Oktoberfunde – Teil 29: Ritterling?, Herbstlorchel, Grubenlorchel?, Pfefferröhrling

Es gibt 6 Antworten in diesem Thema, welches 1.765 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (21. November 2020 um 08:36) ist von Der Biologe.

  • Hallo Zusammen!

    Nun mal einige Funde, bei denen ich mir nicht so sicher bin, ob ich richtig liege:

    87. der Grünling - TRICHOLOMA spec. Mag ja fast seltsam sein, aber den habe ich noch nie bewusst gefunden… dieser Fund hier stammt vom Fichtenwaldrand mit eingestreuten Buchen.

    Geruch unbedeutend, minimal mehlig, unangenehm. Der Hut und auch das Fleisch war deutlicher Gelblich als hier auf den Fotos. Das Problem hatten wir ja schon bei vielen Gelben Pilzen… SP: weiß.


    88. Freude habe ich mit diesem Fund: der Herbstlorchel - HELVELLA CRISPA mit fast weißem Hut , der nicht am Stiel angewachsen ist, Stiel Weiß, wabig, hohl.


    89. und hier eine graue Variante einer Lorchel. Vielleicht der Grubenlorchel - HELVELLA LACUNOSA?? Gewachsen interessanterweise auf einem vergessenen Holzstoß mit alten Birkenstämmchen. Hutrand auch nicht am Stiel festgewachsen, Hohl, Es macht bei einigen Aufnahem fast den Anschein, als wäre der Hutrand am Stiel angewachsen…?

    Hut und Stiel deutlich grau, manche Fruchtkörper aber auch fast weiß. Hut zweizipfelig??

    90. und seit langem wieder mal den Pfefferröhrling - CHALCIPORUS PIPERATUS mit dem gelblichen Fleisch und namensgebenden Geschmack.

    Was haltet Ihr von den Lorchelfunden???


    HERZLICHE Grüße!

    Alex

    Wie bei den Pilzen generell, so sind auch meine Angaben grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen!

    Ich bin kein Pilzexperte, nur ein mykologisch interessierter Laie!

    Offizielle Freigaben kann es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort geben!

  • Hallo Alex,

    die Herbstlorchel sollte auf jeden Fall stimmen. Sie ist eine meiner Lieblingspilze und ein tolles Fotomotiv.

    Ansonsten staune ich immer wieder wie vielfältig du Pilze bestimmen kannst. Hut ab!

    • Offizieller Beitrag

    Hallo, Alex!

    "Grubenlorcheln" gibt es eine ganze Reihe. Also anders ausgedrückt: Es gibt mehrere Arten mit dem Aussehen. Das, was du da hast, ist aus meiner Sicht keine Grubenlorchel im eigentlichen Sinne, also nicht Helvella lacunosa. Was das aber ist, da bin ich überfragt. Muss man mit ordentlicher Literatur und vermutlich auch Mikroskop dran gehen.

    Der Ritterling sieht sehr spannend aus!
    Einen Namen habe ich dafür erstmal nicht parat, stimme Uwe aber zu: Tricholoma eqzestre ist das auf keinen Fall. Auch nicht tricholoma frondosae s.l. (Pappelritterling). Das einzige, was mir so beim raschen vergleichen mit FNE4 auffallend ähnlich wirkt, wäre Tricholoma bryogenum. Die Art wurde erst 2017 beschrieben (>siehe hier<), ist aber bislang wohl nur von wenigen Stellen in Skandinavien bekannt. Funde in mitteleuropäischen Hochgebirgswäldern wären aber tendenziell vorstellbar.

    Sowas müsste man aber ganz schön intensiv beobachten, um das wirklich einordnen zu können.


    Lg; Pablo.

  • Vielen Dank!


    @Pablo: das freut mich, wenn manche Funde mitunter „ungewöhnlich“ sind. Wäre es für Dich von Interesse, wenn ich solche Fundstellen dann im Auge behalte und Dir, wenn ich diese Funde erneut sehe, zur näheren Bestimmung zukommen lasse? Natürlich mit vorheriger Absprache.

    Liebe Grüße!

    Alex

    Wie bei den Pilzen generell, so sind auch meine Angaben grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen!

    Ich bin kein Pilzexperte, nur ein mykologisch interessierter Laie!

    Offizielle Freigaben kann es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort geben!

    • Offizieller Beitrag

    Hallo, Alex!


    Das Problem bei Ritterlingen: Die sind mikroskopisch total unergiebig. Also mit Einschränkungen (Schnallen ja / nein und ein paar Details der Huthautstruktur, jeweils sektionstypisch, und hier und da noch Unterschiede in Sporengrößen und -form) sind die mikroskopisch so ereignisarm, daß man daran alleine kaum Bestimmungen festmachen kann. In der Gattung sind die Merkmale am Frischmaterial entscheidend - und die sind nach einer Reise mit der Post folglich hinüber. Dann bringt nur noch die Genetik was. Das wäre in dem Fall hier (bryogenum außerhalb von Skandinavien) schon lohnenswert.
    Aber am Schönsten wär's natürlich: Selbst gucken können. Dazu müsste ich aber im richtigen Moment mal bei dir in der Gegend sein, denke ich. :wink:


    Lg; Pablo.

  • Hallo Pablo!


    vielen Dank für Deine Nachricht! Klar, da machen es uns die Ritterlinge nicht leicht.

    Mir wäre es auf der anderen Seite jederzeit eine Ehre, wenn Du Mal in der Gegend bist. Einfach Bescheid geben - das Pilzmesser ist immer griffbereit! :wink:

    Liebe Grüße aus Salzburg!

    Alex

    Wie bei den Pilzen generell, so sind auch meine Angaben grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen!

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    Offizielle Freigaben kann es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort geben!

  • Der Biologe 7. Dezember 2020 um 08:24

    Hat den Titel des Themas von „Oktoberfunde – Teil 29: Grünling?, Herbstlorchel, Grubenlorchel?, Pfefferröhrling“ zu „Oktoberfunde – Teil 29: Ritterling?, Herbstlorchel, Grubenlorchel?, Pfefferröhrling“ geändert.