Beiträge von Fuddler

    Ich hab gehört, dass er gerne zu Hasenfleisch gereicht wird. Er schmeckt hervorragend, passt aber sicher genau so gut zu anderem Wild. Vielleicht auch einfach weil er Hasenbraun ist? Oder als Fehlassoziation mit der Hasel?

    SDS ist ein starkes Derergens und geeignet, Zellmembranen aufzubrechen und hydrophobe Substanzen in Lösung zu bringen oder zu halten.
    Das kann bei Färbungen durchaus hilfreich sein. Zum Beispiel ist SDS in der Lage, dafür zu sorgen, dass bestimmte Strukturen schwächer bzw. stärker gefärbt werden als andere und damit für guten Kontrast sorgen.
    bei vielen Färbungen für Mikroskop wird deswegen nach der Inkubation zB auch noch mit SDS gewaschen.

    Moin, ich hab mir das ganze mal angesehen:


    Mit ein paar Voraussetzungen, die man beim Mikroskopieren ohne große Hindernisse (abgesehen von Zeit) schaffen kann, sollte das klappen:


    1. Skala einblenden (haben manche Mikros), oder mit Versuchen den individuellen Maßstab ermitteln

    2. Sporen für das Foto ausreichend vereinzeln um klare Trennung zwischen Partikeln zu ermöglichen.

    3. Kontrastreiche, gut und gleichmäßig belichtete Bilder (Köhlern (!), Belichtung(szeiten), Agenzien-Konzentrationen, Reaktionszeiten, etc. unbedingt standardisieren!) aufnehmen, je nachdem wie genau man die Sporen vermessen möchte. Hier kommt man sicher nicht um etwas Ausprobieren herum. Im Zweifel möchte man ja das Ornamentlänge zumindest von dem ermittelten Sporendurchmesser subtrahieren, lieber noch getrennt voneinander.

    4. Vergleichsserien herstellen und herkömmlich/manuell und mit Software vermessen. Wenn man das einmal sorgfältig macht, dann kann man lange davon zehren. Immerhin läuft man dann nicht Gefahr, dass sich über die Zeit bzw. mit wechselnder Tagesform unbeabsichtigt Fehler einschleichen.


    Lohnt sich das? Meinem wissenschaftlichen Qualitätsanspruch würde das gerade so genügen. Ob das für ein Hobby notwendig ist, muss jeder selbst beurteilen.


    P.S. (I): Man kann übrigens auch große Mengen Bilder halb(automatisch) durchprozessieren. Wenn man also einmal das Mikroskop eingestellt und dann das Präparat 100 x an verschiedenen Stellen knipst, hat man ruckzuck eine kaum überschaubare und in ihrer Genauigkeit wohl nicht zu übertreffende Schätzung der realen Maße. Über die Jahre käme so sicher eine schöne Menge Daten zu diversen Arten zusammen.


    Viele Grüße

    Bernhard

    Es wäre problemlos möglich, eine Datenbank anzulegen um ggf. einen bias zwischen Software und Humanmessungen zu identifizieren und auszugleichen.
    Ich denke, auch über die einfache Größenmessung hinaus wäre da einiges möglich.

    Hallo!


    Mir stellt sich immer wieder die Frage (ohne selbst Erfahrung mit Sporen zu haben):


    Es sollte doch möglich sein, mittels einiger Fotos und (z.B.) GIMP eine vernünftige (= unbiased) Messung sowohl der Sporen selbst als auch der Ornamente hinzubekommen. Ich verfüge leider weder über ein eigenes Mikroskop noch über Erfahrung mit Sporen. Allerdings kann ich aus meiner beruflichen Vergangenheit zurückgreifen auf ordentliche praktische Erfahrung im Mikroskopieren und Programmieren von automatischen Auswertungen von Mikroskopbildern/gefärbten Gewebsschnitten. Die sich damals stellenden Fragen waren komplexer.


    Ich denke z.B. an sicher existierende Standardskripte um Blutgefäßdurchmesser oder Zellgrößen zu bestimmen.

    Hat das einer hier schon einmal versucht?

    Ich hab zwar nicht viel Ahnung von Pilzen, aber dafür etwas Wissen über das BtMG.


    Der Konsum (von BtM, auch "Illegaler") ist nicht strafbar, allerdings einige andere damit in Zusammenhang stehende Taten (§§ 29 ff BtMG). Eine Beihilfe kann es nur geben, wo eine Straftat vorliegt, also nicht zum "Konsum".

    Am ehesten noch käme als Straftatbestand bei schneller Durchsicht § 29 (1) 8. (Werbung) oder 10. (fasse ich jetzt mal als "Verleihung" zusammen) in Betracht.


    Das halte ich aber für weit hergeholt, zumindest dann, wenn hier keiner schreit "wirf das Zeug ein!", sondern davon abrät.

    Schwierig wird es, wenn hier geholfen wird, und durch vorherige Äußerungen klar ist, dass die Anfragende den Konsum beabsichtigt. Da greift ja bei den allermeisten aber ohnehin hier die Vernunft, finde ich auch gut so. Insofern hat sich Steffi hier "selbst ein Ei gelegt". Ist halt nicht immer so einfach, zu bekommen, was man will, wenn man sagt, was das genau ist.


    Ich würde aber vermuten, das im Zweifel der Forenbetreiber nicht verantwortlich ist. Das ist hier schon jeder selbst für seine Äußerungen. Er ist aber wohl gefragt, die (mögliche) strafbare Handlung als solche zu erkennen und dem einen Riegel vorzuschieben. Ansonsten könnte er ein bisschen Ärger und Papierkram bekommen, und wenn es nur Anfragen zur Herausgabe von Daten sind. Würde ich mir ebenfalls sparen wollen.


    "Hab ich nicht gewusst" ist übrigens oft ne schlechte Verteidigung, denn es gibt auch das "Wissen können" oder "Wissen müssen".


    Viele Grüße,

    Bernhard

    Danke für die Erklärung. Ich sehe die tatsächlich ständig, aber schaue immer nur bei den bekannten giftigen und selteneren Amanitas genauer hin, jedoch nie mit kulinarischen Absichten. Perlpilze lasse ich meistens direkt stehen, deshalb war ich mir der hüllenlosen Knolle nicht so bewusst.
    dass die selten sind, ist mir aber neu.

    Ich hätte zu Beginn auf einen (Garten-) Safranschirmling getippt.

    Der giftige Gartenschirmling hätte allerdings eine deutliche Randung an der Knolle.

    Der geriefte Ring passt auch nicht dazu. Gerne würde ich den Hut von oben sehen. Amanita hätte ne Scheide oder Hülle sowie ggf. Reste des velums auf dem Schirm.


    N besserer Tipp fällt mir zumindest anhand dieses Fotos nicht ein.

    Mechanische Einflüsse oder Beschädigungen kommen genauso in Betracht. Myzel kann sich ja schnell zusammenfinden, wenn es kompatibel ist und nah genug beieinander liegt.

    Ich würde mal bei den bekannten Portalen Ausschau halten. Vielleicht auch bei Zoll-Auktion.de?


    Die Ausgemusterten von Laboren, Unis, etc. sind meist gut in Schuss und schön robust.

    Moin,


    in einem Anflug von Kreativität ersonnen:


    2 Handvoll Stiele vom Austernseitling

    1 Ei

    Thymian, Salz, Muskatnuss

    Panko

    Öl zum Frittieren


    Stiele Kleinhacken und mit dem Ei sowie Gewürzen zu einem weichen Teig vermischen der sich grade zu Nocken formen lässt.
    Portionen mit dem Teelöffel formen, in Panko wälzen und ausbacken.

    Schmeckt gut so, aber auch mit zB Teryakisauce.
    Wenn man die Gewürze sparsam einsetzt kommt der Pilzgeschmack richtig gut durch!


    Hi,


    nur kurz zum Bandwurm: so unrealistisch eine Übertrag durch Beeren etc. ist, so realistisch ist die Übertragung durch Hunde. Es sind meist die Hunde, die sich von Wildtierkot den Parasiten einfangen und dann später ans Herrchen weiter geben.


    Viele Grüße,

    Bernhard