Beiträge von Sepp

    ....Ich hab allerdings einen anderen Beitrag hier gefunden mit Detailbildern und ich denke, dass der Dicke mit großer Sicherheit ein Panther ist....

    Hallo,


    also mal abgesehen davon, dass du hier einmal von einem "Dicken" rechts und einmal von einem "Dicken" links sprichst, darf ich dir folgendes mitteilen:


    Das linke und das mittlere Exemplar auf den ersten beiden Fotos sowie das Einzelexemplar auf dem letzten Bild sind Graue Wulstlinge.

    Das zeigen abgesehen von anderen Merkmalen schon mal die grauen, unförmig angeordneten Velumreste ("Velumfetzen") auf dem Hut. Pantherpilze haben weiße Velumreste, die (sofern nicht vom Regen abgewaschen) gleichmäßig über den Hut verteilt sind.


    Auch das schon etwas ramponierte Exemplar rechts mit dem dunkleren Stiel halte ich für einen grauen Wulstling. Die Stielfarbe kann variiren, die ist manchmal etwas heller und manchmal etwas grauer.


    Einen Pantherpilz sehe ich auf deinen Bildern jedenfalls nicht.


    LG Sepp

    Hallo,


    ich hatte es schon einmal erwähnt, die im Erstbeitrag gezeigten Exemplare sind für mich sicher Lachsreizker. Ich habe in meinem Sammelgebiet u.a. Mischwaldbereiche mit Fichten, Kiefern u. Weißtannen. Da hatte ich schon ein paar mal das Glück, alle 3 gängigen Reizkerarten, also Fichtenreizker, Kiefernreizker und Lachsreizker gleichzeitig anzutreffen. Die hatte ich alle schon zig fach in der Hand. Fichtenreizker mit so einer Zonierung gibt es nicht. Außerdem haben Lachsreizker grundsätzlich eine etwas kräftigere lachsorange Hutfarbe, was aber bei manchen Exemplaren durch die manchmal stärker ausgepräten, helleren Zonierungskreise etwas in den Hintergrund geraten kann. Und nicht zuletzt macht die Hutoberfläche beim direkten Vergleich mit dem Fichten- und Kiefernreizker stets einen glatteren Eindruck, beim Fichten- u. Kiefernreizker wirkt sie etwas rauer.

    Dass die Karedis auch Grünverfärbungen beobachtet haben wollen, lässt sich für mich damit erklären, dass es im Fundbereich möglicherweise auch Fichtenreizker gab und gesammelt wurden, diese auf den Fotos aber nicht zu sehen sind. Auf den Fotos sieht man ja auch keine Grünverfärbungen.


    LG Sepp

    Hallo Jörg,


    danke für den Hinweis/die Korrektur, das kommt davon, wenn man beim Bilder betrachten zu schlampig bzw. oberflächlich ist, auf die Huthaut hatte ich gar nicht so genau geachtet, jetzt sehe ich natürlich, dass sie für einen Birkenpilz viel zu stark übersteht und ein solcher daher natürlich nicht in Frage kommt. Meinen ersten Bestimmungsvorschlag bitte ich daher zu ignorieren.


    LG Sepp

    Hallo Dieter,


    der linke könnte auch ein junger Champignon sein, ebenso dürfte es sich bei den beiden kleinen Braunen in der Mitte vermutlich um junge Waldchampignons (Agaricus spec.) handeln.


    Pilzbestimmung ist oft schwierig und meist noch schwieriger, wenn man die fraglichen Pilze nicht selbst in Hand hat, sondern nur auf Fotos sehen kann. Bitte beachte daher, dass es bei Fernbestimmungen nur anhand von Fotos über diverse Medien keine Verzehrsfreigabe gibt, da es bei solchen Bestimmungsversuchen oft Unsicherheiten und Restzweifel gibt.


    Das ist eine Sicherheitsregel, die sowohl dem Schutz des Ratsuchenden als auch dem des Ratgebers dient und an die sich jedes seriöse Forenmitglied hält.


    Eine Essensfreigabe erhältst du daher nur, wenn du einen Pilzsachverständigen kontaktierst (aufsuchst), der deine Funde live sehen und beurteilen kann.


    LG Sepp

    Ganz einfach, ich will nicht, dass sie sich noch mehr ausbreiten. Es ist ja ein Nutzgarten und ich habe schon etliche Ziersträucher (Kirschlorbeer, Buchsbaum ) entfernt und durch Beeren (Aronia, schwarze Maulbeere, Schlehen, Felsenbirne) etc. ersetzt. Wenn da schon Pilze wachsen hätte ich auch gerne welche, mit denen man mehr machen kann als anschauen. Auch wenn ich nicht alles verwende was hier wächst, habe ich doch Freude an den Vögeln und Eichhörnchen, die sich hier gelegentlich tummeln.

    Viel werde ich auch nicht unternehmen gegen die Karbolegerlinge, ich dachte nur, wenn es einen einfachen Tipp gäbe, hätte ich das einmal ausprobiert.

    Hallo Alrunia,


    auch wenn sich die Karbolegerlinge vorerst ausbreiten, solltest du ihnen nicht so skeptisch oder ablehnend gegenüberstehen. Denn um sie endgültig zu verbannen, müsstest du den eigentlichen Pilz, also das komplette Myzel im Boden vernichten oder ausgraben und das fände ich unnütz und schade.


    Champignons, auch wenn es in diesem Fall die giftigen Karbolis sind, gehören zu den Folgezersetzern. Das heißt, sie bauen in deinem Garten Substrat ab und wandeln es im Laufe der Zeit in wertvollen Humus um, den deine Sträucher wahrscheinlich gut brauchen können, aber sie können sich diese Nährstoffe nicht selbst aufbereiten.


    Wenn der Pilz (das Myzel) das Substrat vollständig aufgezehrt und umgewandelt hat, erlischt sein Vorkommen früher oder später von selbst.

    Die Früchte deiner Sträucher kannst du beruhigt verzehren, auf diese haben die Karbolegerlinge keinen negativen Einfluss.


    Als naturverbundener Mensch, für den ich dich halte, wäre es daher meines Erachtens besser, wenn du den Pilzen etwas positiver gegenübertreten würdest.


    LG Sepp

    Hallo Martin,


    ja, man kann das Foto jetzt sehen, Alex hat auch bereits geantwortet und sein Hinweis auf den Hohlfußröhrling ist richtig.


    Schau mal, wo die nächste Lärche steht, die kann nicht weit weg sein, denn diese Pilzart ist ein strenger Lärchenbegleiter.


    LG Sepp

    Hallo Alrunia,


    in einem genusstauglichen Stadium sind sie, so lange die Hüte geschlossen und völlig weißfleischig sind. Sobald sie sich dunkel verfärben und beginnen, sich in eine schwärzliche, klebrige Masse aufzulösen, sind sie zu meiden.


    LG Sepp

    Hallo Pablo,


    stimmt, das weißfleischige Exemplar dürfte etwas anderes sein. Die unterschiedliche Fleischfarbe hatte ich völlig übersehen. Ich glaube,

    ich bin von den vielen Forumsbeiträgen und Bildern schon betriebsblind.


    Ich denke aber, dass das weißfleischige Exemplar zu den Filzröhrlingen gehören dürfte.


    LG Sepp

    Erstmal danke ich Euch. Ich habe keinen von denen verwertet, denn je mehr ich lese, desto giftiger kommt mir das alles vor und desto weniger scheint man zu wissen. Weiß nicht, ob ihr das kennt ;-(.

    @ Sepp: die Stiele sind mir bei der Suche vorm Haus mit Hund leider teils abhanden gekommen. Sie waren in keinem Fall vollständig glatt / weiß, aber so stark genattert, wie bei einem Vorzeige-Parasol waren sie alle nicht. Einzig der mit der dunklen Kappe hatte braune Verfärbungen beim Abschneiden und eine leichte Braunverfärbung beim Fleischabbruch (Safranschirmling?). Aus anderer Quelle wurde verwiesen, dass es sich um Chlorophyllum rachodes (Olivbrauner Safranschirmling) und Macrolepiota mastoidea (Zitzen-Riesenschirmling) handeln müsste und nur der Große / Dicke ein Parasol sein könnte. Die Ringe waren teils nach Lösen des Vernum (heißt das so?) beweglich. Gerochen habe alle nach fast gar nichts. Fundort war eine mit Buchen und Eicheln bewachsene Wiese.

    Lange Rede ... vielen Dank :)

    Hallo Alex,


    erst mal braucht dir nicht gleich alles giftig vorkommen, aller Anfang ist schwer.


    Das was du von anderer Seite recherchiert hast, also ein "Parasol" (Macrolepiota procera) und Zitzenschirmlinge (Macrolepiota mastoidea) dürfte zumindest anhand dessen, was man auf dem 2. Foto sehen kann, schon stimmen. Aber die sind eben alle der Gattung Macrolepiota (=Riesenschirmlinge) zugehörig und in dieser Gattung existiert in Europa keine giftige Art.


    Der vermutliche Olivbraune Safranschirmling auf den letzten 3 Fotos heißt aber nicht Chlorophyllum rachodes, sondern wie schon in meiner ersten Antwort erwähnt Chlorophyllum olivieri. Der Name C. rachodes bezieht sich meines Wissens auf den Keulenfüssigen Garten-Safranschirmling. Dieser hat einen helleren Hut mit dunklen Schuppen, zwischen Hut- und Schuppenfarbe besteht also ein Kontrast, während C.olivieri eine fast gleichmäßig braune Hut- und Schuppenfarbe hat, also ziemlich kontrastlos erscheint.


    Und schließlich heißt es nicht "Vernum" sondern Velum. Darunter versteht man die Teilhülle und/oder Gesamthülle, die einen jungen Pilzfruchtkörper teilweise oder/und gänzlich umhüllt. Man unterscheidet zwischen einer Teilhülle (=Velum partiale) und einer Gesamthülle (Velum universale).

    Manche Pilze weisen sowohl ein Velum partiale als auch ein Velum universale auf.


    Beispiel grüner Knollenblätterpilz: die Teilhülle (Velum partiale) reicht vom Hut bis zur Manschette/Ring am Stiel, beim Jungexemplar ist der Hutrand mit dem Stiel verbunden/verwachsen, um die Lamellen/Sporenlager zu schützen. Wenn der Pilz aufschirmt reißt diese Verbindung, die Lamellen werden frei sichtbar und die Manschette bleibt als sichtbares Zeichen des Teilvelums am Stiel zurück.


    Zusätzlich umhüllt das Universalvelum (Velum universale) in Form einer eiförmigen Hülle den gesamten jungen Fruchtkörper vom Hut bis zur Stielbasis. Wenn sich der Pilzfruchtkörper im Zuge seiner weiteren Entwicklung streckt, bricht diese eiförmige Hülle auf und es verbleibt ein Teil der Gesamthülle scheidenartig-lappig wie ein aufgebrochenes Ei an der Stielbasis und der andere Teil als Schuppen am Hut.


    VG Sepp

    Hallo,


    zur Pilzbestimmung braucht es u.a. auch Detail/Nahaufnahmen einzelner Fruchtkörper von der Ober- und Unterseite der Pilze. Ich vermute mal, dass es sich um Schwefelköpfe (Hypholoma spec.) handelt.


    Da werden unter den Pilzen wahrscheinlich Holzreste oder Wurzelausläufer von in der Nähe befindlichen (ehemaligen) Bäumen oder Sträuchern sein.


    VG Sepp

    Hallo Codo,


    ja, das ist der Schwefelporling (Laetiporus sulphureus). Zum Verzehr sind nur junge, zartfleischige bzw. sich weich anfühlende Fruchtkörper geeignet. Dein Exemplar ist nicht mehr das jüngste, weil sich die im Jungstadium mehr knubbelig und kleiner aussehenden Fruchtkörper hier schon ziemlich flach bzw. dachziegelartig zu beachtlicher Größe ausgebreitet haben.


    In diesem Zustand/Alter halte ich ihn nicht mehr für verzehrstauglich, weil die Konsistenz schon etwas zäh, ähnlich wie Kork sein dürfte.


    Zubereitet werden können Schwefelporlinge z.B. durch Panieren und anschließend goldbraun in Öl herausbacken wie ein Wienerschnitzel oder man bereitet eine Hühnersuppe zu, schneidet junge Schwefelporlinge in kleine Stücke und kocht sie zum Schluss 10-12 Minuten in der Suppe mit. Schmeckt dann so ähnlich wie Hühnersuppe mit zartem Hühnerbrustfleisch.


    Grundsätzlich lässt sich über den Geschmack des Schwefelporlings aber streiten, manche mögen ihn mehr, manche weniger.


    Nicht zum Verzehr verwenden sollte man Schwefelporlinge, die z.B. an Eibe oder Robinie gewachsen sind. Es besteht der Verdacht, dass die Pilze Giftstoffe aufnehmen und es nach dem Verzehr zu Vergiftungen kommen kann.


    Dies gilt übrigens auch für andere an Holz wachsende Speisepilze.


    VG Sepp

    Hallo Alex,


    auf den ersten 3 Fotos sind Riesenschirmlinge (Macrolepiota spec.) zu sehen und wenn beim Einzelexemplar auf den letzten 3 Fotos der Stiel durchgehend glatt, also nicht genattert war, dann könnte es der Olivbraune Safranschirmling (Chlorophyllum olivieri) sein, oder wenn sich im unteren, fehlenden Stielteil eine Natterung befand, dann käme eventuell der Düstere Riesenschirmling (Macrolepiota fuliginosa) in Frage.

    Bei Bestimmungsanfragen bitte immer Exemplare mit komplettem Stiel zeigen, Pilzstiele weisen oft von deren Spitze bis zur Basis wichtige, bestimmungsrelevante Merkmale auf.


    VG Sepp

    Hallo,


    also was den 1. Beitrag von Chrisweger anbelangt, würde ich abgesehen von Steinpilz, Maronenröhringen und wahrscheinlich Täublingen die beiden im unteren Bereich des Korbbildes befindlichen und beim 2. Foto vergrößert dargestellten Exemplare schon als Flockenstielige Hexenröhrlinge (Neoboletus erythropus) ansprechen.


    Bei dem Exemplar mit den gelben Poren könnte es sich um eine andere Art handeln. Schade, dass man da nur die Hutunterseite sehen kann, oder ist das etwa der Hut des kleineren Exemplares, welches man auf dem 2. Foto links neben dem größeren sehen kann ? Dann wäre es auch eine Flockenhexe. Bei jungen Flocki-Exemplaren können die Röhren zunächst auch noch (teilweise) gelblich, ähnlich des Röhrenbodens gefärbt sein und erst mit zunehmendem Alter rötlich umfärben. Beim 8. Foto (von oben gezählt), auf dem der gelbporige Hut größer zu sehen ist, kann man schon eine leicht orangegelbliche Porenfarbe erkennen. Die Umfärbung hatte also bereits begonnen.


    Auf dem 4. Foto sieht man rechts unterhalb des rot- und gelbporigen Hutes einen vergrößerten Stielausschnitt, auf dem auch die fleinflockige Stielbeschaffenheit gut zu erkennen ist.


    Flockenstielige Hexenröhrlinge müssen auch nicht immer einen dunkelbraunen Hut haben, das kann variieren und je nach Alter, Standort, Witterung können Flockis auch eine etwas hellere braune Hutfarbe aufweisen.


    Auf den Fotos des 2. Beitrages von JFK sind die vergrößert dargestellten Exemplare eindeutig Flockenstielige Hexenröhrlinge und auf den beiden Sammelfotos sind, soweit erkennbar, ebenfalls nur Flockenhexen zu sehen.


    VG Sep

    Hallo David,


    also dass es sich um einen Champignon handelt, da habe ich keine Zweifel und das ältere Exemplare einen flach ausgebreiteten Hut mit nach oben gebogenen Lamellen haben (können) ist auch normal. Dieser Umstand und die schokoladebraunen Lamellen zeugen auch davon, dass es sich bei dem gezeigten Exemplar schon um einen älteren Fruchtkörper handelt.

    Warum zudem noch der Hutrand teilweise so aufgekrempelt bzw. aufgerollt ist, vermag ich aber nicht zu sagen. Vielleicht ist das auch dem Alter oder evtl. der Trockenheit geschuldet.


    Gruß Sepp

    Hallo,


    also mit Champignon liegst du schon mal richtig, aber der Wiesenchampignon (Agaricus campestris) ist das nicht. Am ehesten hätte ich den für einen dünnfleischigen bzw. schiefknolligen Anis-Champignon (Agaricus silvicola/A. essetei) gehalten, dann sollte er aber geruchsmäßig eine mehr oder weniger deutliche Aniskomponente (Name) haben. Oder es handelt sich um eine andere Champignon-Art.


    VG Sepp