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Funde auf Schnee Schuh Wanderung 1500, 1600 m

  • Hallo zusammen,

    Heute war das Wetter traumhaft und wir waren auf einer langen schneeschuhwanderung.



    Ausser rotrandigen baumschwämmen


    habe ich dabei schöne zinnoberrote trameten gesehen



    Ausserdem Malerpilz-ähnliche Pilze an einer Art Weide. Diese waren schneeweiss unten und sehr hart spröde, rissig auf der oberseite.

    Es handelt sich gem unseres PV experten um PHELLINUS „TRIVIALIS“ .



    Lg jens

  • Vielen Dank Jens,

    jetzt weiß ich auch dass unser heutiger Fund ein Rotrandiger sein sollte, wir haben ein richtiges "Nest" gefunden, allerdings immer auf Birke. Das Ockerfarbene passt und die kleinen kugelrunden Poren sind auch vorhanden. Die Farben sind leider nicht ganz ok, wieder in Leuchtstoffbeleuchtung aufgenommen.

    Ich habe den mal mit der Brotmaschine in Scheiben geschnitten, der ist schon verdammt zäh, aber ich habe auch eine gute Brotschneidemaschine:)


    Grüße

    Porli


  • Hallo Porli,

    deine schöne Kollektion sieht mir eher nach Zunderschwamm (Fomes fomentarius) aus. Farblich ist da nichts, was an einen Rotrandigen Baumschwamm erinnert. Typisch auch für Zunder die geschichteten Zuwachszonen.

    Viele Grüße


    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock




    Hinweis: Hier im Forum wird es von mir keine Verzehrfreigaben geben, weil eine Bestimmung über Bild immer fehlerhaft sein kann.

  • Servus!


    Natürlich bildet FomPini auch mehrjährige Fruchtkörper, hat also auch solche geschichteten Röhren. Aber ich stimme Veronika zu: Die aufgeschnittenen da sind keine Rotrandigen, weil der Kontext (Fleisch oberhalb der Röhren) viel zu dunkel ist. FOmFom (Zunderschwamm) kann da gut sein, aber auch Ganoderma oder Phellinus sind möglich.


    Was die Identität von "Phellinus trivialis" betrifft: ich kann Phellinus trivialis nicht von Phellinus igniarius s.str. trennen. Nicht mehr, angesichts von einigen Kollektionen, wo Fruchtkörper mit rundlichen Zuwachszonen in eben solche wie oben zu sehen fließend übergingen. Und auch die anderen merkmale (Farbe und Rissigkeit der Hutkruste) verhalten sich nicht konstant zu den Wuchsform - merkmalen. jedenfalls nicht nach meinen beobachtungen. Aus meiner Sicht wäre also Phellinus trivialis nichts anderes als eine Wuchsform von Phellinus igniarius s.str. - kann man aber so oder so sehen.



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Wieso sorry porli?

    Man weiss nie was sich entwickelt.. Ist doch immer fruchtbar!


    Hi joe

    Ein Kollege fand ihn im Wallis schon. Deswegen hatte ich gehofft. Ältere erkennt man wohl ua an der Art wie sich ein Turm an jahresschichten entwickelt.


    Merci pablo,

    Die scheinen ja eher wirtsabhängig getrennt zu werden?


    Lg jens

  • Hallo, Jens!


    Öhm... Wirtsabhängig doch wohl eher nicht. Phellinus trivialis gehört an Salix spec. und Phellinus igniarius s.str. gehöret ebenfalls an Salix spec. und zwar in beiden fällen lt. Artdiagnosen obligat (kann also keine anderen Baumgattungen befallen).
    Die Phellinüsse, die an anderen Substraten vorkommen, und aber identisch aussehen wären zB Phellinus cinereus an Betula sp. und Phellinus alni an diversen Rosaceae.


    Lariciformis hatte ich tatsächlich auch noch nie in der Hand. Da sollte man auch schon genau hingucken, weil eben Fomitopsis pinicola irrsinnig variabel ium Aussehen ist und selbstverständlich auch an Larix in authochthonen Lärchenwälder alpiner Zonen vorkommt. Mikroskopisch sind die leicht zu trennen, makroskopisch geht es auf jeden Fall mit dem Brutzeltest, aber ich denke, auch optisch dürften die mit ein wenig Erfahrung unterscheidbar sein.


    LG, Pablo.

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  • Hallo, Jens!


    Ja, makroskopisch wäre es für mich eben schwierig, weil ich den Lärrchenschwamm eben selbst noch nie beobachtet habe.
    Allerdings passt dein Fund oben schon sehr gut ins normale Variationsspektrum vom Rotrandigen, den ich halt wiederum ziemlich gut kenne.
    Darum im Zweifel eben die Tips: Einen fruchtkörper auch durchzuschneiden, wenn möglich einen Tropfen KOH5% (nicht höher konzentriert!) auf die Schnittfläche zu geben, und überprüfen, ob die Hutkruste in einer Flamme von Feuerzeug oder Streichholz zu schmelzen beginnt (also nach ein paar Sekunden in der Flamme schmurgelt, Bläschen bildet, sich eben so verhält wie Harz es nunmal tut beim Anzünden).



    LG; pablo.

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