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Pilze, Pflanzen und Getier - ein Tag im Wald: 5. und letzter Teil

  • Grüß Euch!


    auf zum Finale!


    1. den Anfang macht der Prächtige Schichtpilz, der zwischen den Morcheln auf Altholz zu finden war. Das Fehlen einer Gelbfärbung spricht für mich dafür.


    hier die befeuchtete und gerubbelte Unterseite:


    2. Ebenfalls im Auwald an Altholz ( Buche? ) gefunden. Leider schon etwas überständig, aber ich vermute eine Samtige Tramete. Könnte das passen? hab ich nämlich noch nie gefunden, bis dato.


    3. Der Schwarze Schnegel - Limax cinereoniger. Der hat mit der klassischen Wegschnecke nichts gemein. Unterscheidungsmerkmal hier der Kiel am Rücken(quasi ein aufrecht stehender Kamm von der Mitte bis zum Ende des Tieres ). Weiters der Mantel mit einer Fingerabdruck ähnlichen Struktur und der Atemöffnung auf der rechen Seite im Hinteren bereich.

    Den Salat frisst der uns auch nicht weg: Zitat Wikipedia: "Die Tiere sind nachtaktiv und ernähren sich von verschiedenen Pilz- und Algenarten, und sich zersetzendem Pflanzenmaterial. Auch tote Artgenossen werden gefressen. Zur Nahrungssuche kriechen sie am Boden, aber auch mehrere Meter die Bäume hoch."


    4. Weinbergschnecke - Helix pomatia. Die darf bei Mochelstellen nicht fehlen, ist sie doch auch ein guter Kalkanzeiger


    5. und abschließend von vor zwei Tagen noch zwei schöne Funde:




    Ich hoffe Euch hat die Runde auch so viel Spaß gemacht, wie mir!


    Liebe Grüße und einen schönen Tag wünscht

    Alex

    Wie bei den Pilzen generell, so sind auch meine Angaben grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen!


    Ich bin kein Pilzexperte, nur ein mykologisch interessierter Laie!


    Offizielle Freigaben kann es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort geben!

  • Hallo, Alex!


    Den ersten Pilz würde ich eben wegen dem Farbspektrum viel eher für einen Samtigen Schichtpilz (Stereum subtomentosum) halten. Die Prächtigen (Stereum insignitum) sind insgesamt normalerweise viel leuchtender, mit satten, warmen Braun-, Rot- und teils auch Orangetönen. Gelb findet man da eher selten (wenn dann ockergelb, gelbbraun), aber beim Samtigen noch seltener. Auch scheint das Substrat nicht Rotbuche zu sein, oder?


    Die Samtige Tramete (Trametes pubescens) kann schon stimmen - aber diese Fruchtkörper sind schon extrem stark verwittert, so daß das eher auf wackeligen Füßen steht.



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Danke Euch Beiden!


    Gibts den Samtigen denn auch komplett ohne Gelbverfärbung? die Fruchtkörper waren nämlich saftig vital wie ich sie gefunden habe. Daher meine Vermutung, dass es der Prächtige sein könnte, auch wenn die Farben nicht so prägnant sind.


    Klar, die Tramete ist schon sehr alt. aber vielleicht kommt ja noch mal was nach!


    Danke jedenfalls und lg

    Alex

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  • Hallo, Alex!


    Wie du schon sagst: Trockene Fruchtkörper, oder Fruchtkörper, die nicht mehr vital sind, verfärben gar nicht mehr. Manchmal klappt das dann mit dem Anfeuchten, aber auch nicht immer. Die gelbe Verfärbung halte ich persönlich nicht für das sicherste Merkmal, auch weil Stereum insignitum beim Kratzen durchaus ebenfalls "dunkler" wird, das kann dort auch mal irgendwie gelblich aussehen. Schwieriger Fall in diesem Fall: Reinlinsen (Acanthohyphidien suchen) wäre dann wohl für eine sichere Bestimmung erforderlich.



    LG; Pablo.

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  • Danke Dir!


    hast recht! Die Fruchtkörper können ja auch schon das zeitliche gesegnet haben, auch wenn sie noch vital aussehen. Gerade die dünnen Schichtpilze sind ja im nu eingetrocknet. Ich glaub ja nicht, dass die das überleben und dann nochmal weiter wachsen können, oder?


    viele Grüße!

    Alex

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  • Hallo, Alex!


    Jein... Solange die Hyphen nur trocken, aber nicht abgestorben sind, kann man solche Fruchtkörper schon revitalisieren. Aber die Reaktion wird dann eben unzuverlässig. Zumal es auch kaum möglich ist, das sicher zu erkennen: Ist ein fruchtkörper noch so vital (und nur ausgetrocknet), daß er beim Befeuchten wieder normal reagieren kann?
    Richtig feucht machen würde ich allerdings auf jeden Fall: Also Fruchtkörper mitnehmen, und dann mal ein paar Stunden Wasser ziehen lassen, zB auf einen teller mit ganz seichter Wasserschciht oder auf nasses Tuch legen. Damit hat das bei mir auch durchaus schon geklappt, und zuvor ausgetrocknete Fruchtkörper zeigten dann wieder eine reaktion.
    Allerdings: Anfeuchten im Wald (mit Wassertropfen aus der Flasche zB) funktioniert normalerweise nicht, weil die Hyphen erstmal eine ganze Zeit brauchen, um das Wasser überhaupt zu verarbeiten.



    LG, Pablo.

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  • Danke Dir Pablo!


    so werde ich das das nächste Mal versuchen!


    Vielen Dank und Liebe Grüße

    Alex

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