Lamellenpilz mit Ring unter einer Fichte

Es gibt 20 Antworten in diesem Thema, welches 24.457 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (5. Februar 2014 um 11:16) ist von Ingo W.

  • Liebes Pilz-Forum

    Unter einer Fichte habe ich diesen weissen Pilz mit bräunlichem Hut und Ring am Stiel gefunden. Es fanden sich - getrennt stehend - noch zwei oder drei weitere Pilze der selben Art. Die Lamellen stehen dicht, sind nicht brüchig, das Pilzfleisch des Hutes ist sehr weiss, zeigt im Anschnitt keine wesentliche Verfärbung und riecht pilzig. Mit meiner bescheidenen Pilzkenntnis würde ich meinen, dass es sich um einen Egerlingsverwandten handelt. Danke für Eure Hilfe...!

  • Hallo Matyves !
    ist der Ring verschiebbar ?
    Gruß Harry

    Essensfreigaben gibts nur beim Pilzberater vor Ort , Bestimmungsvorschläge meinerseits sind keine Essensfreigaben

  • Hallo Matyves,

    als Egerlingsverwante kommen da nur in Betracht - der Seidige Egerlingsschirmling (Leucoagaricus holosericeus). Aber der Standort unter Fichten stimmt da überhaupt nicht.

    Viele Grüße

    Viele Grüße

    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock


    Hinweis: Hier im Forum wird es von mir keine Verzehrfreigaben geben, weil eine Bestimmung über Bild immer fehlerhaft sein kann.

  • Hallo Matyves !
    auch nach oben lässt sich der Ring nicht verschieben ?
    ich denke das der Pilz irgendwo auf einer Rasenfläche ( man sieht neben Gras auch Löwenzahn ) gewachsen ist , die Fichte steht da evtl. gar nicht direkt in Zusammenhang ....
    ich denke übrigens an einen Vertreter der Gattung Leucoagaricus ( Egerlingsschirmlinge )
    Gruß Harry

    Essensfreigaben gibts nur beim Pilzberater vor Ort , Bestimmungsvorschläge meinerseits sind keine Essensfreigaben

  • Hallo Matyves
    Also, wenn ich das Schnittbild so sehe, der Ring sieht nicht angewachsen aus. Kann der nur angetrocknet sein? Läßt er sich ablösen?

  • Schirmling ist richtig, denn im Schnittbild ist deutlich zu sehen, dass der Stiel vom Hut getrennt ist und die Lamellen den Stiel nicht erreichen.
    Ein Rosablättriger ist es nicht, den kenne ich zu gut. Und wenn der Pilz im Hintergrund ein älterer Fruchtkörper der gleiche Artengruppe darstellt, müssten die Lamellen schon ziemlich dunkel-amethystgrau sein. Sind sie aber nicht.

    Es gibt aber einen Schirmling, bei dem sich die Lamellenfarbe kaum verändert, während der Hut immer brauner wird.
    Grauhütiger Egerlingsschirmling oder auch Grauender Schirmpilz (aus Lepiotazeiten) genannt (Leucoagaricus cinerascens).

    Netter Gruß vom Rudi

  • Hallo,
    ich würde den Pilz erst mal für Leucoagaricus leucothites s.l., den Rosablättrigen Egerlingsschirmpilz, halten.

    Zitat von Rumpelrudi

    Ein Rosablättriger ist es nicht, den kenne ich zu gut. Und wenn der Pilz im Hintergrund ein älterer Fruchtkörper der gleiche Artengruppe darstellt, müssten die Lamellen schon ziemlich dunkel-amethystgrau sein. Sind sie aber nicht.

    Die Art kann durchaus lange weiße / weißliche Lamellen haben, auch im Alter. Außerdem sind die Lamellen beim alten Pilz auf dem Foto schon recht dunkel.

    Zitat von Rumpelrudi

    Es gibt aber einen Schirmling, bei dem sich die Lamellenfarbe kaum verändert, während der Hut immer brauner wird.
    Grauhütiger Egerlingsschirmling oder auch Grauender Schirmpilz (aus Lepiotazeiten) genannt (Leucoagaricus cinerascens).

    L. cinerascens wäre hier die andere Möglichkeit. Der Hut sieht schon leicht graubräunlich aus in der Mitte, besonders beim älteren Exemplar.
    Sie Frage ist jetzt, ob L. cinerascens, den ich noch nicht gefunden habe, grauer, bzw. mehr schuppig-körnig sein muss und ob die leicht bräunliche Hutmitte (die auch L. leucothites s.l. haben kann) zu L. cinerascens oder zu L. leucothites s.l. weist.
    L. leucothites ist natürlich die häufigere Art. Die Variationsbreite von L. leucothites ist noch unzureichend bekannt, es gibt in der Verwandtschaft auch gräuliche Arten, die möglicherweise synonym sind.

    Zitat von Weisheit

    ...der Seidige Egerlingsschirmling (Leucoagaricus holosericeus). Aber der Standort unter Fichten stimmt da überhaupt nicht.

    L. holosericeus ist synonym zu L. leucothites, es sind also nur unterschiedliche Formen einer Art.
    Und weil die Egerlingsschirmpilze Saprobionten sind, spielt auch der Baum in der Nähe keine Rolle.

    Zitat von Harry

    ist der Ring verschiebbar ?

    Diese Information ist, glaube ich, auch unnötig zur Artbestimmung. Aber wahrscheinlich wollten die Frager Riesenschirmpilze (Macrolepiota) ausschließen.

    Zitat von Rumpelrudi

    Schirmling ist richtig, denn im Schnittbild ist deutlich zu sehen, dass der Stiel vom Hut getrennt ist und die Lamellen den Stiel nicht erreichen.

    Wenn du mit "Schirmling" die Familie Lepiotaceae meinst, ist die Aussage nicht ganz richtig, denn es gibt auch Arten aus anderen Familien mit freien Lamellen. Wenn du die Gattung Lepiota meinst, ist die Aussage auch unrichtig, denn die Pilze gehören ja zur Gattung Leucoagaricus. :wink:

    Viele Grüße,
    Emil

  • Ich weiß zwar nicht, aus welchem Buch Du als Pilzbibel zitierst, aber es ist für die Praxis ziemlich untauglich.
    Die Art kann durchaus lange weiße / weißliche Lamellen haben, auch im Alter. Außerdem sind die Lamellen beim alten Pilz auf dem Foto schon recht dunkel.
    Der Rösablättrige hat im Alter nie helle Lamellen, auch keine recht dunklen, sondern sie gehen mehr ins Schwarze. "Recht dunkel" ist der Unterschied zwischen Genuss und Gastritis, in dem Fall letzteres.

    Der L. cinerascens kommt reinweiß mit winzigen weißen Schüppchen zur Welt, wie der Samtige und Rosablättrige. Wird auch nicht schuppiger. Die schuppigen Arten ähneln dem Formenkreis um L. americanus, dem lebensgefährlichen L. helveola, welche sich jedoch allesamt bei Druck oder Verletzungen verfärben. Ausnahme einige Schirmpilze (Macrolepiotas). Die sind hier wohl ausgeschlossen.
    Nachdunkeln tun alle Arten, jedoch behält nur der L. cinerascens seine hellen Lamellen... auch bei Druck. Sie werden nur schmutzigweiß.
    Mit der Variationsbreite hast Du recht, denn es werden immer wieder neue Arten bei Leucoagaricus festgestellt.

    L. holosericeus ist synonym zu L. leucothites, es sind also nur unterschiedliche Formen einer Art.
    Damit hast Du dich vertan. Du meinst bestimmt, dass L. leucothites mit L. naucina/pudicus identisch ist. Manche Autoren verbreiten aber ihre eigenen Ansichten.

    Wenn du mit "Schirmling" die Familie Lepiotaceae meinst, ist die Aussage nicht ganz richtig, denn es gibt auch Arten aus anderen Familien mit freien Lamellen.
    Wer lesen kann ist im Vorteil. Im Zitat und in meinem Originaltext steht klar die Kombination mit dem freien Stiel zum Schirmling. Andere Arten interessieren bei der Bildvorstellung nicht.

    Wenn du die Gattung Lepiota meinst, ist die Aussage auch unrichtig, denn die Pilze gehören ja zur Gattung Leucoagaricus.
    Stimmt, nur habe ich keine Aussage zu Lepiota gemacht. Lediglich in Klammern habe ich auf eine frühere Zuordnung zu "Lepiotazeiten" hingewiesen.
    Der Hintergrund ist, dass in der Folge auch die deutsche Bezeichnung in den Zungenbrecher Egerlingsschirmling gewandelt wurde. Dazu wurde der Artname mit dem Zusatz "Grauer" versehen, was völlig falsch ist, denn nur "Grauender" ist wegen dem altersbedingten Farbwechsel nachvollziehbar. Wer in der Literatur aufgrund der neuen Wortschöpfung nach grauen Pilzen sucht, wird in der Praxis ein Problem haben.

    Netter Gruß vom Rudi

  • Hallo !
    ich denke die Lamellenfarbe ist beim Rosablättrigen Egerlingsschirmling ( Leucoagaricus leucothites ) im Alter rosa was anderes konnte ich bisher noch nicht beobachten
    Gruß Harry

    Essensfreigaben gibts nur beim Pilzberater vor Ort , Bestimmungsvorschläge meinerseits sind keine Essensfreigaben

  • Hallo Rudi,

    Zitat von Rumpelrudi

    Ich weiß zwar nicht, aus welchem Buch Du als Pilzbibel zitierst, aber es ist für die Praxis ziemlich untauglich.

    Ich habe einen Haufen Pilzbücher, aus denen ich die Informationen habe, andere habe ich von selbstgefunden Pilzen. Ich glaube kaum, dass sie alle untauglich sind.

    Zitat von Rumpelrudi

    Der Rösablättrige hat im Alter nie helle Lamellen, auch keine recht dunklen, sondern sie gehen mehr ins Schwarze. "Recht dunkel" ist der Unterschied zwischen Genuss und Gastritis, in dem Fall letzteres.

    Der Rosablättrige hat NIE schwarzbraune Lamellen, sie bleiben immer weißlich rosa, schon deshalb, weil die Verfärbung vom Sporenpulver kommt und die Art kein schwarzes, sondern blassrosa Sporenpulver hat.

    Ich kann gerne auch ein bisschen zitieren:

    Wikipedia:

    Zitat

    ...nur im Alter blass rosa gefärbte Lamellen und ein ebenso gefärbtes Sporenpulver.


    Tintling:

    Zitat

    Lamellen lange weiß, im Alter zart rosa.


    123Pilze:

    Zitat

    Weiß, frei, alt leicht rosa.


    Die Großpilze Baden-Württembergs:

    Zitat

    Lamellen weiß, alt oder überaltert meist creme- bis graurosalich.


    Der große BLW Pilzführer:

    Zitat

    Lamellen zuerst weiß, dann deutlich rosa.


    Pareys Buch der Pilze:

    Zitat

    Lamellen erst weiß, später rosa.


    Reicht das an Beispielen? Ich könnte die Liste endlos fortführen.
    Zeig mir doch mal bitte ein Bild von Leucoagaricus leucothites mit mehr ins Schwarze gehenden Lamellen!

    Zitat von Rumpelrudi

    Der L. cinerascens kommt reinweiß mit winzigen weißen Schüppchen zur Welt, wie der Samtige und Rosablättrige. Wird auch nicht schuppiger.

    Das weiß ich nicht, ich habe ja geschrieben, die Art noch nicht selbst gefunden zu haben. Ich habe mich hier auf Die Großpilze Baden-Württembergs bezogen:

    Zitat

    Hut graulich, körnelig-faserig bis fast schuppig.


    Daher kommt meine Aussage mit der Schuppigkeit.

    Zitat von Rumpelrudi

    Die schuppigen Arten ähneln dem Formenkreis um L. americanus, dem lebensgefährlichen L. helveola, welche sich jedoch allesamt bei Druck oder Verletzungen verfärben. Ausnahme einige Schirmpilze (Macrolepiotas). Die sind hier wohl ausgeschlossen.

    Hier wirfst du wieder zusammen, was nicht zusammengehört.
    L. americanus gehört zur Gattung Leucoagaricus (Egerlingsschirmlinge), L. helveola dagegen zur Gattung Lepiota (Schirmlinge). Schuppige Arten der Gattung Leucoagaricus können nicht zum Formenkreis von einer Lepiota gehören (die auch ganz anders aussieht und viel kleiner ist), auch wenn der deutsche Name ähnlich sein mag.
    Macrolepiota ist wieder was Anderes, stimmt, die Gattung ist hier ausgeschlossen.

    Zitat von Rumpelrudi

    Nachdunkeln tun alle Arten, jedoch behält nur der L. cinerascens seine hellen Lamellen... auch bei Druck. Sie werden nur schmutzigweiß.

    Vielleicht kannst du auch mal die Quelle dieser Information angeben?

    Zitat von Rumpelrudi

    L. holosericeus ist synonym zu L. leucothites, es sind also nur unterschiedliche Formen einer Art.
    Damit hast Du dich vertan. Du meinst bestimmt, dass L. leucothites mit L. naucina/pudicus identisch ist.

    Die allgemein anerkannten Webseiten zu gültigen Namen sind doch Index Fungorum und MycoBank. Die sagen beide, dass L. holosericeus synonym zu L. leucothites ist, auch wenn die in vielen Pilzbüchern noch getrennt aufgeführt sind.
    Worauf beziehst du dich? Bestimmt auf eines dieser Pilzbücher.
    L. naucinus und L. pudicus sensu auct. sind ebenfalls synonym zu L. leucothites.

    Zitat von Rumpelrudi

    Wer lesen kann ist im Vorteil.

    Kein Grund, wütend zu werden. Du hast offenbar den augenzwinkernden Smiley :wink: übersehen. Deine Aussage war nur ungenau, was ich angemerkt habe.

    Zitat von Rumpelrudi

    Im Zitat und in meinem Originaltext steht klar die Kombination mit dem freien Stiel zum Schirmling. Andere Arten interessieren bei der Bildvorstellung nicht.

    Also erstmal ist Schirmling keine Art, sondern eine ganze Gattung (Lepiota), bzw. sogar eine ganze Familie (Lepiotaceae).
    Freie Lamellen (freier Stiel) als Erkennungsmerkmal für Schirmling zu nennen ist ungenau, weil es auch Pilze mit freien Lamellen gibt, die keine Schirmlinge sind. Nichts anderes wollte ich ausdrücken. Ich hoffe, es ist jetzt verständlich.

    Viele Grüße,
    Emil

  • Bis jetzt schrieb ich aus der Praxis. Harry, wenn Du irgendwann einen vermeintlichen grauhütigen Waldchampignon mit auffällig dünn erscheinenden Stiel findest, der sich im Schnitt nicht verfärbt, sondern im Schnitt eher der Hutfarbe entspricht, steckt meist der Rosablättrige Egerlingschirmling mit fast schwarzen Lamellen dahinter. Alte Egerlingschirmlinge finde ich (noch) nicht im Netz, erinnere mich aber an ein Bild der Hutunterseite aus einem Text in diesem Forum von vor 3-4 Wochen. Das Bild zeigt mehrere alte Rosablättrige Egerlingsschirmlinge von unten mit schwarzbraunen Lamellen.
    Der Rosablättrige Egerlingschirmling ist hier in der Umgebung ein Massenpilz der Waldränder am Übergang von Fichtenwald zum Niederholz (Hasel-, Hainbuche, Brombeere). Ich weiß somit sehr genau wovon ich schreibe. Insbesondere für dieses Forum werde ich mir eine Fotodokumentation in mein Terminbuch schreiben, auch wenn die Bilder optisch nicht mit irgendwelchen Pilzbeschreibungen übereinstimmen sollten.

    Hallo Emil
    Es freut mich, dass Du viel Lektüre hast. Ich habe in meiner Jugendzeit nur eins gekauft und seitdem nichts mehr. Die wissenschaftliche Bearbeitung des Buches hat damals Till Reinhard Lohmeyer gemacht. Den Bayern bestimmt ein Begriff.
    Das habe ich mal aus einer Ecke gekramt...und siehe da... hierin ist der Rosablättrige Schirmling nicht mehr aktuell als Lepiota Naucina geführt. Dort steht unter Lamellen: anfangs weiß, später rosa, schließlich amethystgrau. Genau das sind auch meine praktischen Erfahrung. Lediglich das Weiß ist kaum erkennbar chremefarbiger als beim weißen Knolli und am Ende ist das Amethystgrau so gut wie schwarz. Dann ist der Fruchtkörper aber fast vergammelt und riecht auch entsprechend.
    Meine Vermutung ist folglich, dass Deine zitierten Texte nur kritiklos vom Vorgängerautor übernommen wurden und nur die sammelwürdigen Pilzfarben beschreiben.
    Ich hatte aber gute praktische Lehrer, die nach meinem Sinn kein Buch nötig machten. Für die Theorie interessiere ich mich erst seit 2 Jahren und stosse dabei ständig auf Diskrepanzen zu der erfahrenen Praxis. Bisher habe ich kein neueres Buch gefunden, welches meinen Praxis-Ansprüchen vor Ort genügt. Bon kommt dem schon sehr nahe.

    Auch finde ich es kein Zufall, dass die damaligen Schirmlinge wissenschaftlich in die Nähe der Egerlinge gerückt wurden, weil letztere den gleichen Farbumschlag bei den Lamellen zeigen. In der Praxis überfällig und nachvollziehbar. Übrigens ändert sich bei den Rosablättrigen Schirmlingen mit der Lamellenfarbe auch die Sporenfarbe von weiß bis rosabraun. Dein Argument, dass die Lamellen einen Hinweis auf die Sporenfarbe geben ist somit völlig korrekt.

    Zu deinen letzten beiden Absätzen schreibe ich in der Folge keine Sinnlossätze mehr. Ich muss nicht etwas verteidigen, was ich nie behauptet habe... ob mit oder ohne Smiley.
    Du verwechselst schon wieder die deutsche Gattungsbezeichnung Schirmlinge für Leucoagaricus und Schirmpilz für Lepiota/Macrolepiota. Nicht ich.

    Netter Gruß vom Rudi

  • Hallo zusammen!

    Soll man sich da reinhängen?
    Eigentlich habe ich keine Lust dazu, weil ich kein Händchen dafür habe, wie man mit so viel Inkompetenz umgehen kann, ohne dass sich derjenige verletzt fühlt und es wieder Krach gibt.
    Irgendwie darf man das aber auch so nicht stehenlassen, finde ich.

    Zitat

    Rumpelrudi:
    Harry, wenn Du irgendwann einen vermeintlichen grauhütigen Waldchampignon mit auffällig dünn erscheinenden Stiel findest, der sich im Schnitt nicht verfärbt, sondern im Schnitt eher der Hutfarbe entspricht, steckt meist der Rosablättrige Egerlingschirmling mit fast schwarzen Lamellen dahinter.

    Alleine, wenn ich solch irrsinniges Geschreibsel lese, dann platzt mir fast die Hutschnur.

    Nur so viel erst mal am Anfang: Emil hat was drauf mit den Pilzen, also das, was er schreibt, beschreibt auch das Wesentliche und Richtige.
    Und ich habe keinen Zweifel, dass er theoretisch mit seinen jungen Jahren in 1 oder 2 Jahren sein PSV machen könnte.

    Na, und Rumpelrudi übertrifft sich mal wieder im Schreiben seiner eigenen Pilz-Gesetze und Theorien.

    Zitat

    Rumpelrudi:
    Ich hatte aber gute praktische Lehrer, die nach meinem Sinn kein Buch nötig machten.


    Rudi, die haben dir solche Dinge, wie du sie hier wieder verbreitest, garantiert nicht gelehrt oder aber, sie hatten von Pilzen selber keine Ahnung.

    Die Sache ist eigentlich relativ einfach. Das, was du für einen Rosablättrigen Egerlingsschirmling (Leucoagaricus leucothites) hältst, ist ein Champignon (Agaricus) oder zumindest ein Mix mit dem Champignon.
    Anders ist weder deine geschilderte Lamellenfarbe im Alter noch die Angabe der Sporenpulverfarbe zu erklären.

    Zitat

    Rumpelrudi:
    Übrigens ändert sich bei den Rosablättrigen Schirmlingen mit der Lamellenfarbe auch die Sporenfarbe von weiß bis rosabraun.


    Alleine schon das Sporenpulver mit "weiß bis rosabraun" anzugeben, ist Unsinn.

    VG Ingo W

    P.S.: was ich noch vergessen habe: Dass der Pilz im Hintergrund nun unbedingt dazugehören muss, das wäre aus meiner Sicht auch erst mal zu beweisen.
    Ich könnte mir da auch einfach einen Risspilz (Inocybe) vorstellen.

    Was der angefragte Ausgangspilz genau für eine Art ist, kann man hier und nur nach Bild sowieso kaum klären, es wird bei Leucoagaricus spec. (Egerlingsschirmling) bleiben.

    Bezüglich Pilzbildanfragen: Pilz nur von oben ist wie Käfer nur von unten.

    Einmal editiert, zuletzt von Ingo W (3. Februar 2014 um 00:02)

  • War mir aufgrund der Textentwicklung klar, dass, wenn die Argumentationsfolge zusammenbricht, auf persönliche Beleidigungen und Falschbehauptungen zurückgegriffen wird, welche mit der Sache nichts zu tun haben. Die Gründe sind wohl eher in einer persönlichen Überschätzung deinerseits zu suchen.
    Nur ein Beispiel der Falschbehauptung:
    Das, was du für einen Rosablättrigen Egerlingsschirmling (Leucoagaricus leucothites) hältst....
    Wo steht das denn ?
    Ich halte den Fruchtkörper für einen Grauhütiger Egerlingsschirmling (Leucoagaricus cinerascens), aber auch nur unter der Bedingung, dass der alte Fruchtkörper im Hintergrund der gleichen Art entspricht. Dessen Sporen bleiben tatsächlich hell.
    Das ist alles.

    Daraus eine solche personenbezogene Dreckschmeißaktion zu starten, wo mir sogar Recht gegeben wird...:rolleyes:
    was ich noch vergessen habe: Dass der Pilz im Hintergrund nun unbedingt dazugehören muss, das wäre aus meiner Sicht auch erst mal zu beweisen. Was der angefragte Ausgangspilz genau für eine Art ist, kann man hier und nur nach Bild sowieso kaum klären, es wird bei Leucoagaricus spec. (Egerlingsschirmling) bleiben
    Genau das, was ich auch geschrieben habe, nur mit anderen Worten.

    Dass Du eine persönliche Aversion gegen mich hast, werden wohl schon einige im Forum aus vorangangenen Texten von Dir erkannt haben. Wir kennen uns aber überhaupt nicht. Manche Menschen benötigen Feindbilder zur eigenen Machtbestätigung.
    In dieses Feindbildmuster passe ich wohl rein, weil ich vor niemanden Respekt habe, den ich nicht persönlich kenne. Diesen Respekt kannst Du bei mir nicht über Forentexte erzwingen und auch nicht provozieren. Im Gegenteil qualifizierst Du (und Dein "Schüler") dich durch Unsachlichkeit selbst ab.

    Netter Gruß vom Rudi

    Einmal editiert, zuletzt von Rumpelrudi (3. Februar 2014 um 16:43)

  • Hallo ihr "Streithähne"

    die Überlegung von Ingo ist angebracht - soll man sich einmischen, ich denke ja, aber nicht in fachlicher Form, sondern im Umgang miteinander!!!

    Keiner im Forum weiß alles, was bei Pilzen ja wohl nicht möglich ist (bei anderen Themen natürlich auch nicht). Deshalb gebietet es der Respekt voreinander, egal wie alt einer von uns ist. Und keiner im Forum muss beweisen, dass er im Gegensatz zu anderen mehr "drauf" hat.
    Die Sachlichkeit steht im Vordergrund (was mir übrigens bei einem Beitrag vor längerer Zeit auch nicht gelungen ist und ich mich dafür entschuldigt habe).
    Ich denke, es bringt uns auch im Lernprozess nicht weiter, wenn wir sehr lange Antworten schreiben. Das Wesentlichel in der Fragestellung und in den Antworten ist wichtig, alles andere drum herum, sollte sich auch jeder erarbeiten.

    In diesem Sinne seid friedlich - es gibt genug Sch.... auf der Welt.

    Viele Grüße

    Viele Grüße

    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock


    Hinweis: Hier im Forum wird es von mir keine Verzehrfreigaben geben, weil eine Bestimmung über Bild immer fehlerhaft sein kann.

  • Hallo Rumpelrudi!

    Leider hat sich innerhalb der letzten 3 Jahre bei dir gar nichts geändert.

    Zitat von Rumpelrudi pid='9525' dateline='1391441401'

    Nur ein Beispiel der Falschbehauptung:
    Das, was du für einen Rosablättrigen Egerlingsschirmling (Leucoagaricus leucothites) hältst....
    Wo steht das denn ?


    Hier steht es doch, wie du einen Rosablättrigen Egerlingsschirmling bzw. Egerlingsschirmlinge als Gattung einschätzt.
    Für dich suche ich es nochmal zusammen:

    Zitat

    Zitat Rumpelrudi:
    Der Rösablättrige hat im Alter nie helle Lamellen, auch keine recht dunklen, sondern sie gehen mehr ins Schwarze.


    Und hier:

    Zitat

    Zitat Rumpelrudi:
    Harry, wenn Du irgendwann einen vermeintlichen grauhütigen Waldchampignon mit auffällig dünn erscheinenden Stiel findest, der sich im Schnitt nicht verfärbt, sondern im Schnitt eher der Hutfarbe entspricht, steckt meist der Rosablättrige Egerlingschirmling mit fast schwarzen Lamellen dahinter.


    Und hier:

    Zitat

    Zitat: Rumpelrudi
    ....und am Ende ist das Amethystgrau so gut wie schwarz.


    Und hier:

    Zitat

    Zitat Rumpelrudi:
    Übrigens ändert sich bei den Rosablättrigen Schirmlingen mit der Lamellenfarbe auch die Sporenfarbe von weiß bis rosabraun.


    Und das noch:

    Zitat

    Zitat Rumpelrudi:
    Auch finde ich es kein Zufall, dass die damaligen Schirmlinge wissenschaftlich in die Nähe der Egerlinge gerückt wurden, weil letztere den gleichen Farbumschlag bei den Lamellen zeigen.

    Wenn ich sage, dass es noch nicht bewiesen ist, dass der Fruchtkörper im Hintergrund dazu gehört, weiß ich nicht, warum du drauf anspringst. Aber vielleicht passt das ja mit "betroffene Hunde bellen".

    Ansonsten brauche ich kein Feindbild. Dich als Feind eigentlich am allerwenigsten, denn du bist anstrengend und es macht mir überhaupt keinen Spaß, mit dir zu kommunizieren.
    Mir geht es einfach nur auf den Geist, dass du so viel Falsches sagst, und das im Brustton des Wissenden.

    Zitat

    Zitat Rumpelrudi:
    .....deutsche Gattungsbezeichnung Schirmlinge für Leucoagaricus und Schirmpilz für Lepiota/Macrolepiota.


    Ansonsten könnte man noch viel mehr ansprechen bezüglich der "persönlichen Überschätzung" oder der "Pilzbibel".
    Aber inzwischen habe ich Veronika gelesen und versuche mal wieder runter zu kommen.

    Ingo W

    Bezüglich Pilzbildanfragen: Pilz nur von oben ist wie Käfer nur von unten.

  • Ach, das meinst Du. Alles Erkenntnisse aus meiner praktischen Erfahrung im Bezug auf den Rosablättrigen, die ich leider nicht ändern kann. Dass das in den modernen Büchern nicht mehr erwähnt wird, wußte ich nicht.

    "Wenn ich sage, dass es noch nicht bewiesen ist, dass der Fruchtkörper im Hintergrund dazu gehört, weiß ich nicht, warum du drauf anspringst" ??? Dürfen wir jetzt nicht einer Meinung sein ? :)

    Ne, ne, angesprungen bin ich nur bei Emil seinen letzten Satz im 9. Posting, weil er mich irrtümlich oder missverständlich in die Lepiotaecke locken wollte.
    Das habe ich nur korrigiert, danach völlig neutral aus meinen Erlebnissen geplaudert und auf seiner Aufforderung eine Quelle zitiert. Er wollte nur eine.

    An der Dokumentation über den Rosablättrigen in allen Altersstufen halte ich aber fest. Dazu muss erst bis Sommer gewartet werden und hoffentlich wird es feucht, so dass es nicht bis Frühherbst dauert. Du wirst dich optisch noch wundern und ich verspreche Dir, dass ich nicht mogeln werde.

    Ich erachte das nun als wichtig, damit kein überalterter Rosablättriger als Champignon "freigegeben" wird. Die sehen sich für einen kurzen Zeitraum verflixt ähnlich. Der Hauptunterschied ist dann nur, dass beim Champignon der Stiel fest mit dem Hut verbunden ist und beim älteren Rosablättrigen der Stiel schon beim Pflücken fast von allein abfällt.

    Nichts für Ungut, ich bin nicht nachtragend...Schwamm drüber.

    Netter Gruß vom Rudi

  • Zitat von matyves pid='9544' dateline='1391536895'

    Besten Dank an alle Diskussionsteilnehmer
    Eure Aussagen waren - wenn nicht durchwegs friedlich - so doch sehr lehrreich....

    Ja-nee-iss-klar.
    Lehrreich ins Besondere dahin gehend, so ziemlich alle Pilzforen gleichen sich.
    Selbst wenn "freundlich" im Banner steht - ab und an rumpelt da auch mal einer rein...

    Tür eintreten (Ohne Anrede also) | blöök-blöök | Grußlos davon !

    Eine absolut unhöfliche und ungeeignete Art der Kommunikation!

    Denkt und kritisiert gerade der
    Hexenopa Julius

    P.S.:
    Nun muss ja eine Anrede nicht immer gleich gesetzt werden mit der Überschrift eines Briefes...Ihr wisst was ich meine.
    Auch ich nehme mir das Recht heraus, meine Antworten gelegentlich mit einer lockeren Wortfolge zu beginnen...ja-nee-iss-klar...
    Aber ohne einen Gruß zu hinterlassen gehe ich hier nie...ist eben einfach eine Frage der Höflichkeit.
    Und eben Selbige kann und darf niemals durch Fachwissen versucht ersetzt zu werden.

    "Erfahrungen sammelt man wie Pilze: einzeln und mit dem Gefühl, dass die Sache nicht ganz geheuer ist."
    Erskine Caldwell
    hexenopa.de | Hexenopas-Pilz-Tagebuch

    Einmal editiert, zuletzt von Hexenopa (5. Februar 2014 um 03:06)

  • Hallo Rumpelrudi!

    Zitat


    Alles Erkenntnisse aus meiner praktischen Erfahrung im Bezug auf den Rosablättrigen, die ich leider nicht ändern kann.

    Ich denke, hier sprichst du genau die Ursache des Übels an.
    Du beobachtest und versuchst dir ein Bild zu machen.
    Das ist gut und löblich.
    Was aber dauernd zwischen uns kommt und ständig nach hinten losgeht, ist, dass du dein zusammengebasteltes Bild über eine Art über alles stellst.
    Schmeißt zwischendurch mal jemand ein Argument gegen deine Theorien, werden die Konstruktionen zum Pilz immer abenteuerlicher.

    Verstehe mich richtig, diskutieren und verschiedener Meinung sein, das ist kein Problem.

    Was mich aber an deinen Äußerungen so oft stört, sind deine abenteuerlichen Ansichten zu den Arten, die du hier als als vollkommen richtig, als bestätigt und als weiterverbreitbar verkaufst.
    Und wer es nicht besser weiß, übernimmt dann deine eigenartigen Theorien, dass z.B. im Trichterlings-Beitrag:

    Zitat


    Genau wegen der Lamellenhaltung und dem im Verhältnis zum Hutdurchmesser dicken Stiel habe ich ihn mitgenommen und genauer betrachtet. Eigentlich suchte ich nach einen Trichterling, fand unterm Mikroskop aber keinen.
    Irgendeiner von den vier oder fünf Waldfreundrüblingarten ist es, welche wiederum zur Zeit umstritten sind. Definitiv ein Blaßsporrübling mit Wucherungen an den Cheilozystiden, wenn auch nicht unbedingt der von Wiki. Gerochen hat er auch in Quarantäne nur feinaromatisch waldig.

    Der Hut war deswegen so klein, weil er aufgrund der Kälte das Breitenwachstum eingestellt hatte. Dafür ging die Wachstumsenergie in den Stiel. Nur so ist die Gedrängtheit der Lamellen zum Stiel hin zu erklären... wie beim Schirm, der noch nicht stramm aufgespannt ist.

    https://www.123pilze.de/000Forum/showthread.php?tid=1510

    Zitat


    Dass Du eine persönliche Aversion gegen mich hast, werden wohl schon einige im Forum aus vorangangenen Texten von Dir erkannt haben.

    Und natürlich muss man dann was dazu sagen, und kann das nicht so stehenlassen, auch, wenn du immer wieder darauf pochst, dass du mikroskopiert hättest und sonstwas für wunderliche Theorien dazustellst.

    Einen Blassporrübling mit derartig herablaufenden Lamellen kannst du einfach vergessen. Und das sagt dir auch jeder, der Ahnung hat.

    Kann man da nicht einfach auch mal zugeben, dass man sich geirrt hat, als den "Rübling mit herablaufenden Lamellen" mit wilden Zellwachstums-Strecktheorien zu erklären zu versuchen?

    Und so finde ich eben immer wieder Beispiele, ob du nun Leucoagaricgus-Sporenpulver von hell nach rosabraun durch Alter verfärben lassen willst, oder alte Lamellen der gleichen Gattung schwarz werden lässt.
    Dabei schimpfst du nicht zu wenig über alle "moderne Literatur" oder Internet-Beispiele, weil deine Erfahrungen dort nirgends erwähnt sind.

    Ich bin übrigens sehr gespannt auf deine angesagte Portraitierung der Laucoagaricus-Art und möchte dir jetzt schon den Tipp geben, den dann dokumentierten dunkellamelligen Fruchtkörper mitzunehmen und zwecks mikroskopischer Nachbestimmung zu trocknen.
    Denn zeigst du tatsächlich einen fast schwarzlamelligen Fruchtkörper und schreibst dazu, es sei Leucoagaricus, wird es erneut Diskussionen geben.

    Braucht sich auch keiner verkriechen, wenn er Vorschläge hat zu einem angefragten Pilz, bloß man sollte halt irgendwie deutlich machen, wie sicher man sich ist.

    VG Ingo W

    Bezüglich Pilzbildanfragen: Pilz nur von oben ist wie Käfer nur von unten.

    Einmal editiert, zuletzt von Ingo W (5. Februar 2014 um 11:19)