Beiträge von Sepp

    Hallo Andy,


    da ist dir anscheinend ein Irrtum unterlaufen, denn du erwähnst Bild Nr. 10 zweimal mit unterschiedlichen Pilzarten. Ich sehe im Startbeitrag ingesamt 11 Bilder. Für mich zeigt nur Bild 1 eindeutig einen Rotrandigen Baumschwamm. Bild 10 + 11 (also die beiden letzten) halte ich beide für Flache Lackporlinge.


    Zur besseren Übersichtlichkeit und leichteren Bezugnahme wäre es übrigens besser, wenn Fragesteller wie in diesem Fall Sabine die Fotos nummerieren würden.


    VG Sepp

    Hallo,


    die Einschätzung von Veronika Weisheit in Richtung Schirmling teile ich und ich würde den Pilz sogar noch etwas weiter eingrenzen wollen. Denn für mich sieht der genau so aus wie ein junger (rosablättriger) Egerlingsschirmling. Der von oben bis unten glatte, weiße Fruchtkörper, sowie die etwas abgeflachte bzw. leicht abgestumpfte Hutmitte und insbesondere auch die typisch angeschwollene Stielbasis sind auch schon bei diesem Jungexemplar als charakteristische Merkmale erkennbar.

    Die Art erschien in den letzten Jahren auch wiederholt im Rasen/Gras vor meiner Wohnung, so auch wieder vergangenen Herbst mit zahlreichen Exemplaren. Da konnte ich 2 - 3 Wochen lang tagtäglich deren Entwicklung von ganz jung bis zum Vergammeln beobachten, bin mit der Art gut vertraut und deshalb war mein erster Gedanke beim Betrachten der Fotos auch sofort bei einem Egerlingsschirmling. Ein solcher wäre für die Schilkröte wahrscheinlich ungefährlich.


    Außerdem erhebt sich die Frage, ob Knollenblätterpilze für eine Schildkröte genau so schädlich wären wie für Menschen. Manche Tiere können Knollis ja unbeschadet fressen. Weiters denke ich, dass manche Tiere und vielleicht auch Schildkröten instinktiv nur jene natürlichen Organismen fressen, die ihnen nicht schaden.


    LG Sepp

    Hallo,


    ein Haarschleierling ist das auf jeden Fall und Pablo hat ja auch schon die Sektion wahrscheinlich richtig angedeutet. Wenn man im Startbeitrag vor allem auf dem 2. und dem 4.Foto die Stielbasis betrachtet, dann kann man klar erkennen, dass es sich um keinen Schleimkopf, sondern um einen der Klumpfüße handelt.


    VG Sepp

    Hallo,


    bei den büschelig wachsenden Pilzen rechts unten dürfte es höchstwahrscheinlich um den Büscheligen Faserling (Psathyrella multipedata) handeln. Die sind heuer in meinem Sammelgebiet (nebst diversen Tintlingen) auch in zahlreichen derartigen Büscheln erschienen. Im jüngeren Zustand sind die Hüte gelbbräunlich wie auf dem unteren Foto, bei älteren Exemplaren sind sie mehr graubräunlich wie auf dem Foto darüber. Die Farbveränderungen der Hüte mancher Tintlingsarten sind je nach Alter der Fruchtkörper allerdings auch ähnlich.


    VG Sepp

    ....Da die Flocken eindeutig nicht weiss sind, bin ich mir mit dem Perlpilz unsicher. Was könnte es sonst sein?

    Hallo,


    meinst du damit etwa, Perlpilze müssten weiße Schuppen haben ? Die sind bei einem Perlpilz nicht rein weiß, sondern eher etwas grau bzw. grauweiß oder graubräunlich oder rosabräunlich.


    VG Sepp

    Hallo Sabine,


    intakte Herbsttrompeten erkennt man daran, dass sie sich etwas steif anfühlen, insbesondere auch der Hutrand. Wenn der Hutrand auffällig dunkler gefärbt ist als der restliche Fruchtkörper und sich weich und schmiering-matschig anfühlt, dann sind sie bereits überaltert. Herbsttrompeten beginnen nämlich vom Hutrand ausgehend zu vergammeln bzw. zu verfaulen.

    Das Exemplar auf deinem Foto halte ich nicht mehr für einwandfrei, zumindest würde ich es schon als grenzwertig bezeichnen.


    LG Sepp

    Hallo Miesmuschel,


    ja das ist Rubroboletus rhodoxanthus. Typisch der Graue oder zartrosa überhauchte Hut, das knallgelbe Fleisch und das mäßige Blauen nur im Hut bzw. im Übergangsbereich zwischen Hut und Stiel. Und das engmaschige, gleichmäßige, blutrote Stielnetz.


    Die Art erscheint bei mir jedes Jahr im Kalkbuchen- bzw. Mischwald, in manchen Jahren kann ich mich an dutzenden Exemplaren erfreuen.


    VG Sepp

    .... Aber soweit ich gesehen habe, gibt es unter den Täublingen keinen einzigen giftigen Pilz in Deutschland ist das korrekt? Zumindest wird in meinem Pilzbuch keiner aufgelistet.


    LG

    Alex

    Hallo,


    das ist unrichtig, Täublinge sind an und für sich zwar nicht tödlich giftig, etliche Arten sind aber magen-darmgiftig und können gastrointestinale Vergiftungssyndrome mit erheblichen Beschwerden bzw. Beeinträchtigungen des Verdauungstraktes hervorrufen.


    VG Sepp

    Hallo Julia,


    was du im letzten Beitrag zeigst, sind keine Hexenröhrlinge, sondern Rotfußröhrlinge, sehr wahrscheinlich der Herbstrotfuß (Xerocomellus pruinatus).

    Beachte zwischen dem Flockenstieligen Hexenröhrling in Dannsters Startbeitrag und den von dir gezeigten Rotfüßen u.a. folgenden, markanten Unterschied:

    Der Hexenröhrling hat rote Poren, deine Rotfüße haben gelbe Poren !


    VG Sepp

    Hallo zusammen,


    was das Aufhängen von Pilzfruchtkörpern an Bäumen zum vermeintlich besseren Aussporen anbelangt, habe ich hier noch aus einem Thread eines Nachbarforums eine klare Stellungnahme von Frau Prof.Mag.Dr. Irmgard Krisai-Grreilhuber, vom Department für Botanik u. Biodiversitätsforschung der Uni Wien und Präsidentin der Österreichischen Mykologischen Gesellschaft (ÖMG):


    Nicht eindeutiger Zufallsfund - Speisepilze, giftige und ungenießbare Pilze, Bilder, Funde und Berichte - Österreichisches Pilzforum - Pilzforum.at - Pilze


    VG Sepp

    Hallo Moschuskäfer nochmal,


    ich rede hier von jenem Pilz, den du im Startbeitrag dieses Threads angefragt hast und das ist der Knollige Schleierritterling (Gattung Leucocortinarius) mit weißlichen Lamellen, also ein Hellsporer. Und darauf bezog sich auch meine Antwort an Mahatma.


    Der Ziegelgelbe Schleimkopf (Gattung Cortinarius) hat violette Lamellen und ist ein Dunkelsporer (Rostbraunes Sporenpulver).


    Zwischen diesen beiden Arten liegen makroskopisch gesehen Welten. Ich hoffe, du hast es jetzt verstanden, sonst kann ich dir hier leider nicht mehr helfen.


    VG Sepp

    Der kürzlich vorgestellte war der ziegelgelbe schleimkopf. Dieser ist ein anderer. Weisse Lamellen (nicht lila). Keine braunen sporenspuren am Stiel. Flüchtig betrachtet ähnlich dem Ziegelgelben.

    Hallo Moschuskäfer,


    nein, den Ziegelgelben Schleimkopf meinte ich jetzt nicht, du hattest auch schon mal den Knolligen Schleierritterling, von dem du Fotos an einen PSV geschickt hast und der hat die Gattung Leucocortinarius nicht erkannt und hielt ihn für einen Ritterling (Tricholoma). Du hast mich dann diesbezüglich sogar per Pinnwand kontaktiert. Schon vergessen ?


    VG Sepp

    Servus Sepp,


    wie kannst du den ohne Schleier erkennen?


    Hallo Mahatma,


    wenn man den einmal kennt (und ich kenne die Art schon einige Jahre lang), dann ist das Vorhandensein des Schleiers in makroskopischer Hinsicht nicht mehr wesentlich, weil das Gesamterscheinungsbild dieser Pilzart auch ohne Schleier (dieser ist nur bei jungen Exemplaren sichtbar) eine deutliche Sprache spricht.

    Die hell rotbraune oder orangebraune Hutfarbe, die hellen, etwas ungleichmäßigen Schüppchen (Velumreste), die oft nur im Hutrandbereich vorhanden sind, die fast rein weißen Lamellen (Hellsporer !) und die knollige Stielbasis machen die Art eigentlich (für mich zumindest) praktisch unverwechselbar.


    VG Sepp

    Hallo Moschuskäfer,


    das ist wieder ein Knolliger Schleierritterling (Leucocortinarius bulbiger), so einen Fund von Dir hatten wir erst kürzlich in einem anderen Thread behandelt.


    VG Sepp

    Hallo,


    Nr. 12 sind Herbstrotfüße (Xerocomellus pruinatus), teilweise mit Schimmelbefall. Bei manchen (jüngeren) Exemplaren kann die Hutoberfläche auch mehr oder weniger bereift sein, das muss nicht immer zwangsläufig mit Schimmel zu tun haben. Die Art heißt ja u.a. auch "Bereifter Rotfußröhrling" u. bei den Stielen können die Rottöne auch fehlen.


    Nr. 13 sind meines Erachtens ebenso wie Nr. 8 Seifenritterlinge.


    VG Sepp

    Hallo zusammen,


    Nebelkappen kann man bei Silvers Fund mit Sicherheit ausschließen, ich kenn die Dinger auch von meiner Hauswiese und habe sie sofort wieder erkannt. Lepista panaeolus ist natürlich eine Möglichkeit, aber sollte der (wie bei mir) sehr büschelig wachsen, dann käme noch viel eher Lepista caespitosa in Frage.


    VG Sepp

    Hallo Franz,


    das ist kein Rettichfälbling, aber ein schöner Fund, nämlich ein ausgewachsenes Exemplar des Blaugestiefelten Schleimkopfes vulgo Schleiereule (Cortinarius praestans). Typisch ist die runzelig-rillige Struktur der Hutoberfläche bei älteren Exemplaren und die Velumstruktur am Stiel. Außerdem sieht man ja vor allem an den Lamellen und am Stiel violettbläuliche Farbanteile. Auch die Hüte dieser Art sind im Jungzustand violettbläulich und verfärben dann mit zunehmendem Alter mehr ins violettbräunliche bis bräunliche und dann entwickelt sich auch recht deutlich die runzelig-furchige Struktur der Hutoberseite.

    Ein Rettichfälbling hat keine violettlichen oder bläulichen Farbanteile.


    Ich hatte diese imposante Art (es ist der Größte unter den Haarschleierlingen) schon mehrfach in der Hand und würde mich sehr freuen, wenn ich wieder einmal einer Schleiereule begegnen würde. Mein letzter diesbezüglicher Fund ist schon eine Weile her.


    VG Sepp

    Hallo,


    das sind meiner Ansicht nach auf jeden Fall Träuschlinge (Stropharia spec). Die grünlichen Farbtöne am Hut und Stiel und die graubräunlichen bis grauviolettlichen Lamellen sind typisch. Die Hutfarbe kann im Alter ausblassen. Die Schuppen am Hut können z.B. durch Regen abgewaschen sein und der Stiel abgegriffen sein und deshalb die Schuppen fehlen.


    @Rothschild

    Als Fundort steht nicht im Schrebergarten, sondern Nähe Bach und Schrebergarten. Und selbst in einem Garten (je nach dessen Beschaffenheit) können abgesehen vom Riesen-/Kulturträuschling auch andere Träuschlinge wachsen.


    VG Sepp