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Aktuelle Pilzlage auf Rügen

  • Hi Uwe,


    einmal und nie wieder. Eben zum ....


    Bei mir gibt's Körbeweise Landschnecken (Weinbergschnecken). Heisst: Kalkhaltiger Boden. Darf diese Schneckchen leider nicht für den Verkauf sammeln. Es gibt aber genügend Leute, die Schnecken mit Knoblauch mögen. Wär ne Möglichkeit meine Rente aufzubessern. Aber leider ...


    LG. Heinz

  • Unbegreiflich!!!
    Es regnet immer wieder, aber von Pilzwachstum ist nichts zu merken. Mal ein einzelner Pilz. Ein Scheidenstreifling, ein Birkenröhrling, drei winzige Risspilze, ein Körnchenröhrling, ein Champignon, ein Kartoffelbovist und so weiter.
    Die geführten Pilzwanderungen auf Rügen fallen auch aus.

  • Hallo, Uwe!


    Du hattest extreme Dürre im Frühjahr, kann das sein?
    Was noch dazu kommt: Diese kurzen Schauer bewirken nichts. Insbesondere der kurze Starkregen bei Gewittern ist ineffektiv. Die gemessenen Niederschlagsmengen haben da im Grunde keine Aussagekraft. Wenn das Wasser auf einen zuvor bickelhart getrockneten Boden fällt, fließt es einfach nur rasch ab und zeiht nicht ein, so können die Pilzmycelien auch kaum etwas davon aufnehmen. Das ist hier im Süden ganz ähnlich. Betrachtet man die gemessenen Niederschlagsmengen, meint man es wäre ja ok. Ist es aber nicht. Weil von den gewittrigen Schauern hier eben nichts im Boden ankam. Ein weiterer Faktor ist der Wind. Hier war es in den vergangenen Monaten immer deutlich winiger als normal, was die Austrocknung extrem beschleunigt. Das wird bei dir nicht anders sein.
    Was das für die Ökologie bedeutet, sieht man, wenn man sich die Bäume hier anschaut, die Sträucher, die Gräser und Blütenpflanzen. Den Stress durch Hitze und Trockenheit sieht man den Pflanzen durchaus an, das steht in einigen Gebieten im Südwesten kurz vor dem Kollaps.
    Die Beobachtung der Funga ist da noch aussagekräftiger, wird aber generell ja von Klimatologen und Ökologen nicht berücksichtigt.


    Im letzten Jahr hat sich das Wetter nach einer katastrophalen ersten jahreshälfte ja noch gebessert, so daß im Spätsommer / Herbst eine Notfruktuation bei vielen Pilzarten eingeleitet wurde. Insofern hat das letzte Jahr die Mycelien zusätzlich erschöpft, mit der katastrophalen Wettersituation bisher in diesem Jahr gab es für die auch keine Chance zur Regeneration.
    Und das Absterben der Pilzmycelien hat natürlich weitreichende Folgen für Pflanzen und Tiere.


    Übrigens hast du noch sehr reichliche Funde im vergleich zu den meisten Gegenden im Südwesten Deutschlands.



    LG, Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Zitat von Beorn pid='22940' dateline='1439020285'

    Hallo, Uwe!


    Du hattest extreme Dürre im Frühjahr, kann das sein?
    Was noch dazu kommt: Diese kurzen Schauer bewirken nichts. Insbesondere der kurze Starkregen bei Gewittern ist ineffektiv.


    Hallo Pablo


    Wir hatten auch länger anhaltenden Regen. Der Boden ist bei uns nicht ausgetrocknet. Nur das Wetter wechselt täglich (oder sollte man schon stündlich sagen?) sehr extrem.

  • Hallo.


    Dann sind es bei dir jedenfgalls andere Faktoren, die das Wachtum bremsen. Rasche und ständige Wetterwechsel können sich vielleicht auch negativ auswirken.



    LG, Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.


  • Hallo Pablo
    Da gehe ich auch von aus. Also heute keine Pilze sammeln. Einfach nur Erfrischung mit Pilz(s)fund! :wink:


    [youtube]uVsPjpRi10I[/youtube]

  • Hallo
    Was soll man sagen, die Pilze wissen nicht, daß die Hauptwachstumszeit heran ist.
    Funde
    1. ein Rehbrauner Dachpilz (halb aufgefressen)
    2. mehrere Breitblättrige Rüblinge (total zerfressen)
    3. Waldfreundrüblinge (die wachsen immer)
    4. ein fleckender Saftporling
    5. ein Skleriotenporling



    6. ein Gelber Knolli



    7. ein Riesenporling (zu alt, nur noch Schneckenfutter)



    8. ein Schwefelporling am Straßenbaum (Eiche)



    Dann war Schluß für mich. Bei so einem Sturm und Regen muß man nicht weiter Pilze suchen die es nicht gibt.


    Bei einer Pilzwanderung im Naturerbezentrum in Prora wurde 1 (in Worten: EIN ) Steinpilz gefunden. :what:

  • Hallo, Uwe!


    Aber Grünlinge sind doch tolle Pilze. :happy:
    Bei mir in der Gegend sind sie selten, neulich habe ich den ersten "eigenen" Fundort aufgestöbert, also nicht an einem bekannten Platz von jemandem gezeigt bekommen. Da habe ich mich schon gefreut über den Fund.



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Zitat von Beorn pid='26154' dateline='1445717094'

    Aber Grünlinge sind doch tolle Pilze. :happy:


    Hallo Pablo
    Die sind echt lecker!
    Leider sind es jetzt Giftpilze, weil in Polen und Frankreich die angeblich giftig sind!
    Egal, inzwischen sind die bei uns auch selten.
    Heute waren wir wieder unterwegs- Nichts!!!! Nichts zum Essen.
    Gelbmilchende Helmlinge zum Anschauen.



    Tintenfischpilz zum Anschauen und Riechen


  • Hallo, Uwe!


    Der echte Grünling (Tricholoma equestre s.str.) enthält in Polen und Frankreich die gleichen Inhaltsstoffe wie bei uns.
    Die bekannten vergiftungen mit Todesfällen haben nicht mit dem Standort zu tun.
    Inzwischen geht man ganz stark davon aus, daß es an der Menge der verzehrten Pilze liegt und auch an dem kurzen Zeitraum, in dem eine große Menge verzehrt wurde. Das heißt im Klartext: Eine Woche lang jeden Tag Grünlinge in großer Menge kann tödlich wirken, ebenso auch zwei Wochen jeden zweiten tag oder so.
    Es ist da wie so oft: Die Menge macht das Gift. Mit ziemlicher Sicherheit könnena uch Steinpilze (Boletus edulis) tödlich sein, wenn man nur genug davon in einem möglichst geringen zeitraum isst. Diese Giftstoffe, die für die tödlichen vergiftungen beim Grünling verantwortlich sein sollen, sond mittlerweile in so ziemlich jeder Pilzart nachgewiesen (wenn auch in geringeren Mengen).


    Fazit: Ich für meinen Teil habe mich entschlossen, mir jährlich ein oder zwei Mal ein kleines Pfännchen Grünlinge zu genehmigen. Wenn ich denn welche finde. Ein großes Risiko glaube ich dabei nicht einzugehen.
    Zugleich rate ich aber dennoch vom Verzehr ab. Diese Entscheidung soll man für sich selbst treffen, bei möglichst weitreichender Kenntnis der sachlage und der unterschiedlichen Ansichten zu dem Thema.


    Aber sie sind einfach sooooooooo lecker. :happy:



    LG, Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Ein paar Tage Wind/Sturm und schon wächst nichts mehr an den Bäumen. Am Erdboden findet man noch ein paar frische Erdritterlinge und noch ein paar ebenfalls nicht essbare kleine Pilzarten.
    Wer aber gerne auch so mal in den Wald geht, kann trotzdem interessante Funde machen. Heute haben wir alte Halskrausenerdsterne entdeckt, bestimmt so über 100 Stck.!


  • Hallo
    Da fahre ich doch an den Strand um mal eine kleine Runde zu gehen. Beim Aussteigen trete ich auf einen Pilz. Nun wurde es mehr eine Dünenwanderung. Es waren viele Arten zu finden. Leider hatten die wohl teilweise etwas Nachtfrost abbekommen und verwässert waren die auch. Also nichts mit essbaren Rötelritterlingen. Die anderen, nicht erfrorenen waren dann leider nicht zum Essen. Aber später an Laubholz dann Samtfußrüblinge!


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