awillbu1  Rötliche Becherlorchel                                                          ESSBAR! 

HELVELLA POCILLUM

 

 

 

 

Fotos oben: Igor (Igor_Yevdokimov) (mushroomobserver.org) http://i.creativecommons.org/l/by-sa/3.0/80x15.png

Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten, (Gattungen):

Geruch:

Unauffällig bei jungen Pilzen, erdig und dumpf bei älteren Exemplaren.

Geschmack:

Mild, roh giftig.

Fruchtkörper:

2-7 (9) cm Ø, jung rotbraun, rosabraun, alt schwarzbraun, Außenseite: Ohne Rippen, etwas samtig-kleiig, von Oben zur Basis schwarz werdend, jung fast geschlossen mit eingerollten Rand, später kelch- oder kugelförmig mit nicht mehr eingerollten aber rissigen Rand. Innenseite im gleichen Farbton wie Außenseite (jung rotbraun, rosabraun, alt schwarzbraun).

Fleisch:

Braun, alt schwarz, brüchig, zäh, dünnfleischig.

Stiel:

Jung rotbraun, alt schwarzbraun, nicht gerippt, zur Basis dünner werdend, stark wurzelnd.

Sporenpulverfarbe:

Weiß, grauweiß, jung transparent (10-18 x 8-10 μm, farblos, mit einem zentralen Öltröpfchen).

Vorkommen:

Auf Hochgebirgswiesen, nur in Alpinen Regionen 1500-2500 m Höhe, Folgezersetzer, sehr Kalk liebend, Sommer bis Herbst, extrem selten, häufiger in Russland, Finnland und Norwegen.

Gattung:

Lorcheln (HELVELLA), Becherlorcheln.

Verwechslungsgefahr:

Schwarzbraune Becherlorchel, Hochgerippter Becherling, Eselsohr, Schüsselförmige Lorchel (dunkler kastanienbraun), Rippenstielige Lorchel (kleiner), Rundspor-Lorchel, Blasiger Becherling, Kerbrandiger Napfbecherling, Kastanienbrauner Becherling.

Bemerkung:

Andere Becherlorcheln wie z.B. die Schwarzbraune Becherlorchel haben größere Sporen.

Besonderheit:

Reife Exemplare geben gern durch Berühren des Fruchtkörpers das Sporenpulver frei in Form einer Staubwolke.

Kommentar:

Vermutlich ist diese Lorchel essbar und relativ ungefährlich beim Verzehr. Nähere Informationen sind auf Grund der Seltenheit nicht vorhanden.

Lorcheln können durchaus auch sehr unverträglich wirken, weshalb wir vom Verzehr abraten. Auch Spuren des Giftes Gyromitrin ist bei allen Lorchelarten häufig. Wenn diese Lorchel für Speisezwecke verwendet wird, bitte gut kochen (15 Min.) oder trocknen, da dadurch das Gyromitrin verdunstet.

Gifthinweise:

Wiki-Link:

https://de.wikipedia.org/wiki/Lorcheln

Priorität:

3

 

 

   Weitere Bestimmungshilfen und Informationen hier:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   Letzte Aktualisierung dieser Seite: Dienstag, 10. Oktober 2017 - 23:07:42 Uhr