Beiträge von ibex

    Hallo

    dann solltest Du Dich schleunigst an die DGfM wenden und dort Deine Bedenken in bezug der Namensgebung darlegen.

    Warum, die DGfM benennt ihn (wie Jörg schon schrieb), wie vermutlich auch alle neueren Pilzbücher richtig als Gifthäubling. Zumindest besitze ich soweit ich weiss kein einziges Buch mit einer anderen deutschen Bezeichnung.

    Hier die Liste der Giftpilze der DGfM:

    hilfe-bei-pilzvergiftungen?name=Giftpilze_nach_Taxa_20230319.pdf&reattachment=a7ef9f3b68412d740f112f233f1adf47

    Joke:

    dann ist ein Auto bzw. Kfz eventuell mit: Manchmal tödliches Objekt umzunennen? 🙄

    Die Logik verstehe ich nicht, da der Name Auto ja nichts Falsches (oder Unvollständiges) impliziert, wie beim Pilz. Das Auto heisst ja nicht fahrendes Flugobjekt. Daher habe ich mit dem Namen Auto oder Kfz auch kein Problem. ;):)

    LG

    Benjamin

    Hallo zusammen

    Da ich gerade bei einem Pilzseminar in Hornberg bin, habe heute einfach mal kurz Björn gefragt. Beim ersten Foto meinte er vermutlich eine Breitblättrige Glucke, als ich ihm dann noch das zweite Foto gezeigt habe war er sich aber dann nicht mehr so sicher und meinte, dass man das mit diesen Fotos nicht genau sagen könne und schauen müsste ob die Pilze Poren haben oder nicht.

    Wie gesagt kenne ich den Klapperschwamm nicht von eigenen Funden, aber wenn ich mir Fotos ansehe, können die auch heller sein, wie z.B. hier:

    klapp9.jpg

    Klapperschwamm_jung_1.jpg

    Gerade das zweite Foto hat mMn schon eine gewisse Ähnlichkeit mit dem zweiten Foto von oben, zumal das Foto oben etwas ausgebleicht wirkt. Aber wie gesagt, kann es auch gut eine Breitblättrige Glucke sein, wenn Björn das nicht genau sagen kann, dann ich ganz bestimmt nicht.

    LG

    Benjamin

    Liebe Corinne

    Lieber Benjamin


    Galerina marginata wird oft primär als Nadelholzhäubling bezeichnet mit der Argumentation, dass er in den meisten Fällen auf Nadelholz vorkommen soll

    Das ist mir schon bewusst und das habe ich ja auch geschrieben, aber wie ich ebenfalls geschrieben habe, finde ich die Bezeichnung sehr schlecht und er sollte mMn aus genannten Gründen nicht mehr so genannt werden. Das gefährliche ist dabei ja gerade, dass jemand, der sich nicht so gut mit Pilzen auskennt, denken könnte, dass an Laubholz kein Gifthäubling wachsen kann und sich so in falscher Sicherheit wiegt.

    LG

    Benjamin

    Hallo Baumi

    Sehr schön der Beitrag und der Vergleich zum Gifthäubling.

    Ich habe zum Vergleich noch einmal Bilder von dem gefährlichen Nadelholzhäubling mit hochgeladen.

    Das einzige was mich etwas stört ist, dass du den Gifthäubling als Nadelholzhäubling bezeichnest. Ich weiss zwar, dass er so (vor allem auch frührer) genannt wurde, allerdings impliziert der Name, dass er nur auf Nadelholz wächst und daher finde ich den Namen sehr unglücklich und sogar etwas gefährlich.

    LG

    Benjamin

    Hallo Samuel

    Den Klapperschwamm habe ich noch nie in natura gesehen, die Breitblättrige Glucke allerdings schon. Bei den Breitblättrigen Glucken die ich gesehen habe, standen die äusseren Teile eher senkrecht und nicht so wie bei deinen Fotos waagrecht. Ich glaube nicht, dass das die Breitblättrige Glucke ist, sondern vermutlich ist auch auf Bild 1 und 2 ein Klapperschwamm zu sehen. Wie geschrieben kenne ich diesen aber nicht von eigenen Funden, aber vielleicht meldet sich ja noch jemand, der diesen kennt und etwas dazu sagen kann.

    LG

    Benjamin

    Hallo

    Glucke in perfektem Zustand - alles perfekt fest - ist eine Ausnahme, die kann man einige Tage im Kühlschrank halten.

    Pfifferlinge lassen sich auch problemlos einige Tage im Kühlschrank lagern. Ich finde da muss man selbst ein Gefühl bekommen und man kann normalerweise nach etwas Erfahrung selbst ganz gut abschätzen, ob die Pilze noch in Ordnung sind oder nicht. Macht man ja bei anderen Lebensmitteln auch. Einen Parasol z.B. würde ich möglichst schnell verarbeiten, die halten sich nicht lang.

    LG

    Benjamin

    Hallo zusammen

    Dort gibt es auch den wolliggestiefelten Birki, aber in weiß.

    Früher sagte man über einen dieser Pilze Brotpilze. Als nach dem Kreig nix zum Essen da war. Da sind die Menschen dann in den Wald, jenen "Brotpilz" zu ernten. Kann das dieser evtl sein?

    Was ist der Wolliggestiefelte Birki? Ob der Gelbgestiefelte Schleimkopf - Cortinarius triumphans als Brotpilz bezeichnet wurde kann ich dir leider nicht sagen. VIelleicht weiss dazu sonst jemand mehr.

    Hab schon paar mal meinen Pinsel vergessen (teils auch neben die Cargotasche gesteckt), Messer ebenso. Messer braucht man ja dauernd, wenn die Fundorte nicht zu weit auseinander sind, kann man recht gut backtracken.

    Ich habe mal meine Sonnenbrille neben einer Gruppe Pilze beim Fotografieren vergessen. Habe es dann erst am Abend zuhause gemerkt. Da ich einige Pilze kartiert hatte, konnte ich meine Route am nächsten Tag ungefähr nachvollziehen und habe sie Tatsächlich neben einer Gruppe Pilze wieder gefunden.:thumbup:Hätte um ehrlich zu sein nicht daran geglaubt, dass ich sie wiederfinde.

    LG

    Benjamin

    Hallo Andy

    Hallo Benjamin, nur das Bild von meinen Sporen kann ich bestimmen....😉

    OK, danke für die Klarstellung. Hätte ja sein können, dass du irgendwein makroskopisches Merkmal an Martins Fund gesehen hast, mit dem du zu Scleroderma bovista kommst. :) Übrigens, sehr schöne Sporen hast du da gefötelät. :thumbup:

    LG

    Benjamin

    Hallo Baumi

    Wenn die Pilze im Laubwald gefunden wurden ist der Rehbraune Dachpilz - Pluteus cervinus mMn schon sehr wahrscheinlich. Wäre der Fund im Mischwald, wäre es schon wieder um einiges komplizierter und man müsste wohl zur Sicherheit mikroskopieren. Eine Garantie gebe ich selbstverständlich nicht, aber ich denke auch, dass du mit dem Rehbraunen Dachpilz richtig liegst.

    LG

    Benjamin

    Hallo zusammen

    Für mich ist das auch eindeutig ein Steinpilz mit Trockenschaden und etwas auf dem Hut, das ich auch noch nie gesehen habe. Jedenfalls würde ich den lieber nicht essen. Es gibt zwar, wie Martin schon geschrieben hat, einen weissen Steinpilz, aber dort sieht die Oberfläche anders aus.

    LG

    Benjamin

    Hallo Murmel

    das ist ja interessant. Dann könnten die meinigen in meinem Arreal glatt die gelbflockigen Kartoffelboviste sein. Also Murmel, ab in den Wald.

    Danke Dir für den Hinweis. Ich mache Bilder.

    Gerne. Ja, das ist sicher gut möglich, allerdings ist es evtl. oft schwierig die rein makroskopisch auseinanderzuhalten. Um sicher zu sein wird daher vermutlich wieder kein Weg am Mikroskop vorbeiführen.

    LG

    Benjamin

    Hallo

    Beim Dickschaligen Kartoffelbovisten - Scleroderma citrinum ist die Aussenschicht 2-3mm dick. Ist diese ca. 1mm dick kommt aber nicht nicht nur der Dünnschalige Kartoffelbovist - Scleroderma verrucosum in Betracht, sondern auch noch der Gefelderte Kartoffelbovist - Scleroderma areolatum (glaube ich hier eher nicht, da dort die Aussenschicht im Schnitt fleischrötlich anlaufen sollte) und der Gelbflockige Kartoffelbovist - Scleroderma bovista, der mir hier auch gut möglich erscheint. Vielleicht gibt es noch weitere, ich habe nicht meine komplette Literatur zur Hand und ich habe mich mit Kartoffelbovisten auch noch nicht intensiver beschäftigt.

    LG

    Benjamin

    Hallo

    Mein erster Gedanke war der Purpurfleckige Klumpfuß.

    Dafür würde mir unter anderem die Hutfarbe nicht gefallen und zudem hat dieser eine gerandete Knolle (Klumpfuss) und nicht wie oben zu sehen einen keuligen Stiel.

    Durch das blasse violett hätte ich ja eigentlich an den Weissvioletten Dickfuss - Cortinarius alboviolaceus gedacht, dieser wächst aber eigentlich im Laub- und Mischwald (Eichen, Rotbuchen, Birken). Ich sehe oben zumindest Blätter auf den Fotos, daher glaube ich nicht an einen reinen Nadelwald. Ähnlich und besonders bei Fichten zu finden wäre sonst auch noch der Violettgraue Dickfuss - Cortinarius violaceocinereus oder auch der von Corinne genannte Braunviolette Dickfuss - Cortinarius anomalus agg. oder natürlich auch der von Andy genannte Bocksdickfuss - Cortinarius camphoratus (für den eine kurze Geruchsprobe genügt hätte). Falls aber irgendwo Laubbäume standen, wäre mein Favorit der Weissviolette Dickfuss - Cortinarius alboviolaceus.

    Leider sind die Angaben für eine Schleierlingsbestimmung sehr dürftig. Ein Schnittbild und eine Geruchsangabe sind normalerweise das mindeste, was vorhanden sein sollte.

    LG

    Benjamin

    Hallo Austria

    ich finde es wirklich toll von dir, dass du auf meine (manchmal etwas sonderlichen) fragen eingehst und nachsiehst bzw. nachfragst! ^^

    Bei Minute 2:18 auf Youtube von Pilzwelten (pilzporträt der Ziegenlippe kommt das leicht rosa unter der Huthaut vor)

    Kein Problem, das sind doch keine sonderbaren Fragen. Ohne Fragen lernt man schliesslich nicht viel. Ich habe jetzt zwar das Video von Pilzwelten nicht geschaut, aber das mit dem rosa sehe ich nicht so, bzw. wäre mir das bei der Ziegenlippe nie speziell aufgefallen. Rosa unter der Huthaut ist zum Beispiel ein wichtiges Merkmal vom Rötenden Filzröhrling - Hortiboletus bubalinus. Schau hier auf dem Foto sieht man es gut:

    https://www.pilzforum.eu/attachment/273…Cchteln-1k-jpg/

    Und im neu erschienen Buch von Rudolf Winkler und Gaby Keller "Pilze Mitteleuropas" steht bei der Ziegenlippe : "Poren besonders in Stielnähe auffallend weit und eckig" - jedoch wird das rosa unter der Huthaut hier nicht erwähnt ..:hmmm:

    Das mit den Poren stimmt schon, ist aber eben manchmal auch nicht so ausgeprägt. Die wichtigsten Merkmale für die Ziegenlippe sind mMn die leutend gelben Poren, das braunrötliche Fleisch zur Stielbasis hin, der Stiel ist zur Spitze hin gelblich und bei von Schnecken angefressene Stellen wird der Hutfilz nicht neu ausgebildet, wie das z.B. beim Braunen Filzröhrling der Fall ist.

    Dass du mehrere Quellen miteinander vergleichst ist gut. Bei Onlinequellen muss man grundsätzlich etwas aufpassen, daher sind gute Bücher wirklich sehr wichtig.

    LG

    Benjamin

    Hallo Austria

    Trotz 2 Merkmalen die mir abgehen : leichtes rosa unter der Huthaut (kommt ja anscheinend nicht immer vor)

    Wo wird denn dieses Merkmal beschrieben? Ich habe mal in etwas Literatur nachgeschaut (Kibby, Pilze der Schweiz, Pareys Buch der Pilze, BLV Pilzführer) und konnte nirgends einen Hinweis darauf finden. Ansonsten gilt speziell bei Pilzen, dass der Gesamteindruck stimmen muss. Es kommt häufig vor, dass gewisse Merkmale mal nicht so ausgeprägt vorhanden sind und daher ist es immer wichtig, dass man durch die Summe der Merkmale zu seiner Bestimmung kommt.

    LG

    Benjamin

    Hallo zusammen

    Ich denke ihr habt recht und der Threadersteller hat wohl auch geschrieben, wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, dass der Pilz auf Holz wächst (und da würden Kremplinge (Paxillus) ohnehin ausscheiden). Gymnopilus junonius finde ich einen sehr guten Vorschlag.

    LG

    Benjamin