Hallo, Besucher der Thread wurde 17k mal aufgerufen und enthält 29 Antworten
  • Hallo zusammen,


    ich hatte heute ein Erlebniss der besonderen Art. Aus dem Grund würde ich doch gerne mal von euch wissen, wie ihr damit umgeht, wenn ihr mit bekommt, wenn sich jemand mit giftigen Pilzen den Korb füllt??
    Ich habe heute ein älteres Ehepaar im Wald getroffen, dass sich den Korb mit Grünlingen voll packte. Freundlich habe ich dann versucht ihnen klar zu machen, dass der Grünling als giftig eingestuft wurde und auch das warum. Die Antwort war ein mit dem Pilzmesser vor meinem Gesicht rumfummelnder leicht cholerischer Sammler, der glaubte, ich wolle ihn um seine Beute bringen. Da ich keinen Streit vom Zaun brechen wollte und schon garnicht auf andere los gehe, bin ich dann Kofschüttelnd von dannen gezogen und habe mir meinen Teil gedacht.
    Ich denke trotzdem, dass man auch seinen Mitmenschen gegenüber eine gewisse Verantwort hat und doch eigentlich Schaden von diesen abhalten sollte, wenn man davon mit bekommt. Nur was macht man, wenn sich jemand nicht aufklären lassen will?? Geht man dann einfach seiner Wege??


    Gruß Michael

  • Hallo Michael,
    puh.............:what:


    Du sprichst hier ein Problem an, dass aus anderen Perspektiven betrachtet, vielleicht zu relativieren ist:
    Meine Erfahrung zeigt, dass der Mensch selten gegenüber vernünftiger Argumentation zugänglich ist - aus welchen Gründen auch immer.


    Ich habe zeitlebens mit unseren Mitmenschen zu tun gehabt; auch altersmäßig - wie sagt man so schön - querbeet.
    Die Vernunft ist nicht abschätzbar, viele Menschen handeln auch irrational.


    Deine beiden Pilzgänger wollten halt die Pilze haben, sie werden schon wissen WARUM.


    Außerdem ist jeder Mensch für sich selbst verantwortlich.
    Ich bin da nicht Deiner Meinung
    ........Zitat:" dass man auch seinen Mitmenschen gegenüber eine gewisse Verantwort hat und doch eigentlich Schaden von diesen abhalten sollte,.........."

    Grüße aus dem schönen Niederbayern :P


    Jutta


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    Essensfreigaben gibts nur beim Pilzberater vor Ort , Bestimmungsvorschläge meinerseits sind keine Essensfreigaben

  • Und ich bin auch ein Grünlingfan und habe diese in meinen Korb gepackt und werde dies auch immer wieder tun, denn es ist in Deutschland nicht ein Fall bekannt, dass sich jemand an Grünlingen vergiftet hat.
    Es gibt nachgewiesene 3 (DREI) Todesfälle in Frankreich, die den Grünlingen zugesprochen wurden, was allerdings absolut nicht aussagekräftig ist. Auch die mittlerweile insgesamt 14 nachgewiesenen Vergiftungsfälle in den Jahren 1992 bis 2000 sind nicht aussagefähig. Nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen kann es bei empfindlichen Menschen zu Übelkeit kommen bzw. die Forschungsergebnisse französischer Wissenschaftler deuten darauf hin, dass der Pilz bei bestimmten empfindlichen Menschen eine Rhabdomyolyse auslösen kann. Die Betonung liegt auf KANN.


    Es ist mittlerweile bewiesen, dass der Genuß von je 300-400gr. Grünlinge an 3-5 aufeinander folgenden Tagen absolut ungefährlich ist, aber als Vorsichtsmaßnahme auch nicht überschritten werden sollte.


    Allerdings ist die Zahl der durch Grünlinge ausgelösten Unverträglichkeitsreaktionenim Vergleich zu anderen Pilzsorten, die ebenfalls Unverträglichkeitsreaktionen hervorrufen können (z. B. roh verzehrter Hallimasch), außerordentlich gering.


    Ich kann nicht verstehen, wie diese Panikmache immer wieder durch die Foren kursiert.


    Das ist nicht nur meine Meinung, auch viele Wissenschaftler stehen zu dieser Aussage.


    Und ja, die Grünlinge gestern waren richtig lekker.:wink:

    Gruß
    Tommi


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    [size=2][font="Verdana, Arial, sans-serif"]Mitglied der Pilzfreunde in der Gemeinnützigen Gesellschaft Wismar e.V und der Pilzfreunde e.V.[/font][/size]



    :graduate:

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  • Hallo Jutta, Hallo Tommi,


    ich muss gestehen, dass ich noch nie Grünlinge gegessen habe. Was daran lag, dass viele bei uns ab einer bestimmten Größe nach vermodertem Holz riechen und dann wohl auch genauso schmecken werden. Zum anderen haben die immer so sandige Hüte, dass die Putzerei einfach nur nervig ist.
    Trotzdem interessierte es mich einfach mal, was macht man, wenn man mitbekommt, dass jemand einen Giftpilz im Korb hat und der Sammler das nicht einsehen will. Das muss ja nicht immer der Grünling sein, es könnte auch mal einer sein, der dann wirklich böse ist.


    Gruß Michael

  • Hallo Michael,
    es geht ja nicht nur um die Grünlinge, sondern generell um "GIFTPILZE";
    ich denke, dass ich Dir diese Frage beantwortet habe, nach bestem Wissen und Gewissen.
    Letzendlich bist Du derjenige, der dahingehend selbst eine Entscheidung treffen muß......, genauso, wie die Sammler.


    Gruß
    :angelwithstar:
    und
    :evil:

    Grüße aus dem schönen Niederbayern :P


    Jutta


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    Einmal editiert, zuletzt von lactarius ()

  • Hallo Michael!


    Also, lassen wir mal die Grünlinge außen vor... ich denke, wenn man sieht, dass jemand was "echt Böses" sammelt, kann man ihn schon darauf hinweisen, wenn er dann Beratungs-resistent ist, kannst Du es nicht ändern und Du hast das Mögliche in der Situation getan. Vielleicht könnte man noch den Hinweis auf den örtlichen PSV bringen, aber mehr geht dann wohl nicht. Vielleicht trifft man ja auch mal auf jemanden, der für einen guten Rat dankbar ist.


    Abgesehen davon denke ich, einen wohlgemeinten Rat zu geben ist in Ordnung, aber Jutta hat schon auch Recht, wenn sie sagt, dass jeder erwachsene Mensch für sich selbst verantwortlich ist. Wer also Tipps in den Wind schlägt, weiß es entweder wirklich besser oder hat es nicht besser verdient...


    Schöne Grüße,
    Tuppie

    Schöne Grüße aus dem Hessenland,
    Tuppie
    [hr]


    Suche Steinpilz - finde Bitterschwamm...

    Einmal editiert, zuletzt von Tuppie ()

  • Nicht das mein Post hier in den falschen Hals gerät...


    Auch ich versuche jederzeit und überall den nicht so kundigen Pilzsammlern zu erklären, dass sie da etwas sehr giftiges im Korb haben.



    Also nicht dass ihr jetzt denkt, der Tommi ist ein ganz ganz "BÖSER", er andere in den "TOD" laufen lässt, aber zu den Diskussionen um den Grünling, habe ich ein ganz gespaltenes Verhältnis.


    Dem ist wirklich nicht so.


    Also Michael, ich bin voll auf deine Seite, und Jutta, du hast schon recht, wer nicht auf uns "Pilzkundige" hören will, der muss sich dann auch mit den eventuall ganz bösen Unannehmlichkeiten abfinden. So leid es mir dann auch tut....man kann niemanden dazu zwingen, einen Fehler nicht zu begehen.


    Ich hoffe, dass ich nun ein wenig richtig gestellt habe.....

    Gruß
    Tommi


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  • Hallo Michael,
    Ich stand vor diesem Problem noch nicht , aber wenn man sieht , daß jemand giftige Pilze im Korb hat , MUSS man ihn darauf hinweisen , sonst wäre es unterlassene Hilfeleistung.
    Besteht derjenige dann darauf , diese trotzdem zu essen , ist es sein Problem.
    Obwohl mich jede Zigarettenpackung darauf hinweist , daß Rauchen tödlich sein kann , tu ich es trotzdem. Jeder hat das Recht , sich so zu schädigen wie er möchte (jedes Volk hat sein Lieblingsgift).
    Grüße Norbert

    Das Pilzwissen kriecht mir nach , hoffentlich holt es mich mal ein .

  • Tommi,
    Zitat:.......Also nicht dass ihr jetzt denkt, der Tommi ist ein ganz ganz "BÖSER", er andere in den "TOD" laufen lässt, aber zu den Diskussionen um den Grünling, habe ich ein ganz gespaltenes Verhältnis.


    Ich hatte bisher nicht die Vermutung, dass Du ein BÖSER bist; Wie geschrieben, es geht hier um Giftpilze, die man in einem Pilzkorb eines Sammlers sieht,
    ....RICHTIG....???
    Was ist zu tun????
    1. denjenigen, der diese Pilze im Korb hat, auf diese Giftpilze hinweisen und erklären


    2. den Sammler zum Entsorgen aus dem Korb bewegen


    3. dann gibt es 2 Wege:


    a) der Sammler entfernt die Pilze
    b) der Sammler will die Pilze behalten, trotz Aufklärung


    4. DU SELBST mußt die Entscheidung Deiner Mitmenschen lernen zu akzeptieren


    5. Du selbst bist traurig, da keiner auf Dich gehört hat:D

    Grüße aus dem schönen Niederbayern :P


    Jutta


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  • Jutta,


    wieder mal mit dir zusammen der gleichen Meinung, allerdings nur bei Giftpilzen oder wirklich unangenehmen, z.B. Gallenröhrling, sage ich den "UNKUNDIGEN" etwas....
    Demzufolge würde ich bei Grünlingen absolut nichts in Richtung Aufklärung unternehmen.:wink:

    Gruß
    Tommi


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  • Hallo alle in der Grünlingsdiskussion,


    wenn in meine Pilzberatung jemand mit Grünligen kommt, bin ich laut Gesetz (nur in M-V) dazu verpflichtet, im die Pilze wegzunehmen, natürlich nach einem hinweisenden Gespräch. Ist er damit nicht einverstanden, muss ich seine ausführliche Adresse notieren. Auch das kann er natürlich verweigern. So muss bei uns mit allen Giftpilzen umgegangen werden.
    Die Diskussion um diesen Pilz ist natürlich nicht abgeschlossen und die wissentschaftliche Forschung erst recht nicht. Wenn es weitere Geschehnisse gibt, die schwere Folgen auch in Deutschland haben und diese publiziert werden, wird sich die Einstellung zum Grünling allmählich ändern. Ich erinnere nur an die seit ca. 40/50 Jahren andauerende Kampangne zum Kahlen Krempling - die hat doch heute Wirkung gezeigt.


    Viele Grüße

    Viele Grüße


    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock




    Hinweis: Hier im Forum wird es von mir keine Verzehrfreigaben geben, weil eine Bestimmung über Bild immer fehlerhaft sein kann.

  • Guten Abend zusammen :)


    find auch dass man zumindest darauf hinweisen sollte, wenn es "unangenehme" wie der Gallenröhrling sind. Hab ich auch bereits ein paar Mal gemacht, 1 einziges mal wurde es nicht angenommen. Die Herrschaften waren der Meinung ich (wobei mein Korb fast voll war) "kleines Mädl" wolle ihre tollen Gallis (Verzeihung: Mega-Über-Steinpilze mit rosa-grauen Röhren :sick: und davon gleich den ganzen Korb voll, nen Steinpilz konnte ich nicht entdecken) dann danach einsammeln. Kam mir hinterher noch vor wie ein Klugschei..er, aber tja, ich hab dann nur noch gesagt "dann wünsch ich noch guten Appetit, vielleicht denken Sie ja während dem Verzehr dann doch noch an mich" :dumb:


    Bei Giftpilzen würd ich mich ehrlich gesagt wohl sehr akribisch dafür einsetzen dass sie die wirklich noch vor Ort entsorgen. Hab normal ja auch immer mein Taschenbuch eingesteckt, von daher könnte ich ja auch gleich "Beweise" liefern ;) Sind sie dann immer noch unbelehrbar, tja - kann man nix machen, aber man hat es versucht und hoffentlich ein bisschen ins Gewissen geredet... Bisher habe ich jedoch noch nie Sammler gesehen, deren Korb schön bunt mit Gut&Böse gemixt war nur eben mal ab und an mit "vermeintlichen Steinpilzen" :D


    Aber eins interessiert mich noch:

    Zitat von weisheit pid='6683' dateline='1381779037'

    ...im die Pilze wegzunehmen, natürlich nach einem hinweisenden Gespräch. Ist er damit nicht einverstanden, muss ich seine ausführliche Adresse notieren. Auch das kann er natürlich verweigern. So muss bei uns mit allen Giftpilzen umgegangen werden.


    kommt das oft vor? Ich meine wenn jemand mit wirklich giftigem Zeugs (ich frag jetzt explizit nicht nach Grünlingen, sondern allgemein) bei dir ankommt, gibts da wirklich noch welche, die dennoch auf die Pilze bestehen? Wenn ja kann ich nur noch mit dem Kopf schütteln... :(


    ganz nach dem Motto: gibt es gratis im Wald, also futtere ich es auch - die sehn doch sooo schön aus :horny:

    :love: - liche Grüße aus dem bayrischen Wald
    Lexi


    Man kann jeden Pilz essen - manche davon allerdings nur einmal ;)

  • Hallo Lexi,


    deine Frage kann ich mit Nein beantworten. Alles, was an giftigen Pilzen in der Beratungsstelle aussortiert wird bekommt der Kunde nicht wieder mit. Es gibt ganz selten jemanden, der darauf besteht und auch nicht bereit ist, seine Adresse preis zu geben. Aber einige meiner Pilzberaterkollegen hatten solche Fälle schon.


    Viele Grüße

    Viele Grüße


    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock




    Hinweis: Hier im Forum wird es von mir keine Verzehrfreigaben geben, weil eine Bestimmung über Bild immer fehlerhaft sein kann.

  • Hallo Veronika,


    aber es gibt sie anscheinend dann doch - die unbelehrbaren :( Ich wünsche dir für die Zukunft keine solche Fälle...

    :love: - liche Grüße aus dem bayrischen Wald
    Lexi


    Man kann jeden Pilz essen - manche davon allerdings nur einmal ;)

  • Hallo,


    manchmal bin ich froh, was Pilze betrifft ein kleiner Schisser zu sein. Ich nehme wirklich nur dass, was ich wirklich kenne.
    Manchmal kann es aber auch zum Problem werden, ein Schisser zu sein. Dieses Jahr gibt es bei uns Unmengen von Reifpilzen zu finden. Mein PSV hat sie mir als Zigeuner bestätigt. Trotzdem tue ich mich immer wahnsinnig schwer damit, den auch mal zu essen. Schliesslich soll er super sein.
    Wenn ich dann noch so an meine Jugend denke, was Muttern uns da alles so aus dem Wald ran geschleppt hat und das wir das auch gegessen haben, ohne Probleme zu bekommen,erscheint mir manchmal wie ein Wunder. Den kahlen Krempling, Herbstlorchel, und noch so einige, die heute alle als giftig gelten.


    Gruß Michael

  • "Wenn ich dann noch so an meine Jugend denke, was Muttern uns da alles so aus dem Wald ran geschleppt hat und das wir das auch gegessen haben, ohne Probleme zu bekommen,erscheint mir manchmal wie ein Wunder. Den kahlen Krempling, Herbstlorchel, und noch so einige, die heute alle als giftig gelten."


    Und hat dich das irgendwie geschädigt, oder kennst du jemanden, dem dies geschadet hat?

    Gruß
    Tommi


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    :graduate:

  • Zitat von Na Icke pid='6705' dateline='1381784156'

    "Den kahlen Krempling, Herbstlorchel, und noch so einige, die heute alle als giftig gelten."


    Hallo Tommy,


    wer erzählt denn daß die Herbstlorchel giftig ist? Sie ist zäh und geschmacklos aber nicht giftig.


    http://www.tintling.com/pilzbu…en/h/Helvella_crispa.html


    Nur weil sie Lorchel heißt muß sie kein Gyrometrin enthalten. Sie gehört zur Gattung Helvella und nicht zu Gyromitra.


    Hallo Veronika,


    meine aus Osteuropa eingewanderten Nachbarn essen jetzt noch reichlich Kahle Kremplinge und sind putzmunter. Die lachen nur über meine Erklärungsversuche über deren Giftigkeit. Zumindest liegen beim Krempling im Gegensatz zum Grünling belastbare wissenschaftliche Ergebnisse vor.


    VG Jörg

    Weil Pilze keine Bücher lesen sehen sie selten so aus wie sie sollten

  • Hallo Tommi,


    ich kann dir leider nicht sagen, ob es jemanden aus meiner Familie geschädigt hat. Das es eventuell meine Eltern geschadet haben könnte, da besteht heute, 12 Jahre später schon ein kleiner Verdacht. Beide sind innerhalb eines Jahres an Nierenversagen gestorben, trotz Dyalyse.


    Gruß Michael

  • Hallo Jörg,


    dies war ein Zitat aus Michael seinem Posting, ich weißdas, dass die Herbstlorchel NICHT giftig ist. Und sehr junge Kremplinge brate ich mir auch heute noch ab und zu mal:)


    hallo Michael,


    das tut mir wirklich leid mit deinen Eltern, allerdings ist ein Nierenversagen nicht grundsätzlich auf Pilzgenuß zurück zu führen.

    Gruß
    Tommi


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    :graduate:

  • Hallo Tommy,


    das habe ich falsch gelesen:grrr:. Du hättest es als Zitat kennzeichnen sollen, dann wäre das nicht passiert. Den leicht säuerlichen Geschmack von Paxillus involutus finde ich auch sehr interessant auch wenn ich den schon längere Zeit nicht mehr konsumiert habe:wink:.



    VG Jörg

    Weil Pilze keine Bücher lesen sehen sie selten so aus wie sie sollten

  • Hallo Jörg,


    gut, dass du darauf hinweist, die Herbstlorchel ist nicht giftig!


    Ich weiß, dass in Osteuropa die Kremplinge nach wie vor gegessen werden. Ich selbst habe als Kind und Jugendliche große Mengen dieses Pilzes verspeist und sie sind gut. Die wissenschaftlich fundierten Erkenntnisse beim Kahlen Krempling sind so eine Sache. Gibt es eine Statistik über Vergifungen mit dem Kahlen Krempling? Gab es in den letzten 10 Jahren Todesfälle mit diesem Pilz? Karin Montag hat ein Interview in einem Tintling mit einem Experten geführt zu diesem Thema, in welchem sie sich für den Kahlen Krempling stark machte und nach eindeutigen Beweisen für seine Giftigkeit fragte. Bist du Tintlingsleser?


    Nun, es sei wie es ist - ich darf den Krempling nicht frei geben und kläre die Leute immer wieder auf über das, was allgemein bekannt ist.


    Viele Grüße

    Viele Grüße


    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock




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  • Hallo Veronika,


    das was du in deiner Funktion als PSV machen "musst" und das was eigentlich richtig ist und wäre, sind in diesem Staat nun mal zwei verschiedene Paar Schuhe.
    Ich finde es gut, dass du die Diskussion um den Kahlen Krempling genau so siehst wie es eigentlich auch ist, es gibt nehmlich absolut keine fundierten Beweise, dass der Genuß von einigen als jetzt "GIFTIG" ausgewiesenen früheren Speisepilze, zum Tod geführt haben. Dies habe ich schon über den Grünling beschrieben.


    Hallo Jörg,


    ich hatte diese Passage von Michael doch in Gänsefüßchen gesetzt:wink:

    Gruß
    Tommi


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    :graduate:

  • Guten Morgen,


    über die Giftigkeit von Grünlingen und dem Kahlen Krempling möchte ich mich hier nicht streiten. Dazu fehlt mir einfach das Wissen über die beiden. Ich muss mich auf das verlassen, was die Fachleute zum besten geben und lass dann auch meine Finger von denen.
    Anderseits kann ich mich noch sehr gut daran erinnern, wie ich als Kind in den Wald gerannt bin und über Jahre Zentnerweise Kahle Kremplinge zu Ankaufsstelllen geschleppt habe, um mein Taschengeld auf zu bessern.
    Sollte da wirklich mal jemand nach dem Genuss der Konserven Vergiftungserscheinungen gehabt haben, dann bestimmt eher daran vieleicht, weil wirklich alles, was irgendwie geniessbar war dorthin geschleppt wurde.


    Gruß Michael

  • und jetzt kommen wir zum Punkt....



    welche Fachleute...


    Es kann jeder ein Pilzbuch schreiben, egal ob alles richtig oder eben auch falsch ist. Es gab und gibt immer noch einige s.g. Fachleute, die dies zur Genüge getan haben. Es werden Eventualitäten als das einzig richtige dargestellt, egal wie viele andere s.g. Fachleute dagegen Argumente haben. Heutzutage hat nicht das Wissen die Macht, es ist nur die Lobby, welche bestimmt, was und wie etwas veröffentlicht wird und es werden die weniogen Unverträglichkeiten einiger Menschen, welche unter Umständen auch zum Tod geführt haben, herangezogen um die Falsch-bzw. Fehlaussagen zu bekräftigen. Wer kann denn definitiv sagen, dass es wirklich nur die Grünlinge waren, die die 3 einzig nachgewiesenen Toten nach Grünlinggenuß, herbeigeführt haben.


    Es ist heutzutage üblich, dass wenn etwas nicht genau erklärbar ist, es erstmal als giftig oder verboten darzustellen.


    Das ist nicht nur bei Pilzen so, wobei ich der festen Überzeugung bin, dass Pilze noch die am wenigsten manipulierten Lebensmittel sind.

    Gruß
    Tommi


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