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letzter Beitrag von Beorn am

Wolliger Scheidling

  • Hallo zusammen,


    ich habe gestern auf unserem etwas kränkelnden Walnußbaum dieses Exemplar gefunden - wie ich vermute ein Wolliger Scheidling.

    Ganz praktisch, er ist sozusagen schon selbst im "Schnittbild" aufgewachsen.

    Ich finde der wollige Hut und die Volva sind schön zu erkennen.

    Wollte ihn heute nochmals fotografieren - da war er aber praktisch weg. Muss irgendein pilznaschendes Ungetüm <X im Baum haben ....


    Anbei ein paar Bilder, hoffe die Bestimmung passt.



    VG JoBi


    Sorry, die Bilder sind leider alle verdreht .....



  • Hallo, Jobi!


    Ist vermutlich auch noch ganz schön groß, dieser Pilz, oder?
    Mit der Hutoberfläche, so am Holz eines noch stehenden Baumes und mit so einer gigantischen Scheide kann's im Grunde nichts anderes sein als von dir vermutet.

    Und man muss da echt schnell sein beim Beobachten: Der "treueste" Standort bei mir in der Nähe ist ein riesiger, liegender (und mittlerweile schon recht zusammengesackter) Pappelstamm, wo man echt glück haben muss. Die Fruchtkörper kommen oft im Sommer bei heiß/trockenem Wetter und sind fast schneller von Schnecken vertilgt, als sie wachsen können. Oft finde ich nur die Ansätze, also die Reste eines noch im Eistadium völlig ausgezuzelten Universalvelums.



    LG, Pablo.

  • Hallo Pablo,


    das schöne ist, ich muss nur 3 Schritte aus der Haustüre raus und stehe vor meinem Pilzbaum. :-)

    So ganz groß war das Exemplar aber eher nicht. Hutdurchmesser geschätzt so 3-4 cm.

    Der Pilz befand sichin luftiger Höhe ca. 3 m.

    Schnecken habe ich da oben noch nie gesehen. War vermutlich irgendwas anderes.

    Schade für unseren Baum - schön für die Pilze. In der kalten Jahreszeit ist der Austernseitling am Werk.

    Wenn gerade keine Pilze offensichtlich sind machen sich zwei Buntspechte an ihm zu schaffen.


    Besten Dank für Eure Antworten!


    VG JoBi

  • Hallo, Jobi!


    4cm sind schon sehr klein für einen Wolligen Scheidling. Voll aufgeschirmte exemplare können Hutdurchmesser von 15 cm oder gar mehr erreichen.

    Ich denke dennoch, bei der Wuchsweise und Hutoberfläche, daß es halt einfach ein uz klein geratener Fruchtkörper dieser Art ist.


    Wenn ein Obstbaum auf diese Weise alt werden und schließlich sterben darf, ist das eine wunderbare Sache, finde ich. Das alte, langsam sterbende Holz bietet Lebensraum für so viele Tier- und Pilzarten. Genau so sollte das sein, und genau das ist von so großer Bedeutung für die Artenvielfalt (und damit natürlich auch für uns).



    LG, Pablo.

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