Beiträge von Beachwolle

    Hallo Carsten Peter,


    ...und zur Pilzbestimmung immer auch den kompletten Stiel erhalten! Auch ein Schnittbild von oben nach unten durch den gesamten Pilz ist immer hilfreich.

    Das was du als Netz auf dem Hut benennst, sind Trockenrisse.

    Willkommen hier im Forum und viel Spaß beim Lernen!:)


    LG Thomas

    Hallo,


    auch hier noch einmal der Hinweis zur Sendung ttt heute um 23.35 Uhr in der ARD zum Thema "Steht Deutschland vor einem Jahrhundert - Waldsterben"! Gast dort wird u.a. der bekannte Waldforscher, Förster und Bestsellerautor Peter Wohlleben sein.

    Die Bilder die dort gezeigt werden, sind quasi Kopien von den hier gezeigten!


    LG Thomas

    Hallo Willi,


    "Ich denke wenn ein Baum Probleme durch Trockenheit und Hitze bekommt, sieht man das an den Blättern oder Nadeln. Laubbäume verlieren Blätter oder rollen sie ein. Nadelbäume wie die Fichte überstehen solche Trockenheit sehr schlecht. Da werden die Nadeln braun und fallen ab. Auf den Fotos sind die Bäume noch grün belaubt. Nicht alle, dass ist richtig. "

    ganz so einfach wie du das hier schilderst, oder haben wollen würdest?, ist das leider nicht!

    Daher versuche ich mal als, ehemaliger, Biologe, eine etwas wissenschaftlichere Erklärung zu schreiben:

    Dieses Schadbild, hier an Fichten, nennt man Trockenrisse. Wie der Name eigentlich schon alles sagt, Ursache ist extreme Trockenheit! Ein solcher Zustand, da im Stamm eines jeden Baumes eine sogenannte Transpirationsreserve in Form von gespeichertem Wasser vorhanden ist, welches von den äusseren Leitungsbahnen trotzdem noch zu einem gewissen Teil transportieren werden kann, ist daher nicht sofort an Blättern, Nadeln etc. zu erkennen. Das heisst, physiologische Schäden werden unter Umständen erst nach Jahren sichtbar! So wird zum Beispiel auch gewährleistet, daß ebend bestimmte Baumarten auch noch mal zum "letzten Schlag" zur Erhaltung der Art ausholen und Unmengen von Fruchtkörpern und damit Samen produzieren können. In der Biologie und der Forstwirtschaft nennt man das Mastjahr!

    Zwangsläufig jedoch führt ein solcher Zustand zu sogenannten Wurzelabrissen! Das hat was mit veränderten Wasserdruckverhältnissen in den Zellen und dem damit verbundenen Verschluss von Transportleitungen zu tun.

    Das jedoch bedeutet nicht nur den Verlust von Organen zur weiteren Wasser- und Nährstoffaufnahme und Eintrittspforte für Pilze und Schädlinge, nein, es ist vor allem der schleichende Verlust von Bodenverankerungspunkten!

    Daher kippen die Bäume jetzt reihenweise um, auch wenn sie teilweise noch recht gesund aussehen!

    Und ebend ein solcher Vorgang fand genau NICHT bei dem von dir erwähnten 80er Jahre Waldsterben statt! Ursache war damals nämlich auch nicht Wassermangel sondern saurer Regen. Dieser jedoch führt in erster Linie zur erhöhten Aufnahme von Schwermetall- und Aluminiumionen! Die daraus resultierenden Schädigungen wirken sich direkt und vorrangig auf die Blatt- und Nadelkronen aus, diese werden in der Folge abgeworfen und die Bäume können schlimmstenfalls absterben! Die nicht oder kaum betroffenen Wurzeln halten die Leichen daher zum Teil heute noch im Erdreich zum mahnenden Gedenken fest.

    Das eine hat also ÜBERHAUPT NICHTS mit dem anderen zu tun, ist somit auch nicht annähernd vergleichbar!!!


    Abschließend, was politische Aussagen anbelangt, denke ich: Gerade wir, als Pilzfreunde und damit auch direkt vom Wald und seinem Vergehen abhängig seiende, sollten doch wohl schon auch so mündig und interessiert sein, Ross und Reiter direkt zu bennen! Auch wenn es scheinbar erst einmal nicht viel bringen mag, aber auch Aufklärung, siehe hier, kann ein erster Schritt in eine richtige Richtung sein! Alles andere wäre, zumindest nach meiner Lebensphilosophie, zudem scheinheilig und opportunistisch!



    LG Thomas

    Hallo Thomas,


    ich kann mich dazu nur widerholen: Kein Wind, auch kein regionales Ereignis! Ein solches müsste bei der Größe der betroffenen Flächen auch eher ein landesweites sein.

    Forstbesitzer, Waldarbeiter und Behördenmitarbeiter haben mir bestätigt, dass diese Bäume der Trockenheit wegen absterben! Daß dann in der Regel eine gewisse Windeinwirkung das "Umkippen" beschleunigt, steht natürlich ausser Frage.

    Zudem "...mit Wurzeln herausgerissen..." . Welche Wurzeln?!:wink:

    Nur zur Info: Wer mal fast identische Bilder aus anderen Teilen unseres Landes sehen möchte, sollte heute (leider oder bewusst erst) um 23.35 Uhr ARD anschalten! Bei ttt werden nämlich heute solche gezeigt! Gast: u.a. der Förster und Bestsellerautor Peter Wohlleben.


    LG Thomas

    Hallo Pilzn,


    wenn es niemanden zu interessieren hat, warum fragst du dann überhaupt nach?!:wink:

    Erwartest du z.B. auch von deiner KfZ-Werkstatt, dass sie dir NICHT sagen, das Auto besser stehen zu lassen weil die Bremsen nicht mehr funktionieren? Oder verbietest du auch deinem Arzt, dir entsprechende Verhaltensmaßnahmen zu empfehlen, nachdem er etwas festgestellt hatte? Und das nur gekränkter Eitelkeiten wegen oder dem Gefühl, bevormundet zu werden?

    Da dir ja anscheinend gewisse Grundkenntnisse Pilze betreffend komplett fehlen, solltest du vielleicht auch die Ratschläge der Leute, die solche Kenntnisse besitzen, einfach nur akzeptieren! Wenn du dich nämlich auch nur ansatzweise mit dieser Thematik, über Psilos hinaus, befassen würdest, könntest du eventuell auch erkennen, wie kompliziert, gefährlich und damit auch verantwortungsvoll der Umgang mit Pilzen ist. Und vor allem: Alles andere als lächerlich!:wink:


    LG Thomas

    Hallo Willi,


    ... "Was soll das sonst gewesen sein wenn kein Sturm..."

    Eigentlich hatte ich bereits mehr als deutlich versucht zu erklären, daß kein Sturm damit zu tun hat! Die Bäume sind vertrocknet, die Wurzeln abgestorben und einfach nur tot umgekippt! Vielleicht einfach auch im Teil 2 nachlesen!

    Unsere Wälder sterben! Teil2


    Trump, als einer der grössten Umweltverbrecher dieser Zeit, ist zwar tatsächlich erst seit drei Jahren in Amt. Aber als Präsident des wichtigsten Landes der Welt einfach bestehende nationale Umweltschutzbestimmungen abzuschaffen (über 80 Stück!), internationale Verträge zum Klimaschutz aufzukündigen, Regenwälder in gigantischen Grössenordnungen abholzen lassende "gleichgesinnte" Spinner wie Boltonaro zu fördern und zu bekräftigen, die eigenen Regenwälder in Alaska zur Abholzung oder ewig bestehende Naturschutzgebiete und Nationalreservate zur verstärkten wirtschaftlichen Nutzung freizugeben und damit zu vernichten, gigantische und heftig umstrittene Ölpipelines durch Indianergebiete bauen zu lassen, Öl- und Gasbohrungen in den nördlichsten Schutzgebieten der Arktis anzuordnen oder allein in Kalifornien ca. 400.000 ha Land für Fracking freizugeben und und und... Alles ausschließlich aus wirtschaftlichen Interessen und Erhalt der Macht, indem dem dummen US-Wähler wirtschaftlicher Aufschwung und damit Wohlstand vorgegaukelt wird!

    Natürlich ist ein Trump nicht an allem Schuld, aber er ist als Gallionsfigur momentan "die unrühmliche Spitze des Eisbergs" und beschleunigt diese katastrophale globale Talfahrt massiv! Allgemein Menschen wie er sind es, die diesen Planeten vernichten! Und das nicht erst seit drei Jahren!

    Und ja, auch wir kleinen Verbraucher, jeder auf seine Weise, tragen einen Teil der Schuld. Aber, wer hat die Menschheit denn dahingehend "erzogen" bzw. ermutigt sie quasi sekündlich und werbeinvasiv, permanent zu konsumieren?! Wer gaukelt den Menschen denn von Geburt an vor, Wohlstand, Bequemlichkeit, Luxus etc. seien die höchsten Lebensziele?!

    Es gibt nur eine Antwort: Das System! Und dieses System wird bestimmt vom Kapital, und dazu gehört auch ein Herr Trump!

    (Seine Anhänger und Wähler nenne ich übrigens nicht umsonst Trampel!)


    LG Thomas

    Sorry, aber genau darin besteht der unfassbare Irrsinn solcher Anfragen! Dein Fund sieht deinem Wunschpilz nicht einmal in Ansätzen ähnlich! Ausser natürlich daß er auch einen Stiel und einen Hut mit Lamellen besitzt. Wenn dir die Experten hier eventuell erklären würden, was du möglicherweise tatsächlich in der Hand hältst, würdest du nie wieder einen Pilz zum konsumieren, gleich in welcher Form, selbst sammeln!


    LG Thomas

    Hallo Patrick,


    bevor deine Anfrage höchstwahrscheinlich wieder gelöscht wird:

    Leider muss ich dich enttäuschen:

    Das ist definitiv kein Psilocybe mexicana!

    Vorkommen, wie der Name schon andeutet, Südamerikanisches Hochland über 1200 Meter!

    Leider kein Kick damit möglich!:wink:


    LG Thomas

    Hallo Bruno,


    herzlich willkommen hier im Forum und viele Grüße in die alte Heimat/Prignitz!

    Ich denke schon, dass dein Fund ein Schwefelporling ist.

    Hier wirst du allerdings von keinem Fori eine Verzehrfreigabe erhalten, da Bestimmungen nach Fotos immer nur unvollständig sein können.

    Aber, wenn wir schon mal beim Schwefelporling sind, ich liebe diesen Pilz (Chicken of the woods) in Topf und Pfanne.:wink:


    LG Thomas

    Hallo Berni,


    bei jedem anderen Thema hätte ich in etwa so was in der Richtung " ...schön, dass das nicht nur mir allein so geht... " geschrieben, hier jetzt wäre ein solches eher sehr makaber.

    Ganz im Gegenteil, es macht mich noch trauriger, lesen zu müssen, daß es andernorts mit der Natur nicht viel besser ausschaut als bei mir.

    Auf Grund der rasanten Talfahrt in den letzten zwei, drei Jahren, bin ich mittlerweile, entgegen früheren Ansichten, sogar der Meinung, daß nicht erst meine Enkel das "Ende" erleben werden!

    Es gibt, leider auch entgegen deiner Hoffnung auf Selbstheilung der Natur bzw. das Verwinden der menschlichen Existenz, einen Witz der eigentlich alles dazu aussagt:

    Treffen sich im Weltall zwei Planeten. Sagt der eine zum anderen: "Alter, was ist dir denn geschehen, du siehst ja mal so richtig erschreckend Schei... aus! Was ist passiert!"

    Antwort: "Hör bloß auf, mich hat's richtig schlimm erwischt! Habe mir Homo Sapiens eingefangen..."


    LG Thomas

    Hallo Grubi,


    immer schön, von einem Chaganutzer zu hören!:thumbup:

    Was die Einfuhr nach Deutschland anbelangt, kann ich nicht viel sagen, vielleicht solltest du dir zur Sicherheit selbst ein Päckchen schicken, aber bezüglich der Ausfuhr aus einigen Ländern weiß ich etwas. Chaga aus Kanada herausholen kann ein richtiges Problem werden! Glücklicherweise haben nämlich viele Staaten mittlerweile begriffen, welchen unbezahlbaren, vor allem gesundheitlichen, Wert diese Pilzvorkommen darstellen. Russland hat z.B. schon vor Jahren ein rigoroses Exportverbot für Chaga in egal welcher Form verhängt. Jegliches Angebot im Internet von wegen "echter sibirischer Chaga" ist entweder illegal oder aber, mehrheitlich, kompletter Schwindel!

    Auch Kanada hat bereits erste Ausfuhr-Regelungen bezüglich des Rohchaga erlassen. Also Vorsicht und besser vorher informieren, der Zoll dort ist nämlich echt "heftig"!

    Vorsicht auch in Finnland, man braucht dort immer eine "Sammelgenehmigung" vom Besitzer des jeweiligen Waldes.

    Aber warum durch die Welt, zumindest dafür, reisen? Den besten, aus medizinischer Sicht, Chaga gibt es doch direkt vor der Haustür bei uns in Deutschland!


    LG Thomas

    Am grausamsten finde ich diese Ignoranz gegenüber dieser, ja nun wirklich für jeden Menschen mit auch nur einem Mü Hirn erkennbaren, dramatischen globalen Katastrophe oder gar die Negierung dessen! Wenn ich an diese VERBRECHER an der Menschheit wie Trump, Boltonaro, Duda (in Polen) usw. oder an diese Unmenge von Dummen, wie meinen Vermieter (verleugnet komplett jegliche Klimaveränderungen - "...früher war es schließlich auch schon so warm und trocken, z.B. 1903!" ) denke, wird mir einfach nur schlecht!

    Und daher kann ich wieder einmal nur Bertolt Brecht zitieren: " Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf.

    Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein VERBRECHER! " !!!

    Hallo,


    ...nachdem ich diese dramatischen und schrecklichen Bilder gemacht hatte, musste ich mich erst einmal für eine halbe Stunde hinsetzen um das Gesehene irgendwie zu verarbeiten!

    Nach einer weiteren Stunde hatte ich mich dann auch durch die etwa 100 Meter dieses "Wanderweges" und über, unter und durch etwa 50, 60 gefallene Baumriesen gekämpft. Ich bin zwar Baumkletterer und als Erlebnispädagoge genau die urwüchsigste Natur gewohnt, einen solchen Parkour habe ich jedoch noch nie erlebt.

    Mit den grauenhaften Bildern ging es aber weiter und ich hätte hier problemlos noch 100e andere Bilder von jedem einzelnen Meter des weiteren Weges einstellen können, aber ich möchte euch lieber, im wahrsten Sinne, die Wurzeln des Übels zeigen.

    Als der Wald etwas "lichter", welch Hohn, wurde, konnte ich mich etwas intensiver mit einzelnen Baum-Leichen befassen.

    Dieser Katastrophe hier fallen sowohl Tief-(z.B. Fichten und Eichen) als auch sämtliche Flachwurzler zum Opfer. Und diese Flachwurzler habe ich mir dann auch etwas genauer angesehen.

    Teilweise ragen diese riesigen Wurzelteller uralter Bäume nun bis zu 4-5 Metern in die Höhe, ein mehr als makaberes Bild:


    Und wenn man sich diese Wurzeln einmal genau anschaut...

    ... wie ihr seht, eigentlich sieht man NICHTS!

    Diese Bäume konnten durch ihr Wurzelwerk eindeutig nicht mehr ausreichend versorgt werden! Auf Grund der katastrophalen Dürre und des stark gesunkenen Grundwasserstandes müssen diese uralten und ganz sicher in vielen, vielen Jahrzehnten bereits unendlich Vieles überstanden habende Lebewesen jetzt zwangsläufig sterben!

    In den letzten Jahren konnten sie sich gerade noch "auf den Beinen" halten, jetzt geht NICHTS mehr!

    Statt "auf den Beinen halten" wollte ich erst gewohnheitsmäßig "über Wasser halten" schreiben. Aber im wahrsten Sinne des Wortes halten sich viele Bäume ja nur noch "überm" Wasser auf. Für viele Menschen nicht wirklich sichtbar, da für Laien auch schwer zu erkennen, dieser Prozess des flächendeckenden Baumsterbens, des Vertrocknens ist ein schon längerer!

    Das erklärte mir gestern ein Waldbesitzer, dem ich das Erlebte schilderte. Er selbst hatte der Trockenheit wegen in den letzten zwei Jahren bei Buchen-Neuanpflanzungen über 50% und damit hohe fünfstellige Verluste. Bereits im vergangenen Jahr musste er mehrere komplette großflächige Kahlschläge, oder besser Notrodungen, vornehmen. Und das, für mich bis gestern auch völlig unverständlich, da besagte Wälder gesund aussahen.

    Sieht man sich jedoch die Schnitte dieser gefällten Bäume an, erkennt man das Desaster genau:

    Von außen nicht sichtbar, die Bäume vertrocknen und zersetzen sich von innen!

    Dieser Waldbesitzer schilderte mir fachmännisch ziemlich genau, was tatsächlich in unseren Wäldern los ist. Z.B. meinte er auch, beim Blick auf mein Basecap, dass es definitiv sicherer und sinnvoller wäre, im Wald auch als Pilzsucher einen Helm zu tragen.

    Später dann wurde mir auch bewusst, warum. Der leiseste Windhauch genügte, und permanentes Knacken, Knallen und Poltern ging durch den Wald. Nicht nur das ganze Bäume, wie aus dem Nichts, plötzlich umfallen, die stehen ja quasi nur noch von ein paar "Fäden" gehalten auf dem Boden, vor allem der Trockenbruch riesiger Äste bedeutet permanente Gefahrensituationen für den Menschen!


    Alles in allem: Ich bin momentan auf Grund des Erlebten völlig von der Rolle, trotzdem unendlich wütend, vor allem aber fühle ich mich so unfassbar ohnmächtig und hilflos!

    Vielleicht, auch wenn man das selbst gesehen und erlebt haben muss, konnte ich euch trotzdem ein wenig von dieser Katastrophe vermitteln und zumindest etwas zum Nachdenken anregen.

    Passiert nicht schnellstens und rigoros etwas auf und mit diesem Planeten,

    ist das bereits der Abgesang auf den selbigen. Und an die, scheinbaren, Paradise werden bald nur noch Bilder erinnern!



    LG Thomas

    Hallo,


    hier nun der angekündigte Bericht meiner, mich sehr schockiert und traurig hinterlassen habenden, vorgestrigen Waldwanderung.

    Gleich vorab noch dazu:

    Die sicher verstörenden Bilder sind alle in einem sehr kurzen Umfeld von wenigen 100 Metern gemacht worden! Sie sind nur eine kleiner Ausdruck eines jedoch überall sichtbaren Gesamtbildes! Und Nein, wir hatten hier keinen Sturm, Windhosen oder ähnliches! Alle bebilderten "Ereignisse" sind erst in den letzten etwa drei Wochen passiert ( weil ich vorher das letzte mal dort war)!


    Vorgestern, angefixt durch die Unmengen von tollen Fundmeldungen hier im Forum, plante ich eine Ganztagstour in ein herrliches Naturschutzgebiet, hauptsächlich Nadel- aber auch stellenweise uralter Eichen-Buchen-Kiefern-Fichten-andere-Misch-Wald, bekannt als 1A Pilzregion.

    Ernüchterndes Pilzfazit: Nach ACHT!!! Stunden und etwa 30 Kilometern querbeet kein einziger Pilz! Nichts, Null, Niente! Nicht einmal irgendein Baumpilz (einzige Ausnahme war später am Ende, in einem eigentlich schon anderen Waldgebiet, der schon beschriebene Chaga an umgestürzter Birke)!

    So viel Nichts habe ich in meinem ganzen Pilzleben noch nie erlebt!

    Viel, viel schlimmer jedoch: Hunderte!!! umgestürzter Bäume! Egal welche Arten, egal wie alt, egal wie mächtig: Sie kippen alle hier seit kurzem reihenweise einfach um. Und nochmals, ohne direkte Einwirkung von Stürmen o.ä..

    Das besuchte Gebiet befindet sich an einem meiner kleinen versteckten Lieblingsseen, dem Samoter See. Mit 31 ha, zumindest einstmals, eigentlich gar nicht so klein. Auf Grund der extremen Trockenheit ist der Wasserstand seit einem Jahr jedoch auch hier um mindestens einen Meter gefallen, der Grundwasserspiegel auch.

    Hier ein älteres Bild von 2016:


    Auf Grund des extrem gefallenen Wasserspiegels findet man ringsherum überall noch die Zeichen ehemaligen Lebens. "Friedhof der Kuschel-, äh Muscheltiere":


    Die umliegenden Wälder sind bereits in dieser Form erstmals auf einer alten Landkarte von 1740 erwähnt. Und einige vereinzelte Bäume sind auch noch aus dieser Zeit. Nahezu 300 Jahre lang konnte ihnen nichts etwas anhaben, jetzt jedoch sterben sie innerhalb kürzester Zeit "wie die Fliegen"!

    Die folgenden Bilder sind auf nur etwa 30!!! Metern des, jetzt wohl eher ehemaligen, Rund-Wanderwegs um diesen See entstanden und keine einzige Doppelaufnahme!:



    Allein schon diese "paar Meter" zeigen, wie katastrophal der Zustand dieses Waldes ist! Und nochmals: Das sind keine direkten Sturmschäden!

    Aber, die Eindrücke wurden noch heftiger. Keine 50 Meter weiter führt/führte eine recht lange Brücke über eine kleine versumpfte Verbindung zwischen diesem See und seinem Nachbarn, dem Rohrsee. Diesen gibt es als See seit diesem Jahr aber eigentlich nicht mehr. Was ich hier vorfand, haute mir dann jedoch so richtig die Beine weg:


    ... to be continued!

    Hallo,


    auch wenn der Anlass oder besser das Ergebnis meiner heutigen "Wald"wanderung eher erschreckend und erschütternd war, ich werde morgen einen, leider jedoch, Horrorbeitrag zum aktuellen unglaublichen Waldsterben einstellen, gab es einen einzigen kleinen Lichtblick.

    Ich hatte vor zwei Jahren hier schon einmal einen Beitrag geschrieben über den Chaga in Finnland, den Zusammenhang mit Spechthöhlen und die daraus entstandene Bezeichnung dieses Pilzes als Tikka(finisch: Specht)-Pilz.

    Pakurikääpä oder der Chaga und der Specht


    Heute fand ich den Chaga nun genauso wieder, quasi ein Double vom damaligen Fund (nur halt um 90 Grad gedreht).

    Bei den HUNDERTEN!!! von kranken, toten, vertrockneten und geschädigten Bäumen die gerade hier überall einfach nicht mehr können und umfallen, unfassbar, sind auch viele Birken.


    Diese Birke mit dem Chaga hier wäre für jeden "Anfänger" einfach nur ein Traum, er lief einem ja quasi "direkt über den Weg" oder, entschuldigt meinen Zynismus, "man kommt ja gar nicht an ihm vorbei":


    Rechter Hand befindet sich die Wurzel, also ist auch dieser Chaga, wie damals, wieder einmal das "Vordach vom Specht".

    Und, das kann doch nun wirklich kein Zufall mehr sein!

    Da diese Birke erst vor wenigen Tagen umstürzte, ist dieser Chaga auch noch total frisch und völlig ok.


    Entgegen meinem Grundprinzip, immer mindestens 1 Drittel des Fruchtkörpers am Baum zu belassen damit er weiter wachsen kann, habe ich diesen jedoch komplett entnommen. Er würde eh niemals mehr erwachsen werden.

    Schön zu sehen daher, wie tief dieser Pilz in der Birke lebte, bis weit in die Spechthöhle hinein.


    LG Thomas