Beiträge von niclodemus

    Hallo Sabine,


    ich bin leider nicht so der Seminarmitschreiber. Es geht wohl darum, dass sich im Bereich der Wiesenegerlinge eine eingewanderte Art breit macht, welche nicht gilbt und ansonsten den Beschreibungen anderer, essbarer Arten entspricht. Bei den Waldegerlingen habe ich dann doch mehr aufgepasst. Auch dort gibt es eine neue, eingewanderte Art aus der Sektion Xanthodermei, auch diese gilbt nicht sondert rötet. Der Geruch nach Karbol ist wohl erst sehr spät wahrnehmbar, so dass eine Verwechslung mit essbaren Arten auch bei erfahrenen Pilzsuchern möglich wäre. In Bezug auf Agaritin gibt es wohl neue Erkenntnisse bezüglich der karzinogenen Wirkung. Genauer weiß ich es nicht mehr, wie gesagt, Egerlinge sind nicht so sehr Objekt meiner Begierde.

    Das Seminar habe ich bei Berndt Meißner gemacht. Vielleicht kennt ihn der eine oder andere aus Youtube, dann allerdings unter anderem Namen.

    Sorry, mehr ist nicht drin ;-)


    Liebe Grüße, André

    Guten Morgen,


    ich hatte am Wochenende ein spannendes Pilzseminar und in dessen Rahmen wurde uns mitgeteilt, dass es eine Empfehlung der DGfM gibt, Agaricus generell nicht mehr durch die PSV freizugeben. Hintergrund ist sowohl die Einwanderung von sehr ähnlichen Arten im Bereich der Wiesen- als auch der Waldegerlinge als auch das Thema Agaritin. Wie geht ihr (die PSV's) mit diesem Thema um? Schließlich dürfte es sich hier um eine der meistgesammelten Gattungen handeln. Ich persönlich sammele sie weniger, sicher auch aus Unsicherheit.


    Liebe Grüße, André

    Ich schließe mich da eher Boris an. Durch das Licht ist aber eine rötliche Verfärbung nur zu erahnen, deswegen bin ich vorsichtig. Habitus und geriefter Ring sprechen aber für A. rubescens.


    VG André

    n.m.M. sind dies sehr wohl Schopftintlinge (Coprinus comatus) zumindest bei den jungen Exemplaren. Allerdings ist ein großer Teil schon im "Endstadium" d.h. nicht mehr verzehrfähig. Schopftintlinge müssen zum Verzehr reinweiße und geschlossenen Lamellen aufweisen, dann sind sie ausgezeichnete Speisepilze. Ihr großer Nachteil ist eben die sehr schnelle Vergänglichkeit mit dem Übergang in die Autolyse ist es dann schon vorbei.


    Im Übrigen, meine persönlich besten Speisepilze.


    LG André

    Hallo Boris,


    das hatte ich ganz vergessen, kommt bei mir auch mit rein. Da Parasole in diesem Jahr anscheinend Hochkonjunktur haben ist ja auch der Nachschub gesichert. ;)


    VG André

    Hallo in die Runde,


    ich mache mittlerweile meine Pilzsuppen ausschließlich mit getrockneten Pilzen, welche ich einweiche (Einweichwasser aufheben) und dann ausdrücke. dann kommen die Pilze kurz in die Pfanne und werden in Butter angeschwitzt. Der ganze Kladderadatsch kommt dann in die, mit dem Einweichwasser aufgefüllte Brühe und wird noch ein paar Minuten gekocht. Wer mag, Zwiebel und kleingeschnittene Kartoffeln dazu. Das Ganze wird dann (ich mag es so) süßsauer abgeschmeckt und serviert. Sowohl Konsistenz als auch Geschmack um Längen besser als von frischen Pilzen. but, just my two cents


    LG André

    Ich habe den Pilz, welchen ich mitgenommen hatte, eben meiner Holden unter die Nase gehalten und auch sie meinte, kein Anis herausriechen zu können. Allerdings habe ich vor vier Wochen einen F1 Kurs bei Andreas Gminder machen dürfen und habe dort festgestellt, dass gerade Gerüche sehr individuell wahrgenommen werden. Gib fünf Menschen einen Pilz zum riechen und du erhälts sieben verschiedene Aussagen ;-) Mir war nicht klar, das Agaricus derart schlank wirken kann. Vielen Dank für deine Antwort.


    LG André

    Hallo Pilzverrückte,


    heute im Hohen Holz bei Magdeburg auf einem Weg durch einen Fichtenwald gefunden.


    Habitus: schlank, hoch aufwachsend

    Lamellen: schwach graurosa

    Geruch: unauffällig

    Hut: bei allen Exemplaren noch geschlossen, befürchte, dass es keine Sporen zu sehen gibt (zu jung)

    Stiel: hohl

    Knolle vorhanden

    Beim Schnitt leicht gilbend


    Im ersten Moment dachte ich an spitzhütige Knollenblätterpilze aber die haben ja nur weiße Lamellen. Für Agaricus ist mir der Wuchs zu schlank?! Was könnte es sein?


    Vielen Dank, André

    Hallo liebe Pilzverrückte,


    heute im Buchenwald fand ich diesen Pilz. Bei meinen Bestimmungsversuchen bin ich bei dem Rötenden Rittering (Tricholoma orirubens) gelandet. Bin mir aber allerdings alles andere als sicher, ob ich nicht mal wieder falsch abgebogen bin und Ritterlinge sind (noch) nicht eine Gattung, mit der ich mich intensiv beschäftige. Röten tut der Stiel nämlich gar nicht. Bei Gerüchen bin ich immer sehr unentschlossen, würde es pilzig nennen. Vielleicht könnt ihr mir helfen.


    Vielen Dank, André


    Wenn ich darüber nachdenke, hast du sicher recht. Letztendlich bestimmen die äußeren Bedingungen ja auch bei Pflanzen die Wachstumsgeschwindigkeit. Auch wenn Pilze keine Pflanzen sind, warum sollte es dort anders sein.


    Danke für eure Antworten.


    LG André

    Hallo ihr Lieben,


    über die Geschwindigkeit des Wachstums von (Pilz)Fruchtkörpern gibt es ja immer wieder sehr unterschiedliche Aussagen. Gibt es irgendwo eine Quelle mit der man sich intensiver beschäftigen kann? Mir ist schon klar, das diese artabhängig ist und man zum Beispiel diesbezüglich eine Marone nicht mit einem Birkenporling vergleichen kann, aber eine generelle Aussage wäre doch sicher sehr interessant.


    Liebe Grüße, André

    So, nun habe ich aus dem Blätterpilz mal einen "Blätterpilz" gemacht und habe den Gerhardt durchgeblättert. Nachdem die ersten Sporen des zweiten Hutes wirklich eher in die rosa Richtung gehen, bin ich mir ziemlich sicher, dass es entweder P. petasatus oder P. pseudorobertii ist. Wobei eher letzterer, da zwar unter der Lupe die Schüppchen in der Mitte des Hutes zu sehen sind, jedoch nicht am Stiel. Für den rehbraunen ist er mir eindeutig zu hell.


    VG André

    Vielen Dank für eure Mithilfe. Ja, Papier scheint hier nicht so der Renner zu sein. Mache ich eigentlich immer so, besonders bei Täublingen, aber die sind dann nicht so durchnässt. Dann ist es eben so. Wenn der zweite Hut besser absport schicke ich die Fotos hinterher. War lange nicht hier. Schön, dass es immer noch so tolle Unterstützung gibt. Danke!


    Liebe Grüße, André

    Liebe Forumsfreunde,


    nachfolgend beschriebenen Pilz fand ich gestern an einer relativ frisch gefällten Eiche (2021, max. 2020). Ich habe versucht, ihn anhand der Schlüssel von einerseits Rita Lüder und andererseits Guthmann/Hahn zu bestimmen, bin jedoch anscheinend immer falsch abgebogen ;-).


    Merkmale der Art:

    - an Eiche

    - Stiel nicht hohl

    - Geruch neutral bis leicht "pilzig"

    - Sporenfarbe braun

    - Lamellen nicht angewachsen

    - wenig sichtbaren Zwischenlamellen

    - Farbe der Lamellen leicht gelblich/orange (sieht man auf dem Foto nicht so gut)

    Könnt ihr mir helfen?


    Liebe Grüße, André

    Moin Stephan,


    naja, ich würz schon ein wenig intensiver als der Rest der Familie. Allerdings finde ich Austernseitlinge und PomPom schon bedeutend geschmacksintensiver, von Enoki ganz zu schweigen. Vlt. lag es ja wirklich an dem wirklich großen Pilz.


    Gruß André

    Moin ihr Pilzverrückten,


    meine Pilzzucht läuft momentan sehr gut und da ich es vor ein paar Wochen mit den Substratansätzen vlt. ein wenig übertrieben hatte, auch sehr ergiebig. Vor ein paar Tagen war dann das erste Mal der Kräuterseitling dran. Leider vergesse ich sehr oft das Foto vor der Ernte :(. Das quantitative Ergebnis war hervorragend. Der größte Einzelfruchtkörper brachte 465gr. auf die Waage, war also ein Megahoschi. Auch ist mir aufgefallen, dass man beim Kräuterseitling auch sukzessive ernten kann, d.h. wenn man die größten Fruchtkörper entfernt, wachsen die anderen gut nach.
    Was mich allerdings nicht zufrieden gestellt hat, war das Ergebnis aus der Pfanne. Der Pilz war knackig und hatte echt Biss. Geschmacklich jedoch habe ich nichts schmecken können, was über Pfeffer, Salz und Zwiebel hinaus ging. Ich war echt enttäuscht. Lag dies nun an der exorbitalen Größe des Fruchtkörpers oder ist dies ein generelles Problem? Ich habe noch zwei Kulturen in der Anzucht, wenn sich jedoch das Ergebnis fundamentiert, werden es definitiv die letzten sein. Schade, denn die Zucht und das haptische Ergebnis war sehr vielversprechend.


    Liebe Grüße, André