awillbu1  Übelriechender Champignon, Übelriechender Egerling                  UNGENIESSBAR! 

AGARICUS MALEOLENS (SYN. PSALLIOTA INGRATA, AGARICUS INGRATUS, AGARICUS BERNARDII SYN. MALEOLENS, AGARICUS INGRATUS SYN. MALEOLENS, AGARICUS INGRATUS VAR. MALEOLENS)

 

 

 

 

 

 

Bilder oben 1+2 von links: Uwe Hückstedt ©

Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten, (Gattungen):

Geruch:

Widerlich stinkend, unangenehm fischartig.

Geschmack:

Mild.

Hut:

3-9 (12) cm Ø, schmutzigbraun, gelbbraun, später braunschuppig auf weißlichem Grund, jung glatt, Rand lange eingerollt.

Fleisch:

Weiß, braunrosa anlaufend.

Stiel:

Weißlich, Basis braunfleckig, mit doppeltem Ring, ähnlich dem Stadtchampignon.

Lamellen:

Graurosa, später bräunlich, frei.

Sporenpulverfarbe:

Purpurbraun (6-9 x 4-6 µm).

Vorkommen:

Garten, Wiesen und Waldwege, Parks, Rasenflächen, gern auf grasfreien Flächen, Folgezersetzer, Frühsommer bis Herbst, selten, RL Schweiz (VU = verletzlich).

Gattung:

Champignons, Egerlinge.

Verwechslungsgefahr:

Braunscheckiger Stinkegerling, Perlhuhnegerling, Rebhuhnegerling, Waldegerling, Waldchampignon - dieser rötet an den Schnittstellen und riecht angenehm pilzartig oder anisartig, Riesenchampignon mit Anisgeruch – beide Arten essbar oder andere Champignonsarten wie Stadtchampignon, Wiesenchampignon, Gegürtelter Champignon.

Besonderheit:

So widerlich stinken tut wirklich kein anderer Champignon!

Kommentar:

Eine Geruchsprobe ist bei Egerlingen immer sehr wichtig! Stinkende Arten sind meist nicht genießbar! Einige Autoren sehen den Übelriechenden Champignon mit dem Salzwiesenchampignon (intensiver rötend) als gleiche Art. Andere Autoren trennen diese Arten wiederum!

Hinweis!

Gilt nur wer Champignonarten erkennen kann!

Die essbaren Champignonarten sind leicht kenntliche Pilze, wenn folgendes beachtet wird:

 

Riechen Champignons (Egerlinge) nach Karbol, (Tinte, Medizinschrank), Fisch oder unangenehm sind immer giftige oder ungenießbare Arten anzunehmen.

Verfärben sich Champignons gelb (vor allem an der Stielbasis) ohne wahrnehmbaren Anisgeruch, sind sie immer giftverdächtig!

Riechen Champignons (Egerlinge) nach Anis sind sie immer essbar!

Riechen Champignons (Egerlinge) pilzig angenehm und haben keine Gelbfärbung an der Stielbasis, sind sie immer essbar!

Verfärben sich Champignons gelb mit Anisgeruch sind sie immer essbar!

Verfärben sich Champignons rötlich im Anschnitt sind sie fast immer essbar solange sie einen angenehmen pilz-, anis- oder bittermandelartigen Geruch aufweisen!

Leider gibt es mittlerweile zwei wärmeliebende Karbol-Champignonsarten die nun durch die Klimaerwärmung auch in unseren Regionen (D, A, CH, CZ) angekommen sind.

Der Falsche Waldegerling (AGARICUS FREIREI) sieht dem Waldchampignon ähnlich, er rötet und hat einen neutralen bis leichten Karbolgeruch!

Der Falsche Wiesenegerling (AGARICUS PSEUDOPRATENSIS) sieht dem Wiesenchampignon ähnlich, er verfärbt sich meist nicht gelb an der Stielbasis, sondern er rötet und hat einen leichten Karbolgeruch, der oft nicht gut wahrnehmbar ist!

Wiki-Link:

https://de.wikipedia.org/wiki/Champignons

Priorität:

2

 

   Weitere Bestimmungshilfen und Informationen hier:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   Letzte Aktualisierung dieser Seite: Montag, 17. Dezember 2018 - 22:55:51 Uhr

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