Beiträge von Habicht

    Hi,


    gut, dann steht eine Kiste Bier, joe. Teilen nicht vergessen, :wink:


    Danke für's Verlinken, Thomas. Darin sind die zwei Aufnahmen enthalten, die ich bei meinem ersten Chagafund ergoogeln konnte.


    Interessant, was in Leif in seinem Buch schreibt, zum Chaga, wie wir ihn kennen,


    Steriler Teil als schwarze, harte und rissige, hervorstehende Hyphenmasse auf dem lebenden Wirt, der dem fruchtbaren Teil um viele Jahre vorausgeht. In diesen dichten Strukturen wurden bisher keine Clamydosporen beobachtet und ihre Funktion ist unbekannt.


    Also, ein Chaga kann sich folglich Jahrzehnte am Baum entwickeln, bis er die fertile Form ausbildet. Und die ist seeehr selten anzutreffen,


    nach dem Absterben des Baumes entwickelt sich das poroide Stadium im folgenden Sommer nur einmal innerhalb der aufgesprengten Rinde , um die Porenoberfläche freizulegen. Dies tritt fast ausschließlich am Stamm auf, selten an abgefallenen Stämmen. Die Basidiocarps werden im allgemeinen schnell von Insekten gefressen und sind schwer zu finden, selbst in Beständen, in denen infizierte Bäume nicht heimisch sind. Möglicherweise ist diese Art insektendispergiert. Dunkelbraune, harte und zerbrechliche Fragmente des fruchtbaren Basidiokarps finden sich bei genauer Betrachtung im darauffolgenden Jahr häufig entlang der Narbe, wo sie sich im vergangenen Jahr entwickelt hat.
    Quelle: Poroid fungi of Europe, 2nd Edition L. Ryvarden & I. Melo.


    Insektendispergiert: die Sporen werden durch Insekten verbreitet.


    Kannte ich bisher nur vom Braunfilziger Schichtpilz, Amylostereum auerolatum,




    der in einer Symbiose mit einer Holzwespe lebt, https://de.wikipedia.org/wiki/braunfilziger_schichtpilz


    Meine Anfrage, ob ich ein Bild aus den PfoE hier einstellen darf war erfolgreich, Leif hat nix dagegen, er wird mir die Originaldatei übermitteln, nach dem 20. Juli, macht grad' Urlaub in südlichen Gefilden.


    Da wäre ich jetzt auch gerne,


    LG

    Peter

    Uuups Jens,


    Shit happens, sry.


    Vielen dank von dir für das willkommen- ? Ich lese nicht alle Beiträge in diesem Forum. Du bist neu dabei, also herzlich willkommen auch meinerseits, :)


    LG

    Peter

    'n Abend,


    thx für's Video, Thomas. Das kenne ich, dass Interessante daran ist, dass der glückliche Finder seinen Fund nicht wiederholen konnte. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist für die HFF ausschlaggebend.


    Eine perfekte Aufnahme ist in den Poroid fungi of Europe drinnen, ich klopfe gerade an, ob ich die hier einstellen darf. So mirnixdirnix mache ich es nicht, die Strafen auf Verletzung des Urherberrechtes sind geschmalzen.


    LG

    Peter

    Hallo Fories,


    Pablo hat dazu im Nachbarforum ein Artportrait erstellt, Ganoderma lucidum, Glänzender Lackporling. Darin findet ihr alle Infos für die Bestimmung zu diesem Pilz und noch viel mehr aktuelles Wissen dazu.


    @ Servus Jens,


    mit KOH ist eine Trennung zwischen Funden auf Laub/- und Nadelgehölz nicht möglich. Der Glänzender Lackporling fruktiziert an Laubholz und an Fichte,


    LG

    Peter

    Hallo Bibiane,


    leg' ein Exemplar bald nach der Trocknung in eine Dose und riech' nach ein paar Tagen daran. Du wirst über diesen kostenlosen Geruchsverstärker erstaunt sein.


    Die Duftende Tramete, Antrodiella fragans verströmt bereits im Wald einen angenehmen, fast betörenden Duft. Leider ist es manchmal schwer bis unmöglich, Gerüche nachvollziehbar zu beschreiben. Vor allem dann, wenn man keinen Vergleich zur Hand hat oder weil es schlicht dazu keinen gibt.


    @ Servas Pablo,


    den Tipp mit der Dose hast einst du mir gesteckt, den wende ich mittlerweile auf alle Funde an. Bibiane's Fund riecht deiner lat. Übersetzung entsprechend, duftend oder wohlrichtend. 'fragant' in Englisch und 'fragente' in Spanisch kommen zum gleichem Ergebnis, für meine dufte Tramete. ;.)


    LG

    Peter

    Hallo Bibiane,


    etwas anderes als Hydnellum suaveolens, Wohlrichender Korkstaheling kann ich dem Schnittbild nicht entnehmen,



    Pablo hat es bereits geschrieben, die sind selten und daher schützenswert,


    Schöner Fund,


    LG

    Peter

    Servus Pablo,


    in der Literatur findet sich zum Polyporsäure-Syndrom nur eine kollektive Vergiftung mit drei Personen. Verwechselt wurde der Zimtfarbene Weichporling mit einer Ochsenzunge! Überlebt haben den Irrtum alle drei, ohne bleibende Schäden.


    Zu Sacrosphaera coronaria schreibt René Flammer zwei Zeilen, nämlich das die Giftigkeit nach Stijve (1996) durch Arsen in Form von Monomethylarsonsäure erklärbar sein könnte. Eingeordnet hat Flammer den ins Indigestions-Syndrom, also Bauchweh, Erbrechen und Durchfall.

    Deinen diesbezüglichen Link >Artikel auf die Schnelle gefunden< bin ich überflogen, darin geht es um das Potential von Antioxidantien, :wink:


    Eine komische Anfrage war das , vlt. äußert sich der Dingens noch dazu, :party:


    LG

    Peter

    Servus Thomas,


    Zitat

    Sollte eine Mykorrhizaverbindung (mit Eschen oder verschiedenen Rosaceae, ev. auch mit Kiefer und einigen weiteren Sträuchern und Gehölzen) bestehen, und sollte diese wirklich notwendig für die Fruchtkörperbildung sein, wirst du voraussichtlich nur ein Jahr nach der Fällung des Baumpartners noch Aussichten auf erfolg haben.


    Keiner weiß, warum Speisemorcheln bevorzugt bei Eschen wachsen, da ist die Forschung mW noch nicht so weit. Pablo schreibt 2 x 'sollte' ...

    Bei meinen Eschenstämmen stehen in ca. 5 -10 m Entfernung noch vitale Bäume, ob es eine Mykorrhizaverbindung gibt ---> ist zu erforschen.


    Ich finde Speisemorcheln auch unter Fichten, Kiefern, Hasel aber i m m e r ist eine Esche in der Nähe.


    LG

    Peter

    Hi Pablo,


    deine Meinung deckt sich nicht mit meiner Erfahrung. Bei vor etlichen Jahren gefällten Eschen und deren Stümpfen habe ich in den letzten drei Jahren immer welche gefunden. Heuer nicht, auch nicht an einigen meiner anderen Hotspots. Morchella ist ein weites Feld, damit belasse ich es.


    Net ganz, manchen schmeckens, anderen nicht, :party:


    LG

    Peter

    Hallo Fories,


    eigenartig, bei Morcheln konnte ich bisher keinen Madenbefall feststellen. Ab Anfang April durchsuche ich meine Fundgebiete im drei Tagesrhythmus, kein Exemplar kann daher älter als drei Tage werden.

    Ich trockne sie in einer Dörrex bei 35 - 40 Grad, jede Made würde bei dieser Temperatur die Flucht ergreifen.


    Das machen sie auch, man sieht sie dann am am Boden der Dörre liegen. Massenhaft bei Steinpilzen, die augenscheinlich in Ordnung waren. Landen beide im Kübel, der Pilz und die Maden. Eine Ausnahme bildet der Kiefensteinpilz, dessen Konsistenz um vieles fester ist. Da reicht es meistens, die Stielbasis großzügiger abzuschneiden. Kaum befallen wird auch der Flockenstieliger Hexenröhrling, der geschmacklich besser daherkommt als die Steinis.


    Bei uns blüht der Flieder, ein verlässliches Zeichen dafür, dass es mit den Speisemorcheln in Tallagen zu Ende geht. Ein Morcheljahr war 2019 nicht, ca. 15% der üblichen Ernte hat's gespielt. Obwohl alles gepasst hat, ausreichend Regen und entsprechende Temperaturen.


    LG

    Peter

    Hallo Veronika,


    ich trockne meine Morcheln auch, der Geschmack wird dadurch intensiver. Herbsttrompeten landen nicht auf meinem Teller, ich kann bei denen keinen Eigengeschmack feststellen. So hält der Wald fast für jeden etwas passendes parat.


    @ Hallo Christine, zu deiner Aufnahme ist mir spontan der Brandkrustenpilz eingefallen, ich meine darauf die sexuelle und asexulle Form zu sehen.


    Vergleichsaufnahme,




    Den Eichenrinden-Zystidenpilz habe ich noch nicht gefunden, da kann ich nix dazu sagen. Außer das deine Aufnahmen mit denen in den 123Pilze wenig übereinstimmen.


    LG

    Peter