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Vorfrühling

  • Hallo zusammen,

    den Anemonenbecherlingen hat es heute gegolten- gepasst hat`s :-)

    Zuerst aber noch ein paar Fotos der Pestwurz- gerade so richtig am kommen und am Weg zu den Becherlingen





    noch eine Schwammerlleiche

    An bekannter Stelle hat es trotzdem etwas gedauert bis ich die Becherlinge gefunden habe

    ausgegraben mit weichem Sklerotium

    groß sind sie ja nicht, ein normales Pilzmesser zum Größenvergleich

    an der Innenseite ist das Sklerotium weiß

    Flatsch 1: Morchelbecherling, im Anschluss gibt`s dann noch einen Verwechslungspartner

    Flatsch 2: an Fichtenstumpf, auch seit einigen Jahren immer wieder kommend die Scheibchenlorchel




    Schönes Schwammerlsuchen, bleibt`s gesund.

    LG Joe

  • Servas Joe,


    net von schlechtn Eltern, was du uns zeigst.


    Alles hat sei Zeit, onscheinand hobn de Perchten bei uns gepfuscht. Den Winta hobns jedenfolls net ausdatriebn, de zottatn Gsölln. Mit Minusgradl wer ma munta, noch ist kein Grün auf den Bäumen zu sehen.


    Voriges Jahr habe ich die erste Morchel am 1. April gefunden, dass wird's dermal nicht spielen. Hob's olladings net eilig, ;.)


    Covid-19, unsere persönlichen Kontakte haben wir auf Null gestellt. Ein Restrisiko bleibt, M. arbeitet in einem Kindergarten, die bleiben geöffnet. Eingekauft muss auch werden ...


    Windige Geschäftemacher haben bereits die Internetbühne betreten, der Chaga als Tee + alkoholischem Auszug wirke antiviral. Dieser fakenews-Pandemie gehört auch der Krieg erklärt,


    LG

    Peter

  • ahoi peter,

    Euch "da unten" auch alles gute in nächster zeit, daumen sind gedrückt.

    Bzgl fakenews: schick doch die links an die kärntner lebensmittelaufsicht/jetzt geschäfte mit der angst zu machen ist wirklich letztklassig...

    Ois guade!

    Joe

  • Hallo Peter,


    "...Windige Geschäftemacher haben bereits die Internetbühne betreten, der Chaga als Tee + alkoholischem Auszug wirke antiviral..."


    ohne auch nur ansatzweise deine Meinung über windige Geschäfte mit der Angst der Menschen, vor allem derzeit, infrage stellen zu wollen: Die obige Aussage zur antiviralen Wirkung des Chaga ist trotzdem völlig unstrittig, wissenschaftlich erwiesen und damit komplett richtig!!!

    Erste wissenschaftliche Hinweise zur antiviralen Wirkung des Pilzes lieferte Kahlos et al. 1996. Er verwendete Extrakte aus der schwarzen äußeren Schicht des Pilzes, namentlich der darin verstärkt enthaltenen Wirkstoffe Melanin, Betulinsäure, Ergosterol-Peroxid oder Inotodiol, und konnte eine fast hundertprozentige Hemmwirkung des Grippevirus (Influenza Typ A und B) nachweisen. Shibnev V. A. et al. 2011 konnte an Zellkulturen eine deutliche Hemmwirkung des wässrigen Pilzextraktes gegenüber Hepatitis C Viren zeigen.

    Auch die Wirkung gegen den Eppstein-Barr- sowie Herpes-simplex-Virus sind nachgewiesen. Zudem wird an der Bekämpfung des HIV-Virus durch Betulinsäure geforscht!


    Also, alles andere als Fakenews und wenn schon jemanden den Krieg erklären, dann bitte erst vorher ALLE Infos einholen, um nicht letztlich doch den Falschen zu treffen!!!:wink:


    LG Thomas

  • Servus Thomas,


    im Internet findet man zu jeder Frage die passende Antwort, ob es die richtige ist sei dahingestellt, Chaga-Pilz: keine Belege für Heilwirkung | Medizin Transparent.


    Wieweit der Stand der Forschung tatsächlich ist habe ich bei der Uni Wien nachgefragt, die Antwort werde ich einstellen.


    LG

    Peter

    p.s.

    Impressum zu obigem Link

    Medieninhaber und inhaltliche Verantwortung

    Department für Evidenzbasierte Medizin

    und Evaluation

    Dr.‑Karl‑Dorrek‑Strasse 30

    Donau-Universität Krems

    3500 Krems an der Donau

    Kontakt

    MMag. Bernd Kerschner

    T. +43 (0)2732 893-2922

  • Hallo Peter,


    genau die von dir verlinkte Seite ist ein Paradebeispiel für eine unseriöse wissenschaftliche Herangehensweise und, vom Chaga abgesehen, dafür auch bekannt!

    Ich habe mich schon dort per Mail "beschwert", jedoch nie eine Antwort erhalten.

    Schau dir mal bitte das Startbild des Beitrages an! Wer einen ziemlich deutlich erkennbaren "Baumkrebs" als Chaga einstellt, der also nicht einmal weiß wovon er redet, ausgerechnet der will glaubhafte Informationen verbreiten?:wink:

    Mehr muss man dazu eigentlich nicht sagen.


    LG Thomas

  • Hallo Thomas,


    deshalb habe meine Anfrage auch an die Uni Wien gestellt, yepp.


    Das Startbild zeigt eindeutig einen Baumkrebs, nicht einen 'ziemlich erkennbaren'. Das hab' ich mir zuvor gar nicht angesehen, nur den Artikel gelesen, :wink:


    Locker bleiben, daheim bleiben ...


    LG

    Peter

  • Hallo Peter,


    ich möchte hier auch noch der Vollständigkeit halber einige meine Quellen angeben:

    From Ethnomycology to Fungal Biotechnology: Exploiting Fungi from Natural ...

    herausgegeben von Jagjit Singh, K.R. Aneja

    Seite 44

    Studie von Dr. Kirsti Kahlos von der Universität Helsinki aus 1996:


    Hier ein Auszug aus der Studie von V.A. Shibnev in Zusammenarbeit mit dem Ivanovsky Institute of Virology Moskau aus Juli 2015:


    Bei Interesse gerne mehr und ausführlicher!


    Was übrigens die Seriosität deiner verlinkten "Quelle" bzw. den Wahrheitsgehalt seiner "Aussagen" anbelangt: Es gibt sehr wohl, und das bereits seit den 50er Jahren und in den verschiedensten Ländern (Polen, Russland, China, Südkorea, Japan usw.), Studien an/mit menschlichen Probanden (auch dazu habe ich mehrere Quellen) inklusive nachweislichen Therapieerfolgen und nicht nur Invitro-Ergebnisse! Auch ein Grund, warum ich mich vor längerer Zeit bereits bei diesem obskuren "Verein" beschwert hatte.


    LG Thomas

  • Servus Thomas et al.,


    von der Universität Wien, Abteilung für systematische und evolutionäre Botanik habe ich Antwort bekommen. Die bezieht sich auf deine zitierten Literaturstellen in #6


    Meine Anfrage wurde an J. Guthmann weitergereicht, weil er sich wissenschaftlich damit befasst. Und hier ist das Ergebnis, auszugsweise,


    Am 19.03.2020 16:21, schrieb Jürgen Guthmann:

    > beiden Literaturstellen liegen Versuche mit Zellkulturen

    > zugrunde.....ich werde in der nächsten Auflage auch explizit bei

    > Kahlos et al. darauf hin weisen.

    > Ich habe eben mit Frau Lindequist telefoniert, die Mitautorin war,

    > und sie meinte eindeutigere Daten lägen für den Shii Take

    > vor..........

    > Wenn wir mal davon absehen, dass eher am Verdienst orientierte

    > Zeitgenossen gerne ihren Zwecken dienliche Hinweise ausbreiten, halte

    > ich es trotzdem nicht für komplett sinnlos, sich ab und an ein

    > Teechen aus dem Chaga zu brauen........schmeckt gut und was bleibt uns

    > denn sonst, als allgemein unser Immunsystem und unsere Nerven (mit

    > gutem Bier oder Wein!??) zu stärken.....



    Kann sich jeder selbst seinen Reim draufmachen,.


    Ein Quäntchen Humor kann man J. Guthmann nicht absprechen, das mit dem gutem Bier oder Wein hat schon was, :wink:


    Sodale, jetzt zupf' i mir a Hirter Märzen auf, Prost in die Runde,


    LG

    Peter

  • Hallo Peter,


    wie du so schön schriebst: "Kann sich jeder selbst seinen Reim draufmachen."


    Für mich ist, wenn du es dann 1:1 so wiedergegeben hast, alles andere als eine klare, eher doch sehr schwammige, wissenschaftlich korrekte Antwort von Jürgen Guthmann.

    Mehr kann man von ihm aber ehrlich gesagt auch gar nicht erwarten (ausser vielleicht, daß er mit etwas mehr Engagement hinter dem steht, was er denn auch selbst publiziert!:wink:).

    Letztendlich ist er ein Autor, der Informationen sammelt, bewertet, konzentriert und veröffentlicht. Und das meine ich in keinster Weise abwertend, sondern voller Hochachtung und auch Dankbarkeit! Mehr als 100 Heilpilze, plus noch viel mehr Heilkräuter (Thema anderer Bücher von ihm) können ja auch in einem ganzen Leben gar nicht selbst erforscht werden. Eine wissenschaftliche Studie zum Thema Chaga bzw. konkret dessen antiviraler Wirkung ist daher auch weder von ihm, seiner Co-Autorin Prof. Dr. Ulrike Lindequist noch der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, wo diese tätig ist, bekannt oder aktenkundig!

    Da halte ich mich doch eher, auch zum speziellen Thema, direkt an die wissenschaftlichen Studien der forschenden Wissenschaftler, die sich selbst explizit mit diesem Sachverhalt befasst und die Ergebnisse dokumentiert haben! Für jeden recherchierbar, seriöse Quellen sind oben nachvollziehbar angeführt. Sind übrigens die Selben, auf die sich auch J.Guthmann bezieht!

    Die Frage, ob am Menschen oder Invitro (geändert) geforscht wurde, stand übrigens anfangs überhaupt nicht zur Debatte. Es ging ausschließlich um die antivirale Wirkung des Chaga.


    In einem Punkt haben natürlich Guthmann und du Recht: Das mit dem guten Bier und Wein hat unstrittig etwas! Aber nicht nur in diesen erschreckenden Zeiten, eigentlich doch immer!!!:wink:

    Gut, dass wir einem Hobby nachgehen, wo die Gefahr einer gefährlichen Menschenansammlung eher nicht besteht. Ganz im Gegenteil!

    In diesem Sinne, bleibt alle gesund und lasst euch bloß nicht davon abhalten, weiter durch die Wälder zu stromern!


    LG Thomas

  • Servus Thomas,


    du meinst,


    'Die Frage, ob am Menschen oder Viral geforscht wurde, stand übrigens anfangs überhaupt nicht zur Debatte. Es ging ausschließlich um die antivirale Wirkung des Chaga'e.


    Stimmt so nicht, du hast zuvor folgendes geschrieben,


    ohne auch nur ansatzweise deine Meinung über windige Geschäfte mit der Angst der Menschen, vor allem derzeit, infrage stellen zu wollen: Die obige Aussage zur antiviralen Wirkung des Chaga ist trotzdem völlig unstrittig, wissenschaftlich erwiesen und damit komplett richtig!!


    Aha.


    Übrigens,

    diese Zeilen von dir sind für mich ein absolutes no go,


    Für mich ist, wenn du es dann 1:1 so wiedergegeben hast, alles andere als eine klare, eher doch sehr schwammige, wissenschaftlich korrekte Antwort von Jürgen Guthmann.

    Mehr kann man von ihm aber ehrlich gesagt auch gar nicht erwarten (ausser vielleicht, daß er mit etwas mehr Engagement hinter dem steht, was er denn auch selbst publiziert!:wink:).


    Peter

  • Hallo Peter,


    das war, wie ich es ja in den Zeilen danach auch formuliert hatte, in keinster Weise abwertend gemeint! Ganz im Gegenteil! Also, bitte Nichts aus dem Zusammenhang reissen.

    Aber, etwas mehr hätte ich mir als Antwort von ihm schon erhofft! Auch, dass erst Rücksprache mit Co-Autorin erfolgen muss...


    Zu deiner angeführten Textstelle von mir: Danke! Da ist ein eindeutiger Schreibfehler von mir drin, der alles komplett aus dem Zusammenhang bringt und so ja auch überhaupt keinen Sinn ergibt! Sorry!!!

    Richtig muss der Satz natürlich lauten, und war auch so "gedacht":

    "Die Frage, ob am Menschen oder INVITRO (nicht viral!!!) geforscht wurde, stand anfangs übrigens überhaupt nicht zu Debatte. Es ging ausschließlich um die antivirale Wirkung des Chaga."


    Aber Peter, wie brauchen uns darüber nicht wirklich streiten. Haben beide kein Labor, Forschungseinrichtung oder Institut im Nacken wo wir selbst wissenschaftliche Forschungen und dann Nachweise für das eine oder andere erbringen könnten.

    Also müssen wir abwarten, was die Zeit noch für Ergebnisse bringt bzw. solange berufe zumindest ich mich auf die, die das bereits getan haben.


    LG Thomas

  • Hallo zusammen,

    Herr Guthmann hat mir schon geantwortet, da habe ich mich schon recht geehrt gefühlt....


    Er war doch etwas überrascht, dass sein Antwort an die Uni Wien im Internet auftaucht. Daher eine persönliche Empfehlung meinerseits, als ich letzten Herbst irritiert war, dass in D "scheinbar" die Nebelkappe für unproblematisch gilt (im Gegensatz zur Schweiz) habe ich vorab den deutschen Verbandsmykologen Siegmar Berndt angefragt, ob ich ihn im 123forum zitieren darf (er hat ja dann bestätigt, dass diese auch in D nicht als unproblematisch gilt).


    Um ein bruchstückhaftes Zitieren von Herrn Guthmann zu verhindern -mit der Möglichkeit, dass aus dem Zusammenhang Gerissenes falsch rüberkommen kann- gebe ich den Inhalt in meinen eigenen Worten wieder. Wenn jemand Interesse an der exakten Antwort hat, so kann er mir eine PN schreiben und ich frage Hr. Guthmann entsprechend an. Es darf sich auch gerne jemand melden, der perfekt russisch auf wissenschaftlichem Niveau spricht.... dazu gleich.


    Also, zunächst einmal ist klar, dass Herr Guthmann ein faszinierter Anhänger der Pilze und speziell Ihrer potentiell heilenden Inhaltsstoffe ist. Sonst schreibt man nicht so ein Werk.... Entsprechend konsumiert er z.B. auch Chaga (auch aus aktuellem Anlass). Er hat den Anspruch, eine wissenschaftliche Basis aufzuzeigen ohne Wunsch und Glauben an medizinale Wirkung, denn solche Bücher gibt es zur Genüge. Rein wissenschaftlich betrachtet, ist es eben nicht "gestattet", von Zellkulturstudien auf menschliche Reaktionen zu schliessen. Wissenschaftlich fundierte Studien am Menschen gibt es diesbezüglich nur auf russisch (und da kommen wir auf die Anfrage nach Übersetzern....). Daher formulierte er entsprechend vorsichtig.

    Frau Prof. Lindequist hat er angeschrieben, da sie Mitautorin an der erwähnten Publikation von Kahlos war (NICHT an seinem Buch, da ist er alleiniger Autor - das kam bei Peter versehentlich so rüber).


    herzlichen Gruss an alle,

    Jens

  • Er hat den Anspruch, eine wissenschaftliche Basis aufzuzeigen ohne Wunsch und Glauben an medizinale Wirkung, denn solche Bücher gibt es zur Genüge. Rein wissenschaftlich betrachtet, ist es eben nicht "gestattet", von Zellkulturstudien auf menschliche Reaktionen zu schliessen. Wissenschaftlich fundierte Studien am Menschen gibt es diesbezüglich nur auf russisch (und da kommen wir auf die Anfrage nach Übersetzern....). Daher formulierte er entsprechend vorsichtig.

    Damit hat er bei mir schon mal einen Stein im Brett und auf der Basis werde ich mir das Buch jetzt auch endlich mal anschaffen. :)


    Der Vollständigkeit halber hänge ich mal noch zwei pdfs hier an die auf das potentielle Problem der Oxalate im Chaga hinweisen und Kontraindiaktionen für den Konsum anführen. Über letzteres wird, wie ich finde, auch zu selten gesprochen.


    LG.

  • Hallo,


    "Der Vollständigkeit halber hänge ich mal noch zwei pdfs hier an die auf das potentielle Problem der Oxalate im Chaga hinweisen und Kontraindiaktionen für den Konsum anführen. Über letzteres wird, wie ich finde, auch zu selten gesprochen."


    einmal davon abgesehen, daß diese Bemerkung nichts, aber auch überhaupt nichts, mit der ursprünglichen Thematik zu tun hat (dieses spezielle Thema hatten wir hier übrigens erst vor knapp 2 Wochen), finde ich das schon extrem "haarig"! Haarig im Sinne von Haarspalterei oder auch das sprichwörtliche Haar in der Suppe suchen.

    Man muss ja nun kein Chagafan sein oder werden, aber eine gewisse Sachlichkeit wäre trotzdem angebracht, ein Haar findet man ja definitiv immer und überall, wenn man es denn unbedingt will.:wink:

    Bekanntlich führt ja ein Übermaß an VitaminC-Einnahmen durch die Reaktion der darin enthaltenen Oxalsäure mit Kalzium auch zu einem erhöhten Risiko der Bildung von Nierensteinen. Deshalb aber wird doch auch nicht explizit bei solchen klassischen VitaminC-haltigen Lebensmitteln wie Paprika, Hagebutten, aller Arten von Kohl, Citrus- oder Beerenfrüchten u.s.w. permanent "der Vollständigkeit halber" darauf hingewiesen! Und niemand würde nun deshalb die Wertigkeit dieser extrem gesunden Lebensmittel infrage stellen.

    Muss ja auch nicht, wir reden, bei egal welchen "gefährlichen" Lebensmitteln, auch schließlich nicht von dann tatsächlich ungesunden Unmengen die wir konsumieren. Genauso wie beim Chaga!



    LG Thomas

  • Hi.

    einmal davon abgesehen, daß diese Bemerkung nichts, aber auch überhaupt nichts, mit der ursprünglichen Thematik zu tun hat (dieses spezielle Thema hatten wir hier übrigens erst vor knapp 2 Wochen), finde ich das schon extrem "haarig"! Haarig im Sinne von Haarspalterei oder auch das sprichwörtliche Haar in der Suppe suchen.

    Wer im Netz nach "Heilpilzen" sucht bekommt in schöner Regelmäßigkeit wahre Wundermittel versprochen. Das hier war lediglich der Hinweis darauf, dass in Hinsicht auf den Chaga ("der König der Vitalpilze") durchaus noch nicht alle Eventualitäten geklärt sind und Kontraindikationen vorliegen können (und ja, natürlich gilt das auch für andere Lebensmittel, aber wir sind ja ein Pilzforum).


    Das kann man als übertrieben empfinden, gehört für mich aber zur Meinungsfindung dazu, insbesondere weil der Chaga laut dem Artikel das 6-100-fache an an Oxalaten enthält im Gegensatz zu üblichen Speisepilzen und es ihn somit ihn der Hinsicht zu einem Ausreißer macht. Vor diversen Champignon-Arten wird ja mittlerweile auf Grund der hohen Schadstoffanreicherung auch gewarnt. Die hohen Oxalate machen den Chaga natürlich nicht direkt giftig, aber ein Hinweis darauf sollte doch erlaubt sein, wenn ein Pilz eben so eine Sonderstellung einnimmt. Chaga wird denke ich mittlerweile von vielen auch über einen längeren Zeitraum eingenommen und die in ihm enthaltenen Oxalate sind wohl durch den Konsum als Tee oder Alkoholauszug für den Körper auch gut aufzunehmen. Bei der konstanten Zufuhr ist sollte man sich dessen finde ich bewusst sein.


    Ich bin übrigens kein Chaga-Hasser aber Fan von vorsichtigen Formulierungen. Dass Chaga in vitro durchaus vielversprechend in seinen Eigenschaften ist, würde ich bejahen. Für in vivo müssen wir aber weiterhin abwarten.

    Es wäre nicht das erste Wundermittel, das sich im menschlichen Körper als Blender entpuppt.


    LG.

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