Beiträge von ReikeT

    Abnd


    Ich danke Euch beiden sehr, dass Ihr Eure Gedanken mit mir/uns teilt.


    Alex, so stelle ich mir das auch vor. Ich wusste noch nicht, dass ein Myzel anfangs einkernig ist und auf ein Myzel der selben Art stoßen muss für die Vereinigung zu zweikernigem Myzel. Da habe ich war gelernt.


    Pablo, die Vorstellung, dass einerseits Myzel wie bereits einkerniges Mykorrhiza-Myzel und auch Baumwurzeln andererseits proaktiv auf gut Glück Enzymbotschaften in die Umgebung senden und so ein Aufeinanderzuwachsen ermöglichen, ist sehr spannend.


    Ich hab neulich in einem Vortrag gehört, dass rund ein Drittel der Photosyntheseprodukte in Buchenwäldern an Pilze verdealt wird. Die stofflichen Austauschprozesse im Wald feier ich. Ein kleines bisschen Forschung gibt's ja dazu durchaus, auch wenn es sicher noch irre viel zu lernen gibt. Wie Du sagst, Alex, oftmals ist der Versuchsaufbau sicher schwer zu händeln.


    Viele Grüße

    Reike

    Hi Shila


    Insbesondere Samtfußrüblinge haben eine gewisse Frostresistenz. Sie können mE sogar mehrmals einfrieren und weiterwachsen. Leider können Fröste im Einzelfall auch Schäden an den Fruchtkörpern verursachen, die wiederum eine Zersetzung auslösen, die wiederum eine Lebensmittel-vergiftung verursachen kann.


    Ob eine solche Schädigung vorliegt, kann man dem Pilz besonders schlecht ansehen, wenn er gerade gefroren ist. Am besten sieht man es, wenn der letzte Frost 2, 3 Tage her ist. Das ist am Mikrostandort aber nicht immer leicht zu beurteilen, insbesondere nicht bei allgemeinen Temperaturlagen knapp über Null, und selbst wenn, auch dann nicht immer 100 pro sicher.


    Wie Weisheit schreibt, Erfahrung hilft hier sehr.


    Viele Grüße

    Reike

    Hallo Pilzfreunde


    Ich frage mich zunehmend, woher einer Spore eigentlich weiß, dass sie richtig ist.


    Wenn Sporen ihren Heimat-Fruchtkörper verlassen, begeben sie sich auf eine Reise. Die kann kurz oder lang sein. Im Wasser enden, auf Tierfell, auf Blättern, auf Stein, in Atmungswegen von Säugertieren, auf der Erde, auf Holz etc.


    Daraus ergeben sich für mich 2 Fragen:


    1. Woher weiß eine Spore, dass sie beginnen soll, zu keimen (vielleicht nicht der korrekte Begriff)? Oder beginnt sie ihren Versuch nach Anheftung und Keimung schon sofort in den Moment, in dem sie losfliegt?


    2. Wie erkennt eine Spore in ihrem Versuch zu "keimen", dass sie dies auf einer geeigneten Unterlage tut (richtige Wirtsbaumart, richtige Bodenverhältnisse, etc.)?


    Ich versuche, mir das vorzustellen, komme aber nicht weiter und Google hat mir bisher auch noch nicht die Augen geöffnet. Vielleicht sind diese Fragen zu speziell, oder noch nicht erforscht?


    Ich stelle mir bspw. Mykorrhiza-Pilze vor. Da landet eine Spore auf dem Boden, keimt, wächst, bildet einen Myzel Teppich, kommt mit Wurzeln von Bäumen in Berührung, und dann.. dann muss es ja irgendwie passieren. Ich weiß, da gibt es verschiedene Wege der Anheftung.. einige Pilze bleiben an der Oberfläche der Wurzeln, andere dringen ein etc. Aber woran erkennt der Pilz, dass er an der richtigen Adresse geklopft hat? Passiert da auf Enzymebene ein Kompatibilitätstest? Irgendwie muss ja gegenseitig der Artenname gescheckt werden, wenn ihr wisst, was ich meine.


    Ich freue mich, wenn ihr mir hierzu Input geben könnt. Danke vorab.


    Reike


    PS: in dem Zusammenhang möchte ich Euch noch auf einen schönen anderen Thread zum Thema Sporenflug aufmerksamen machen Video vom Sporenflug bei Nacht

    Mein größtes Highlight war natürlich die bestandene PSV-Prüfung.

    He Matthias

    Hab gar nicht mitgeschnitten gehabt, dass Du dieses Jahr die PSV Prüfung abgelegt hast. Herzlichen Glückwunsch nachträglich!

    Danke auch fürs Zeigen Deiner Highlights. Auf 2 und 5 wäre ich auch scharf.

    Viele Grüße

    Reike

    wenn ich mir das Bild so anschaue


    bi-po-r4.jpg


    Dann kann ich mir sehr gut vorstellen, dass die Erntestelle eines Birkenporlings genau so aussieht.


    Das, was da auf den Bildern zu sehen ist, könnte also die Ausstülpung des Kambium und/oder der Bastschicht der Birke sein, die beim sukzessiven Rausbrechen des Pilzfruchtkörpers von Fomitopsis betulina schließlich verholzt und dann übrig bleibt. Vielleicht aber auch ein Strukturüberrest des Pilzes selbst, denke aber ersteres

    Birkenrinde macht zumindest noch besseren Zunder als Kien von Kiefer (das schwer entflammbar ist aber länger brennt) oder das Equivalent von Fichte.

    Gibt natürlich auch dunkle Stellen an einer Birke, nicht nur weiße. Aber die dunklen Stellen taugen nicht als Zunder.

    Wenn es denn Birke ist, ist immer noch die Frage offen, was das sein kann. Es sieht halt richtig verholzt aus. Und auch strukturell verbunden. Also ist es etwas, was unter der Rinde wuchs, und von dort hervor brach. Das kann dann schon etwas pilziges sein. Oder es war etwas simples wie ein Ast-Auswuchs.. der zugehörige Ast ist abgebrochen und die verholzte Stelle um das Auge herum verwittert später.

    Grüße, Reike

    Ui, schwierig


    Also, der Baum könnte von der Rinde her Tanne, Fichte oder Douglasie sein. Da die eine oder andere Fichten Nadel zu sehen ist, tippe ich auf Fichte. Und bin damit bei Emil.


    Teuerlinge würde ich ausschließen.


    Die Teile sehen aus wie aufgeplatzt. Die Außenseite ist anders strukturiert und anders verwittert als die Innenseite, was mich vermuten lässt, dass wir hier ein ehemals kugeliges Gebilde sehen. Ich habe so etwas noch nie gesehen.


    Möglicherweise könnten das ausgesporte, uralte Reste vom Birnenstäubling sein?


    Viele Grüße

    Reike

    Hallo TA


    Wenn du aus diesem, oder aus einem anderen Forum Rettung erhoffst, nachdem Du unsicher bestimmte Pilze verzehrt und weitere davon trotz allem verzehrfähig eingefroren hältst, stimmt etwas mit Deiner grundsätzlichen Herangehensweise nicht. Da kann ich Dir nicht helfen.


    Daran ändert auch der Umstand nichts, dass ich auf dem ersten Bild eine geriefte Manchette sehe, welche der Pantherpilz niemals hat.


    Bitte glaube auch niemandem, der behauptet, bestimmte für Deutschland typische Pilze kämen in Deiner Region ganz sicher nicht vor. Der Pantherpilz ist nicht sehr wählerisch mit den Landstrichen, in denen er sich wohl fühlt.


    Beste Grüße

    Reike

    He Pablo

    Mhhh. Ich finde gerade bei Bild 5 unterstützt die kurzborstige Außenseite ebenfalls die Vermutung Treuschling. 3 und 4 ist schon deutlich weiter weg und das sind auch die Bilder, die mich haben zweifeln lassen.

    Ich hätte schon richtig Bock, die Fruchtkörper Mal in jung zu sehen. Schade, dass das nicht geht. Das würde mich wirklich interessieren.

    Liebe Grüße alle

    Reike

    He Boris

    Dein Stamm geht echt ab

    Glückwunsch auch zum neuen Handy, schöne Bilder. Aber teilweise sich noch etwas unscharf, oder? Die Farben sind aber sehr schön wieder gegeben.

    Lieben Gruß

    Reike

    Hallo Rigo

    Danke für die aufklärenden Infos.

    Ich hab mir die Bilder nochmal angeschaut. Eigentlich hätte ich das erkennen müssen, dass die vor Ort Fotos ausschließlich Unterseiten zeigen, hab ich aber nicht. Denn brauch ich mich auch nicht wundern, dass ich bestimmte Oberflächen Merkmale nicht finde :)

    Viele Grüße

    Reike

    He Pablo

    An Schichtpilz haben ich zuerst auch gedacht. Aber die steilen Wände der Trichterformen ohne dass das jetzt auch Mal längere offene wellige Kanten zu sehen wären, hat mich dann doch eher zu Teuerlingen tendieren lassen. Ich denke da in Richtung Cyathus striatus. Hier mal run Fundfoto aus dem späten Frühling diesen Jahres:



    Die stachelhaarige äußere Textur, die inneren längs Furchen und quer Farbringe, mit etwas Fantasie auch die zentral liegende, glänzende verlaufende Masse... Ich könnte mir schon vorstellen, dass es Teuerlinge sind. Meinst Du nicht?

    Lieben Grüße

    Reike


    PS: Christine, ärgern brauchst Du Dich nicht, egal was es war. Zumal dies Chance gar nicht schlecht ist, das dort nächstes Jahr wieder Fruchtkörper austreiben.