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Hilfe bei Bestimmung: Pilz im Gemüse-Kübel auf dem Balkon





  • Hallo zusammen,


    ich kenne mich leider gar nicht mit Pilzen aus und habe eine Frage zur Bestimmung:


    Seit kurzem wachsen in meinem Kübel auf dem Balkon Pilze. Eigentlich wachsen dort Eissalat und Radieschen. Das Entfernen der Pilze hilft nichts, es schießen immer nur noch mehr aus dem Boden. Leider kann ich mithilfe des Internets den Pilz nicht identifizieren bzw. bin mir sehr unsicher. Vielleicht könnt ihr mir ja helfen, siehe Bilder.


    Zur Info: Die Erde ist nicht neu, ist bereits aus dem letzten Jahr und da wuchsen keine Pilze. Die Pilze sitzen z.T. relativ tief, sprich bis zu 5-7 cm. Seitenwurzeln scheint er nicht zu bilden. Der Standort ist sehr sonnig und warm und ansonsten unter freiem Himmel, sprich jedem Wetter ausgesetzt (Regen, Wind, etc.). Der "Hut" ist relativ platt, wie man auf einem der Bilder ganz gut erkennen kann.


    Vielleicht weiß ja jemand von euch, um was es ich hier handelt.


    Liebe Dank im Voraus & viele Grüße :)

  • bfl

    Hat den Titel des Themas von „Pilz im Gemüse-Kübel auf dem Balkon“ zu „Hilfe bei Bestimmung: Pilz im Gemüse-Kübel auf dem Balkon“ geändert.
  • Hallo

    Evt. Könnte es Richtung Saftling gehen, ist Schwierig weil man die verschiedenen Ansichten vom Stiel nicht genau sieht. Aber die längsrillen am Stiel sind ersichtlich und der Hut ist etwas bereift.

    LG Andy

  • Ahoi!


    Ein Saftling ist das auf keinen Fall, aber Samthäubchen (Conocybe) oder Glockenschüppling (Pholiotia, eiine mit Conocybe sehr nah verwandte Gattung) wäre hier auch mein erster Gedanke gewesen. Bestimmungen in der Gattung sind rein makroskopisch allerdings ausgeschlossen, um da eine Art sicher zu erkennen, braucht man zwingend Sporen, Basidien (2- oder 4-sporig) und allerlei Zystiden (Stiel, Hut und Lamellen).

    Wenn's denn wirklich ein Samthäubchen ist. Dazu müsste man mal einen fruchtkörper ausreifen lassen und einen Sporenabwurf machen, um festzustellen, ob's denn tatsächlich ein Dunkelsporer ist.

    So am Rande: Pilze haben keine Wurzeln. Weil Pilze sind ja keine Pflanzen. Der Pilz ist ein Geflecht aus Millionen von mikroskopisch feinen Fäden, die das Substrat (in dem Fall hier die Bluemenerde und das darin enthaltene, organische Totmaterial) durchziehen und verwerten. Das, was da immer wieder auftaucht, sind ja nur die Fortpflanzungsorgane des Pilzes, also die Fruchtkörper.
    Das Pilzreich steht evolutionstechnisch sogar etwas näher beim Tierreich als beim Pflanzenreich - wobei auch da die UNterschiede naturlich gigantisch sind. Aber dennoch: Wöllte man spitzfindig sein, ist dieser Blumentopfpilz näher mit mir verwand, als mit dem Eissalat. :wink:
    Grundsätzlich sind diese Pilze übrigens harmlos - selbst wenn sie giftig sein sollten: Pilzgifte wirken auf Menschen nur, wenn sie in relevanten mengen im menschlichen verdauungssystem landen. Manche Sporen können in Massen über lange Zeit eingeatmet Probleme machen (einige Schimmelarten, Austernseitlinge, Spaltblättlinge), aber ansonsten gibt es keine Kontaktgiftigen Pilze. Den Pflanzen schaden die auch nicht, sie nützen ihnen eher, weil der Stoffwechsel des Pilzes im Substrat den Pflanzenwurzeln Nährstoffe verfügbar macht, an die die Pflanze sonst niocht dran käme.



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

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