Beiträge von ibex

    Hallo zusammen

    Ja mich hat es voll erwischt mit den Pilzen, nun gut angefangen habe ich im 2013 aber einfach nur Rotfuss und Maronen.... Dann gab es mal eine Pause und nun gut zwei Jahre beschäftige ich mich sehr intensiv, für meine Frau wahrscheinlich zu intensiv.....

    Finde ich wirklich toll und es ist doch sehr schön, wenn man ein Hobby hat, welches einem solche Freude bereitet. Und vielleicht wird das Hobby ja noch zum Beruf. :thumbup:Einige meiner Freunde waren auch ziemlich überrascht, dass ich mich auf einmal für Pilze interessiere. :) Aber wenn man mal ein bisschen eingetaucht ist in die Welt der Pilze, merkt man erst, wie interessant und faszinierend es ist.


    Jetzt habe ich viel mehr Freude etwas zu bestimmen als nur zum Verzehr zu sammeln. Mal schauen ob der Nikolaus dieses Jahr noch ein Binokular dabei hat 😉

    Das mit der Freude am Bestimmen geht mir gleich, früher habe ich nur nach Steinpilzen und Eierschwämmchen Ausschau gehalten und die anderen Pilze kaum beachtet, heute freue ich mich über jeden Pilz, den ich zu Gesicht bekomme. :) Jedenfalls drücke ich dir die Daumen, dass der Nikolaus etwas schönes für dich in seinem Sack hat. :thumbup:


    In der Innerschweiz war ich noch nie unterwegs, wer weiss nächstes Jahr mal auf die Pirsch mit dir.

    Das wäre wirklich mal toll, vor allem auch mal mit jemandem unterwegs zu sein, der sich so gut auskennt wie du. 8)


    So wie sich die Diskussion hier entwickelt hat, könnten wir nächstes Jahr wirklich mal ein Schweizer Treffen machen. Ich würde mich auf jeden Fall freuen und wenn ich Zeit habe und in der Gegend bin, wäre ich sehr gerne dabei. :thumbup:Zusammen Pilze untersuchen, sammeln und am Schluss vielleicht noch zusammen eine Pilzmahlzeit geniessen, sofern wir denn was gutes finden ;), wäre sicher ein sehr schönes Erlebnis.


    LG

    Benjamin

    Hallo Andy


    Ich bin es zwar nur 😊

    Ich bin für jede Einschätzung sehr dankbar und natürlich besonders bei einer, die von dir kommt. Ich bin wirklich fasziniert, was für ein Wissen du in dieser kurzen Zeit aufgebaut hast, wenn man sich mal deine ersten Beiträge vor ziemlich genau einem Jahr hier aus dem Forum durchliest. :thumbup:


    Bei Mycena um die Art festzulegen benötigt es noch einen Blick durch das Mikroskop.

    Ja, diese fiesen, kleinen Helmlinge lassen sich nicht so leicht bestimmen. Pablo hat mir zwar einen guten Bestimmschlüssel (Link) genannt, allerdings finde ich eine Bestimmung selbst mit dem Schlüssel oft ziemlich schwierig. Aber besten Dank für deine Idee.


    Beim Lepiota denke ich eher nicht an L. castanea weil ich sehe niergends bei den Lamellen orange Flecken.

    Auch hier nicht ganz einfach zu bestimmende Gattung, vom Habitus her würde ich den auch in der Sektion Stenosporae suchen.

    Evt. L. cristata

    An L. cristata habe ich auch gedacht, aber dann ausgeschlossen, da der Geruch überhaupt nicht widerlich war, sondern leicht süsslich.


    Besten Dank auch noch für die restlichen zwei Einschätzungen, das hat mir schon sehr weitergeholfen.


    LG

    Benjamin

    Du meinst das orang-bräunliche am Stiel? Ja das kam mir auch schon komisch vor... danke für die Einschätzung!

    Ja, genau und auch am Hutrand sind die Schleierreste gut zu sehen. Leider sind Schleierlinge sehr schwierig zu bestimmen, vielleicht kann dir Pablo oder sonst ein Experte hier im Forum weitere Infos zu deinem Fund geben.


    LG

    Benjamin

    Hallo MarciMarc


    Bist du sicher, dass das Lachsreizker sind? Sehen für mich mit den grossen Grünanteilen eigentlich eher nach Fichtenreizkern aus. Ich habe zwar noch keine so alten Lachsreizker gesehen, aber laut dem Buch "Der grosse BLV Pilzführer" dürften sich diese auch im Alter nicht so grün verfärben:

    Zitat von Der grosse BLV Pilzführer zum Lachsreizker

    auch im Alter ohne Grüntöne

    LG

    Benjamin

    Bei uns im Wald habe ich bislang "nur" Fichtenreizker gefunden (obwohl da durchaus auch Tannen stehen...), finde die aber entgegen ihres mauen Rufs auch sehr lecker.

    Das ist oft schon etwas interessant. Im Sammelgebiet, wo ich die Lachsreizker gefunden habe, standen wirklich viele davon rum, Fichtenreizker jedoch kaum. Obwohl auch viele Fichten im Wald standen, habe ich nur einen Fichtenreizker gefunden und der war leider schon zu alt für die Pfanne.


    Das einzige Problem an denen ist, dass er bei den ganz kleinen (madenförmigen) Pilzesammlern sich ebenfalls äußerster Beliebtheit zu erfreuen scheint...

    Ja, diese hungrigen Maden sind oft echt mühsam. Bei mir waren zum Glück nur zwei oder drei Pilze betroffen und dort waren nur ein paar im Stiel zu Werke.


    Mir ist da noch eine Frage eingefallen, bin am Montag über 2 große Lachsreizker gestolpert, und das an einer Stelle die ich ein paar wenige (3, 4) Tage vorher schon langging. Da waren die meiner Meinung noch nicht da. Weiß jemand wie schnell die wachsen? Oder hatte ich Tomaten auf den Augen?

    Ich kann dir zwar nicht sagen, wie schnell Reizker wachsen, aber ich denke wenn die Bedingungen passen, kann es gut sein, dass sie in dieser Zeit gewachsen sind. Ich habe auch Lachsreizker an einer Stelle gefunden, wo ich mir ziemlich sicher bin, dass sie 3 Tage vorher noch nicht da waren. Mir ist auch schon öfter bei anderen Pilzen aufgefallen, dass sie innerhalb von ein bis zwei Tagen einen extremen Wachstumsschub machen können.


    LG

    Benjamin

    Hallo Laura


    Beim Gemeinen Steinpilz ist das Netz gerade auch bei schon etwas älteren Exemplaren vor allem im oberen Teil des Stiels zu sehen. Hier sieht man das weisse Netz doch sehr gut. Ich habe es eingekreist:


    LG

    Benjamin

    Hallo Laura


    Etwas mehr Informationen und vor allem schärfere Fotos wären hilfreich. Die Fotos vom Stiel sind so unscharf, dass man keine Netzzeichnung erkennen kann. Aber meiner Meinung nach dürfte das ein Steinpilz, durch die bräunliche Zone unter der Huthaut vermutlich der Gemeine (BOLETUS EDULIS) sein. Vielleicht kannst du ja noch schärfere Fotos vom Stiel nachreichen, wo man das von dir beschriebene netzartige besser sieht.


    LG

    Benjamin

    Ich will damit sagen, dass Ihr mich mit Euren Lachs-und Edelreizkern ganz kirre macht und ich auch gern welche finden würde =D

    Aha, und ich dachte schon, du hattest Angst, dass MarciMarc irgendwelche madigen und gammligen Pilze isst. ^^


    Da wir es kürzlich ja mal von der Wikipedia hatten, beruhigt dich vielleicht folgendes::)

    Zitat von Wikipedia

    Aufgrund seiner auch beim Kochen nicht ganz vergänglichen leichten Bitterkeit gilt der Lachs-Reizker zwar als essbar, aber nicht als guter Speisepilz.

    Ich denke du hattest recht, Wikipedia ist nicht gerade Fachliteratur, zum Lachsreizker habe ich aber auch schon gelesen, dass man ihn entweder liebt oder hasst. Ich jedenfalls mag ihn sehr und hoffe, dass du noch welche finden wirst. Zudem hast du schon so viele Pilze verschiedene Pilze gegessen, dass ich eigentlich neidisch sein müsste. ;)


    Hallo Schwede


    Sehr gerne.

    Den Lachsreizker kannte ich, bis zu deinem Beitrag, gar nicht und eines muss ich bemängeln, er kommt einen Monat zu spät. ;-)

    Nach deiner Beschreibung, deinen Bilder und meiner Erinnerungsfähigkeit, habe ich genau diese "Sorte" hier bei mir, in "meinem" Wald gesehen.


    Schade, aber vor einem Monat habe ich leider noch keine gefunden. :) Kann gut sein, dass du diese im Wald gesehen hast, ich nehme mal an, bei euch gibt es auch viele Tannen, oder? Es gibt aber ein paar Milchlinge die dem Lachsreizker durchaus ähnlich sehen, deshalb immer darauf achten, dass er karottenrot milcht, aber da du ja selber auch schon Reizker gefunden hast, weisst du das sicher.


    LG

    Benjamin

    Hallo ReikeT


    Was möchtest du mit deinem ängstlichen Smile ausdrücken? ^^ Natürlich ist es schwierig von hier aus eine Beurteilung zu machen, wir sehen ja gar keine Bilder dazu und auch mit Bildern wird man die frische nicht richtig beurteilen können. Im Zweifel sollte man natürlich lieber die Finger davon lassen, aber ich gehe davon aus, das weiss MarciMarc selber.


    LG

    Benjamin

    Hallo MarciMarc

    Bis zu welcher Grösse würdet ihr die Reizker essen?

    Also eigentlich kommt es ja nicht auf die Grösse, sondern mehr auf das Alter an. Schneide doch mal einen der Pilze auseinander. Wenn er noch schön fest ist, noch schön milcht und nicht jede Menge Maden rumkriechen dürfte er noch gut sein. Etwas ältere Exemplare dürften zudem im Geschmack etwas herber sein, ich hatte bei mir im Essen einen, der etwas herber war, aber für mich noch völlig im Rahmen.


    LG

    Benjamin

    Hallo zusammen


    Nachfolgend noch der zweite Teil meiner Funde in der Innerschweiz. Gefunden wurden die Pilze wiederum in einem Mischwald.


    Pilz 1:




    Diese Helmlinge wuchsen auf einem liegenden Baumstamm. Ich bin mir nicht sicher, aber es könnten vielleicht Buntstielige Helmlinge (MYCENA INCLINATA) sein.


    Pilz 2:




    Ich habe mich gefreut, dass ich zum ersten mal kleine Schirmlinge gefunden habe. Gewachsen sind diese direkt neben dem Waldweg. Ihr Geruch war leicht süsslich. Kleine Schirmlinge sind meiner Meinung nach auch ziemlich schwer zu bestimmen. Könnte es vielleicht der Kastanienbraune Schirmling (LEPIOTA CASTANEA) sein?


    Pilz 3:




    Ein Hallimasch. Auch hier bin ich mir nicht ganz sicher welcher. Meine Tendenz geht in Richtung des Gemeinen Hallimasch (ARMILLARIA SOLIDIPES) oder käme der Fleischbraune Hallimasch auch noch in Frage?


    Pilz 4:



    Auch hier bin ich mir nicht sicher, dachte aber an einen Geflecktblättrigen Flämmling (GYMNOPILUS PENETRANS).


    Vielen Dank schon im Voraus.


    LG

    Benjamin

    Hi


    Besten Dank euch zwei. Schade, dass ich momentan nicht mehr in der Gegend bin, sonst hätte ich nochmal nachgeschaut, was aus den kleinen geworden ist. Vermutlich bin ich erst in etwa 2 Wochen wieder in der Gegend und das wird vermutlich zu spät sein, oder?


    LG

    Benjamin

    Hallo Thiemo


    Vielen Dank für den Hinweis. Ich denke der könnte eventuell passen. Leider findet man im Internet fast keine Fotos von ganz jungen Exemplaren. Natürlich habe ich bei diesem Pilz wieder vergessen eine Geruchsprobe zu nehmen. :rolleyes: Ist der Pilz auch noch so klein, kann eine Geruchsprobe doch sinnvoll sein. Das muss ich mir hinter die Ohren schreiben. :)


    LG

    Benjamin

    Hallo zusammen


    Ich war gestern nochmal bei Pilz 4 und Pablo hatte mit seiner Vermutung wieder einmal recht, es ist ein Lamellenpilz. Was es ist, konnte ich leider immer noch nicht herausfinden, aber vielleicht hat ja Beorn noch eine Idee, vielleicht sind sie aber immer noch zu jung, um etwas dazu zu sagen. Nachfolgend die aktuellen Bilder:




    LG

    Benjamin

    Hallo Thiemo

    Daher hab ich interessehalber ein paar Bücher gewälzt:

    Vielen Dank, dass du dir die Mühe gemacht hast und es nochmal in so vielen Büchern nachgeschlagen hast. Ich habe die Douglasien nun oben durchgestrichen und dazugeschrieben, dass die Information zweifelhaft ist.


    Also Funde unter Douglasie dürften, wenn überhaupt möglich, die absolute Ausnahme sein. Keine Ahnung wie Gerhardt darauf kommt, vielleicht hat er die Tanne einmal nicht gefunden. :wink:

    Danke auch für den kleinen Lacher zum Schluss. :thumbup:^^


    LG

    Benjamin

    Hallo Emil


    Leider habe ich den Edelreizker noch nie gefunden, denke aber, dass du mit deiner Bestimmung goldrichtig liegst. Der Lachsreizker hat meinem Empfinden nach eine glattere Hutoberfläche, während diese beim Edelreizker eher etwas unebener und teilweise mit ziemlich vielen orange-fleckigen Mustern bzw. Grübchen versetzt ist. Zudem wurden deine Pilze ja auch unter Kiefern gefunden, was den Lachsreizker, falls keine Tanne in der Nähe stand, sowieso ausschliesst.


    LG

    Benjamin

    Hallo zusammen


    Vielen Dank für eure freundlichen Kommentare. Es freut mich, dass euch meine Vorstellung gefallen hat. :thumbup:Die Quelle für das Vorkommen bei Douglasien ist das Buch "Der grosse BLV Pilzführer" von Ewald Gerhardt, das habe ich oben jetzt noch dazugeschrieben.


    Ich finde es in Steckbriefen immer gut zu erwähnen, welche Verwechslungspartner der Ersteller des Steckbriefes den so bei diesem Pilz sieht und die Unterscheidung zu dem potenziellen Verwechslungspilz.

    Ich habe nun noch ein paar Verwechslungsmöglichkeiten hinzugefügt. Da ich von den Reizkern bis jetzt leider erst den Lachsreizker und den Fichtenreizker gefunden habe, nahm ich dabei auch die bei 123pilze angegebenen Verwechslungsgefahren zu Hilfe.

    Ich weiß nicht ob es geht, aber könnte man nicht im Forum ein Steckbriefordner von gut gemachten Forumssteckbriefen erstellen ? Wäre super dort nach Beschribungen zu gucken.

    Das fände ich auch eine super Idee. Wenn so etwas möglich wäre, würde ich es auch befürworten.


    Leider gibt es hier so gut wie 0 Tannen oder Douglasien bei uns :(

    Schade, aber ich hoffe, dass bei euch andere Reizker wachsen und du noch welche findest. :thumbup:


    Das mit der Douglasie erstaunt mich. L. salmonicolor ist ein strenger Tannenbegleiter. Gut, das sind auch Pinaceaen, aber doch eine ganz andere Unterfamilie und Gattung. Darf ich fragen woher du diese Information nimmst?

    Ich dachte eigentlich auch, dass er ein strenger Tannenbegleiter ist, habe aber dann die Info im oben genannten Buch gefunden. Ob die Info richtig ist kann ich nicht bestätigen, aber vielleicht weiss sonst jemand hier im Forum noch mehr dazu.


    LG

    Benjamin

    Hallo Freunde der Pilze


    Nachdem ich auch durch die Hilfe des Forums hier den Lachsreizker kennen- und schätzen lernen durfte, möchte ich heute mal eine kurze Vorstellung schreiben. Zunächst mal kurz zu den Merkmalen.


    Hut: 4 - 10 (15) cm, blass- bis satt orange, regelmässig zoniert, keine Grüntöne. Huthaut feucht schmierig. In der Mitte bald vertieft und trichterförmig. Rand lange eingerollt.

    Lamellen: Blassocker, orange. Am Stiel gelegentlich gegabelt, gerade angewachsen bis kurz herablaufend.

    Stiel: Orangegelb, ähnlich wie der Hut gefärbt, meist mit dunkleren (orangen) Gruben besetzt. Zylindrisch, hohl.

    Fleisch: Weisslich bis blassocker, durch die Milch karottenrötlich gefärbt, brüchig.

    Milch: Karottenrot, nach ca. 10 bis 15 Minuten mennigrötlich, später orangebraun bis weinrot.

    Geruch: Eher dezent obstartig. (Zunächst konnte ich den Geruch nicht so richtig zuordnen, aber ich finde leicht obstartig trifft es ziemlich gut.)

    Geschmack: Mild, schwach bitter. (Er wird oft als etwas bitter beschrieben, aber meiner Meinung nach ist das nur sehr schwach ausgeprägt und bei jungen Exemplaren kaum wahrnehmbar. Ich mag ihn geschmacklich sehr, meide sonst aber bittere Lebensmittel eher.)

    Sporen: Blassocker, unregelmässig warzig-netzig, 8-10 x 6,5-7,5 µm.

    Speisewert: Sehr guter Bratpilz.

    Vorkommen: Von August bis November, bei Tannen oder Douglasien*, gerne auf Kalkböden. In eher sauren Gegenden deshalb meist in Wegrandnähe zu finden.

    Verwechslungsmöglihkeiten: Der Lachsreizker kann vor allem mit anderen Milchlingen verwechselt werden. Deshalb sollte zunächst auf die Farbe der Milch geachtet werden. Ist diese karottenrot, weiss man schon mal, dass es sich um einen Reizker handelt und der Pilz essbar ist. Alle bei uns heimischen Arten mit roter Milch sind essbar, mit Ausnahme von kleinen rot-milchenden Helmlingen.

    Der Fichtenreizker hat normalerweise keine Grübchen am Stiel und man sieht bei ihm meist leichte Grünanteile, vor allem in der Hutmitte oder bei älteren Exemplaren, zudem wächst er unter Fichten.

    Der Edelreizker kann dem Lachsreizker manchmal sehr ähnlich sehen, wächst aber unter Kiefern. Seine Hutoberfläche wirkt meiner Meinung nach etwas unebener und man sieht oft orange-fleckige Muster oder Grübchen.

    Der Wechselblaue Edelreizker wächst unter Kiefern oder Föhren auf sauren Böden. Sein Hut ist oft blau-grünlich zoniert.

    Der Weinrote Kiefernreizker wächst unter Kiefern oder Föhren. Sein Hut ist oft grün-blau gefleckt und seine Milch ist am schon Anfang blut- bis weinrot und verfärbt sich nach ca. 20 Minuten grünlich.

    Bemerkungen: Der Lachsreizker hat, wie alle rotmilchenden Reizker, einen hohen Vitamin und Mineraliengehalt und gilt daher auch als Vitalpilz. Informationen zu den Inhaltsstoffen konnte ich leider nur zum Edelreizker finden, diese dürften sich aber vom Lachsreizker nur gering unterscheiden: Nährwerte Edelreizker

    Der in Reizkern enthaltene Farbstoff kann den Urin rötlich färben, ist aber völlig harmlos. Ihr müsst beim Toilettengang also nicht erschrecken.

    Meiner Meinung nach sind Reizker durch ihre deutlichen Merkmale auch ziemlich gut für Anfänger geeignet. Wenn man die ersten Schritte von den Röhrlingen zu den Lamellenpilzen machen möchte, eignen sie sich meiner Ansicht nach sehr gut.


    * Das Vorkommen unter Douglasien wird im Buch "Der grosse BLV Pilzführer" von Ewald Gerhardt beschrieben, ist aber eine zweifelhafte Information. Thiemo hat in mehreren Fachbüchern nachgeschaut und in keiner seiner Quellen war von einem Vorkommen bei Douglasien die Rede.


    Nun einige Fotos vom Sammeln. Gefunden habe ich die Pilze in der Innerschweiz in einem Mischwald. Da in meiner Sammelgegend eher saure Böden sind, standen die Pilze alle am Wegrand, oder in Wegrandnähe, immer in unmittelbarer Nähe zu einer Weisstanne.


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    Man sieht hier gut den orangen Hut, mit der Zonierung und der trichterförmigen Vertiefung in der Hutmitte. Die Farbe ist hier eher blassorange. Durch die schmierige Huthaut bleibt auch gerne Schmutz daran haften.


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    Hier sind die dunkleren Grübchen und die blassocker bis orangen Lamellen gut zu sehen.


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    Bei diesem Exemplar ist die Hutfarbe eher lebhaft orange.


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    Zu Hause angekommen, habe ich die Pilze nochmal etwas genauer und der die Lupe genommen und geputzt.


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    Hier stehen sie schon in Reih und Glied und warten darauf geputzt und verputzt zu werden. :)


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    Hier sind die vom Stiel aus gegabelten Lamellen gut zu sehen.


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    Die Grübchen am Stiel sind nicht immer gleich ausgeprägt, manchmal sind sie kaum oder gar nicht vorhanden, wie bei diesen zwei Pilzen oben (10 & 11).


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    Hier sind nochmal alle Pilze von unten zu sehen.


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    Die Pilze sind nun alle geputzt. Im Hintergrund sieht man die hohlen Stiele.


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    Foto direkt nach dem Auseinanderschneiden des Lachsreizkers. Man sieht hier gut das weissliche Fleisch, das durch die karottenrote Milch orange gefärbt wird.


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    Nach 15 Minuten ist zu sehen, wie die Verfärbung der karottenroten Milch langsam ins orangebraune bzw. weinrote übergeht. Wenn man die Milch auf die Finger bekommt sind diese orange gefärbt und man bekommt die Farbe ohne Wasser fast nicht mehr weg. :)


    Durch die kleine Kostprobe kürzlich habe ich den Lachsreizker geschmacklich zu schätzen gelernt und habe mich deshalb gefreut, dass ich heute eine gute Ausbeute machen konnte. Momentan scheint hier eine gute Sammelzeit zu sein, da ich heute wirklich sehr viele gefunden habe und da ich schon genug hatte, etliche stehen gelassen habe. Ich habe mich entschieden einen gemischten Salat mit gebratenem Speck und Lachsreizkern zu machen.


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    Zunächst habe ich die Reizker in einer Pfanne ohne Öl oder Fett ca. 8-10 Minuten gebraten.


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    Zum Schluss habe ich sie noch gut gesalzen und etwas Pfeffer und Butter hinzugefügt.


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    Dann kamen sie zusammen mit etwas Speck als Topping auf den gemischten Salat. Wirklich sehr lecker.:thumbup:



    Ich hoffe euch hat meine kurze Vorstellung zum Lachsreizker gefallen. Falls ihr irgendwelche Fehler findet oder sonstige Verbesserungen habt, teilt mir diese bitte sehr gerne mit.


    LG

    Benjamin

    Hallo Jörg


    Ja, da sieht man das Netz gut, am ganzen Stiel. Nachfolgend noch ein Bild von einem alten Steinpilz, der schon fast den Hut verliert. Hier sieht man das Netz vor allem im oberen Teil:


    LG

    Benjamin

    Hallo Gerd


    Immer darauf achten, ob ein Netz auf dem Stiel zu sehen ist. Ein Röhrling ohne Netz auf dem Stiel ist kein Steinpilz. Beim Gemeinen Steinpilz sieht man das Netz oftmals nur etwa bis zur Stielmitte, deshalb sollte man vor allem in Richtung Stielspitze nach der feinen Netzzeichnung Ausschau halten.


    LG

    Benjamin

    Hallo Adrian


    Also aus meiner Sicht dürften das Ellerlinge sein. Wie mir Andy kürzlich erklärt hat, sieht man bei Ellerlingen die Querverbindungen (Anastomosen) am Lamellenboden und die sind hier auch gut zu sehen. Es könnte vielleicht der Jungfern-Ellerling (CUPHOPHYLLUS VIRGINEUS) sein: Jungfern-Ellerling, Schneeweißer Ellerling, Glasigweißer Ellerling, Weißer Saftling, Weißer Wiesenellerling (HYGROCYBE VIRGINEA, SYN. CAMAROPHYLLUS VIRGINEUS, CAMAROPHYLLUS NIVEUS, HYGROPHORUS NIVEUS)


    LG

    Benjamin

    Hallo Pablo


    Vielen Dank für deine Einschätzung. Dann lag ich bei Pilz 1 ja wieder ziemlich daneben. :) Bei Baumpilzen tue ich mich immer noch sehr schwer. Hast du irgendwelche Tipps, vielleicht auch Literatur um das Wissen in diesem Gebiet zu erweitern?

    Zu Pilz 4 würde mich noch interessieren, an welchen Merkmalen du gesehen hast, dass es nicht der Dünnstieliger Helmkreisling ist. Vielleicht gehe ich die nächsten Tage nochmal bei dem Pilz vorbei und schaue was aus ihm geworden ist. :)


    LG

    Benjamin

    Hallo Donna Wetter

    Sie sind zerbrechlicher und haben eine deutliche Knolle, wie ein Knollenblätterpilz.

    Das stimmt doch gar nicht und ist meiner Meinung nach eine gefährliche Information. Scheidenstreiflinge haben eben gerade keine Knolle an der Stielbasis unter der Scheide. Und auf deinem Bild sehe ich links zumindest auch keinen Scheidenstreifling. Das Bild hat zwar nicht gerade eine gute Qualität, aber ich sehe beim linken Pilz Bergsteigersöckchen und Reste einer Manschette, also ist es auch kein Scheidenstreifling.


    Dazu auch die Beschreibung auf 123pilze:


    Und auf dem folgenden Video sieht man auch die Stielbasis gut, mit und ohne die häutige Scheide:

    Rotbrauner Scheidenstreifling, Fuchsiger Scheidenstreifling, Fuchsroter Streifling, Amanita fulva - YouTube


    LG

    Benjamin