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Birkensteinpilz und netzstieliger Hexenröhrling???

  • Hi zusammen,


    ich war heute mal wieder im Wald unterwegs und habe ein paar Pilze gefunden.


    Bei den ersten Bildern vermute ich, dass es sich um einen kleinen (Hut ca. 6cm) und einen mittleren (ca.14 cm) Birkensteinpilz handelt.


    Bei dem größeren ist die Hutmusterung jedoch auffällig ungleichmäßig und eher untypisch, daher bin ich skeptisch.



    Bei den schön blauenden Pilzen tippe ich wie das Thema schon preisgibt, auf den netzstieligen Hexenröhrling (Hut ca. 16cm) mit gelben Poren.


    Freue mich schon auf eure Expertise.


    Schöne Grüße



  • Hallo jennessy,


    bei der Netzhexe scheint die rote Linie zwischen Hutfleisch und Röhren nicht vorhanden zu sein. Aber wenn nicht genug Farbe da ist, um die Röhrenmündungen rot zu färben, reicht es vielleicht dafür auch einfach nicht… Ansonsten sieht es für mich schon sehr typisch netzhexig aus.


    Beste Grüße

    Sabine

  • bei der Netzhexe scheint die rote Linie zwischen Hutfleisch und Röhren nicht vorhanden zu sein. Aber wenn nicht genug Farbe da ist, um die Röhrenmündungen rot zu färben, reicht es vielleicht dafür auch einfach nicht… Ansonsten sieht es für mich schon sehr typisch netzhexig aus.

    Hallo

    Die Netzhexen können sehr alt und auch sehr groß werden. Bei solchen alten Mumien ist die Röhrenmündung oft nicht mehr rot und die Trennlinie am Hut verblaßt auch stark.

  • Servus!


    Wie von Jörg schon erwähnt: Roter Röhrenboden (= Bataille - Linie = dünne rötliche Trennschicht zwischen Röhren und Hutfleisch) muss nicht sein. Es gibt auch Netzhexen (Suillellus luridus) ohne roten Röhrenboden. Aber zum Ausgleich sei versichert: Roter Röhrenboden kann dafür auch bei den beiden anderen heimischen Suillellus - Arten, also Suilelllus mendax (Kurznetziger Hexenröhrling) und Suillellus queletii (Glattstieliger Hexenröhrling) vorkommen.


    Der ominöse "Birkensteinpilz" (Boletus betulicola) ist aus meiner sicht nichts anderes als der Gemeine Steinpilz (Boletus edulis). Diese schlankstieligen, kaum genetzen, weichen fruchtkörper mit einheitlich hell milchkaffefarbener Hutoberfläche findet man nicht nur bei Birken (bei denen auch ganz normal aussehende Boletus edulis vorkommen), sondern auch bei Rotbuchen, Fichten, Weißtannen, Linden, Kiefern, Hasel, Lärche, Esskastanie, Eiche, Hainbuche usw., also bei allen gängigen Mykorrhizapartnern von Boletus edulis. Morphologisch gibt es fließende Übergänge, genetisch ist kein konstanter Unterschied erkennbar, somit ist "Boletus betulicola" aus meiner Sicht nichts weiter als eine Wuchsform vom Gemeinen Steinpilz (Boletus edulis forma betulicola).


    Spielt hier aber keine rolle, weil Hutoberfläche ganz offensichtlich matt, feinfilzig und samtig, und damit ist Boletus edulis mit alles seinen Dutzenden Wuchsformen (inc. Birkensteinpilz) raus.



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

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