awillbu1  Großsporiger Blutchampignon, Großer Waldchampignon, Großer Blutegerling, Großer Nadelwaldegerling         ESSBAR!     Vitalpilz (Heilpilz)

AGARICUS LANGEI (SYN. PSALLIOTA LANGEI, AGARICUS HAEMORRHOIDARIUS SENSU, PSALLIOTA MEDIOFUSCA, AGARICUS MEDIOFUSCUS, AGARICUS LANGEI VAR. MEDIOFUSCUS, AGARICUS LANGEI VAR. SYLVATICOIDES)

 

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Fotos oben 1+2 von links: Irene Andersson (irenea) (mushroomobserver.org) http://i.creativecommons.org/l/by-sa/3.0/80x15.png

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Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten, (Gattungen):

Geruch:

Pilzig angenehm, kann auch einen leichten Bittermandelgeruch (Marzipan) haben.

Geschmack:

Mild.

Hut:

6-15 (20) cm Ø, ockerbräunlich bis dunkelbraun, rostbraune Fasern auf hellerem Grund, geschuppt.

Fleisch:

Weiß, sofort rötlich, blutrot verfärbend.

Stiel:

Weißlich mit rosa Schimmer, glatt, Ring weißlich, doppelrandig, hängend, wenn die Stielrinde eingeritzt wird, färbt sie sich sofort rötlich.

Lamellen:

Rosa, sehr spät erst dunkel rotbraun, frei.

Sporenpulverfarbe:

Rotbraun, purpurnbraun (7-9 x 3,4-5 µm, oval).

Vorkommen:

Nadelwald, Folgezersetzer, Sommer bis Herbst.

Gattung:

Egerlinge (Champignons).

Verwechslungsgefahr:

Dunkelfaseriger Egerling (im Laubwald), Riesenchampignon mit Anisgeruch und Kleiner Waldchampignon = diese beiden sind essbar.

Oder mit den giftigen Rebhuhnegerlingen oder Perlhuhnegerlingen, die karbolartig riechen und stark gilben (vor allem an der Stielbasis), ähnlich dem Karbolegerling.

Chemische Reaktionen:

Mit KOH nicht oder kaum verfärbend. SCHAFFER-Lösung (Anilin + Salpetersäure) negativ.

Bemerkung:

Champignons werden in Sektionen eingeteilt, hier einige Beispiele:

-       Sektion Arvensis = Anis-Egerlinge (in der Regel nach Anis riechende Arten) = z.B. Schafchampignon, Schiefknolliger Anisegerling, Dünnfleischiger Anischampignon, Riesenchampignon = SCHAFFER-Lösung positiv, KOH gelb.

-       Sektion Minores = Zwerg-Egerlinge = z.B. Weinrötlicher Zwergchampignon, Wiesenzwergchampignon, Ockerfarbener Zwergchampignon = SCHAFFER-Lösung positiv, KOH gelb.

-       Sektion Agaricus = Edel-Egerlinge z.B. Wiesenegerling, Stadtegerling, Zuchtchampignons = SCHAFFER-Lösung negativ, KOH negativ.

-       Sektion Sanguinolenti = Blut-Egerlinge (in der Regel rötende Arten) z.B. Waldchampignons (Kleiner) (Großer), Großsporiger Blutchampignon = SCHAFFER-Lösung negativ, KOH negativ.

-       Sektion Xanthodermatei = Karbolegerlinge (in der Regel gilbende und nach Karbon riechende Arten) = z.B. Karbolchampignon, Rebhuhnegerling, Perlhuhnchampignon = SCHAFFER-Lösung negativ, KOH gelb.

Hinweis!

Gilt nur wer Champignonarten erkennen kann!

Die essbaren Champignonarten sind leicht kenntliche Pilze, wenn folgendes beachtet wird:

 

Riechen Champignons (Egerlinge) nach Karbol, (Tinte, Medizinschrank), Fisch oder unangenehm sind immer giftige oder ungenießbare Arten anzunehmen.

Verfärben sich Champignons gelb (vor allem an der Stielbasis) ohne wahrnehmbaren Anisgeruch, sind sie immer giftverdächtig!

Riechen Champignons (Egerlinge) nach Anis sind sie immer essbar!

Riechen Champignons (Egerlinge) pilzig angenehm und haben keine Gelbfärbung an der Stielbasis, sind sie immer essbar!

Verfärben sich Champignons gelb mit Anisgeruch sind sie immer essbar!

Verfärben sich Champignons rötlich im Anschnitt sind sie fast immer essbar solange sie einen angenehmen pilz-, anis- oder bittermandelartigen Geruch aufweisen!

Leider gibt es mittlerweile zwei wärmeliebende Karbol-Champignonsarten die nun durch die Klimaerwärmung auch in unseren Regionen (D, A, CH, CZ) angekommen sind.

Der Falsche Waldegerling (AGARICUS FREIREI) sieht dem Waldchampignon ähnlich, er rötet und hat einen neutralen bis leichten Karbolgeruch!

Der Falsche Wiesenegerling (AGARICUS PSEUDOPRATENSIS) sieht dem Wiesenchampignon ähnlich, er verfärbt sich meist nicht gelb an der Stielbasis, sondern er rötet und hat einen leichten Karbolgeruch, der oft nicht gut wahrnehmbar ist!

Kommentar:

Sehr guter, ergiebiger Speisepilz.

Vitalpilz (Heilpilz):

Gilt auch als Vitalpilz (Heilpilz) in der Naturheilkunde oder in der Traditionellen Chinesischen und Japanischen Medizin für:

Viele Champignon-Arten enthalten Wirkstoffe, die antiviral, krebshemmend und antibiotisch wirken. Z.B. wurde eine Hemmwirkung des HELICOBACTER PYLORI nachgewiesen. Außerdem soll er das Tumorwachstum diverser Krebsarten wie Brust- oder Prostatakrebs hemmen.

Relativer Speisewert:

Schweiz: Marktfähig; DGfM: Positivliste Speisepilz; 123pilze: Relative Wertigkeit 1.

Wiki-Link:

https://de.wikipedia.org/wiki/Waldchampignon

Priorität:

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Bilder oben 1+2 von links: Roswitha Wayrethmayr (Sankt Gilgen) ©

 

   Weitere Bestimmungshilfen und Informationen hier:

 

 

 

 

 

 

 

 

   Letzte Aktualisierung dieser Seite: Dienstag, 21. Mai 2019 - 11:02:29 Uhr

 

 

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