Beiträge von ibex

    Hallo miteinander


    Schönes Kerlchen. :) Gibt es denn hier noch weitere Infos dazu, z.B. zum Standort (welche Baumarten)? Auf dem Bild sieht es ja nach einem Laubwald aus, oder? Was haltet ihr von einem Reifpilz?

    Reifpilz, Zigeuner, Runzelschüppling, Hühnerkoppe, Scheidenrunzling

    Auf 123pilze steht zwar beim Vorkommen Nadelwald, allerdings habe ich im Buch "Fungi of Temperate Europe" gelesen, dass er sowohl bei Nadel-, als auch bei Laubbäumen vorkommt. Und zwar besonders bei Kiefern und Buchen. Mit Laubbäumen kenne ich mich leider gar nicht gut aus, habe aber mal die Blätter auf dem Foto mit den Blättern der Buche verglichen und es scheint mir, dass sie passen könnten. Aber vielleicht kann ja von euch jemand sagen, ob das Buchenblätter sind. :)


    LG

    Benjamin

    Mhhh es fällt mir schwer, bei dem Regelmaß der Hutflecken von Altersflecken auszugehen. Velumreste oder Hutschuppen, die dann eingetrocknet und etwas anders als der Rest verwittert sind, halte ich für wahrscheinlicher.

    Ja, sie sind wirklich ziemlich regelmässig angeordnet. Kann natürlich gut sein, dass es Velumreste oder Schuppen sind. Allerdings wirkt es für mich auf dem Foto so, wie wenn da nichts auf der Huthaut ist, es wirkt an den Stellen mit den Flecken sehr glatt, wie ich finde. Vielleicht waren da ja mal Verlumreste oder Schuppen drauf, die dann runtergespült oder sonst wie verloren gegangen sind und die Huthaut hat daher an diesen Stellen eine andere Färbung.


    LG

    Benjamin

    Hallo zusammen


    Der Grubige Milchling ist bei uns in den Bergen ein totaler Massenpilz. Ich habe dieses Jahr wirklich unzählige Exemplare davon gesehen und die Bilder oben haben mich gleich an diesen erinnert. Genauer untersucht habe ich ihn eigentlich nur einmal. Sein Geruch hat mich damals an eine Holzkiste voller Äpfel erinnert, die schon etwas länger gelagert wurden. :) Jedoch war der Geruch eher dezent, dass ich mir auch vorstellen könnte, dass er je nach Exemplar auch nur sehr schwach oder vielleicht mal fast neutral riechen könnte.

    Ein Vorteil, zugleich aber leider auch Nachteil ist, dass es bei uns fast keine Tannen gibt. Vorteil deshalb, da dadurch die Bestimmung natürlich einfacher ist. Nachteil deshalb, weil man ihn so nicht mit dem Grubigen Weisstannenmilchling vergleichen kann.

    Auf der Hutoberfläche sieht man's hier nur schlecht aber dafür am Hutrand: Den zu Schüppchen zusammen neigenden Haarfilz. Das ist typischerweise bei Lactarius scrobiculatus der Fall.

    Vielen Dank Thiemo für diese sehr interessante Information. Da ich gerne noch etwas dazulernen würde, wollte ich nochmal nachfragen, ob du damit diese Fransen am Hutrand meinst? Bei einem meiner Funde sieht man diese auch:




    LG

    Benjamin

    Hallo miteinander


    Also ich denke hier eigentlich auch an einen Schüppling, welcher kann ich aber leider nicht sagen.

    Den habe ich mir auch angesehen, aber hier passt der Wuchsort eigentlich nicht. Laut dem Buch "Fungi of Temperate Europe" soll der an Laubbäumen wachsen:

    Zitat von Fungi of Temperate Europe (Hemipholiota heteroclita)

    Occurs on living or dead deciduous trees, mostly Betula and Alnus.

    Dass er auch an einer Kiefer vorkommt, kann ich zwar nicht ausschliessen, halte ich aber nach Recherche dennoch für unwahrscheinlich.


    Die Velumreste haben eine schräge Farbe...

    Falls du die Flecken auf dem Hut meinst, frage ich mich ja, ob das überhaupt Velumreste sind. Wenn man das Bild vergrössert, sieht es meiner Meinung nach eher nicht danach aus. Sieht eher nach Altersflecken aus. ^^


    LG

    Benjamin

    Hallo Stephan

    Ein bisschen wundert es mich, warum bisher niemand was zu meiner Idee Boletus legaliae gesagt hat. Ist das wirklich so absurd?

    Das wäre dann aber ja ein ziemlich aussergewöhnlicher Fund, oder? Schliesslich soll dieser ja sehr selten und in Deutschland vom Aussterben bedroht sein. Des Weiteren soll er ja wärmeliebend sein und auch ein orangefarbenes bis karminrötliches Stielnetz haben. Auf den Fotos sieht man aber absolut keine Netzzeichnung. Das sind nur meine Gedanken dazu, schliesslich seid ihr hier die Experten.


    LG

    Benjamin

    Bitte seid unbesorgt, ich sammle und poste hier die meisten Pilze, um diese kennen zu lernen und nicht um sie zu essen.

    Ich taste mich sehr langsam und vorsichtig auf diesem Gebiet vor. 😊

    Das ist gut zu Wissen und auch sehr wichtig. Pablo hat schon recht, dass man die Essbarkeit von Pilzen nicht per Foto bestimmen und nur Vermutungen äussern kann. Deshalb habe ich oben ja auch geschrieben: "meiner Meinung nach". Dennoch finde ich, dass auch etwas Eigenverantwortung erwartet werden darf. Ansonsten könnte man gewisse Leute ja nicht mal alleine in den Supermarkt lassen. Wenn ich daran denke, was ich dieses Jahr teilweise für Pfifferlinge im Supermarktregal gesehen habe, wird mir schon etwas anders. Teilweise matschige und schimmlige Pilze im Körbchen. Kürzlich wurden "frische" Steinpilze angeboten und bei ein paar Pilzen war schon Schimmel zu sehen. Auch hier muss man selbst eine Auge darauf haben, daran riechen und begutachten, welche Pilze noch in Ordnung sind und sollte auch nicht einfach blind alles essen, nur weil es aus dem Supermarkt kommt.


    LG

    Benjamin

    Hallo zusammen


    Da ich diese Saison auch einige L. nudas kennenlernen durfte, muss ich sagen, dass ich das genauso wie Andy sehe. Wenn man sich den Geruch vom L. nuda mal eingeprägt hat, erkennt man ihn alleine daran sehr gut wieder, auch wenn der Geruch nicht bei jedem Exemplar gleich intensiv ist. Für mich passt als Geruchsbeschreibung Multivitaminsaft sehr gut. Soweit ich hier im Forum mitbekommen habe kommt dieser Vergleich ursprünglich von Pablo. Des Weiteren sind auch die leicht verschiebbaren Lamellen ein gutes Merkmal. Als ich das erste Mal von verschiebbaren Lamellen gelesen habe, wusste ich nicht so recht, was damit gemeint ist. Deshalb vielleicht noch als Hinweis, verschiebbare Lamellen lassen sich einfach vom Hutfleisch schieben, bzw. ablösen, vergleichbar mit den Röhren bei Röhrlingen.


    Ein weiterer Geruch, den ich eindeutig finde und nun abgespeichert habe ist derjenige der Nebelkappe.


    LG

    Benjamin

    Hallo zusammen


    Leider kann ich hier nichts beitragen, allerdings möchte ich mich für die tollen Beiträge bedanken. Da ich bisher, von den hier genannten Pilzen, nur zwei Flockis gefunden habe, aber noch nie einen Satan oder eine Netzhexe ist es sehr interessant hier mitzulesen. :thumbup:


    LG

    Benjamin

    Hallo Pablo


    Du hast natürlich absolut recht und es tut mir Leid, dass ich mich nicht etwas mehr zurückgehalten habe. Auch ich habe hier nur geantwortet, weil ich schon viele Jahre Pfifferlinge sammle und ich mir sicher war, dass es sich hierbei um einen Pfifferling handelt. Aber du hast natürlich vollkommen recht, dass man die frische anhand von ein paar Bildern nicht richtig beurteilen kann und ich werde es mir in Zukunft zu Herzen nehmen, darauf hinzuweisen.

    Ich habe ja auch im anderen Thema von Evgenia mit den vermeintlichen jungen Rauchblättrigen Schwefelköpfen, deshalb auch extra nochmal darauf hingewiesen, dass sie solche Funde unbedingt einem Pilzberater zeigen soll, da Anfänger diese, gerade wenn sie noch so jung sind, durchaus mit jungen Gifthäublingen verwechseln könnten. Und so eine Verwechslung wäre dann wirklich fatal.

    Kleine Pilze / was sind das für welche?


    LG

    Benjamin

    Hallo Evgenia


    Ich würde auch dringend empfehlen, solche Exemplare von einem Pilzberater anschauen zu lassen, vor allem als Anfänger. Gerade wenn die Lamellen noch nicht grau und sie noch so jung wie diese sind, besteht meiner Meinung nach für Anfänger durchaus eine grosse Verwechslungsgefahr mit dem tödlich giftigen Gifthäubling, der zudem noch auf dem gleichen Substrat wächst: Gifthäubling, Nadelholzhäubling, Gesäumter Häubling (GALERINA MARGINATA)


    LG

    Benjamin

    Hallo Stephan


    Eine Stelle, die in diesem miesen Pfifferlingsjahr einen Pfifferling hervorgebracht hat, muss eine wirklich gute Stelle sein.

    Interessant, war bei euch wirklich so ein mieses Pfifferlingsjahr? Hier in den Bergen haben wir eine Zeit lang ziemlich viele Pfifferlinge gefunden. So viele, dass wir gar nicht mehr danach gesucht haben, weil wir schon zu viele gegessen hatten und einige von uns keine Lust mehr drauf hatten. :)


    LG

    Benjamin

    Hallo ihr zwei


    Vielen Dank für eure interessanten Beiträge. :thumbup: Ich habe gerade auch nochmal im Buch "Fungi of Temperate Europe" nachgelesen. Dort steht unter anderem folgendes:

    Die C. domesticus Gruppe hat im Vergleich zu C. micaceus typischerweise grössere, braunere Schuppen auf dem Hut und sind am Stiel weniger behaart. C. silvaticus hat feine Härchen auf dem Hut. C. saccharinus hat einen glatten Stiel.

    Leider habe ich den Stiel nicht so detailliert fotografiert, frage mich aber jetzt dennoch, ist der Stiel glatt oder behaart? Im oberen Teil sieht er eigentlich ziemlich behaart aus, im unteren Teil eher glatt. Oder ist die scheinbare Behaarung im oberen Teil nur die Schuppen, die am Stiel kleben? Nächstes Mal werde ich auf jeden Fall den Stiel noch genauer unter die Lupe nehmen und fotografieren.


    LG

    Benjamin

    Hallo Reike


    Vielen Dank für deine Einschätzung. Ich dachte auch an diesen, habe dann aber auf 123pilze gelesen, dass sich Glimmertintlinge und einige andere oft nur mikroskopisch von einander unterscheiden lassen. Hast du denn bestimmte Merkmale auf die du achtest und damit die anderen ähnlichen Arten ausschliessen kannst? Falls ja, worauf achtest du am meisten? Ich muss sagen, dass ich bisher noch relativ wenig Erfahrung mit Tintlingen habe.


    LG

    Benjamin

    Hallo

    Warum war da nur ein einzelner?

    Ich sammle schon seit vielen Jahren Pfifferlinge. Ja, sie stehen wirklich oft in Gruppen, aber eben nicht immer. Es kommt durchaus vor, dass ein einzelnes Exemplar alleine da steht. Das hatte ich diese Saison auch ein paar mal. Zudem verstecken sie sich oft wirklich sehr gut im Moos. Manchmal sieht man nur einen, wenn man aber das Moos in der Umgebung etwas genauer untersucht kommen noch andere zum Vorschein.


    Ist dieses Exemplar noch essbar?

    Wird zwar nicht gerade eine sehr grosse Mahlzeit werden, aber der sieht meiner Meinung nach noch gut aus. Pfifferlinge halten sich im Vergleich zu vielen anderen Pilzen relativ lange.


    LG

    Benjamin

    Hallo Pilzfreunde


    Letztens habe ich einige schöne Tintlinge in einem Mischwald gefunden. Zuerst dachte ich, das sind sicher Glimmertintlinge (COPRINELLUS MICACEUS), musste dann aber feststellen, dass es hier sehr viele ähnliche Arten gibt und noch einige andere in Frage kommen. Vielleicht kann ja jemand von euch eine Tendenz nennen, obwohl ich denke, dass hier vermutlich ohne Mikroskop nichts genaues zu sagen sein wird. Dennoch möchte ich euch die Fotos nicht vorenthalten.







    LG

    Benjamin

    Hallo zusammen


    Besten Dank für die Antworten. Grünblättrige Schwefelköpfe habe ich ja schon einige Male gefunden und dort ist mir immer dieser leichte Grünstich aufgefallen, der hier aber nirgendwo zu sehen war. Schärfe ist vielleicht etwas falsch ausgedrückt, ich denke leichte pilzige Würze trifft es besser. Jedenfalls konnte ich nichts bitteres wahrnehmen. Ich denke ich bin bei Geschmacksbeschreibungen noch nicht so gut. :)


    Lg

    Benjamin

    Hallo zusammen


    Ich glaube jetzt habe ich auch meine ersten Rauchblättrigen Schwefelköpfe (HYPHOLOMA CAPNOIDES) gefunden. Sie wuchsen auf einem Baumstumpf in einem Mischwald in der Innerschweiz.





    Ich habe ein ganz kleines Stück in den Mund genommen und konnte nichts bitteres, nur eine leichte Schärfe/Würze feststellen.


    Auf der anderen Seite des Baumstumpfs waren noch grössere Exemplare, diese habe ich zwar nicht probiert, aber ich denke es sind auch Rauchblättrige Schwefelköpfe:



    Seid ihr mit meiner Einschätzung einverstanden?


    Besten Dank schon im Voraus.


    LG

    Benjamin

    Hier sind ein paar junge Reizker, die nen Meter daneben waren:

    Also das sind meiner Meinung nach definitiv Lachsreizker. Falls dennoch eine Fichte in der Nähe stand, wäre es ja auch möglich das beide so Nahe beieinander gewachsen sind. Den einzigen Fichtenreizker, den ich letztes mal gefunden habe stand auch in der Nähe von ein paar Lachsreizkern. Aber vielleicht sind die alten, grünen Exemplare ja auch Lachsreizker, würde mich zwar schon etwas wundern, dass die so grün werden können. Du hast nicht zufällig geschaut, ob Grübchen an den Stielen ersichtlich waren, oder?


    Normalerweise treten keine grünen Verfärbungen beim Lachsreizker auf. Aber selten sieht man sie doch und dann sind es fast immer abgestorbene Primordien oder überalte, geschädigte Exemplare.

    Hallo Thiemo


    Hast du irgendwelche weiterführenden Infos oder Quellen dazu? Leider habe ich im Internet ziemlich wenig dazu gefunden, ausser, dass sich Lachsreizker kaum jemals grünlich verfärben und wenn, dann nicht so extrem, wie diese. Pablo hat zum Beispiel im Nachbarforum eine Vorstellung zum Lachsreizker (hier) geschrieben und er beschreibt es darin wie folgt:

    Zitat

    wie die gesamten Fruchtkörper kaum jemals grünlich verfärbend, höchstens im Alter mal mit vereinzelten grünlichen Flecken

    LG

    Benjamin

    Hallo zusammen

    Ja mich hat es voll erwischt mit den Pilzen, nun gut angefangen habe ich im 2013 aber einfach nur Rotfuss und Maronen.... Dann gab es mal eine Pause und nun gut zwei Jahre beschäftige ich mich sehr intensiv, für meine Frau wahrscheinlich zu intensiv.....

    Finde ich wirklich toll und es ist doch sehr schön, wenn man ein Hobby hat, welches einem solche Freude bereitet. Und vielleicht wird das Hobby ja noch zum Beruf. :thumbup:Einige meiner Freunde waren auch ziemlich überrascht, dass ich mich auf einmal für Pilze interessiere. :) Aber wenn man mal ein bisschen eingetaucht ist in die Welt der Pilze, merkt man erst, wie interessant und faszinierend es ist.


    Jetzt habe ich viel mehr Freude etwas zu bestimmen als nur zum Verzehr zu sammeln. Mal schauen ob der Nikolaus dieses Jahr noch ein Binokular dabei hat 😉

    Das mit der Freude am Bestimmen geht mir gleich, früher habe ich nur nach Steinpilzen und Eierschwämmchen Ausschau gehalten und die anderen Pilze kaum beachtet, heute freue ich mich über jeden Pilz, den ich zu Gesicht bekomme. :) Jedenfalls drücke ich dir die Daumen, dass der Nikolaus etwas schönes für dich in seinem Sack hat. :thumbup:


    In der Innerschweiz war ich noch nie unterwegs, wer weiss nächstes Jahr mal auf die Pirsch mit dir.

    Das wäre wirklich mal toll, vor allem auch mal mit jemandem unterwegs zu sein, der sich so gut auskennt wie du. 8)


    So wie sich die Diskussion hier entwickelt hat, könnten wir nächstes Jahr wirklich mal ein Schweizer Treffen machen. Ich würde mich auf jeden Fall freuen und wenn ich Zeit habe und in der Gegend bin, wäre ich sehr gerne dabei. :thumbup:Zusammen Pilze untersuchen, sammeln und am Schluss vielleicht noch zusammen eine Pilzmahlzeit geniessen, sofern wir denn was gutes finden ;), wäre sicher ein sehr schönes Erlebnis.


    LG

    Benjamin