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Goldröhrling und Pappelrauhfüße

  • Liebe Sammlergemeinde!


    Wie hier Rotfüße und... versprochen wollte ich ja nach meinen Pappelrauhfußfunden nochmal nach den dort wachsenden Arten an Bäumen schauen. (es sind zum überwiegenden Teil, wie richtig vermutet, Pappeln, Birken und Eichen) Als ich heute vormittag mit einem klitzekleinem Körbchen bewaffnet (vielleicht steh ja noch einer...) an die Stelle kam, hats mich bald aus meinen Schuhen geschmissen. Unmengen an Pilzen. Ich bin umgedreht,in den Garten gedüst und hab einen größeren Korb geholt. Ganz kleine Pilzchen blieben stehen, die stattlichen gingen mit.Viele waren auch schon verdorben. Hutgrößen von 20 und mehr Zentimetern waren nicht selten.Leider bis auf einige alle zerfressen. Wachsen den Pilze wirklich soo schnell? Oder sollte ich mal einen Optiker aufsuchen? :)
    Als ich dann den Pilzkorb an nur dieser einen Stelle (Feldrand) voll hatte, ging es in den Wald. Dort gibt es fast nichts! Lediglich die kleine Gruppe Goldröhrlinge entdeckte ich. Den großen hab ich mitgenommen, die kleinen wachsen in Ruhe weiter. Ein überaus erfolgreicher...wenn auch affenheiser..Vormittag. Übrigens: Die Banane auf den zwei Bildern hab ich NICHT im Wald gefunden. :D Sie dient als Größenvergleich!



    Was schiebt sich hier aus der Erde? Kann man das erkennen?



    Was war das mal für ein Pilz? Höhe ca 20-25cm.


  • Hallo, Danielle!


    Wow, sehr schöner Fund. Und die sind auch wirklich lecker. :agree:
    Bei warmem Wetter entwickeln sich die Fruchtkörper bei Röhrlingen sehr schnell. Da reichen schon ein paar tage, um die "alt aussehen" zu lassen.
    Nur so am Rande: Die großen Alten, mit schon etwas weichen Hüten und recht dunklen Poren hätte ich stehen gelassen. Die sind als Sporenverbreiter auch absolut super. Und alte Pilze bergen auch ein gewisses Risiko, nicht mehr so lecker oder gar unbekömmlich zu sein. aber das musst du für dich selbst entscheiden.


    Vorletzter Pilz: Amanita rubescens (Perlpilz)
    Letzter Pilz: Xerula radicata (Grubiger Wurzelrübling)
    Erkennen ist allerdings zu viel gesagt. Dazu gehört auch "Kennen lernen", und dazu gehört, die Pilze ausgiebig zu untersuchen und sich die merkmale einzuprägen. :wink:



    LG, Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

    Einmal editiert, zuletzt von Beorn ()

  • Hallo Pablo! Freut mich das dir als Profi der Fund gefällt. Mit den großen Pilzen ist immer so eine Sache.Mir sind sie immer zu schade zum stehen lassen. Eben weil sie so groß sind.Die schlimmer aussehenden habe ich natürlich dort stehen lassen. Das waren auch wahre "Riesen". Du hast natürlich, was die Verbreitung angeht, absolut recht! Ich werd mich bessern. :blush: Schliesslich sollen sie sich ja auch prächtig vermehren.
    Die Pilze sollen größtenteils getrocknet werden. Ich sollte also die älteren Exemplare auch dafür nicht verwenden?


    Danke für die Tips und die Beurteilung der beiden anderen Pilze. Ein Perlpilz schiebt sich also aus dem knochenharten Acker.Mal sehen in 2-3 Tagen... :shy:
    Nette Grüße aus Leipzig!


    Daniel

  • Zitat von Wuhlepilzeundco pid='22914' dateline='1438883035'

    Hallo Lorchel,


    den Perlpilz 2-3Tage stehen lassen, wird sich wohl als nicht besonders erfolgreich erweisen. Wenn, dann sofort mitnehmen. Ansonsten: Wettlauf mit den Maden verloren.


    LG. Heinz


    Hallo Heinz! Ja die lieben Maden... :) Sollen sie ihn futtern.Von irgend etwas müssen die Tierchen ja auch leben.
    Ich war mir nicht sicher was das für ein Pilz ist.Bei Pilzen mit Lamellen hab ich null Ahnung...diese Thematik ist mir noch zu kompliziert. Darum hab ich ihn stehen lassen. Da ich aber auch wegen der Fotografie unterwegs bin musste er natürlich als Fotobjekt herhalten. Dann hat er seinen Dienst (für mich) schon teilweise getan.

  • Zitat von Danielleipzig pid='22906' dateline='1438871371'

    Liebe Sammlergemeinde!


    Wachsen den Pilze wirklich soo schnell? Oder sollte ich mal einen Optiker aufsuchen? :)


    Hallo Daniel
    Den Gang zum Optiker kannst du dir sparen. So ein Rauhfuß schafft locker 10 cm am Tag, vorausgesetzt, die Wachstumsbedingungen sind optimal.

  • Zitat von Uwe pid='22917' dateline='1438885844'
    Zitat von Danielleipzig pid='22906' dateline='1438871371'

    Liebe Sammlergemeinde!


    Wachsen den Pilze wirklich soo schnell? Oder sollte ich mal einen Optiker aufsuchen? :)


    Hallo Daniel
    Den Gang zum Optiker kannst du dir sparen. So ein Rauhfuß schafft locker 10 cm am Tag, vorausgesetzt, die Wachstumsbedingungen sind optimal.


    10cm ? Wahnsinn. :omg: Ich muss noch viel lernen... :shy:

  • Hallo, Uwe!


    Zitat von Uwe pid='22915' dateline='1438883490'

    Hallo Pablo
    Du findest Rauhfußröhrlinge wirklich lecker? Die einzigen wirklich leckeren sind doch nur die Rotkappen!



    Diese Art schon!
    Das ist im Grunde genommen eine Rotkappe, gehört jedenfalls phyllogenetisch in diese Sektion, ist also näher mit Leccinum quercinum (Eichenrotkappe) und co verwand als mit Leccinum scabrum und co.
    Hatte man den Pilz ein paar mal in der Hand, erscheint es logisch, wenn man die überstehende Huthaut und das sehr feste, stabile Fleisch wahrnimmt.
    Geschmacklich: Definitiv jeder Rotkappenart ebenbürtig.
    Womit du recht hast: ich mag ihn auch wesentlich lieber als die Raufüße mit weichem Fleisch (also "Birkenpilze" und co).



    LG, Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo !
    also ich finde den Pappelrauhfuß küchentechnisch sogar besser wie jede " Rotkappe ".
    heute abend habe ich an meinen Hotspots überraschend ein paar schöne gefunden, wenn jetzt noch etwas :rain: käme .....
    Gruß Harry

    Essensfreigaben gibts nur beim Pilzberater vor Ort , Bestimmungsvorschläge meinerseits sind keine Essensfreigaben

  • Hallo Has lhexe, ich würde es vom Bild her an den rötlichen Ton des Hutes festmachen. Das kommt beim Pantherpilz oder grauen Wulstling nicht vor.
    Aber auch die geriefte Manschette kann man schwach erkennen.



    Beste Grüße

    [size=3]Beste Grüße, Christian aus Wismar.[/size]


    [size=3]Mitglied im Pilzverein "Heinrich Sternberg" Rehna e.V.
    [/size]


    [size=3]Online-Lorchel-Lexikon[/size]

    Einmal editiert, zuletzt von Lorchel ()

  • Hallo Haselhexe aus Ostfriesland,


    wenn man das Perlpilzbild vergrößert, sieht man einwenig die Riefen auf der Manschette und diese hat auch noch einen roten Rand. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zum Pantherpilz ist noch, dass dieser einen geieften Hutrand hat. Diese Riefung hat weder der Perlpilz noch der Graue Wulstling. Der geriefte Hutrand ist allerdins bei jungen Pilzen kaum zu erkennen.

    Viele Grüße


    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock




    Hinweis: Hier im Forum wird es von mir keine Verzehrfreigaben geben, weil eine Bestimmung über Bild immer fehlerhaft sein kann.

  • Hallo.


    Dazu eine Bitte: Verlasst euch nicht zu sehr auf solche Merkmale wie "Hutrand gerieft" und "Ring ungerieft".
    Hutränder bei Perlpilzen udn grauen Wulstlingen können durchaus mal gerieft sein (ist er hier ja auch) und der Hutrand vom Panther mal nicht oder nur undeutlich gerieft (gerade bei jungen Pilzen ist die Riefung da oft nicht erkennbar). Panther mit gerieftem Ring habe ich auch schon gesehen. Bei der Eingesenkten Form des Grauen Wulstlings ist die Riefung des Ringes oft so schwach ausgeprägt, daß das nur mit Lupe zu erkennen ist.
    Das einzige wirklich 100%ige Einzelmerkmal um einen perlpilz vom Panther zu unterscheiden ist das gerötete Fleisch an Knabberstellen am Stiel, an Madengängen und unter der Huthaut.


    Wenn man die Arten aber kennt, setzt sich aus all diesen Einzelmerkmalen (dazu dann auch Gestaltung der Stielknolle, Farbe und Form des Velums auf dem Hut, Hutfarben) ein Gesamtbild zusammen, daß einen die Art meistens auf den ersten Blick erkennen lässt.



    LG, Pablo.

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