Beiträge von huehnchen69

    Hallo Ulrich,


    mit "wegschmieren" meine ich, dass man die Lamellen recht einfach mit nur leichtem Druck lösen kann. Die meisten Lamellen kriegt man ja irgendwie vom Hutfleisch getrennt - auch die wegsplitternden Täublingslamellen sind ja hinterher vom Hut getrennt, und zur Not geht es mit dem Fingernagel. Bei nur leichtem Druck ("schmieren") funktioniert das schon nicht mehr bei allen Pilzen.


    Was ich total witzig finde: Ich schrieb ja oben, dass ich den Pilz noch nicht in echt gesehen habe - prompt brachte heute jemand mehrere zur Pilzberatung vorbei - die wachsen bei ihm im Garten.


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo nochmal,

    Mein Gerhardt stammt aus dem Jahr 1997 und enthält definitiv nichts über die Nebelkappe.

    Mein Gerhardt ist zufälligerweise auch aus 1997. Schau mal auf Seite 108. Er läuft unter dem Namen Nebelgrauer Röteltrichterling.


    Ich wünsche dir, dass dir die Nebelkappen so gut bekommen, wie sie dir geschmeckt haben.


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo Hilo,

    Ich glaube es ist schwer, sich mit jahrzehntelanger Erfahrung in die Probleme von Anfängern zu versetzen. Wenn jetzt schon darum gebeten wird meinen Text zu zensieren, werde ich hier keine Zeit mehr investieren. Da wäre jedes zensierte Wort verschwendete Zeit.

    Ich glaube, da hast du Pablo missverstanden.


    Sein Vorschlag bezog sich nicht darauf, dass dein Beitrag hier zensiert werden soll, sondern dass es eine gute Idee wäre, wenn du dein Buch korrigieren würdest (sofern du planst, es weiterhin zu verwenden).


    Zumindest ich mache das tatsächlich so, wenn mir Fehler begegnen, sich der Wissensstand geändert hat (bei neuen lateinischen Namen habe ich kapituliert...), oder wenn mir noch zusätzliche Merkmale auffallen (meistens bzgl. Geruch). Ich vermute, dass Pablo das ähnlich macht und deshalb diese Vorgehensweise vorschlägt.


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo zusammen,


    mein Tipp ist 1 und 4 Lachsreizker, der Rest Fichtenreizker.


    Mir ist aufgefallen, dass Fichtenreizker deutlich häufiger von Maden befallen sind, als Lachsreizker.


    Das ist hier bei uns in der Gegend auch mein Eindruck. Ich habe zwar nur eine Lachsreizkerstelle, aber die ist zumindest einigermaßen ergiebig und selbst große Fruchtkörper sind häufig madenfrei. Fichtenreizkerstellen gibt es einige (wenn auch dieses Jahr leider mit jämmerlichem Ertrag), und da muss ich schon Glück haben, trotz reichlicher Fruchtkörperanzahl genügend madenfreie Exemplare zusammenzubekommen, damit sich das Anheizen der Pfanne überhaupt lohnt.


    Bezeichnenderweise habe ich schon bestimmt 10 Jahre Reizker gesammelt und gegessen, bis ich mal eine ausreichend üppige Mahlzeit hatte, um zu bemerken, dass der Urin rot gefärbt wird.


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo Uwe,


    danke, dass du noch mal erläutert hast, was du eigentlich gemeint hast. Das war (anscheinend nicht nur von mir) deinem obigen Posting so nicht zu entnehmen.

    Bei dem, was du jetzt erläutert hast - dass Pilzberater*innen keine medizinischen Empfehlungen abgeben sollten - gehe ich mit.


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo und herzlich Willkommen Ulrich,


    ein Täubling ist das nicht. Dafür passt die allgemeine Form nicht (was eher schwammig ist...), aber leichter fassbar ist beispielsweise, dass es Zwischenlamellen gibt, die nicht komplett vom Hutrand bis zum Stiel verlaufen, was nur bei sehr wenigen Täublingsarten vorkommt.


    Ich möchte wetten, die Lamellen sind auch relativ weich und biegsam. Lassen sie sich vielleicht vom Hutfleisch "wegschmieren"?


    Dann wäre nämlich ein Rötelritterling denkbar, angesichts des lilafarbenen Stiels würde ich den Lilastiel-Rötelritterling ins Rennen werfen, auch wenn ich den aus eigener Anschauung nicht kenne, sondern nur die nahen Verwandten Violetter Rötelritterling und Schmutziger Rötelritterling, die mE beide nicht solche Farbkombinationen zeigen.


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo Sabine

    Das wirst du hier in Norden nicht bekommen. Unsere Pilzberater sind verpflichtet, keine Pilze für angebliche Heilzwecke freizugeben. Begründung: keine sicheren wissenschaftlichen Erkenntnisse. Wenn es doch einer macht, kann der Beraterschein eingezogen werden.

    Hallo Uwe,


    welche Organisation bildet denn bei euch im Norden die Pilzberater*innen aus?


    Ich fände es ehrlichgesagt reichlich bizarr, wenn die DGfM mir den PSV-Status aberkennen würde, wenn ich einer ratsuchenden Person, die sich einen Birkenporlings-Tee gegen Magenbeschwerden brühen möchte, nicht sagen würde, dass sie das nicht tun darf wegen fehlender wissenschaftlicher Evidenz der Wirksamkeit für den vorgesehenen Zweck. Damit würde mE die Rolle des/der Pilzberater*in überstrapaziert.


    Glücklicherweise sind mir bei der DGfM keine derartigen Vorschriften bekannt.


    Beste Grüße

    Sabine


    edit: Oben habe ich das "nicht" ergänzt bei "nicht sagen würde", das hatte ich vergessen - aber zumindest Jan hat mich ja auch so verstanden ;)...

    Großstadtpilz, damit hast du natürlich recht, und das ist (neben der möglicherweise überdurchschnittlich häufig auftretenden Unverträglichkeit) ein Grund dafür, dass der Speisewert uneinheitlich bewertet wird.


    Denn manche Autor*innen von Pilzbüchern sagen - wie auch Uwe es oben angedeutet hat: Die Dosis macht das Gift, und der Gehalt an Nebularin ist so niedrig, dass man den ruhig gelegentlich essen kann.


    Andere Autor*innen kommen zu dem Schluss, dass der Giftgehalt die Einstufung als Giftpilz rechtfertigt (möglicherweise noch in Kombination damit, dass er für manche Personen schlecht verträglich ist, was aber nach meinem Verständnis nichts mit dem Nebularin zu tun hat).


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo,


    bei der DGfM steht die Nebelkappe inzwischen auf der Liste der hinsichtlich des Speisewerts uneinheitlich beurteilten Pilze. Dementsprechend würde ich ihn nicht als Speisepilz empfehlen.


    Ich selbst hatte ihn vor Jahren mal probiert und fand ihn widerlich - das ist vermutlich einfach Geschmackssache. Aber ich hatte über den Giftnotruf auch schon mal einen Vergiftungsfall mit einer Nebelkappe. Was mich betrifft kann der also gerne im Wald bleiben.


    Aber generell solltest du nicht in Erwägung ziehen, Pilze allein aufgrund eines Bestimmungsvorschlags im Internet zu essen.


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo André,

    den Pilz (fuchsigen Trichterling) gibt es bei uns momentan auch massenweise, ich bin jedoch auf Grund der Geschmacksbeschreibung noch nie auf die Idee gekommen, ihn mitzunehmen. Jetzt schreibst du etwas von trocknen und das lässt mich aufhorchen. Wie bereitest du die getrockneten Pilze zu? Über einen Tipp würde ich mich freuen.

    ups, gut dass das bei so einem relativ harmlosen Thema passiert ist - ich hoffe, ich passe in Zukunft besser auf =O. Vielen Dank fürs Draufaufmerksammachen, dass das missverständlich ausgedrückt war - ich hatte gedacht, durch das Zitat wäre es eindeutig:


    Meine Bemerkung hinsichtlich Massenpilz, essen, trocknen usw. bezog sich auf den Trompetenpfifferling! (Den Fuchsigen Röteltrichterling esse ich zwar auch, aber eher im Mischgericht)


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo Tanni88,


    aus meiner Warte ist die Richtung Büschelrasling/Panzerrasling ausgeschlossen. Der radialstreifige Hut, die Hutform, die Lamellenfarbe scheinen mir nicht zu passen.


    Ich würde mich wohl eher bei den Risspilzen umschauen, während ich auf das Ergebnis des Sporenabwurfs warte.


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo Melo,


    das sind Kahle Kremplinge.


    Ich weiß, was du meinst - ich habe auch schon mal einen von oben für eine Marone gehalten.


    Hauptsache du merkst es rechtzeitig und isst ihn nicht auf ...


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo Sascha,

    Und du Glückliche, die würde ich auch gerne einmal finden! Ich hoffe, sie haben gut gemundet :cheeky:

    Soll ich fies sein?


    Die sind hier normalerweise ein Massenpilz. Es gibt Stellen, da kann ich den in normalen Jahren mit der Sense mähen. Dieses Jahr ist ja speziell, da sind es etwas weniger. Aber immer noch so viele, dass ich nur einen kleinen Bruchteil einsammle.


    Und die von gestern habe ich noch nicht gegessen, die kommen heute erst in den Topf - obwohl ich sie eigentlich getrocknet viel besser finde.


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo,


    du beschreibst den Geruch als pilzig. Das ist ja immer etwas subjektiv, bei der Art, die ich im Verdacht habe, empfinde ich den Geruch als unangenehm, in Richtung blühender Raps (auch bei dem ist ja Geschmacksache 😉, wie man den findet).


    Ich würde dir jedenfalls empfehlen, mal mit der Nebelkappe zu vergleichen.


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo Shen,


    danke für deine Antwort.


    Verstehe ich das richtig, dass du einen Pilz, den du nicht bestimmen konntest, für die Teezubereitung nutzen wolltest?


    Das ist eine extrem leichtsinnige Vorgehensweise. Dein Flacher Lackporling ist zwar wohl ungiftig und wird von manchen auch als Heilpilz genutzt, aber wenn du nicht wusstest, was es ist, wird das wohl nicht deine Motivation gewesen sein. Anhand deines "es hieß, der sei zu alt" mutmaße ich, dass du mit anderen zusammen auf Pilzpirsch warst und anscheinend deren Urteil vertraut hast. Aber mal ehrlich - wer Flache Lackporlinge erbeuten möchte und die weiße Porenschicht für Schimmel hält, sollte in Pilzdingen nicht beratend unterwegs sein (und besser auch nichts Selbstgesuchtes verzehren).


    Allgemein sagt man immer so lapidar, dass man keine Pilze essen sollte, bei denen man nicht weiß, welche es sind. Aber das gilt sinngemäß natürlich auch für sonstige mit Pilzen hergestellte Produkte wie Tees, Soßen, aus denen man die Pilze wieder raussiebt, usw. Denn es gibt jede Menge Giftpilze, deren Gift wasserlöslich und hitzestabil ist, so dass es in einem Tee definitiv vorhanden wäre. Bei an Holz wachsenden porlingsartigen Pilzen würde mir beispielsweise der tödlich giftige Zimtfarbene Weichporling einfallen, der - gerade wenn dir die weiße Schicht so verdächtig vorkam - möglicherweise in dein Beuteschema passen könnte.


    Ich würde dir für zukünftige Tee-Pläne jedenfalls ans Herz legen, vor dem Aufbrühen eine/n Pilzsachverständigen mit deinen Pilzen aufzusuchen (hier kann man auf einer Karte oder nach PLZ suchen), denn dort kannst du ggf. eine Verzehrfreigabe bekommen, die du hier im Forum nicht erhalten wirst, auch nicht für deine Exemplare oben.


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo und herzlich Willkommen, Shen,


    bezüglich der Bestimmung schließe ich mich Uwe an.


    Aber was meinst du mit "ist der zu alt"? Wofür denn zu alt? Für welche Zwecke hast du ihn denn geerntet?


    Der Pilz wird auch als "Malerpilz" bezeichnet - den Grund dafür siehst du auf deinem zweiten Foto. Dort sieht es auch so aus, als sein der Pilz zumindest stellenweise von Bewohnern zerfressen, was ihn untauglich dafür macht, dauerhafte Kunstwerke damit schaffen zu wollen.


    Aber ansonsten war der Pilz für seine Zwecke bestimmt noch nicht zu alt - der hat vermutlich noch jede Menge Sporen produziert und abgeworfen.


    Beste Grüße

    Sabine

    Ja der ist auf der roten Liste bei mir steht der grade aber in großen Mengen im Wald. Ich werde ihn aber trotzdem nicht weiter sammeln ;) . Ihr seit wirklich zu gut. Werde euch nächstes mal ein wirklich schweres Pilzrätsel aufgeben :evil: .

    Ich freue mich drauf :).


    Das mit dem Champignon, das jemand neulich eingestellt hatte, fand ich ja hammerschwer.


    Ich hatte heute auch ein Foto gemacht im Gedanken an ein Rätsel, aber das ist jetzt wohl doch nicht so geeignet, wenn ich mal Zeit zum Hochladen und Posten habe, erzähle ich das einfach so.


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo Jabaa,


    das freut mich aber 😀


    Ich habe den selber erst einmal gefunden und nicht gegessen, deshalb kann ich dir nichts dazu sagen, außer Glückwunsch zum schönen Fund.


    Beste Grüße

    Sabine