Beiträge von niclodemus

    Moin ihr Pilzverrückten,


    Momentan läuft meine Hobbyzucht auf Hochtouren und ich freu mich tierisch über erste vorzeigbare Ergebnisse. Heute Morgen habe ich wie jeden Tag den "Einwachs- und Reiferaum" kontrolliert und mit großer Überraschung fest gestellt, dass der Shiitake, welchen ich am 05.03. 2021 mit Körnern beimpft habe, deutliche Anzeichen von Fruchtungen zeigt. Ich hatte vorher nie Shiitake und war eher auf einen Zeitraum im Juni oder später gepolt. Der Beutel ist zwar sehr schnell durchgewachsen, zweigte jedoch keine Anzeichen von Verfärbungen, die ja bei diesem Pilz üblich sein sollen. Substrat ist eine Mischung aus 70% Hartholzpellets und 30% Sojahülsenpellets. Habt ihr eine Idee?


    LG André

    Moin Greizer,


    Du wirst lachen, habe ich mir erst gestern angesehen. Der ist echt gut. Macht das Ganze ja auch im ganz großen Stil. Danke für die Infos.


    LG André

    Hallo Ulrich,


    ich denke, dass das Problem nur mit einer sterilen Arbeitsweise zu umgehen wäre und die ist bei der Menge, die du hier angibst, sicher sehr zeitaufwändig. Schimmelsporen gibt es nun mal überall, in einem feuchten Keller wohl eher als an anderen Stellen. Mit den perforierten Bags ist es dann nur eine Frage der Zeit. Leider mag Schimmel nun mal die (fast) gleichen Bedingungen wie unser Myzel.


    Gruß, André

    Moin ihr Lieben,


    im Gegensatz zu den Pleurotus Arten die ich bisher gezüchtet habe, besitzen eine Vielzahl anderer Arten eine sog. Reifephase. Momentan habe ich Kulturen von Enoki, Kräuterseitling, Shiitake und Pioppino in der Anzucht und deren Reifephasen sind ja sehr unterschiedlich lang. Bei Shiitake reden wir da ja mal schon über 110 Tage und mehr. Der Übergang von der Besiedelung in die Reifephase sollte m.E. mit der vollständigen Besiedelung des Substrates erfolgen. Wie jedoch sieht es mit dem Übergang von der Reife- in die Fruchtungsphase aus. Die Angaben der Dauer sind ja grundsätzlich von bis oder ca., woran also macht ihr fest, wann eine Kultur aus der Reifephase "aufgeweckt" und in die Fruchtung überführt wird? Gibt es da signifikante Anzeichen oder macht ihr das nach Gefühl? Die erste Art, welche bei mir theoretisch mit dem Fruchten dran ist, ist der Enoki und da sind ja die Bedingungen für Reife und die Fruchtungsinitiation schon arg unterschiedlich. Es wäre schön, wenn da Jemand einen Tipp hätte.


    Liebe Grüße, André

    Hallo Sönke,


    die Frage kann ich dir leider nicht beantworten. Bei mir landen die einfach im Kompost oder als Substrat für das Gemüsehochbeet. Meine Stämme lagere ich parallel immer als Flümy im Kühlschrank und beimpfe bei Bedarf damit meine Körner. Den Platz, ganze Substratblöcke zu lagern, hätte ich auch gar nicht. Vlt. holst du dir an einer sauberen Stelle einfach ein wenig Myzel und lagerst das dann flüssig.


    LG André

    Moin Pilzverrückte,


    ich habe mir mal den Spaß gegönnt, und habe lt. der Strainbeschreibung auf Mycelia.be mal die Hauptmerkmale derer Standardstämme exzerpiert. Das habe ich zwar in erster Linie für mich gemacht, aber warum sollt ihr nicht daran teilhaben. Wie gesagt, die Angaben sind völlig ohne Gewähr und beziehen sich hauptsächlich auf die Stämme, welche Mycelia vertreibt, könnten jedoch auch einen generellen Hinweis für die Art darstellen.

    Was mir aber fehlt, sind diese Angaben für Pioppino und Stockschwämmchen. Wenn jemand von euch diese Angaben ergänzen könnte, wäre dies super. Insbesondere interessieren mich die CO2 Toleranz und die Fruchtungstemperatur.


    Euch ein schönes Wochenende, André

    Moin Hermann, ich werde Legehennenfutterpellets nutzen welche fast ausschließlich aus Sojahülsen und dazu ein wenig Weizen bestehen. Diese sind mir empfohlen worden. Die Mischung werde ich am Anfang mit 70 Prozent Hartholzpellets, 30 Prozent Futterpellets und ein wenig Gips gestalten. Das ganze wird dann so steril wie möglich angesetzt. Einziger Unsicherheitsmoment ist dann das Impfen des Substrates mit der Körnerbrut, aber da habe ich über Dampf in der letzten Zeit gute Ergebnisse erzielt (knock on wood)) Wie gesagt, das Ganze ist ein Versuch und der macht schließlich kluch, in die eine oder andere Richtung. ;) Reine Sojahülsenpellets habe ich nirgendwo gefunden. Anfangen werde ich mit Enoki, da ich mit meinen Yellows momentan arg mit CO2 in der Fruchtungsbox kämpfen und ich da erst eine neue Strategie entwickeln muss. Enokis sind da bedeutend toleranter und die Löwenmähne braucht noch ein wenig zum Körnerbrut durchwachsen.


    Liebe Grüße, André

    Hallo Hermann, das klingt total spannend. Ich bin nämlich auch gerade beim Test der Sojapellets, jedoch viel später dran als du. Am Sonntag werde ich die erste Brut in die Beutel bringen und dann sehen wir mal was daraus wird. Ich plane PomPom, Austern und Enoki zu testen.


    LG André

    Moin ihr Pilzverrückten,


    da meine angesetzten Blöcke ja Zeit brauchen um zu wachsen und zu gedeihen, ziehe ich mir momentan eine Menge Vids auf You*** rein, die meisten aus den USA, Neuseeland und Australien. Das was dort vorhanden ist, kann man wohl sein Leben nicht alles zu Ende sehen. Was mir aber auffällt, dass dort sehr viel mit spezifizierten und benummerten Zuchtstämmen (strains) verschiedener Arten gearbeitet wird. Wenn ich hier in Deutschland ein Pilzmyzel erwerben möchte, habe ich nur die Auswahl der Art, jedoch nicht verschiedener Stämme einer Art (mit verschiedenen Eigenschaften). Habe ich nur nicht richtig gesucht oder spielt dies hier nicht die Rolle? Laut der Aussagen aus den Vids gibt es dabei zum Beispiel große Unterschiede bezüglich der Fruchtungsbedingungen, der Kultivierungsdauer, des Lieblingssubstrates und natürlich des Ertrages. Habt ihr euch schon mal damit beschäftigt?


    LG André

    Ja, Ralph, genau das meinte ich ja. Die Fruchtungsbox kann erst zum Einsatz kommen, wenn die Zeit reif ist. Aber sie steht schon mal auf stand by. Die Blöcke stehen bei mir im Heizungsraum bei kuschligen 23 Grad, das sollte passen. Trotzdem geht mir das graue Myzel nicht aus dem Kopf, hatte ich in der Farbe noch nicht gesehen. Naja, Versuch macht kluch. In diesem Sinne, LG André

    Ich habe mir auch eine Fruchtungsbox gebaut. 60 L Box vom schedischen Möbelhaus, massenhaft Löcher rein gebohrt und unten 5 cm Perlite rein. Wasser rauf, fertig. Habe seit Wochen konstant 99 Prozent Luftfeuchtigkeit. Nun müssen die Blöcke nur noch richtig durchwachsen. VG André

    Moin Pilzverrückte,


    habe einen Kräuterseitling in Flüssigsubstrat geklont und dann auf Körner gegeben. Dort ist, viel langsamer als bei Austern, ein Myzel gewachsen. Es ist definitiv kein Schimmel im Substrat aber das "Myzel" ist eben nicht reinweiß wie bei Auster oder Enoki sondern leicht gräulich. Strukturell ist es schon ein "normales" Pilzmyzel, eben nur nicht reinweiß. Ist dies normal oder züchte ich gerade irgendetwas?


    LG André

    Nichts, gar nicht. Soll allerdings die zweite Fruchtung werden, die erste war schon sehr mickrig. War ein fertig gekaufter Block, keine Ahnung was das für ein Substrat ist. Ich gebe ihm noch ne Woche, dann wandert er auf den Kompost oder, getrocknet in den Ofen. LG André