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Hilfe benötigt bei Pilzbestimmung (November 2020)

  • Liebe Pilzfreunde,


    ein ungelöstes Problem bei der Pilzbestimmung - nach erfolgloser Recherche in zahlreichen Quellen - hat mich

    animiert, Eurem Forum beizutreten.

    Leider habe ich am 01.11.2020 nur die nachfolgenden Bilder bewahrt:

    - Fundort: Dübener Heide / Eichen - Kiefer Mischwald

    - Lamellenpilz mit gelblicher Hutfarbe mit bräunlicher Mitte

    - Hutdurchmesser ca. 4 - 8 cm.

    - Vorkommen: stets grüppchenweise bis massenhaft

    - Restmerkmale bitte lt. Fotos


    Vielen Dank im Voraus

    TA_1964


  • Hallo und Willkommen!


    was hältst Du den davon?


    Liebe Grüße

    Alex

    Wie bei den Pilzen generell, so sind auch meine Angaben grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen!


    Ich bin kein Pilzexperte, nur ein mykologisch interessierter Laie!


    Offizielle Freigaben kann es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort geben!

  • Hallo Alex,


    vielen Dank für Deine prompte Antwort.

    Deine Empfehlung sieht sehr vielversprechend aus, leider bin ich bei der Bestimmung der Einzelmerkmale

    manchmal etwas pingelig ( hier war meine Unsicherheit beim Farbverlauf des Huts von mittig tiefbraun zum

    hellgelben Rand). Ich weiß natürlich, dass es auf Fundort und Alter ankommt, aber da ich bisher hier noch

    nie auf dieses Exemplar gestoßen bin - deshalb meine Anfrage an die hiesigen Experten.


    Nochmals vielen Dank

    Thomas

  • <...da ich bisher hier noch nie auf dieses Exemplar gestoßen bin - deshalb meine Anfrage an die hiesigen Experten.>


    Hallo Thomas,

    das ist kein Pilz für Pilzexperten, er gehört zum pilzlichen Einmaleins. In meiner Jugend war er sehr häufig, ist ungiftig, wurde aber nicht gegessen und gehörte gewissermaßen zum Pilz-Unkraut. In letzter Zeit gewinnt der Fuchsige Trichterling aber Ansehen. Ich traf im Wald mal eine Frau, die es anscheinend auf diesen Pilz abgesehen hatte. Ihre Erklärung: "Ich kenne nur den. Er schmeckt mir eben und ich vertrage ihn gut." Eine Geschmackspionierin?

    Gruß - Franz

  • Hallo Franz,


    das "HIER" war vielleicht wieder missverständlich, nicht als hier im Forum gemeint,

    sondern in der zuvor zitierten "Dübener Heide". Ich kenne hier im Umkreis/Bekanntenkreis nur sehr

    Wenige, die außer Stein- und Butterpilzen, Maronen und Sandröhrlingen überhaupt etwas anderes mitnehmen...

    Ich stieß schon oft auf Unverständnis beim "Nebelgrauen Trichterling": ... wie können Sie den denn mitnehmen??!

    Geschmackspionier klingt gut...

    Gruß - Thomas

  • <Ich stieß schon oft auf Unverständnis beim "Nebelgrauen Trichterling": ... wie können Sie den denn mitnehmen??!>

    Hallo Thomas,

    ach so. Eine Italienerin mit einem übergroßen Korb voller Nebelgrauer Trichterlinge ereiferte sich neulich (von mir angesprochen) mit südlichem Temperament und gefährlich fuchtelndem Messer auch über die unbegründete deutsche Schmäh dieser Pilzart.

    Gruß - Franz

  • Hallo Franz,

    das Verschmähen des Nebelgrauen Trichterlingsart ist durchaus berechtigt. Er ist nicht ungefährlich und wird von unseren PSV in MV nicht mehr frei gegeben und auf Ausstellungen als giftig deklariert. Wir haben schon Vergiftungen mit diesem Pilz gehabt.

    Viele Grüße


    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock




    Hinweis: Hier im Forum wird es von mir keine Verzehrfreigaben geben, weil eine Bestimmung über Bild immer fehlerhaft sein kann.

  • Hallo Veronika,

    ich kenne die Situation. Meine entsprechende Argumentation rief bei der Italienerin ja den eifernden Protest hervor.

    Gruß - Franz

    P.S.: Den Verzehr von Nebelgrauen Trichterlingen schätze ich übrigens für Gesunde nicht gefährlicher ein als die Anti-Corona-Impfung von über 80jährige.

  • Eine Italienerin mit einem übergroßen Korb voller Nebelgrauer Trichterlinge ereiferte sich neulich (von mir angesprochen) mit südlichem Temperament und gefährlich fuchtelndem Messer auch über die unbegründete deutsche Schmäh dieser Pilzart.

    Hallo Franz

    Ja und was wundert dich daran? Ganz jung und frisch sind die lecker und bekömmlich. Nur wissen die Sammler, was jung und frisch ist? Das ist vermutlich das Problem.

  • <Ja und was wundert dich daran?>

    Hallo Uwe,

    nichts! Ich habe sie früher zusammen mit Muttern massenhaft, gern und folgenlos verzehrt tu es auch heute noch gelegentlich, aber nicht mehr massenhaft. Ein Pilzbuch von Michael/Henning erwähnt übrigens die große Menge verkaufter Marktpilze dieser Art in Bayern früherer Jahre.

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