Beiträge von Pilzmax

    Hallo Pilzfreundinnen und Pilzfreunde,


    gestern war ich - zuhause in Mittelfranken - mal im südlichen Oberfranken unterwegs, da meine Heimatgebiete trotz der Regenfälle der vergangenen Tage leider immer noch wenig Pilzbeute hergeben. Zunächst war es im gestern besuchten Waldgebiet - überwiegend Nadelwald, einige eingestreute Laubbäume, Bodenbewuchs mit Moos, Gräsern und Heidelbeeren - ebenfalls recht "ruhig" und ich begann, über den gefühlten Rückgang der Pilzpopulation im allgemeinen zu sinnieren ... dann aber hat sich mein Sammelkorb doch noch gefüllt, und ich habe diese Gedanken erstmal zurückgestellt...


    Butterpilze, ein Pfifferling, Reifpilz, Perlpilz, Maronen, (Fichten)Reizker, Täubling (mildschmeckend), Sandröhrling war nach ca. 2 Stunden Suche die Ausbeute.

    Dann kamen noch diese beiden Herren vorbei:

    ... das Gewicht meiner Beute hat sich dadurch gefühlt verdoppelt. Der Stiel des oberen, größeren Exemplars war leider schon stark madendurchsetzt und liegt auf dem Kompost. Der kleinere ist einwandfrei und taugt sogar zum roh essen. Vielleicht wird es ja doch noch eine gute Pilzsaison ... um einen bekannten Freizeitphilosophen zu zitieren: "schau'n mer mal".


    Viele Grüße, Marcus

    Pablo, auch Dir danke für diesen (wie immer) erhellenden Beitrag. Aufgrund der Bilder würde ich sagen "jou, dat isser". Passt denn auch die gummiartige Kosistenz? Ich habe mich einigermaßen geplagt, da einen Schnitt reinzubekommen, trotz scharfen Messers.

    Grüße, Marcus

    Uwe58, Sepp, danke für Eure Meinungen. Nach dem Vergleich mit den Bildern in der Suchmaschine bin ich eher bei Sepps Vorschlag, erkenne aber, dass noch weitere Angaben - die ich nicht habe - erforderlich wären. Ältere Fruchtkörper waren (noch) keine da. Danke nochmal und Grüße

    Hallo,


    wer beide Arten schon mal gefunden hat und sich die Unterschiede einprägt, ist meiner Meinung nach vor einer Verwechslung recht gut geschützt. Problem dabei ist, dass der Panther eher selten ist (zumindest da wo ich auf die Pirsch gehe). Neben den genannten Merkmalen (Rötung, geriefte Manschette) ist auch die Stielbasis/Knolle sehr wichtig. Die ist beim Perlpilz rübenartig verdickt, was bei Deinen Bildern gut zu sehen ist. Der Panther wächst dagegen aus einer Knolle, die vom Stiel deutlich abgesetzt ist ("Bergsteigersöckchen"); hab leider kein Bild davon, ist aber in der Pilzsuchmaschine zu finden. Vor einiger Zeit hab ich mal beide fotografiert:

    Wulstlinge aus Mittelfranken - Pilzbestimmung - 123Pilzforum (123pilze.de)


    Viele Grüße, Marcus

    Hallo,


    hier habe ich keine Idee. Fundort war ein bemooster Baumstumpf im (überwiegend) Nadelwald. Farbe wässrig-gelb, sah glibbrig aus, Konsistenz war aber überraschend gummiartig hart, Aussehen etwas gelatine-artig. Geruch habe ich nicht festgestellt.

    Bilder:


    Danke für Eure Einschätzungen.


    Grüße, Marcus

    Hallo, ich habe letztlich in Südtirol Bandnudeln mit Kaiserlingen gegessen; der Wirt behauptete es wäre Frischware, ich konnte trotz des hohen Preises nicht widerstehen. War lecker, allerdings habe ich keinen besonderen Unterschied zu anderen guten Speisepilzen festgestellt.

    In der vorletzten Woche (Anfang September) wurden sie auf dem Wochenmarkt in Grosseto/Toskana frisch angeboten, neben anderen:


    Gruß, Marcus

    Hallo, für die Röhrlingsbestimmung wird unbedingt ein Längsschnitt durch den gesamten Pilz inkl. des Stielgrundes benötigt. Insofern ist das hier ein kleines Ratespiel ohne zwingende Auflösung.

    Vorsicht, mMn könnte es vielleicht dieser

    Schönfußröhrling, Hantling, Dickfußröhrling, Dickfuß, Bitterpilz (CALOBOLETUS CALOPUS SYN. BOLETUS CALOPUS, TUBIPORUS CALOPUS, BOLETUS SUBTOMENTOSUS SUBSP. CALOPUS) (123pilzsuche.de)

    sein, der gilt als giftig (Magen-Darm-Störungen)!


    Aber Du wirst ja keine Pilze verzehren, bei denen Du ratlos bist, oder ? ;-)

    Dass Du sie bereits küchenfertig geputzt hast hat keine Bedeutung ...:hmmm:


    Schöne Grüße, Marcus

    Nochmal hallo in die Runde,


    der Sporenabwurf ist zwar nicht allzu ergiebig, allerdings sehe ich eine dunklere gelbliche Farbe, was nach meinen Recherchen bei vielen Röhrlingen zutrifft, auch bei dem hier favorisierten Herbströhrling.



    Wenn's denn der Herbströhrling ist, dann ist es für mich ein Erstfund; auch mal was.


    Nochmal Danke für Eure Hilfe und Meinungen.


    Grüße und einen schönen Sonntag

    Marcus

    Hallo Andy und Fuddler, danke schon mal für Eure Beiträge.


    Der Geruch war nur schwach, "pilzig" etwa wie beim Maronenröhrling mit einer tatsächlich etwas säuerlichen Note.

    Gegen den Rotfuß spricht für mich die fast nicht vorhandene Stielfärbung sowie das Fehlen der Rotfärbung zwischen Huthaut und Hutfleisch. Ebenso fehlen die feldrigen Risse in der Huthaut, und die Färbung der Huthaut war dunkler als ich das bis jetzt von den Rotfüssen kenne (die sind bei uns übrigens häufig). Die Rotfüße, die bei uns wachsen, haben auch meist dünnere Stiele. Tatsächlich waren gestern auch einige Rotfüße am Start ...


    Ihr seht, ich bin nicht überzeugt (heißt aber natürlich gar nichts)... Ich versuche mich gerade an einem Sporenabwurf. Falls da etwas rauskommt poste ich das hier noch.


    Nochmal Danke für Eure Unterstützung,

    Grüße aus Mittelfranken von

    Marcus

    Hallo in die Runde,


    gestern habe ich, nachdem es hier in Mittelfranken endlich mal ergiebig geregnet hat, in heimischen Gefilden nach Pilzen Ausschau gehalten. Das Ergebnis war leider noch sehr übersichtlich.

    Gefunden habe ich diese Röhrlinge, die mir unbekannt sind und mir auch keine überzeugende Bestimmung gelungen ist.


    Fundort: ein Waldweg im sandigen Kiefernwald mit eingestreuten Laubbäumen, Boden mit Heidel- und Preiselbeeren bewachsen.

    Stiel und Röhren gelb, Hut samtig, nicht schleimig, dunkelbraun, fast schwarz. Die Röhren sehr englöchrig. Am Stielgrund eine weißliche feuchte Zone. Nicht bläuend im Schnitt, Druckstellen am Stiel leicht blauend.

    Größe etwa 5-10 cm, Hutdurchmesser etwa ebenso

    Bilder:

    Den Pilz links habe ich gestern vor ca. 18 Stunden aufgeschnitten, den Pilz rechts gerade eben.


    Danke für Eure Meinungen.

    Grüße, Marcus

    ... und im Übrigen riecht der auch noch "bizarr" - irgendwas zwischen Aas und Sch... bemerkt man beim Anfertigen von Nahaufnahmen<X

    Die Gratulation gebe ich gerne an meine Frau weiter, sie war die eigentliche Finderin.

    Hallo Pilzfreundinnen und -freunde,

    dieses Jahr hatten wir sogar zweimal das Glück, Gitterlinge vor die Linse zu bekommen.

    Diesen hier fanden wir Anfang Juni in Südfrankreich in einem Bambuswald ...


    ... und diesen letzte Woche in der südlichen Toskana am Rand einer kleinen Straße durch Wein- und Olivengärten:


    Allen Pilzverrückten wünsche ich eine erfolgreiche Herbst-Saison


    Marcus

    Hallo und einen schönen Sonntag,


    danke für Eure Kommentare. @Reike: die Stelle habe ich mir natürlich gemerkt, und auch nur einige einzelne (die gezeigten) Exemplare mitgenommen; da geht also noch was ... 8o


    Viele Grüße,


    Marcus

    Liebe Pilzfreundinnen und Pilzfreunde,


    mangels Gelegenheit hatte ich mich bisher noch nicht intensiver mit Winterpilzen befasst. Das konnte in in diesem Winter beginnen nachzuholen - kein leichtes Unterfangen, zumal hier ja mal zu lesen war, dass es keine Winterpilze gibt ;-)...

    Gestern nun, nachdem es bei uns kurzzeitig deutliche Plustemperaturen hatte und der Schnee weggetaut war, habe ich eine kleine Ansammlung gefunden. Fundort war ein toter, liegender Buchenstamm im Mischwald, ca. 350 m Seehöhe. Ich war zunächst etwas irritiert wegen der hellen Stielfarbe, aber mit dem weißen Sporenpulver sollte das doch eindeutig sein? Ich übe damit noch und werde diese nicht essen, daher habe ich nur wenige mitgenommen. Ich weiß, dass es unter den braunen holzbewohnenden Lamellenpilzen auch äußerst unangenehme Zeitgenossen gibt ...



    Den Geruch empfand ich als angenehm pilzig mit einer leicht süßlichen Note. Die Stiele erinnerten in der Haptik an Fahrradschläuche, hohl und elastisch.


    Bin gespannt auf Eure Meinungen und Kommentare,


    viele Grüße,


    Marcus

    Liebe Pilzfreundinnen und Pilzfreunde,


    vor ein paar Tagen fand ich glücklicherweise VIELE Austern. Einige habe ich als Salatbeigabe gebraten, das finde ich sehr lecker. Da noch etliche "übrig" waren, habe ich folgende Methode der Konservierung ausprobiert (nach A. Gminder, Handbuch für Pilzsammler, 2018):


    - Die Pilze werden in einer Mischung aus gesalzenem Wasser und Essig aufgekocht (1 Teil Essig auf 4 Teile Salz-Wasser)

    - ... im Sud abkühlen lassen.

    - gekochte Pilze auf Küchenpapier trocknen lassen, evt. im Ofen oder Dörrgerät bei geringer Hitze (sie sollen nicht dörren, sondern nur antrocknen)

    - Olivenöl erhitzen, in Scheiben geschnittenen Knoblauch darin Farbe annehmen lassen (nicht zu heiß/braun, sonst wird's bitter)

    - Pilze in einem sauberen (heiß auswaschen!) Einmachglas mit dem heißen Öl und den Gewürzen (ich habe zusätzlich getrocknete Chillis :evil:beigegeben) übergießen, (das Öl muss die Pilze vollständig bedecken) Glas verschließen

    - dunkel und möglichst kühl aufbewahren


    Das Ergebnis habe ich heute versucht, überraschend bissfest und wirklich lecker !! Die leicht säuerliche Note ist natürlich Geschmacksache , aber durch die Menge des Essigs regulierbar. Auf diese Weise können offensichtlich auch andere Pilze (und auch gebratenes Gemüsen etc ...) eingelegt werden. Ich möchte hier berichten, dass es auch mit Austernseitlingen gut klappt.


    Viele Grüße, und viel Erfolg mit den Winterpilzen, Marcus

    Hallo Pilzfreundinnen und -freunde,


    Euch allen wünsche ich ein gesundes und gutes neues Jahr. Kommt gut durch diese verrückte Zeit, ich denke, unser gemeinsames Hobby (oder auch Beruf[ung] ...) kann uns dabei etwas helfen...


    Das aktuelle Wetter - feucht, eher wenig Frost - scheint die Winterpilze zu begünstigen, ich jedenfalls finde davon mehr als sonst (eventuell gehe ich aber auch aufgrund der Umstände einfach öfter in die Natur, insofern erhebt diese Aussage keinen Anspruch auf statistische Signifikanz ;)).


    Leider hatte ich gestern "nur" mein Smartphone dabei; möchte Euch dennoch einige Bilder zeigen. Gefunden im Buchenwald mit vereinzelten Nadelbäumen und einigem Totholz am Boden:


    Goldgelber Zitterling (erstmals gefunden)


    Ein Schichtpilz, besiedelt in großer Menge totes Nadelholz:


    Dann Austernpilze, sehr kleine und sehr große, alle an toter Buche gefunden:


    Ich mag an den Austern besonders, dass sie in der Pfanne eine schöne röstbraune Farbe annehmen und nur wenig Flüssigkeit abgeben; ich nehme zum Anbraten meist Olivenöl. Finde ich sehr lecker als Salatbeilage.:essend_0007:


    Weiters gab es Pilzbabies, die vermutlich mal Samtfußrüblinge werden wollen - davon vielleicht später mehr.


    Danke für Euer Interesse, ich freue mich auch über Eure Kommentare.


    Viele Grüße aus Mittelfranken,


    Marcus

    Hallo,

    letzte Woche habe ich diese hier

    gefunden und verzehrt.

    Bei der Ernte waren sie gefroren, es hatte etwa ein Grad unter Null (mehrere Stunden). Nach dem Auftauen wirkten sie frisch, knackig und haben angenehm gerochen. Sie haben mir sehr gut geschmeckt und ich habe sie völlig problemlos vertragen.


    Beste Grüße,

    Marcus

    Hallo,

    das könnte (!!!) vielleicht (!) ein Austernseitling sein.

    Aber die Bilder sind nicht aussagekräftig genug .... es braucht:

    Den ganzen Pilz, verschiedene Stadien (alt, jung, etc.), am besten am natürlichen Standort, mit der Basis usw.


    Grüße,

    Marcus

    Hallo,

    also ob so etwas noch verzehrt werden kann, läßt sich auf der Basis von Fotos sicher nicht entscheiden. Ich mache es so: alles was offensichtlich schon das letzte Drittel der Existenz als Fruchtkörper erreicht hat, bleibt im Wald. Ich bin alleine schon viel zu faul, den ganzen Schneckenfraß etc. wegzuputzen - und selbst wenn, bliebe eh wenig davon übrig.

    Pilze in diesem Zustand sind im Wald viel sinnvoller als in meiner Küche.


    Viele Grüße,


    Marcus

    Hallo,


    die sehen für mich wie Schopftintlinge aus. Ein potenzieller Verwechslungspartner wäre evt. der Faltentintling.

    Aber wieso machst Du diese schon zerfließenden Exemplare ab, was wirst Du damit noch anfangen? Ich nehme nur die jungen, komplett geschlossenen und noch weißen Fruchtkörper mit ....


    Gruß, Marcus