awillbu1 Stadtchampignon, Stadt-Egerling, Scheidenegerling, Scheidenchampigon, Straßenchampignon, Trottoir-Egerling             ESSBAR!        Vitalpilz (Heilpilz)

AGARICUS BITORQUIS (SYN. PSALLIOTA PERONATA, PSALLIOTA EDULIS VAR. VALIDA, AGARICUS EDULIS VAR. VALIDUS, AGARICUS BITORQUIS VAR. VALIDUS)

 

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Bilder unten 1+2 von links: Dieter Wächter (Thiersheim) ©    Bilder oben 2-5 und unten 3-8 von links: Walter Bethge (Landau) ©

 

 

 

 

Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten, (Gattungen):

Geruch:

Pilzig, nach Marzipan, mandelartig.

Geschmack:

Pilzig, nussartig.

Hut:

3-12 (15) cm Ø, weißlich, grauweißlich, im Alter ockerfleckig-gilbend, Rand über den Lamellen gerollt.

Fleisch:

Weiß, fest, etwas rötend.

Stiel:

Weißlich, alt ockerfleckig-gilbend, mit Doppelring.

Ring:

Weiß, doppelt, oft nach oben gestülpt, abstehend, oberer Ring oben gerieft, unterer Ring meist nur angedeutet.

Lamellen:

Frei, rosa, fleischfarben, später violettgrau bis schokoladenbraun, schwarzbraun, frei.

Sporenpulverfarbe:

Rotbraun (5-6 x 4-5 µm, kugelig-rund).

Vorkommen:

Nährstoffreichen Boden, Dung, Kot, in Gärten, Parks, Wiesen, Folgezersetzer, Frühling bis Spätherbst.

Gattung:

Champignon-Egerlinge.

Verwechslungsgefahr:

Falscher Wiesenegerling, Karbolegerling, Gegürtelter Egerling mit braunen radialfaserigen Schuppen besetzt, Übelriechender Egerling, Wiesenchampignon und andere Egerlingsarten.

Chemische Reaktionen:

Mit KOH nicht oder kaum verfärbend. SCHAFFER-Lösung (Anilin + Salpetersäure) negativ.

Kommentar:

Gutes Bestimmungsmerkmal ist der Doppelring!

Vitalpilz (Heilpilz):

Gilt auch als Vitalpilz (Heilpilz) in der Naturheilkunde oder in der Traditionellen Chinesischen und Japanischen Medizin für:

Viele Champignon-Arten enthalten Wirkstoffe, die antiviral, krebshemmend und antibiotisch wirken. Z.B. wurde eine Hemmwirkung des HELICOBACTER PYLORI nachgewiesen. Außerdem soll er das Tumorwachstum diverser Krebsarten wie Brust- oder Prostatakrebs hemmen.

Hinweis!

Gilt nur wer Champignonarten erkennen kann!

Die essbaren Champignonarten sind leicht kenntliche Pilze, wenn folgendes beachtet wird:

 

Riechen Champignons (Egerlinge) nach Karbol, (Tinte, Medizinschrank), Fisch oder unangenehm sind immer giftige oder ungenießbare Arten anzunehmen.

Verfärben sich Champignons gelb (vor allem an der Stielbasis) ohne wahrnehmbaren Anisgeruch, sind sie immer giftverdächtig!

Riechen Champignons (Egerlinge) nach Anis sind sie immer essbar!

Riechen Champignons (Egerlinge) pilzig angenehm und haben keine Gelbfärbung an der Stielbasis, sind sie immer essbar!

Verfärben sich Champignons gelb mit Anisgeruch sind sie immer essbar!

Verfärben sich Champignons rötlich im Anschnitt sind sie fast immer essbar solange sie einen angenehmen pilz-, anis- oder bittermandelartigen Geruch aufweisen!

Leider gibt es mittlerweile zwei wärmeliebende Karbol-Champignonsarten die nun durch die Klimaerwärmung auch in unseren Regionen (D, A, CH, CZ) angekommen sind.

Der Falsche Waldegerling (AGARICUS FREIREI) sieht dem Waldchampignon ähnlich, er rötet und hat einen neutralen bis leichten Karbolgeruch!

Der Falsche Wiesenegerling (AGARICUS PSEUDOPRATENSIS) sieht dem Wiesenchampignon ähnlich, er verfärbt sich meist nicht gelb an der Stielbasis, sondern er rötet und hat einen leichten Karbolgeruch, der oft nicht gut wahrnehmbar ist!

Bemerkung:

Champignons werden in Sektionen eingeteilt, hier einige Beispiele:

-       Sektion Arvensis = Anis-Egerlinge (in der Regel nach Anis riechende Arten) = z.B. Schafchampignon, Schiefknolliger Anisegerling, Dünnfleischiger Anischampignon, Riesenchampignon = SCHAFFER-Lösung positiv, KOH gelb.

-       Sektion Minores = Zwerg-Egerlinge = z.B. Weinrötlicher Zwergchampignon, Wiesenzwergchampignon, Ockerfarbener Zwergchampignon = SCHAFFER-Lösung positiv, KOH gelb.

-       Sektion Agaricus = Edel-Egerlinge z.B. Wiesenegerling, Stadtegerling, Zuchtchampignons = SCHAFFER-Lösung negativ, KOH negativ.

-       Sektion Sanguinolenti = Blut-Egerlinge (in der Regel rötende Arten) z.B. Waldchampignons (Kleiner) (Großer), Großsporiger Blutchampignon = SCHAFFER-Lösung negativ, KOH negativ.

-       Sektion Xanthodermatei = Karbolegerlinge (in der Regel gilbende und nach Karbon riechende Arten) = z.B. Karbolchampignon, Rebhuhnegerling, Perlhuhnchampignon = SCHAFFER-Lösung negativ, KOH gelb.

Relativer Speisewert:

Schweiz: Nicht Marktfähig; 123pilze: Relative Wertigkeit 2.

Wiki-Link:

https://de.wikipedia.org/wiki/Stadt-Champignon

Priorität:

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Bilder oberhalb: Walter Bethge (Landau) ©                                          Bild unten 1 von links: Dieter Wächter (Thiersheim) ©

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Bilder oben 7-9 und unten 5+6 von links: Fred Gruber (Gottfrieding) ©

 

 

 

 

Bilder oben 1-3 von links: Veronika Weisheit (Rostock) ©    Bild oben 4 von links: Rudolf Wezulek ©

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild oben 2 von links: Rudolf Wezulek ©

 

   Weitere Bestimmungshilfen und Informationen hier:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   Letzte Aktualisierung dieser Seite: Dienstag, 16. Juli 2019 - 22:28:54 Uhr

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