Hallo, Besucher der Thread wurde 579 mal aufgerufen und enthält 4 Antworten

Kleine Seerunde

  • Hallo Pilzfreunde,

    gestern drehte ich eine Runde um einen kleinen Badeweiher. Da fand ich mehr Porlinge, als wenn ich 2 h durch den Wirtschaftswald laufe. In den Nutzwäldern hier werden offenbar keine Porlinge geduldet, da sie "infektiös" sind. Entweder werden sie entfernt oder die befallenen Bäume werden gefällt. Generell dürfen Bäume nicht ins Greisenalter kommen.

    LG, Toni


    1) Anistramete (Trametes suaveolens). Einen Fk nahm ich mit, da bei der Frosttemperatur kein Geruch wahrnehmbar war. In der Wärme aber dann doch sehr deutlich. Es war sogar ein Sporenabwurfpräparat möglich. Offenbar ist die Art mehrjährig.


    2) Eichen-Feuerschwamm (Phellinus robustus) in drei Altersstufen


    3) Pflaumen-Feuerschwamm (Phellinus tuberculosus)


    4) Schmetterlingstramete (Trametes versicolor)

  • Da fand ich mehr Porlinge, als wenn ich 2 h durch den Wirtschaftswald laufe. In den Nutzwäldern hier werden offenbar keine Porlinge geduldet, da sie "infektiös" sind. Entweder werden sie entfernt oder die befallenen Bäume werden gefällt. Generell dürfen Bäume nicht ins Greisenalter kommen.

    Hallo

    Ja, in einem Wirtschaftswald ist es so! Pilze kann man nicht entfernen. Dann wird der kranke Baum entfernt. In Schutzgebieten findet man aber reichlich Porlinge. Oder in Auwäldern oder an Seen.

  • Hallo, Toni!


    Schicke Pilze! :thumbup:

    Das dritte Bild bei 3) zeigt aber keinen Phellinus pomaceus (Pflaumen - Feuerschwamm)? Da ist wohl noch was Trametiges reingerutscht.



    Lg; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo Uwe,

    Schutzgebiete sind hier äußerst rar. Selbst die Auwälder an Amper und Isar werden überwiegend privatwirtschaftlich genutzt. Ich traf einmal in den Isarauen einen Waldbesitzer. Der äußerte sich sehr despektierlich über seinen Wald-Nachbarn, da dieser so eine Unordnung zuließe. Er selbst pflegte seine Parzelle wie ein Kleinhäusler seinen Rasen. Selbst den Staatsforst hatte nicht zuletzt - wenn ich mich recht erinnere - 2008 bei der Finanzkrise Markus Söder als Goldesel entdeckt. Auch dort gibt es alle 30 m eine Rückegasse, und kontinuierlich lärmen die Motorsägen. Statt Wertschöpfung werden heute Borkenkäfer und Waldumbau als Argumente vorgeschoben. Die Forstämter sollen schon satten Profit erwirtschaften. Die Stämme gehen dann teilweise zu Dumpingpreisen bis nach Österreich! Die sog. Biotopbäume muß man suchen, die stechen nicht ins Auge. Einige Leute hier im Dorf kaufen sich beim Forstamt die Lizenz, Bäume aus dem Staatsforst zu entnehmen. Da sind alte Eichen besonders gefragt. Kürzlich fällte das Forstamt hier im Auwald viele abgestorbene Eschen wegen Gefährdung des Waldwegs. Da fielen dann die Leute wie die Geier über die Baumstämme her. Ein Privatwald hier in der Nähe ist wie leergefegt; der Besitzer produziert Kackschnitzel.

    LG, Toni

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