Hallo, Besucher der Thread wurde 393 mal aufgerufen und enthält 12 Antworten

Pilztour_20200620

  • Hallo Zusammen

    Heute mal zur Abwechslung an einem anderen Ort und Höhenlage rund 800müM, es war sehr interessant und fand auch einige interessant Funde.

    Mischwald mit Nord- und Südhanglage.

    Falls ich daneben liege, Korrekturen wie immer erwünscht.

    Vielen Dank und ein schönes Wochenende

    LG Andy


    #1 Nadelstreu-Käsepilzchen

    (MARASMIUS WETTSTEINII)

    Jetzt auch mit passabeln Aufnahmen.

    #2 Buchenwald-Becherling

    (Peziza arvernensis)

    #3 Echte Knoblauchschwindling

    (Mycetinis scorodonius)

    Nadel-Stinkschwindling (Marasmiellus perforans)

    #4 Gesäte Tintling

    (Coprinus dissemninatus)

    Wahrscheinlich Helmling, Mycena spec

    #5 Gemeine Stockschwämmchen

    (Kuehneromyces mutabilis)

    #6 Schwefel-Ritterling

    (Tricholoma sulphureum)

    #7 Papageien-Täubling

    (Russula ionochlora)

    #8 könnte das der Aprikosenfarbiger Helmling sein?

    (ATHENIELLA LEPTOPHYLLA)

    Samthäubchen (Conocybe spec)

    #9 Fransige Wulstling

    (Amanita strobiliformis)

    Grauer Wulstling (Amanita excelsa var. spissa)


    #10 junger Flacher Lackporling

    (Ganoderma applanatum)

    #11 Schleimi 1


    #12 Schleimi 2

  • Hallo, Andy!


    Wow, solche Funde gibt's bei mir im Moment noch nicht. :thumbup:
    Nr. 2: Ich behaupte mal, das ist ein Riesenbecherling (Peziza varia s.l.). :wink:

    Nr. 4: Der sport doch sicher weiß ab und nicht schwarz?

    Nr. 8: Sport voraussichtlich nicht weiß ab, sondern ockerbraun, und die cheilozystiden werden aussehen wie Mensch - Ärgere - dich - nicht - Figuren
    Nr. 9: Hat einen oberseits gerieften Ring, der keine rahmartige Konsistenz hat.



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo Pablo

    Vielen Dank für deine Meinung

    #2 passt auch sehr gut der Riesenbecherling

    #4 nicht mitgenommen, somit Mycena spec.

    #8 habe ich auch dort gelassen, somit ein Fragezeichen, ich vermute du hast recht mit dem absporen in Ockerbraune.

    #9 die Manschette ist gerifft, hab noch ein Bild gemacht, Rahmartig oder cremig war er schon.

    Hab in im Wald gelassen, kenne mich zu wenig aus.

    Risiko bei so Wulstling gehe ich nicht ein.

    Was könnte dann das sein?

    LG Andy

  • Hi.


    Der Wulstling ist ein Grauer (Amanita excelsa var. spissa).

    Das Velum vom Fransigen sieht schon sehr anders aus, aber du wirst den sicher auch bald finden, dann kannst du es selbst vergleichen.
    Es liegt vor allem auch viel gröber auf dem Hut und ist nicht so leicht abwischbar wie hier.

    Das mit der Peziza war mehr so spaßeshalber: ich kann genausowenig beweisen, daß das nicht Peziza arvenensis ist, wie du beweisen kannst, daß es nicht Peziza varia ist.
    es gibt halt einige Becherlinge, die solche großen Fruchtkörper bilden - makroskopisch ist eine Unterscheidung unmöglich.
    Der lange, dünne ockerfarbige ist eine Conocybe (Samthäubchen), unter anderem erkennbar auch an den winzigen, feinen Häärchen an Stiel und Hut. Auch da sind makroskopische Bestimmungen leider ausgeschlossen.

    Die Helmlinge konnten keine Gesäten Tintlinge sein, weil Hüte zu glatt: Gesäte Tintlinge haben auf den Hüten ganz feine, winzige Haare (die man auf deinen Bildern gesehen hätte) und zudem sind die Hüte gefurcht. Diese Helmlinge sollten Rindenhelmlinge sein, eventuell Rötliche (Mycena meliigena), aber dafür sind sie mir eigentlich noch etwas zu wenig rot. Das variiert aber stark.



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • 👍🏻Top vielen Dank Pablo , wieder etwas dazu gelernt.

    Schönen Abend

    LG Andy

  • Schicke funde, andy

    Das käsepilzchen wuchs direkt auf Nadel Streu? Habe bisher nur den Bruder gefunden, der auf zweigen wächst (Halsband schwindling).

    Vor allem beneide ich dich um den echten Knoblauch schwindling. Ich finde nur den saitenstieligen, und der verliert den knobi Geruch beim trocknen. Hast du sie mitgenommen?

    Lg jens

  • Schicke funde, andy

    Das käsepilzchen wuchs direkt auf Nadel Streu? Habe bisher nur den Bruder gefunden, der auf zweigen wächst (Halsband schwindling).

    Vor allem beneide ich dich um den echten Knoblauch schwindling. Ich finde nur den saitenstieligen, und der verliert den knobi Geruch beim trocknen. Hast du sie mitgenommen?

    Lg jens

    Hallo Jens

    Ja die wuchsen zwischen den Nadel hoch. Auf dem ersten Bild habe ich das so interpretiert. Nun gut um sicher zu sein müsste ich noch kontrollieren ob nicht ein Zweig darunter ist.

    Bei den Knoblauch Schwindling, habe ich einige nach Hause genommen und nun sind wir wieder beim Geruch..... :wink:

    Ja der Geruch ist immer noch schwach vorhanden....

    Ich habe diese aufgrund der allg. Größe so eingeordnet, nun wenn ich sehe das diese Art bei uns sehr selten ist denke ich eher auch Saitenstieligen.

    Ich nehme am Montag paar mit in den PV.

    LG Andy

  • Hallo Andy.


    Den Echten Knoblauchschwindling kannst dz ganz gut von den anderen beiden unterscheiden, indem du rein beißt. Großer und Saitenstieliger Knoblauchschwindling haben neben dem intensiven Knoblauchgeruch eine gewisse Schärfe. Nur der Echte Knoblauchschwindling ist knoblauchartig mild. Diesen kann man auch, im Gegensatz zu den anderen beiden, in Großer Menge dem Gericht zugeben.


    LG Matthias

  • Hallo Andy,


    einige schöne Funde zeigst Du wieder, ein paar davon hat Pablo bereits korrigiert und das sehe ich genau so. Zusätzlich fällt mir aber noch auf, dass meines Erachtens auch mit den von Dir gezeigten "Echten Knoblauchschwindlingen" (Nr. 3) etwas nicht stimmt und in Deinem letzten Posting hast Du ja auch eine diesbezügliche Unsicherheit angedeutet, wenn ich es richtig verstanden habe.

    Für Mycetinis alliaceus sind die Stiele insgesamt zu dunkel (schwärzlich), der Echte Knoblauchschwindling hat zumindest im oberen Bereich einen etwas helleren, rotbräunlichen Stiel und auf dem zweiten Bild, wo man die Hutunterseite sieht, passt m.E. die Lamellenstruktur (Anordnung der Lamellen) nicht zu M. scorodonius. Beim echten Knoblauchschwindling sieht das ein bisschen anders aus.Meiner Meinung nach handelt sich bei diesem Fund weder um M. scorodonius noch um M. alliaceus, sondern um eine andere Schwindlingsart.


    In meinem Sammelgebiet sind übrigens beide Knoblauchschwindlings-Arten häufig anzutreffen.


    LG Sepp

    Eine Verzehrsfreigabe gibt es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort

  • Hallo Sepp

    Ich habe mir nun alles nochmals im Detail angeschaut und ja du hast recht. Ich habe hier zu 90% Sicherheit den Nadel Stinkschwindling gefunden.

    GYMNOPUS PERFORANS

    Nah diese Gattung hat es in sich und ich muss mich noch etwas mehr damit beschäftigen.

    Ich danke dir.

    LG Andy

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