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Pfiferlinge richtig suchen.

  • Hallo @ all,


    ich bin ja schon etwas länger unterwegs und bin daher sehr enttäuscht über meine bisherigen Pfifferlingsfunde. Ich fand hier und da mal vielleicht eine Hand voll und das wirklich sehr selten und nur zufällig.


    Daher wollte ich mal Fragen wo man gezielt suchen sollte.


    Bei uns kann man nur sauren Boden finden. Das ist ja schon einmal gut.


    Bei Steinpilzen zum Beispiel suche ich gezielt um Rot-Kle, Adlerfarn, Brom-Heidelbeeren rum weil ich weiß das dort viele Stinpilze wachsen. Ebenso unter bzw- zwischen Jungpflanzen lohnt sich immer ein Blick.


    Bis auf die Info "Suche bei Moos" kann ich leider nichts genaueres finden.


    Ich hoffe das mir hier jemand helfen kann damit ich auch bald neue Plätze für Pfiffis finden kann.

  • Hallo,


    nun, da bist Du wohl nicht alleine, die "gesäte Pfifferlingswiese" ist mir auch noch nicht untergekommen.


    Aber es gibt doch ein paar kleine "Vorlieben" des Pfifferlings:


    - zuerst einmal mag er es sehr gerne sehr feucht, d.h. Nord- oder Nordosthänge, kleine Senken, Bodendellen, ältere Forstspuren, in denen sich das Wasser etwas sammelt oder auch feuchte Mooshänge am Waldrand.


    - Größere Nester habe ich schon im Buchenmischwald gefunden, oft gut im Farn oder unter Astreisighaufen versteckt. Er wächst auch gerne im lichten Stangenholz von Tannen, leider gibt es das bei uns fast nicht


    - das größte Problem ist aber, dass alle Pilzsammler natürlich den Pfifferling kennen und schätzen. Größere Vorkommen dürften daher nur dort sein, wo kaum einer hinkommt: Tief im unwegsamen Wald, Kilometerweise von den beliebten Wanderparkplätzen und Straßen entfernt......


    LG


    PilzHex`

    _________________________________________


    Lieber in die Pilze als ins Fitness-Studio!

  • Hallo zusammen,


    eine Kurzgeschichte,
    es geschah vor ca. 3 Wochen. Wir waren auf der Suche nach neuen Pilzgründen. Auto abgestellt und ab in den Wald. Nach einigen Metern-
    oh hier wurde gefällt. Zwischen dem liegengebliebenen Nadelastwerk breiteten sich bereits Brombeeren aus.
    Wir wollten gerade umkehren, als der Blick meiner Frau auf etwas gelb leuchtendes fiel. Bild 1
    Dieser kleine Fleck bescherte uns neben zerstochenen Händen ein knappes Kilo Pfifferlinge.
    Auf der gleichen Spur, hangab im offenen Nadelwald dann nochmal das Gleiche, nur ohne Dornen. Bild 3
    Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr.


    Gruß
    Sigi



  • Hallo zusammen,


    eine Kurzgeschichte,
    es geschah vor ca. 3 Wochen. Wir waren auf der Suche nach neuen Pilzgründen. Auto abgestellt und ab in den Wald. Nach einigen Metern-
    oh hier wurde gefällt. Zwischen dem liegengebliebenen Nadelastwerk breiteten sich bereits Brombeeren aus.
    Wir wollten gerade umkehren, als der Blick meiner Frau auf etwas gelb leuchtendes fiel. Bild 1
    Dieser kleine Fleck bescherte uns neben zerstochenen Händen ein knappes Kilo Pfifferlinge.
    Auf der gleichen Spur, hangab im offenen Nadelwald dann nochmal das Gleiche, nur ohne Dornen. Bild 3
    Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr.


    Gruß
    Sigi





  • Hallo,
    Man muss das auch grossräumig sehen.
    Noch bis so ende der 70'er gab es hier im Büdinger Wald massenhaft Pfifferlinge , in verschiedenen Biotopen. Ende der 80'er war Schluss , keine Pfifferlinge mehr.
    Grund : Die hier am häufigsten Westwinde brachten Schwefeldioxid (saurer Regen) vom Rhein-Main-Gebiet mit , und das ist für das Myzel der Pfifferlinge vernichtend.
    Dann wurden die Kohlekraftwerke mit Filtern ausgerüstet , es wurde auf schwefelarmes Heizöl und Diesel umgestellt , und die Pfifferlinge kommen ganz langsam wieder.
    Das heisst : überall , wo in den 80'ern das Waldsterben anfing , ist mit Pfifferlingen nicht viel Staat zu machen , in damals vom sauren Regen eher unbelasteten Gebieten kann man weiterhin viele finden.
    Leider gibt es zwar Karten , wo die Radioaktive Belastung durch Tschernobyl aufgezeichnet ist , eine Karte der Schwefeldioxidbelastung kenne ich leider nicht.
    Gruß Norbert

    Das Pilzwissen kriecht mir nach , hoffentlich holt es mich mal ein .

  • Hallo Norbert,


    das ist interessant! Bei uns werden die Wälder dieses und nächstes Jahr großflächig gekalkt (wegen dem sauren Regen für die Waldgesundheit). Vielleicht kommen dann die Pfifferlinge wieder?


    Mich würde aber interessieren, was mit den anderen Pilzen auf gekalkten Böden passiert, hat schon jemand mal etwas gehört? Wie vertragen das die Steinpilze?


    LG


    PilzHex`

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    Einmal editiert, zuletzt von PilzHex` ()

  • Mhh das ist wirklich sehr interessant. Da Steinpilze eher auf normalen bis sauren Böden wachsen, siehts dann glaub ich schlecht aus. Naja immerhin bleiben dann ja noch die Hexies. Ich bin mal gespannt wann Feedback diesbezüglich kommt.

  • Hallo nochmal,
    Tja , die Pfifferlinge mögen es sauer , nur kein Schwefeldioxid. Für die wird der Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben.
    Steinpilze kommen auch mit einem gewissen Kalkgehalt klar , das sieht man an gewissen Verbreitungskarten.
    Auch in gekalkten Wäldern werden weiterhin Pilze wachsen , bei sehr starker Kalkung verändert sich dann halt die Zusammenstellung der Arten.
    Grüße Norbert

    Das Pilzwissen kriecht mir nach , hoffentlich holt es mich mal ein .

  • Bei uns wachsen die gelben Pfifferlinge wie Siggi es beschreibt, unter dem Moos. Manchmal schimmert eine gelbliche Stelle durch, mehr sieht man nicht. Öffnet man die Moosschicht, so erscheinen meistens zahlreiche Fruchtkörper.
    Mit solchen Stellen ist es wie mit einer Angelstelle für Meerforellen, man bewahrt sie im Gedächtnis auf wie ein Familiengeheimnis, schweigt und läßt sich nicht beim Pflücken beobachten.:wink:


    Zur Orientierung kann man auch andere Pilze verwenden. Wo Butterpilze, Frostschnecklinge oder Lachsreizker wachsen, dort findet man ziemlich sicher auch Pfifferlinge. (Nur zu anderer Zeit)
    Hier mal ein vorher-nachher Foto.




    Im Buchenwald haben wir noch fast weiße Pfifferlinge, sie sind fester und etwas kleiner. Diese wachsen frei, nicht im Moos, sind jedoch seltener zu finden.

  • Naja, ich weiß ja nicht, ob heuer der richtige Zeitpunkt ist, mit der Pfifferlingssuche zu beginnen. Kommt wohl darauf an, wo man wohnt.
    Sicher sind die Standorthinweise meiner Vorredner zutreffend und ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht.
    Aber dieses Jahr sieht schlecht aus mit Pfiffis. Ich habe bislang einen Großteil meiner Fundstellen in den unterschiedlichsten Wäldern abgesucht und musste leider feststellen - Es gibt keine Pfifferlinge dieses Jahr!
    Gestern habe ich in einem Fichtenwald, in dem ich die letzten Jahre immer gut gefunden habe an genau den gleiche Fundstellen jede Menge Pfifferlinge gefunden - aber leider Falsche. Unmengen davon wachsen zur Zeit in diesem Gebiet.
    Ich denke, es liegt an der Trockenheit im Frühsommer und Sommer hier bei uns in der Rhoen und im Umland.


    Mich würde mal interessieren, wie es in anderen Regionen aussieht.

  • Hallo,


    sicher wird dieses Jahr in den extrem trockenen Gebieten kein Pfifferlingsjahr mehr.


    Falls es aber nun endlich mal gescheit regnen und nicht nur tröpfeln sollte, kommen die noch mal in einer kleinen Welle im Oktober.


    LG


    PilzHex`

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  • Hallo
    Wir finden unsere Pfifferlinge in einem jungen Eichenwäldchen mit Moosboden
    Dort hält sich die Feuchtigkeit sehr gut
    lg Sputnik

    Steht ein Pils allein im Wald.Kommt ein Hase und trinkt es aus.


    genau wie man keine Garantie geben kann, wem welches Pils schmeckt, geb ich auch keine Garantie welcher Pilz eßbar ist :rolleyes:

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