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Mögliches Gegengift gegen Amanitin gefunden

  • Vielen Dank für den Link! Habe ich auch schon sehr erfreut gelesen.


    Was mich in diesem und auch allen deutschsprachigen Artikeln zum Thema stört, die ich dazu bisher gelesen habe (wahrscheinlich alle voneinander abgeschrieben):


    Sinngemäß enthalten die alle sowas hier:


    "physicians have little to offer people who accidentally ingest them, besides supportive care"


    Und das stimmt einfach nicht. Knollenblätterpilze gehören ja zu den wenigen Giftpilzen, wo man tatsächlich mehr machen kann als die Symptome zu behandeln, nämlich zusätzlich noch Silibinin (Mariendistelextrakt) verabreichen, das an den Stellen in der Leber andockt, die sonst vom Amanitin besetzt würden. Oft ist es dafür zu spät, weil die Latenzzeit so lang ist. Aber bei rechtzeitiger Verabreichung ist mW die Wirkung gut.


    Mehr/unterschiedliche Mittel, vielleicht mit leicht unterschiedlichen Wirkprinzipien, sind natürlich immer gut. Und die Methode, das zu finden, klingt für mich super, das kann man ggf. auch auf andere Giftstoffe anwenden.


    Aber dieses "jetzt eeeeendlich gibt es was" - hmpf. Da hat mal wieder jemand nicht ordentlich recherchiert.


    Beste Grüße

    Sabine

  • Ein Gegengift gegen Amanitin...darf man träumen? Bis zu 90% aller tödlichen Pilzvergiftungen vermeidbar.


    Wenn man den Artikel ganz liest wird leider klar, dass es noch nicht der große Wurf ist. Aber es ist ein Anfang. Vielleicht gehören in 5-10 Jahren tödliche Amanitin-Vergiftungen der Vergangenheit an.

  • Vielleicht gehören in 5-10 Jahren tödliche Amanitin-Vergiftungen der Vergangenheit an.

    Vielleicht bin ich zu phantasielos, aber das halte ich für wenig wahrscheinlich, wegen der langen Latenzzeit.


    Bis man bemerkt, dass da etwas im Argen ist, sind ja oftmals schon viele Stunden vergangen und das Amanitin konnte schon die Leber schädigen.


    Und dann auch noch das mit der scheinbaren Besserung...


    Selbst wenn das Mittel (oder ein anderes) so wunderbar wirksam wäre, dass es sofort nach Verabreichung alle Schadwirkungen eliminieren würde,

  • sehe ich ähnlich, nicht zuletzt sind auch die klinischen Studien eine Hürde. Und entwickeln/produzieren muss das auch erst mal jemand, viel Geld lässt sich damit nämlich wahrscheinlich nicht machen.


    aber das größte Problem ist wohl, dass man Vergiftungen erst mal rechtzeitig erkennen muss. Wenn jeder der aus Versehen Knollenblätterpilze isst, zehn Minuten den Magen gespült bekommt, wären die Todesfälle auch deutlich weniger. Das beste Mittel hilft nichts wenn der Schaden schon angerichtet ist.

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