Beiträge von ibex

    Hallo zusammen


    Heute habe ich mich gefreut, da ich glaube den Bocksdickfuss gefunden zu haben. Mal schauen, ob ihr mit mir einverstanden seid:


    Hut: Hellviolett, Mitte etwas bräunlich, glatt.

    Lamellen: Violett, leicht bräunlich, ausgebuchtet angewachsen.

    Stiel: Hellviolett mit rostbraunen Schleierresten, zylindrisch, Basis leicht verdickt.

    Fleisch: Hellviolett bis weisslich, in der Basis bräunliche Flecken, fest.

    Geruch: Widerlich, Ziegenbock, penetrant.

    Ort: Lärche, Fichte, am Wegrand (verm. etwas kalkig), ca. 1850m ü. M.

    Vermutung: Bocksdickfuss (cortinarius camphoratus).


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    Heute habe ich auch den Violetten Rötelritterling (lepista nuda) gefunden, den ich im nachfolgenden Faden kurz vorgestellt habe: Violetter Rötelritterling als Beilage

    Da der Bocksdickfuss (wenn er es denn ist) als Verwechslungsgefahr aufgeführt ist, habe ich mich gefreut, dass ich heute gleich beide gefunden habe. Es ist mir aber schleierhaft, wie jemand den Violetten Rötelritterling mit einem Bocksdickfuss verwechseln kann, da der Bocksdickfuss wirklich penetrant stinkt und ich zumindest nie auf die Idee gekommen wäre diesen in die Pfanne zu hauen. ^^


    LG und danke schon im Voraus für eure Einschätzung

    Benjamin

    Hallo Freunde der Pilze


    Heute habe ich ein paar Violette Rötelritterlinge gefunden und daraus eine kleine Beilage gekocht. Falls es jemanden interessiert, findet ihr nachfolgend das kleine Rezept:





    Zuerst die Pilze säubern und etwas klein schneiden. Des Weiteren habe ich eine kleine Zwiebel gewürfelt und eine Karotte, so wie einen Kohlrabi in Stifte geschnitten.



    Als nächstes etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln glasig dünsten. Dann den Violetten Rötelritterling hinzugeben und etwa 1 bis 2 Minuten scharf anbraten.



    Mit etwas Weisswein und Gemüsebrühe ablöschen und dann das restliche Gemüse hinzufügen. Etwa 12 bis 15 Minuten auf mittlerer Stufe kochen lassen.



    Zum Schluss noch etwas Stärke und Halbrahm hinzufügen und noch einmal kurz aufkochen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.



    Und fertig ist die kleine Beilage. Mir hat's geschmeckt.


    Übrigens habe ich in meinem anderen Beitrag (vermutlich) einen Bocksdickfuss vorgestellt, der als Verwechslungsgefahr zum Violetten Rötelritterling aufgeführt wird und giftig ist. Ich weiss zwar nicht, wie man diese verwechseln kann (da der Bocksdickfuss wirklich extrem stinkt), aber nachfolgend findet ihr dennoch den Link, damit ihr gleich einen Vergleich habt: Bocksdickfuss (cortinarius camphoratus)?


    LG

    Benjamin

    Hallo Veronika weisheit Thiemo Steigerwaldpilzchen und Murmel


    Ich finde deine Bestimmungen o. k. und auch deine Infos zu den Pilzen.

    da geht es mir wie Veronika, alles passend benannt. Sehr gut!

    Vielen Dank für eure Einschätzungen, ihr helft mir damit wirklich sehr. Ohne Pilzverein bin ich im Moment leider auf dieses Forum mit seinen erfahrenen und freundlichen Benutzern angewiesen. Ich habe mich für den 17.10. noch zu einem kleinen Pilzkurs angemeldet und nächstes Jahr möchte ich voraussichtlich an mehreren Kursen teilnehmen. Für übernächstes Jahr würde ich dann gerne die Prüfung zum Pilzkontrolleur ins Visier nehmen. Mal sehen, ob alles so klappt, wie ich es mir vorstelle. :)



    Der Mohr. Ich möchte ihn sooooo gerne auch mal life sehen. Klasse. Danke fürs zeigen.


    Und ja, Deine Beschreibungen zu den Pilzen könnte ich nicht besser machen. :wink:

    Danke auch dir, Murmel. Ich drücke dir die Daumen, dass du den Mohrenkopf auch bald mal findest. Bei uns scheint er gar nicht so selten zu sein. Ich habe noch ein paar gefunden, diese dann auch gegessen und muss sagen, dass er nicht nur toll aussieht, sondern auch geschmacklich sehr lecker ist.


    LG

    Benjamin

    Hallo zusammen


    Nachfolgend vier weitere Pilze, die ich versucht habe zu bestimmen. Ich wäre euch dankbar, wenn ihr mal schauen könnt, ob ihr mit meinen Bestimmungen einverstanden seid.


    Pilz 1:

    Hut: Dunkelbraun, runzelig, trichterförmig.

    Lamellen: Creme-weisslich bis gelblich, leicht herablaufend, untermischt und gedrängt.

    Stiel: Wie Hut gefärbt, schlank, runzelig.

    Fleisch: Weiss.

    Geruch: Neutral.

    Ort: Fichte, Arve, ca. 1850m ü. M.

    Vermutung: Mohrenkopf-Milchling (lactarius lignyotus).


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    Pilz 2:

    Hut: Gelborange, ocker, feinkörnig punktiert.

    Lamellen: Weisslich bis creme, wellige Schneiden, angewachsen, untermischt.

    Stiel: Ockergeld, Basis bis Ring hellbraunkörnig, hohl, zylindrisch.

    Fleisch: Gelblich.

    Geruch: Unangenehm, muffig, leicht erdig.

    Ort: Arve, Lärche, ca. 1850m ü. M.

    Vermutung: Amiant Körnchenschirmling (cystoderma amianthinum).


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    Pilz 3:

    Hut: Weisslich-hellbraun, sehr schleimig.

    Lamellen: Creme-weisslich, ausgebuchtet angewachsen.

    Stiel: Weisslich bis bräunlich, schuppig, eine Art Schleierrest ist zu sehen.

    Fleisch: weisslich-bräunlich.

    Geruch: Neutral.

    Ort: Auf Totholz (Äste), Nadelwald ca. 1850m ü. M.

    Vermutung: Tonblasser Schüppling (pholiota lenta).


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    Pilz 4:

    Fruchtkörper: Bräunlich, kugelig, warzig, körnig, gestielt.

    Fleisch: Weiss-bräunlich.

    Geruch: Unangenehm, gasartig.

    Ort: Auf Totholz, Nadelwald, ca. 1850m ü. M.

    Vermutung: Birnenstäubling (apioperdon pyriforme).


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    Besten Dank im Voraus und LG

    Benjamin

    Hallo zusammen


    Ich habe von letzter Woche noch einen Pilz gefunden, den ich nicht genau bestimmen konnte. Gefunden auf ca. 1850m ü. M. in einem Wald mit Fichten, Lärchen und Arven. Leider konnte ich den Pilz erst einen Tag später genauer untersuchen und ich glaube er war schon ziemlich trocken. Milch konnte ich leider keine mehr erkennen, nehme aber an, dass es ein Milchling ist. Leider habe ich auch keinen Geschmackstest gemacht. Über eine Einschätzung eurerseits würde ich mich sehr freuen.


    Hut: Dunkelbraun bis schwarzbraun, ziemlich glatt, 10cm.

    Lamellen: Creme-gelblich, dreieckig angewachsen, untermischt und gedrängt.

    Stiel: Dunkelbraun, ähnlich wie Hut, aber etwas heller, Stielspitze weisslich.

    Fleisch: Weiss, läuft nach einer Weile braun an. Wie Styropor.

    Geruch: Erinnert mich an eine Baustelle, bei der die Wände gerade frisch verputzt wurden.

    Ort: Fichte, Lärche, Arve, ca. 1850m ü. M.

    Vermutung: Pechschwarzer Milchling (lactarius picinus).


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    LG

    Benjamin

    Hallo,


    besten Dank für eure Antworten.

    Die Hutoberfläche sieht gar nicht so rau aus wie bei einem Raukopf (Lupe??) , das könnte dann auch der Zimtfarbene Hautkopf (Cortinarius cinnamomeus) sein.

    Leider habe ich den Pilz nicht mitgenommen und kann ihn daher nicht mehr genauer untersuchen. Der Zimtfarbene Hautkopf wäre natürlich auch gut möglich. Ich habe eigentlich eher zum rubellus tendiert, da ich den Stiel als leicht genattert empfand. Nächstes Mal nehme auf jeden Fall ein Exemplar zur genaueren Untersuchung mit, dann kann ich auch mal den Test mit Spiritus machen.


    LG

    Benjamin

    Hallo evilliger


    Ich kenne die Netzhexe zwar noch nicht so gut, da sie in meiner Gegend fast gar nicht vorkommt, aber ich denke trotzdem, dass es der Netzstielige Hexenröhrling (suillellus luridus) ist. Mal schauen, ob die Profis gleicher Meinung sind.


    LG

    Benjamin

    Hallo liebe Pilzfreunde


    Ich war heute auch kurz im Wald unterwegs und da habe ich bei einer Fichte (ca. 1850m ü. M.), die zwei kleinen Kerlchen unten gesehen. Ich dachte an den Spitzgebuckelten Raukopf (cortinarius rubellus), bin mir aber nicht sicher, was meint ihr? Den Geruch empfand ich eigentlich als ziemlich neutral.


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    Über eure Einschätzung würde ich mich sehr freuen.


    Danke im Voraus und liebe Grüsse

    Benjamin

    Hallo Donna Wetter und Rapunzel

    Vielleicht war ein älteres Exemplar dazwischen. Bei uns wachsen Perlpilze im Buchenwald und auch im Mischwald. Oft massenweise. Ich orientiere mich immer an den Rötungen. Im Buchenwald gibt es auch viele graue Wulstlinge und ab und an Pantherpilze. Was nicht rötet, nehme ich nicht mit.

    Ja, ich denke es war vielleicht, weil es ein etwas älteres Exemplar war. Ich habe die Mahlzeit zwar problemlos vertragen, aber der Geschmack war jetzt nicht so der Hammer, im Vergleich zu den Hexenröhrlingen, Steinpilzen, Parasolen, Eierschwämmchen und Rötelritterlingen, die ich schon gegessen habe. Keine Sorge, ich bin mir zu 100% sicher, dass es ein Perlpilz war. Geriefte Manschette, Rottöne, war alles vorhanden.


    Und was nicht rötet, nehm ich wie Donna Wetter auch nicht mit.

    Wie schon geschrieben, es war zu 100% ein Perlpilz.



    Zudem gibt es auch im Internet Quellen, die je nach Situation einen eher unangenehmen, erdigen Geschmack beschreiben:

    Der Geschmack des Perlpilzes kann eine unangenehm erdige bis bittere Geschmacksnote annehmen, wenn es vor dem Sammeln sehr viel geregnet hat.

    Im Normalfall schmeckt der Perlpilz jedoch sehr mild und eignet sich daher gut als Mischpilz. Der Geruch des Pilzes fällt größtenteils neutral aus.

    Vielleicht hatte ich einfach Pech. In Zukunft werde ich auf jeden Fall wieder einen Versuch wagen.


    Liebe Grüsse

    Benjamin

    Hallo zusammen


    Ich habe kürzlich zum ersten Mal einen Perlpilz gegessen. Ehrlich gesagt hat er meiner Meinung nach ziemlich erdig geschmeckt und ich war jetzt nicht so begeistert. Hattet ihr das auch schon?


    Liebe Grüsse

    Benjamin

    Hallo gelBlau


    Danke für die schöne Geschichte. :thumbup:Das tönt echt cool. Wäre toll, wenn ich hier etwas ähnliches anfangen könnte.


    Hallo Pablo


    Danke für die Ansicht der Stielbasis. In der Tat ist da eine "Randung" erkennbar. Nur was das in dem Fall zu bedeuten hat - Stephan hat ja dazu auch schon etwas geschrieben, wie schwierig bestimmungen bei Schleierlingen ausgehend von nur einem einzelnen Fruchtkörper sind. Es gibt sogar eine ganze Sektion ("Multiformes"), wo bei vielen Arten die Knollenform einigermaßen variabel ausgeprägt sein kann. Bei Arten aus anderen Sektionen gibt es das Phänomen aber auch. In wieder anderen Sektionen ist die Ausprägung der Knollenform sehr stark festgelegt - doch auch da kann es bei einzelnen fruchtkörpern Ausnahmen geben.

    Was aber sicher ist: Du bist beim ersten auf jeden Fall richtig bei den Schleierlingen der Untergattung Phlegmacium (Schleimköpfe & Klumpfüße). :thumbup:

    Danke, für die Erklärung. Schleierlinge sind wirklich faszinierend, aber leider sehr kompliziert. Ich denke, ich muss zuerst mal mein Grundwissen verbessern, bevor ich dort tiefer eintauchen kann. ^^


    Noch so am Rande: Wenn es in der Schweiz mit Terminen schwierig sein sollte, kannst du auch in das (zugegebenermaßen etwas komische) nördliche Nachbarland ausweichen. Das würde sich aber nur für mehrere Tage lohnen. In >Hornberg< im Schwarzwald werden Wochenkurse angeboten, die sich wirklich lohnen.

    Ebenso attraktiv und für dich vermutlich auch nicht weiter entfernt gibt es noch die >Pilzschule Schwäbischer Wald<.

    Da wird aber in diesem Jahr vermutlich auch kaum noch was frei sein, aber für's kommende Jahr könnte das eventuell noch eine Möglichkeit sein, wenn es sich anders nicht einrichten lässt.

    Vielen Dank für den Tipp. Apropos komisches Nachbarland: Mein Dorf liegt in der Schweiz, wir sprechen aber eigentlich einen bairischen Dialekt, es gibt hier etwa 50 Zollfreishops, aber weder einen Flughafen, noch einen Pilzverein, so komisch kann dieses nördliche Nachbarland, zumindest für mich, also nicht sein. :wink: Spätestens für nächstes Jahr werde ich ein paar Kurse buchen, ob die dann in der Schweiz, Österreich oder Deutschland sind, ist mir eigentlich ziemlich egal. Bis dahin nerve ich euch vielleicht noch mit ein paar Fragen. ^^


    Liebe Grüsse

    Benjamin

    Hallo Benjamin,

    Thiemos Tipp mit dem Aussporenlassen kann man nur unterstreichen. Nur so hast du bei vollkommen unbekannten Lamellenpilzen eine Chance auf Selberbestimmung. Denn oft stimmen Lamellenfarbe und Sporenfarbe nicht überein.

    FG

    Stephan

    Hallo Stephan


    Da hast du recht, das werde ich in Zukunft auch mal versuchen. Ich habe noch ein paar Fotos von Pilzen, die ich noch bestimmen muss, aber beim nächsten Mal, wenn ich wieder sammeln gehe, möchte ich auf jeden Fall mal ein paar Pilze aussporen lassen.


    Liebe Grüsse

    Benjamin

    Hallo Andy


    Vielen Dank für deine Antwort. Ich kann mir gut vorstellen, dass ein Pilzverein super zum lernen ist, aber leider gibt es bei mir in der Gegend keinen. Der nächste wäre in Chur und das ist etwa zwei Stunden entfernt. Ich bin wirklich sehr dankbar, dass hier einige Leute (wie du zum Beispiel) ihr Wissen teilen. Ich konnte hier schon einiges lernen. Ich habe jetzt auch angefangen, alle meine Funde niederzuschreiben. Bei Swissfungi ist leider auch schon alles ausgebucht. Falls du einen Kurs weisst, der noch nicht ausgebucht ist, wäre ich dir dankbar, wenn du mir Bescheid geben könntest. Du hast ja letztes Jahr mal gesagt, dass wir vielleicht mal zusammen auf Pilzjagd gehen könnten, wäre toll, wenn das vielleicht mal klappen würde, natürlich nur, wenn du auch Lust hättest. Ja, einen Pilzverein zu gründen wäre wirklich toll, aber dazu muss ich noch viel lernen. :)


    Liebe Grüsse

    Benjamin

    Hallo Thiemo Steigerwaldpilzchen


    Vielen Dank für deine Einschätzung. Ich habe mir schon gedacht, dass die Champignons ziemlich schwierig zu bestimmen sind. Kannst du mir bitte noch sagen, woran du den Zweifarbigen Lackpilz am einfachsten erkennst? Mit der Geruchsberschreibung habe ich auch immer noch meine Probleme, für mich hat der Lackpilz irgendwie etwas muffig gerochen, vielleicht weil er schon etwas älter ist?


    Liebe Grüsse

    Benjamin

    Hallo zusammen


    Nachfolgend vier weitere Pilze von meiner letzten Pilzwanderung. Über eure Einschätzung würde ich mich sehr freuen.


    Pilz 1:

    Hut: Braun, schuppig.

    Lamellen: Creme-weisslich, ausgebuchtet und mit Zahn herablaufend, untermischt und gedrängt.

    Stiel: Bräunlich, Stielspitze weisslich, etwas hohl.

    Fleisch: Bräunlich-weiss.

    Geruch: Erdig, vielleicht etwas süsslich.

    Ort: Fichte, ca. 1850m ü. M.

    Vermutung: Bärtiger Ritterling (tricholoma vaccinum).


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    Pilz 2:

    Hut: Braun, schuppig.

    Lamellen: Graubraun, gedrängt stehend.

    Stiel: Weisslich-rotbräunlich, hängende Manschette.

    Fleisch: Weisslich, bei Verletzung zuerst orange, dann rot.

    Geruch: Angenehm pilzig.

    Ort: Fichte, ca. 1850m ü. M.

    Vermutung: Kleiner Wald-Champignon (agaricus silvaticus).


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    Pilz 3:

    Hut: Braun

    Lamellen: Violett, entfernt stehend untermischt.

    Stiel: Bräunlich-violett, etwas hohl.

    Fleisch: Bräunlich, im hohlen Teil des Stiels etwas violett.

    Geruch: Muffig. spermatisch.

    Ort: Habe ich leider vergessen zu notieren, im Wald standen aber Lärchen, Fichten und Arven, ca. 1850m ü. M.

    Vermutung: Hier bin ich ziemlich unsicher, vielleicht ein Violetter Risspilz (inocybe violacea).


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    Pilz 4:

    Hut: Orangebraun-rötlich, filzig.

    Lamellen: Orange-bräunlich, herablaufend.

    Stiel: Orange-bräunlich.

    Fleisch: Gelborange.

    Geruch: Obstartig, etwas parfümiert.

    Ort: Fichte, ca. 1850m ü. M.

    Vermutung: Hier bin ich mir eigentlich sehr sicher, dass es ein Filziger Gelbfuss (chroogomphus helveticus) ist.


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    Besten Dank im voraus und liebe Grüsse

    Benjamin

    Wenn du von PIlzkontrolleur schreibst, bist du vermutlich in der Schweiz angesiedelt, oder?


    Ich denke, die meisten, die hier in Deutschland planen, die Pilzsachverständigenprüfung abzulegen, besuchen vorher mindestens einen 1-wöchigen Kurs. Die werden oft unmittelbar vor der Prüfung angeboten, aber die kann man natürlich auch besuchen, wenn man anschließend nicht die Prüfung macht. Oder zu einem anderen Zeitpunkt einen Kurs mit ähnlichem Inhalt besuchen. Gibt es solche Kurse auch in der Schweiz? Ansonsten könntest du natürlich auch aus der Schweiz anreisen und in D einen Kurs besuchen, das kommt häufig vor.

    Hallo Sabine huehnchen69


    Vielen Dank für deine Antwort. Ja, genau, ich bin aus der Schweiz. Es gibt diesen 1-wöchigen Kurs auch in der Schweiz, allerdings, so viel ich weiss, nur einmal im Jahr und er ist immer extrem schnell ausgebucht. Vielleicht kann ich ihn nächstes Jahr machen und dann übernächstes Jahr die Prüfung, mal sehen. Die Idee, einen Kurs in Deutschland oder Österreich zu besuchen ist auch gut, das könnte ich mir vielleicht mal ansehen.

    Vielen Dank auch für den Versuch der Bestimmung des Schleierlings, auch wenn es vielleicht nicht der richtige ist, bin ich dennoch über jeden Input dankbar.


    Servus!


    Der zweite ist allerhöchstwahrscheinlich Cortinarius varius (Semmelgelber / Ziegelgelber Schleimkopf).

    Den ersten würde ich eher nicht für Cortinarius percomis halten, denn der sollte nicht so deutlich entfernt stehende Lamellen haben, eine weniger leuchtendeHutfarbe, einen weitgehend weißen Stiel (hier gelbbraun umfärbend, unter dem Velum) und einen weniger kompakten Habitus.
    Was das ist, wird sich nicht klären lassen. Erstens muss man da auch alpine Arten berücksichtigen, zweitens braucht man unbedingt noch jüngere Fruchtkörper, um die ursprüngliche Lamellenfarbe beurteilen zu können: Ideal dazu sind Fruchtkörper, wo das Velum noch mindestens teilweise geschlossen ist und noch keine ausgereiften Sporen die Lamellenfarbe verfälschen. Zudem frage ich mich Folgendes: Auf zwei Bildern wirkt das so, als wäre die Stielbasis zumindest stellenweise (einseitig?) abgesetzt bzw. gerandet. Im Schnittbild ist davon aber nichts zu sehen?


    LG; Pablo.


    Hallo Pablo Beorn


    Auch dir vielen Dank für deine wertvollen Informationen. Ich denke der Ziegelgelbe Schleimkopf (cortinarius varius) könnte wirklich gut passen. Kann man beim ersten denn wenigstens die Gattung etwas eingrenzen? Z.B. dass er zu den Schleimköpfen gehört? Scheinbar habe ich es auch nicht geschafft, die Lamellen richtig zu beschreiben. Du schreibst ja, dass sie eher entfernt stehen. Ich habe noch etwas Mühe, ob sie eher entfernt oder gedrängt stehend sind. Was wäre denn hier die richtige Beschreibung? Untermischt entfernt stehend? Zu deiner Frage bezüglich der Steilbasis, würde ich sagen, dass sie einseitig etwas gerandet ist:


    Hallo Benjamin,

    ich freue mich sehr, wieder einmal etwas von dir zu lesen. Mit den Phlegmacien hast du dir aber etwas bestimmungstechnisch sehr Schwieriges ausgesucht, also eine echte Herausforderung. Bevor du bei den Phlegmacien im Ansprechen der Arten Sicherheit gewinnst, musst du etwas über die Einteilung der Sektion lernen, also welche Untersektionen unterschieden werden. In den ersten Jahren ist es dann schon ein guter Erfolg, wenn du beim Bestimmen in der richtigen Untersektion landest und z. B. sagen kannst: das ist etwas aus der Gruppe um den Würzigen Schleimkopf, oder dieser Pilz gehört zu der Untersektion der "Gestiefelten". Das mit den Arten dauert dann so knapp 10 Jahre, zumindest dauerte es bei mir so lange, bis ich da Land gesehen habe.

    Wenn du nach dem Bestimmungswerk Funga Nordica gehst, sind die maßgeblichsten Kriterien für die Zugehörigkeit zu einer Untersektion die Knollenform sowie die Reaktion auf 20 %iges KOH am Hutrand, am oberen und unteren Knollenrand und am Fleisch. Also ist es absolut unerlässlich, sich KOH20% oder etwas Vergleichbares zuzulegen, wenn man Phlegmacien bestimmen will.

    Wenn man etwa nach dem Werk Großpilze Baden-Württembergs vorgeht, spielt bei der Einordnung der Untersektionen die Lamellenfarbe der Jungexemplare eine sehr große Rolle. Man kann da z. B. Violett, Blau, Tonblass, Gelb und Grün unterscheiden, wobei die Lamellenfarbe nach dem Längsdurchschneiden des Pilzes gilt. Und es müssen Exemplare sein, die noch keine Sporenreife haben. Hier wird auch der Huthautstruktur eine große bestimmungstechnische Bedeutung zugemessen.

    Ganz egal, ob Funga Nordica, Großpilze BW oder noch ein anderes Werk: Leider muss es schon so etwas in dieser Klasse sein, mit der gewöhnlichen popoulärmykologischen Literatur ("Pilzbilderbücher") kommt man bei Phlegmacien nicht wirklich zu Rande, da die innere Ordnung der Phlegmacien-Sektion nicht transparent wird und die durch den Buchautor ausgewählten einzelnen Arten willkürlich zusammengewürfelt erscheinen. Man wird in solchen Büchern zwar immer irgendeine Art entdecken, die dem gemachten Fund entfernt ähnlich sieht, aber ob das dann wirklich diese Art ist, kann einem niemand sagen, und so stochert man nur im Nebel herum.


    Hallo StephanW


    Vielen Dank für deine Antwort. Im Moment bin ich schon mal froh, dass ich erkannt habe, dass es Schleierlinge sind. ;) Der nächste Schritt wäre dann die Untersektionen, aber ich denke dafür brauche ich noch ziemlich lange. Danke für die Info mit KOH20%, ich werde mal schauen, dass ich das bestellen kann. Sollte man noch andere Mittel zur Verfügung haben, oder reicht KOH20% vorerst mal? Soviel ich weiss, muss man sich für die Ausbildung als Pilzkontrolleur nicht im Detail mit den ganzen Schleierlingen auskennen, aber interessant ist es natürlich trotzdem.


    Liebe Grüsse

    Benjamin

    Hallo liebe Pilzfreunde


    Nach langer Zeit melde ich mich endlich auch wieder einmal. Letzten Samstag konnte ich zum ersten Mal an einer Pilzexkursion teilnehmen und es war wirklich sehr interessant. Die Leiterin hat mich ziemlich gelobt und gemeint, dass ich schon ein gutes Wissen habe und hat mich dazu motiviert, dass ich die Ausbildung zum Pilzkontrolleur ins Auge fassen sollte. Die Plätze um zur Prüfung zugelassen zu werden sind anscheinend ziemlich begrenzt und sie meinte, dass ich sehr gute Chancen hätte, da es bei uns in der Gegend nirgendwo einen Pilzkontrolleur gibt. Tja, ich würde schon sehr gerne Pilzkontrolleur werden, allerdings wird das nicht so einfach werden. :) Es gibt hier leider weit und breit keinen Pilzverein und ich muss versuchen mir möglichst viel selbst beizubringen und daher hoffe ich auch auf eure Hilfe hier im Forum.


    Ich war heute unterwegs und habe ziemlich viel eingesammelt. Zum Start habe ich hier mal zwei Schleierlinge, vielleicht hat ja jemand von euch eine Idee:


    Schleierling 1:

    Hut: Schleimig, gelborange

    Lamellen: Gelbbräunlich, ocker, ausgebuchtet angewachsen, untermischt gedrängt

    Stiel: Gelbbräunlich mit rostroten Schleierresten

    Fleisch: Hellgelb, fest

    Geruch: Unangenehm, seltsam (schwierig zu beschreiben, vielleicht muffig schweissig)

    Ort: Fichte, Arve (ca. 1850m ü M.)

    Vermutung: Schwierig, vielleicht ein Dottergelber Klumpfuss (cortinarius meinhardii) ??? Oder vielleicht einer der Schleimköpfe? Haben Klumpfüsse immer eine breite Stielbasis? Ich frage, weil auf einigen Klumpfussbildern im Internet, die Stielbasis ähnlich, wie bei diesem hier aussieht. Vielleicht hat von euch jemand eine Idee.

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    Schleierling 2:

    Hut: Schleimig, gelborange

    Lamellen: Gräulich mit einem Schimmer von rosa (rosagrau), ausgebuchtet angewachsen, untermischt gedrängt

    Stiel: Weisslich mit rostroten Schleierresten

    Fleisch: Weisslich, fest

    Geruch: Neutral

    Ort: Fichte, Arve (ca. 1850m ü. M.)

    Vermutung: Keine wirkliche Idee, vielleicht ein Barbarischer Klumpfuss (cortinarius barbarorum), laut Pilze 123 wäre dieser aber wärmeliebend. Oder vielleicht einer der Schleimköpfe, da ich auch hier keine breite Stielbasis erkennen kann. Vielleicht hat jemand von euch noch eine Idee.


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    Ich weiss, dass Schleierlinge ziemlich schwierig zu bestimmen sind, aber vielleicht hat jemand von euch eine Idee. Besten Dank schon im Voraus.


    Liebe Grüsse

    Benjamin