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Welcher Champignon? Perlhuhn? => Irgendwas aus der Agaricus moelleri, phaeolepidotus & co. Gruppe

  • Fundort: Deutschland, NRW, Rheine, Garten, saurer, eher kalkarmer Sandboden

    Fundzeit: 28.10.2020

    Fotos: Markus Koschinsky


    Liebes Forum,


    diese hier fand ich unter Gesträuch, Lorbeerkirsche, Mirabelle, Brombeere...

    Durchmesser: ca. 5 - 8 cm

    Huthaut: Auf weißem Grund, grau-braun gefasert. In der Mitte dunkelbraun, gebuckelt.

    Stiel: 5 - 10 mm Durchmesser, unten deutlich keulig verdickt, 6 - 10 cm lang. Unterhalb des Rings weißlich geflockt

    Ring: Deutlich (auch bei älteren Exemplaren noch vorhanden), häutig, hängend.

    Fleisch: Weiß, ohne jegliche Verfärbung, weder im Hut noch im Stiel. Gut, bei den älteren Exemplaren, in den Madengängen, wird es halt bräunlich / gammelig, aber weder gelb noch rot verfäbend, wie ich es eigentlich von Champignons kenne.

    Lamellen: Von hell-rosa nach dunkelbraun

    Geruch: Hmm... schwierig... kein Anis-Geruch, kein typisch leckerer Champignon-Geruch. Relativ unauffällig, schon irgendwie nach Pilz, im Zweifelsfall etwas unangenehm. Aber auch nicht deutlich nach Karbol. Meine Frau sagt, nach Grünkohl...


    Jetzt bin ich etwas ratlos... So richtig gut passt keine Beschreibung der Arten, die ich gefunden habe. Am ehesten noch Agaricus moelleri oder sowas in der Richtung?


    Vielen Dank und viele Grüße,


    Codo


  • Hallo Schupfnudel,


    der Vorschlag gefällt mir sehr gut, danke! Da passen eigentlich alle beschriebenen Eigenschaften... auch den beschriebenen, häufig gebogenen Stiel finde ich bei meinen Exemplaren. Warum hab ich den nicht selbst bei den ganzen Champi-Beschreibungen gesehen?


    Also, wenn da nicht noch jemand Einspruch erhebt, würde ich den als "Bestimmt" markieren? Besser mit Cf.?


    Codo

  • Servus!


    Ganz genau, das Perlhuhn (Agaricus moelleri) gilbt an der Stielbasis genauso intensiv wie Agaricus xanthoderma, also in einer Variationsbreite von gar nicht bis intensiv chromgelb. Das Rebhuhn (Agaricus phaeolepidotus gilbt an der Stielbasis meistens etwas schwächer (also in einer Variationsbreite von gar nciht bis moderat). Ausgehend von der Struktur und Färbung der Hutschuppung, der Knollenform und der INtensität des Gilbens würde ich hier fast eher zu Agaricus phaeolepidotus tendieren...

    ...allerdings müsste man da mal gucken, wie Parra in der neuesten Agaricus - Monografie aus der FE - Reihe die Gruppe aufschlüsselt. Ich glaube mich dunkel zu erinnern, daß sich da zu vorherigen, nicht genetisch gestützten Konzepten ein paar Sachen verändert haben.
    Eine Champignonart aus der Gruppe (moelleri, phaeolepidotus & co.) sollte das aber in jedem Fall sein.



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

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  • Codo

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