachen ganz gut zusammengefasst:


    Wenn Leute ihnen unbekannte Pilze einfach essen, ist das für mich in der Tat immer ein Stück weit ein emotionales Thema.


    Dass ich bei einigen oberlehrerhaft ankomme und manchen meine Formulierungen zu ausschweifend oder zu gestelzt sind, kann ich mir auch gut vorstellen - das ist wohl Berufsrisiko (nein, ich bin keine Lehrerin). Damit kann ich auch leben.


    Wenn das jemanden erschreckt, hätte ich einen Tipp: Einfach nicht lesen.


    Danke dir und beste Grüße

    Sabine

    Das ganze hypothetische Szenario ist doch überflüssig, wenn man Fragestellern vernünftig antwortet. Eine straffe und klare Antwort wird Fragesteller nicht verscheuchen, anders als das ewige "Oberlehrergelaber"!

    Dann verstehe ich ehrlichgesagt noch viel weniger, was du damit sagen willst.


    Soll das heißen, dass nur diejenigen, die sich 100%ig sicher sind, welche Pilzart präsentiert wird, sich mit einem "das ist soundso" äußern sollen?


    Dann stimmen wir in dem, was wir uns vom Forum wünschen, noch viel weniger überein, als ich dachte.


    Denn in meinen Augen sind die spannendsten Threads hier im Forum diejenigen, wo jemand anfangs falsch liegt, wo man keine Ahnung hat, in welche Gattung ein Pilz überhaupt reingehört, oder auch bei recht banalen Pilzen, bei denen dann gefragt wird: Und woran machst du das fest, dass das jetzt Pilz X ist und nicht Y?


    Wenn ich dich richtig verstehe, ist das alles in deinen Augen überflüssiges Gesumse, das man besser weglassen sollte, damit diejenigen, die eine klare Antwort wünschen, nicht verschreckt werden?


    Damit kann ich echt nichts anfangen. Obendrauf kommen ja noch die vielen Fälle, in denen man einfach nichts sagen *kann*, weil es einen Sporenabwurf oder Mikroskopie braucht - soll man die Threads dann einfach nach der Frage und vielleicht einem dahingerotzten "unbestimmbar" eintrocknen lassen, statt zu erörtert, was es für eine Bestimmung noch braucht, oder was alles in Frage kommt?


    Eigentlich kann ich nicht glauben, dass du das Obige so meinst.


    Aber wenn deine Kritik tatsächlich hinausgeht über das "geht mir doch nicht auf den Sack mit euren ewigen Hinweisen darauf, dass man Pilze, bei denen man keine absolute Sicherheit gewonnen hat, dass sie essbar sind, nicht essen soll", verstehe ich sonst tatsächlich nicht, worauf sie sich bezieht.


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo Uwe,

    Erstens rate ich nicht drauflos und zweitens schreibe ich "Vermutung", wenn ich nicht sicher bin. Wenn jetzt jemand einen Pilz essen möchte, von dem es nur eine Vermutung gibt, dann ist das nicht mein Problem. Es gibt doch wohl einen Unterschied von "das ist" oder "ich vermute"!

    ich verstehe ehrlichgesagt nicht so ganz, was deine Antwort mit meinem hypothetischen Szenario zu tun hat.


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo Anika,


    festlegen würde ich mich dabei nicht - das würde ich vielleicht hinbekommen, wenn ich ihn in der Hand hätte - aber die Pilze auf deinen neuen Bildern wären für mich auch Austernpilzkandidaten.


    Ich habe mal zwischen den Jahren Lungenseitlinge gefunden - das war allerdings ein Jahr, in dem ich auf demselben Spaziergang auch eine recht frische Krause Glucke gefunden habe, insofern ist das hinsichtlich Temperatur wohl nicht so aussagekräftig...


    Beste Grüße

    Sabine

    Lieber Uwe,


    da zeigt sich mal wieder, dass wir beiden sehr unterschiedliche Erwartungen an das Forum haben.


    Für mich gehört dazu neben der reinen Bestimmungshilfe und dem Austausch darüber, was man so gefunden hat, auch, insbesondere Personen, die sich bisher noch nicht so ausführlich mit Pilzen beschäftigt haben, über einen verantwortungsvollen Umgang mit Pilzen aufzuklären.


    Dazu gehört es für mich, einem frischen Mitglied, der nach "was kann das sein?" und "vielleicht ein XY" seine Freude darüber mitteilt dass er den dann ja essen kann, zu sagen, dass das unklug ist. Wie ich oben schrieb, auch im Hinblick darauf, wer das noch lesen könnte.


    Dass du das oberlehrerhaft und nervig findest - geschenkt. Da müssen wir wohl durch, dass du immer wieder Beiträge von mir und anderen lesen müssen wirst, die für dich in diese Kategorie fallen, und wir immer wieder deine Beiträge lesen müssen, dass du das nervig und überflüssig findest.


    Aber weil dein Posting direkt nach dem von Timm kam, will ich dazu vorsorglich noch was sagen, auch wenn ich nicht sicher weiß, dass du dich auch auf seinen Beitrag beziehst:


    Persönliche Betroffenheit gehört für mich noch mal in eine ganz andere Schublade als "mich nervt es, sowas zu lesen" oder "mir ist es wichtig, das zu schreiben".


    Wenn Timm sich mit seiner Rolle bei der Bestimmung unwohl fühlt, dann ist das einfach ein Fakt, an dem es nichts rumzukritteln gibt.


    Von was man sich gefühlsmäßig betroffen fühlt, ist ja von Person zu Person sehr unterschiedlich, in Anlass und Ausprägung.


    Für mich war der emotional belastendste Fall aus dem letzten Jahr der eines Verdachts auf Pilzvergiftung eines kleinen Mädchens, das möglicherweise einen amanitinhaltigen Schirmling gegessen hatte. Auf meinen Verdacht hin schickte die Giftnotrufzentrale Mutter und Tochter zur Abklärung ins Krankenhaus, aber das war genau zu der Zeit, als die Kinderkliniken und die Notaufnahmen komplett überfüllt waren, und die beiden saßen *über 4 Stunden* in der Notaufnahme, bis sie überhaupt mal einen Arzt zu Gesicht bekamen, dann noch eine Stunde bis zur Blutentnahme, und weitere zwei Stunden bis zum Ergebnis (glücklicherweise Entwarnung). Das hat mich total mitgenommen. Die Verzweiflung der Mutter, die mich per WhatsApp fragte, ob sie noch irgendwas anderes machen kann, damit es schneller geht. Das Wissen darum, dass wenn das Kind etwas gegessen hätte, mit jeder Stunde, die verplempert wird, die Leber weiter geschädigt wird. Nie im Leben hätte ich schlafen können, bevor nachts um zwei die Entwarnung kam.


    Und das war ein Fall, bei dem ich mit dem (vermeintlichen oder tatsächlichen) Verzehr an sich ja noch nicht mal was zu tun hatte.


    Wenn jemand tatsächlich einen Pilz essen würde, weil ich in einem Forum mal ein bisschen drauflosrate, was es sein könnte, und das schiefginge - puh, ich möchte gar nicht wissen, wie es mir dann ginge.


    Was Leute in ihrem stillen Kämmerlein mit den Pilzen anfangen, ist mir weitgehend egal (auch wenn ich über jede nicht erfolgte Vergiftung, die sonst bei mir am Telefon landen würde, froh bin). Aber bei öffentlich rausposaunten Verzehrplänen werde ich das immer wieder kommentieren, wenn ich drüber stolpere.


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo Anika,


    deine Aufregung kann ich dir voll nachfühlen. So geht es mir auch immer, wenn ich eeendlich mal einen Pilz finde, den ich schon lange suche.


    Auch ich sehe hier Austernpilze.


    Als giftiger Verwechslungspartner ist mE der Ohrförmige Seitling zu nennen. Der hat in Japan schon zu vielen Todesfällen bei Menschen geführt, die vorgeschädigte Nieren hatten. In D gibt es mW (noch) keine Vergiftungsfälle. Ob das daran liegt, dass er hier zu selten gegessen wird, um das beobachten zu können, oder ob der Giftstoffgehalt hier ein anderer ist, ist mW unbekannt.


    Der Ohrförmige Seitling ist insgesamt eher weiß, auch auf der Hutoberseite, und wächst (ob ausschließlich oder nur stark bevorzugt weiß ich nicht; selbst gefunden habe ich den auch erst 1x) auf Nadelholz.


    Den Gelbstieligen Muschelseitling kenne ich eigentlich als ungiftig, aber unlecker, weil bitterlich. Aber ich habe auch schon Berichte gelesen (ich glaube, das war hier im Forum), dass Leute den lecker fanden.


    Auch der Verwechslungspartner Lungenseitling wäre essbar.


    Beste Grüße

    Sabine

    Lieber Andy,


    wenn ich ehrlich sein soll, fände ich es dann prima, wenn du ein solches Vorgehen in Zukunft für dich allein praktizieren könntest.


    Denn zumindest zugunsten Unbeteiligter, die hier vielleicht reinschnuppern und lesen, dass du einen Pilz nach Internet-"Bestimmung" essen willst, werden einige von uns sowas nicht unkommentiert stehen lassen wollen, egal wie viele das in ihrer Signatur stehen haben oder ob das in den Forumsrichtlinien drin steht. Und dann jedes Mal hier wieder so eine Diskussion aufzurollen, wäre glaube ich für alle Beteiligten lästig.


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo Alexzander,


    ich habe gerade mal meine Pilzbücher, die sich auf Gegenden außerhalb von Mitteleuropa beziehen, durchsucht, aber Südamerika habe ich nicht. Mein "Field Guide to Southern Mushrooms" bezieht sich auf Nordamerika bis zum Golf von Mexiko.


    Dort ist zu Champignons im Allgemeinen ausgeführt, dass es in Nordamerika keine bekannten tödlich giftigen Pilze gibt, und die Beschreibungen erstrecken sich von essbar bis Magen-Darm-giftig, wie hier auch.


    Dann habe ich noch "A Field Guide to Australian Funghi", in den ich mal reingeschaut habe, weil ich mich aus einem Vortrag erinnern kann, dass die Funga von Südamerika und Australien viele Überschneidungen aufweist, weil die früher mal zusammenhingen. Aber das Buch ist wenig umfangreich. Aber von tödlich/stark giftigen Champignons ist auch dort nichts erwähnt.


    Hilft dir jetzt also leider nicht so wirklich weiter.


    Aber wenn ich an den Vortrag zur Südamerikanischen Funga zurückdenke: Ich glaube, ich würde mal an einer Uni nachfragen, oder schauen, ob ich Fachartikel zur südamerikanischen Funga im Allgemeinen im Netz finde, und dann die Autor*innen anschreiben, ob sie mich an jemanden verweisen können, der/die Ahnung von Champignons hat.


    Viel Erfolg

    Sabine


    P.S.: Auch ich wäre mir für Selbstversuche zu schade.