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Alte Porlinge bestimmen

  • Hallo zusammen,

    Porlinge zu bestimmen, erscheint mir auch ziemlich schwierig. Die Baumruinen tragen meist kein Laub, so dass ich die Baumart nicht kenne. Zudem verändern Alter und Feuchtigkeit die Gestalt und die Farben stark. Hier zwei Beispiele, wo ich mit der Bestimmung nicht klar komme. Zudem zwei weiterere Baumpilze, bei denen ich um eure Meinung bitte.

    Danke im Voraus, Toni


    1) Ich hatte vorher noch keinen Baumstamm gesehen, der fast zur Gänze mit Pilzen überwuchert war. Sind die noch bestimmbar oder schon zu alt? Könnten das alte Rötende Trameten sein?


    2) Auch hier kenne ich die Art nicht. Ein Exemplar hatte sogar zwei kleine Stiele. Oder ist das eine triviale Schmetterlingstramete?


    3) Hier dachte ich spontan an einen Schichtpilz oder an eine Schmetterlingstrapete. Aber dann sah ich die gelb-orange Unterseite. Zudem waren da keine Poren sondern Noppen. Rechts unten auf dem ersten Foto ist ein blauer Gallertpilz. Vermutlich Fleischroter Gallertbecher. Falls ja, mir würde der Begriff Fleischroter Gallertfältling besser gefallen

    OffTopic

    . ich sehe nämlich keine Becher.


  • Hallo Pilzscout,


    deine ersten Porlinge halte ich nicht für eine Rötende Tramete, die wächst so nicht. Es könnte sich um einen Erlenschillerporling handeln. Die Nr. 2 ist ein Angebrannter Rauchporling (Bjerkandera adusta), der gern mit der Schmetterlingstramete verwechselt wird, die ist aber auf der Unterseite ganz weiß. Der Porling danach sagt mir im Moment gar nichts. Dein Fleischroter Gallertbecher (Ascocoryne sarcoides), die Bestimmung ist richtig, heißt so, weil der hier sich zu einem Becherling entwickeln kann. Die Form, die du hier siehst, ist die Nebenfruchtform und bei der Hauptfruchtform sieht man dann auch den Becher. Siehe mein Beispiel.


    Viele Grüße


    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock




    Hinweis: Hier im Forum wird es von mir keine Verzehrfreigaben geben, weil eine Bestimmung über Bild immer fehlerhaft sein kann.

  • Guten Abend!


    Der kleine mit den feinen Stacheln ist ein Steccherinum, schwer zu sagen, ob Steccherinum bourdotii oder Steccherinum ochraceum (beides sehr häufige Arten), aber mit den deutlichen Hütchen und recht langen Stacheln Tendenz eher richtung Steccherinum bourdotii (Rundsporiger Resupinatstacheling). Sicherheit schafft da die Sporenform.


    beim ersten finde ich den schon recht typisch für einen Erlenschillerporling (Inonotus radiatus), wie von Veronika vorgeschlagen.



    Lg; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

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