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Pilzbestimmung Nadelwald

  • Hallo zusammen


    Ich habe gestern einige Pilze fotografiert. Da mich Pilze sehr faszinieren, ich aber leider nur wenige Arten bestimmen kann, dachte ich mir ich stelle hier mal ein paar Bilder ein. Mir ist zwar klar, dass zur genauen Pilzbestimmung oft viele Informationen nötig sind, aber vielleicht erhalte ich dennoch ein paar Vermutungen oder sogar Bestimmungen. Jedenfalls würde ich mich über Hilfe sehr freuen. Fotografiert habe ich die Pilze in einer Höhe von etwa 1800m bis 2000m ü.M. in einem Nadelwald mit den Baumarten Fichten, Lärchen und Arven (Zirben).


    Pilz Nr. 1:



    Leider weiss ich nicht was das für ein Pilz sein könnte.


    Pilz Nr. 2:



    Könnte das eventuell ein Rotbrauner Milchling sein?


    Pilz Nr. 3:



    Noch ein Rotbrauner Milchling?


    Pilz Nr. 4:


    Vielleicht ein Gift-Häubling?


    Pilz Nr. 5:



    Ich denke das ist ein Semmelstoppelpilz, liege ich richtig?


    Pilz Nr. 6:




    Da habe ich leider wieder keine Ahnung was das sein könnte.


    Pilz Nr. 7:


    Von diesem Pilz habe ich leider nur ein Bild von unten, da er so dagelegen ist.



    Und zum Schluss noch ein paar die ich bestimmen konnte. :)

    Pilz Nr. 8:


    Ein kleiner Fliegenpilz.


    Pilz Nr. 9:


    Zwei schöne Steinpilze, die im Körbchen gelandet sind. :thumbup:


    Falls ihr ein paar Ideen habt würde ich mich sehr freuen.


    LG

    Benjamin

  • Hallo Benjamin,


    es wäre schön wenn Du deine Anfragepilze nummerieren würdest.


    Nr. 1 sollte der Graue Lärchenröhrling sein, der Semmelstoppelpilz auf den Namen Hydnum repandum var.rufescens hören. Der darauf folgende ist ein Scheidenstreifling (Amanita spec.), der allein mit einem Bild nicht bestimmbar ist.


    VG Jörg

    Weil Pilze keine Bücher lesen sehen sie selten so aus wie sie sollten

  • Hallo Jens,

    beim vorletzten einen scheidenstreifling, vermutlich zweifarbigen.

    das ist mutig, da ja kaum relevante Merkmale zu erkennen sind.


    Hallo Benjamin,


    ein Gifthäubling dürfte Nummer vier nicht sein. Mehr kann ich aber zu dem nicht sagen.


    VG Jörg

    Weil Pilze keine Bücher lesen sehen sie selten so aus wie sie sollten

  • Hallo Jens


    Auch dir besten Dank für die Informationen. Wie ich gerade gelesen habe sind alle Scheidenstreiflinge essbar, können aber mit dem Pantherpilz, sowie mit den Knollenblätterpilzen verwechselt werden. Gibt es denn in dieser Höhe und in reinen Nadelwäldern überhaupt Panther- und Knollenblätterpilze? Wie ist der Scheidenstreifling im Geschmack?


    LG

    Benjamin

  • Hallo benjamin

    Der pantherpilz kommt laut Literatur gerne im bergnadelwald. Ich selber bin selten über 700m bei mir unterwegs.

    Probiert habe ich schon mal scheidenstreiflinge. Ich glaube sie waren recht neutral. Sie halten aber auch schlecht im pilzkorb. Gehen schnell sehr kaputt und sind dann unschön.


    Hallo Jörg

    Also die Hut Zeichnung und Rand riefung, der Stiel und die scheide (zumindest deute ich das als scheide was hinter dem morschen Stück Holz zu sehen ist) deutet für mich ziemlich klar auf scheidenstreifling hin. Für den zweifarbenen ist der Hut Rand (noch?) nicht dunkel genug. Daher "vermutlich".


    Lg jens

  • Gibt es denn in dieser Höhe und in reinen Nadelwäldern überhaupt Panther- und Knollenblätterpilze?

    Der Pantherpilz ist ein Knollenblätterpilz und auch die Scheidenstreiflinge gehören zur selben Gattung. Der einzige, wirklich gut schmeckende Scheidenstreifling ist Amanita crocea. Alle anderen sind nur Mischpilze, die man am besten als letztes in den Korb tut. Sonst hast Du nur Pilzstücke.


    VG Jörg

    Weil Pilze keine Bücher lesen sehen sie selten so aus wie sie sollten

  • Hallo Benjamin,

    zu Nr. 2 und 3: wenn du mit Rotbrauner Milchling Lactarius rufus meinst - das glaube ich eher nicht. Nr. 2 hätte ich eher als L. badiosanguineus angesehen, Nr. 3 eventuell als L. trivialis. Ohne Kenntnis des Geschmacks und der eventuellen Milchverfärbung an der Luft geht halt bei so aussehenden Milchlingen wenig außer Raten.

    zu Nr. 6: könnte man mit Amanita submembranacea vergleichen; ich war letzte Woche auch in einem Lärchen-Zirben-Wald auf 1800 m NN, da war der richtig häufig und sicherlich der häufigste Scheidenstreifling

    zu Nr. 7: das dürfte einer der schlimm organgiftigen Cortinarien sein, z. B. C. rubellus/speciosissimus

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • Hallo Stephan


    Vielen Dank für deine Hilfe und die interessanten Informationen. Also nochmal zusammengefasst:

    Pilz 1: Vermutlich der Graue Lärchenröhrling (Suillus viscidus)

    Pilz 2: Könnte ein Braunroter Milchling/Orangeblättriger Milchling (Lactarius badiosanguineus) sein.

    Pilz 3: Könnte ein Nordischer Milchling (Lactarius trivialis) sein.

    Pilz 4: -

    Pilz 5: Semmel-Stoppelpilz/Semmelgelber Stacheling (Hydnum repandum)

    Pilz 6: Vermutlich ein Grauhäutiger Scheidenstreifling (Amanita submembranacea)

    Pilz 7: Vermutlich einer aus der Gruppe der tödlich giftigen Schleierlingen (Cortinarius), vielleicht der Spitzgebuckelte Raukopf (Cortinarius rubellus) oder der Orangefuchsige Raukopf (Cortinarius orellanus)


    Wirklich sehr interessant, die Welt der Pilze. Ich habe mir jetzt die neuste Ausgabe vom Buch "Welcher Pilz ist das?" von Markus Flück bestellt. Ich hoffe das Buch ist gut. :)


    LG

    Benjamin

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