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Frühlingsweichritterling, die Zweite

  • Moin,

    nachdem ich gestern einen Anruf bekam, dass auf einem alten gehäckselten Nadelholzhaufen viele Pilze wachsen, hatte ich mich schon auf Spitzmorcheln gefreut.

    Die üppigen Teile mit Hut und Stiel, die ich als Melanoleuca cognata bezeichnet habe, sind aber auch ein Lichtblick für das beginnende Pilzjahr.

    Irritierend für mich war nur das Substrat, was aber nach der Literatur durchaus gut passen kann.

    Wachsen die andernorts derzeit auch so üppig?






    Beste Grüße aus Mecklenburg

    Jan

  • Hallo Jan,


    schöne Kollektion. Habe ich in meiner Gegend auf Schredder noch nicht gesehen.

    Viele Grüße


    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock




    Hinweis: Hier im Forum wird es von mir keine Verzehrfreigaben geben, weil eine Bestimmung über Bild immer fehlerhaft sein kann.

  • Hallo Jan,


    Weichritterlinge (wahrscheinlich Frühlings) habe ich auch schon auf solchem Substrat zu dieser Jahreszeit gefunden. Ich schaue mal die nächsten Tage ob dort wieder was ist.


    Viele Grüße

    Thomas

    Bestimmungsvorschläge sind immer unter Vorbehalt. Auf keinen Fall sind eine Freigabe zum Verzehr.

  • Salve!


    Die Lamellen sollten aber schon gelb ("cognacfarben") sein, vor allem auch bei jungen Pilzen. Das wäre ja das entscheidende merkmal für diese Art, sonst käme man ja nicht wirklich weiter als bis "Melanoleuca spec." (= irgendeine nicht definierbare Art der Gattung). Zumindest nicht ohne MIkroskopie...



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo, Jan!


    In der Gattung ist sehr viel Stückwerk und sehr viele offene Fragen. Zudem ein katastrophales, taxonomisches Chaos. ich rate dringend dazu, nur einen Schlüssel bzw. eine Monografie zur Bestimmung zu berücksichtigen, und dann beim Ergebnis "Sensu Autor XY" dazuzuschreiben, um das ggf. noch zuordnen zu können. Sofern man denn zu einem schlüsssigen Ergebnis kommt. Eine umfassende, monografische Bearbeitung der Gattung gibt es im Grunde nicht. Man kann sich der Schlüssel in Funga Nordica oder in Gröger (Bestimmungsschlüssel für Röhrlinge und Blätterpilze in Europa) bedienen, aber ich rate dringend, hier ein entweder / oder - System zu berücksichtigen. Optionaal kann man auch die "Mini - Melanoleuca - Monografie" im Tintling von Thomas Münzmay angucken.

    MIkroskopisch interessant wären auf jeden Fall die Zystidenform und Verteilung, natürlich Sporenform. -ornamentierung und -größen, viellelicht noch Inkrustierung der stielbasishyphen.


    Melanoleuca cognata gehört im Grunde schon zu den gut definierten, unstrittigen Arten der Gattung und wäre auch makroskopisch gut bestimmbar - wenn eben die Lamellen irgendwie gelblich sind. Müssen sie wohl nicht immer sein, aber wenn nicht, ist die Unterscheidung zu anderen Arten halt eben massiv erschwert.



    LG, Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo, Jan!


    Naja, wann wäre es auch mal so wirklich einfach gewesen. :wink:

    Aber Melanoleuca ist als Gattung schon besonders undankbar, eben wegen der fehlenden zusammenhängenden Bearbeitung und dem damit verbundenen taxonomischen Chaos.

    Da würde ich selbst Risspilze oder Phlegmacien für besser bearbeitet halten. Aber möglicherweise tut sich da ja was in den kommenden Jahren.



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

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