Beiträge von ibex

    Hallo Sanny

    Kein Problem. Vielleicht noch als Ergänzung: Bei den Pilzen oben sehen einige (vor allem der rechts) nicht mehr frisch aus und eignen sich daher nicht mehr für Speisezwecke. Unter anderem, da auch die Frische nach Bildern oft nur schwer beurteilt werden kann, gibt es hier im Forum auch keine Verzehrsfreigaben.

    LG

    Benjamin

    Hallo Bernhard

    Das irritiert mich jetzt aber, ich kenne eigentlich die Kiefern nur als zweinadelig. Und nicht nur bei uns hier im Rhein Neckar Kreis. Bin allerdings auch kein Baumspezialist.

    Es gibt neben den zweinadeligen Kiefern auch noch die fünfnadeligen Kiefern, von denen die häufigste zumindest in meiner Region die Arve oder auch Zirbelkiefer bzw. kurz Zirbe ist. Wenn in Pilzbüchern aber von Kiefern die Rede ist, werden meistens die zweinadeligen, "normalen" Kiefern gemeint. Bei der Arve (Zirbe) wachsen auch einige Pilze (z.B. Elfenbeinröhrling, Zirbenröhrling, Beringter Zirbenröhrling), die ich bei mir öfters finde, weil es hier viele dieser Bäume gibt. Bei diesen fünfnadeligen Kiefern wirst du aber z.B. nie einen Körnchenröhrling oder Butterpilz finden, da diese die zweinadeligen benötigen.

    LG

    Benjamin

    Hallo nochmal

    Ich bin noch Anfängerin 😉 habe sie rausgedreht, also mit Stielbasis. Diese aber im Wald abgeschnitten (sehr schmutzig) und direkt dort gelassen. Mir hat ein Pilzsammler gesagt das würde man so machen 🤷

    Wusste aber nicht dass man auch diese zur Bestimmung heranzieht...

    Das kommt immer drauf an, was man mit den Pilzen machen möchte. Wenn man diese schon im Wald bestimmt hat, sicher kennt und nur noch für Speisezwecke sammelt, kann man das so machen, wie der Pilzsammler gesagt hat. Wenn man den Pilz aber nicht genau kennt, diesen bestimmen möchte oder vielleicht einem PSV (Pilzsachverständigen) vorlegen möchte, sollte man jeden Pilz unbedingt immer mit der Stielbasis entnehmen. Gerade bei Wulstlingen ist das sehr wichtig, da die Knolle viele bestimmungsrelevante Details enthält. Wenn die Stielbasis sehr schmutzig ist, kannst du diese mit einem Pinsel etwas vom gröbsten Schmutz befreien.

    ich erlaube mir mal diesen Beitrag zu nutzen, da ich glaube genau den gleichen Pilz gefunden zu haben :hmmm: Darf ich fragen ob das Ziegenlippe ist?

    Ja, das sieht für mich auch nach der Ziegenlippe aus. Typisch ist auch diese rosabräunliche Färbung im Stielfleisch zur Stielbasis hin.

    LG

    Benjamin

    Hallo Bibi

    Bei Filzröhrlingen ist es immer wichtig ein Schnittbild zu machen. Zudem sollten die Pilze immer komplett mit der Stielbasis entnommen werden. Dennoch denke ich, dass du mit deiner Vermutung zur Ziegenlippe - Xerocomus subtomentosus wahrscheinlich richtig liegst. Dort können die Poren auf Druck auch mal etwas blauen. Sehr ähnlich wäre auch noch der Braune Filzröhrling. Im Unterschied zur Ziegenlippe ist dessen Fleisch fast komplett weiss und das Basalmyzel gelb. Da dir aber die Stielbasis fehlt, kannst du das mit dem Basalmyzel nicht überprüfen.

    LG

    Benjamin

    Hallo Rooki

    Ich glaub den muss ich mir nochmal genauer anschauen als Pilzportrait und morgen nochmal los, da stand alles voll mit denen.

    Wirf dabei auch mal einen genaueren Blick auf die Lamellen, denn die gezähnten Lamellenschneiden sind, zusammen mit den anderen, ein weiteres gutes Merkmal. Die Pilze sind meiner Meinung nach sehr lecker, leider oft madig. Natürlich solltest du sie nur für Speisezwecke verwenden, wenn du dir bei der Bestimmung ganz sicher bist oder sie vorher einem PSV vorgelegt hast.

    LG

    Benjamin

    Hallo zusammen

    Kiefernbraunporling, der an Stubben von Nadelbäumen wächst.

    Ich finde diesen Namen ja eigentlich so unpassend. Obwohl es bei uns praktisch nirgends zweinadelige Kiefern gibt, findet man diesen Pilz oft und daher finde ich die Bezeichnung Nadelholzbraunporling viel passender. Natürlich soll das keine Kritik an dich sein, Veronika, du hast ihm den Namen ja schliesslich nicht gegeben, aber vielleicht eine Anregung, dass er in Zukunft passender als Nadelholzbraunporling bezeichnet wird.

    LG

    Benjamin

    Hallo Stephan

    Meinst du das hier?

    Das wäre mir jetzt zu undeutlich, um es als Milchtropfen zu interpretieren. Das kann doch genauso gut ein Wassertropfen oder Schneckenschleim sein. Der/die Finder/in ist ja auch schon länger hier angemeldet, daher würde ich auch vermuten, dass er/sie wahrscheinlich auch einen Milchling erkannt hätte. Aber das ist natürlich Spekulation. Vielleicht sagt er/sie ja noch etwas dazu.

    LG

    Benjamin

    Hallo Caitlyyn

    Ich bin gestern nochmal den Giftpilzvortrag von Björn Wergen von der Pilzlehrschau in Hornberg durchgegangen und siehe da, ich habe etwas interessantes gefunden:

    Zitat von Vortrag Björn Wergen Pilzlehrschau Hornberg

    Geringe MMH-Werte, die toxikologisch vermutlich keine Rolle spielen, finden sich außer im Gallertkäppchen auch

    noch im Eselsohr (Otidea onotica), im Grauen Langfüßler (Helvella macropus), im Dottergelben Spateling (Spathularia

    flavida), in diversen weiteren Lorcheln (Helvella sp.) sowie sogar im Blassroten Gallertbecher (Neobulgaria pura).

    ZfM, 78/1 (2012), S. 18(g)

    MMH (Mono-Methyl-Hydrazin) ist das Abbauprodukt von Gyromitrin. Somit scheine ich mich mit der Vermutung, dass die Pilzberaterin da etwas verwechselt hat, geirrt zu haben. Es handelt sich allerdings, wie zu lesen ist, nur um geringe Mengen. Die Quelle "ZfM, 78/1 (2012)" habe ich auch gesucht. Ich nehme an, das ist die Zeitschrift für Mykologie, wo ich auch die Nr. 78 aus dem Jahr 2012 gefunden habe, leider aber nichts zum obigen Zitat. Vielleicht habe ich es übersehen. Vielleicht findet es ja sonst jemand.

    LG

    Benjamin

    Hallo MisterX

    Mich erinnert der an das vorletzte Pilzrätsel von Gehmitraus (29:05). Diesen hat er mit Phenol als Amanita contui oder subnudipes bestimmt.

    Grundsätzlich hast du sicher recht und das sieht schon ähnlich aus, auf dem Bild oben, sehe ich aber noch Reste vom Ring. Da A. contui und A. subnudipes Scheidenstreiflinge sind und somit keinen Ring haben, scheiden sie hier aber aus. Bei A. gemmata ist der Ring aber leider oft flüchtig und man findet ihn nicht oder kaum noch, dann kann es schon mal ziemlich kniffelig werden, obwohl die Scheidenstreiflinge normalerweise relativ gut an der Stielbasis erkennbar sind (hier im Video aber nicht).

    LG

    Benjamin

    Hallo nochmal

    Ob dieser kleine Bursche eine Lärche ist?

    Lärchen gibt es bei uns viele und eine Lärche ist hier mMn auszuschliessen. Für mich sieht das, wie Sabine schon geschrieben hat, auch nach einer Kiefer aus. Ich bin mir eigentlich sehr sicher, dass Jörg mit seinem Vorschlag zum Körnchenröhrling richtig liegt, zumal er sich in der Gattung sehr gut auskennt. Die Hüte bei denen können schon gerne auch ins gelbliche gehen, wie z.B. auch hier zu sehen: Körnchen-Röhrling, Schmerling Suillus granulatus Zudem scheint es deine Kamera, bzw. Smartphone teilweise mit der Sättigung etwas zu übertreiben, wenn ich mir die Röhrenfarbe auf den verschiedenen Fotos so ansehe.

    Hey Benjamin, kann Du meinen Fund etwas eingrenzen?

    Ich kenne mich in der Gattung leider zu wenig aus. Zudem sind auch die Infos oben ziemlich mager. Wenn hier jemand dazu etwas sagen kann, dürfte es vermutlich Gelbfieber sein. Aber bei Becherlingen ist oft ohne Mikroskop keine genauere Bestimmung möglich.

    LG

    Benjamin

    Hallo Stephan

    Wie man bei einer Marone die huthaut abzieht, muss mir erstmal einer zeigen, das geht nämlich gar nicht, außer vielleicht bei Exemplaren, die sich schon auflösen.

    Gut, man kann natürlich auch jedes Wort auf die Goldwaage legen und daher wäre "entfernen" oder "schälen" hier vermutlich die bessere Wortwahl gewesen. Aber wie man bei einem Apfel die Haut abschälen kann, so geht dies auch bei der Marone mit einem scharfen Messer eigentlich problemlos.

    Dann noch zu der Geschichte mit der Cadmiumanreicherung. Cadmium anreichern können Champignons wohl schon, aber erzeugen können sie Cadmium nicht. Ohne belasteten Boden dürfte es auch keine cadmiumanreicherung geben, da wird mMn etwas viel Panik gemacht. Wie groß die Gesundheitsschäden bei gelegentlichem Verzehr tatsächlich sind, ist noch nicht erforscht.

    Also laut Christoph Hahn, einem der führenden Mykologen in Deutschland, stimmt das nicht. Hier ein Auszug:

    In Bezug auf Blei und Quecksilber hängt der Gehalt stark von der Bodenbelastung ab. Es wurde diskutiert, ob man Agaricus-Arten als Bioindikatoren für Bodenbelastung mit Blei verwenden könne. Beim Cadmium sieht es (leider) anders aus, denn auch auf nicht belasteten Böden können recht hohe Mengen aufgenommen werden. Die Anreicherung im Vergleich zum Boden kann den Faktor 400 erreichen.

    Zudem gibt es ja auch noch Agaritin, das teilweise in grossen Mengen vorhanden ist. Hier (im letzten Beitrag) kann man bei Interesse alles nachlesen: Zum Speisewert bzw. zur Giftigkeit von Champignons (Gattung Agaricus)

    Natürlich wird man beim Verzehr dieser Pilze nicht gleich sterben, aber meiner Meinung nach können sie auch nicht gesund sein und da es genug andere Pilze gibt, kann ich auch gut auf sie verzichten. Das soll aber natürlich jeder für sich selbst entscheiden können, daher finde ich es aber auch wichtig, dass man die Leute zur Problematik informiert, denn dann können sie selbst entscheiden.

    LG

    Benjamin

    Hallo Andy

    Dieser Porling in Eingangstread ist kein Nordischer Schwammporling. Und ich bin fast überzeugt, dass diese FK auf Laubholz -> Fagus fruktifizieren.

    Interessant. Kannst du bitte erklären, an was du das festmachst, bzw. wie du den Nordischen Schwammporling ausschliessen kannst.

    Danke im Voraus und LG

    Benjamin

    Hallo Kathrin

    Meiner Meinung nach dürftest du mit deiner Bestimmung Narzissengelber Wulstling - Amanita gemmata richtig liegen. Letztes Jahr habe ich ihn häufig gefunden, hier noch ein paar Fotos:


    LG

    Benjamin

    Hallo zusammen

    Ich wäre auch für den Nördlichen Schwammporling - Climacocystis borealis, der kommt bei uns auch häufiger vor. Hier ein paar Fotos:


    Kleiner Scherz am Rande: Bei Pablo Beorn heisst der Pilz übrigens Nerdischer Porling. ^^

    LG

    Benjamin

    Hallo

    Murmel

    OK, alles in Ordnung. Dann sind die Wogen ja wieder geglättet. :thumbup::)

    Caitlyyn

    Danke für die Info. Toll, dass du mikroskopieren kannst. Darf ich fragen, wo du das gelernt hast, bzw. ob du das beruflich machst? Ich möchte diesen Herbst auch anfangen, denke aber, dass es sicher eine Herausforderung wird und einiges an Übung und Zeit brauchen wird.

    LG

    Benjamin

    Hallo nochmal Murmel

    Ich habe es auch nicht böse gemeint und wie ich meine nur meinen Beitrag von oben verteidigt, den du oben zumindest nach meinem Empfinden als falsch dargestellt hast. Es ist nun mal so, dass Öhrlinge und Becherlinge nicht dasselbe, sondern zwei verschiedene Gattungen sind und

    Ich fasse das jetzt so auf: Er bevorzug Nadeln, also Fichten. Und da er selten ist, kann ich mir gut vorstellen, dass es auch was anderes sein kann.

    das ist eben falsch, denn der Lederbraune Öhrling - Otidea alutacea ist normalerweise ein Laubwaldbewohner, wie diverse Quellen aus der Fachliteratur belegen (Fungi of Temperate Europe, Pilze der Schweiz, Pareys Buch der Pilze). Obwohl ich die Datenbank von 123Pilze sehr schätze (ich habe auch die App gekauft), muss man dennoch sagen, dass sie einige Fehler enthält. Gerade bei spezifischeren Frage sollte man daher immer zusätzlich noch einen Blick in Fachliteratur werfen. Ich denke da würden mir auch viele andere Benutzer hier aus dem Forum zustimmen.

    Ich meine, es wäre letztes Jahr gewesen, als ich mal einen Krötenöhrling fand. Er ist mikroskopiert worden, daher weiß ich genau, was es für einer war. Und er war auch zerbrechlich.

    Das kann gut sein. Aber was hat das mit dem Thema hier zu tun? Ich habe nie behauptet, dass Öhrlinge nicht zerbrechlich sein können.

    Also nichts für ungut, es ist von meiner Seite aus sicherlich nicht böse gemeint, aber ich denke wir sind hier ein Pilzforum und ich finde es für die Qualität des Forums doch wichtig, dass die Informationen hier möglichst korrekt sind.

    Schönen Abend und LG

    Benjamin