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Judasohr + chinesischer Salat

  • Hallo

    Ich esse die auch ab und zu, aber Uwe hat recht hier stimmt irgendwie das Verhältnis nicht ganz. Aber jedem seine Sache.....

    BG Andy

  • Hallo

    Das Rezept verbreite lieber nicht. Judasohren sind nur eine Zutat von vielen Zutaten. Du hast viel zu viele Ohren herangemacht. Niemals vergessen, die Dinger sind sehr schwer verdaulich.

    Hier ein brauchbares Rezept Kerstin-s_Asiapfanne.pdf

    Der Schein trügt: Darin sind noch so manche Möhren- und Sellerieschnitzel versteckt. Es handelt sich um ein traditionelles Rezept aus Sichuan, das meine Freundin von ihrer Großmutter erlernt hat. Die Judasohren spielen darin ganz klar die Hauptrolle. Man kann es durchaus auch in guten, authentischen (!) chinesischen Restaurants in Deutschland finden. Hier kommt das volle Rezept:


    Staudensellerie und Möhren in dünne Schnitzel (Julienne) schneiden. Judasohren waschen und 10-15Min. in leicht gesalzenem Wasser kochen. Danach in kaltem Wasser abschrecken und abtropfen lassen. Die Möhren- und Sellerieschnitzel kurz blanchieren und ebenfalls abschrecken. Knoblauch, Ingwer und Frühlingszwiebeln fein hacken und zusammen mit einer Prise Chilipulver und gemahlenem Sichuanpfeffer in ein hitzebeständiges Gefäß geben. Ein paar Löffel hochwertiges, unraffiniertes Rapsöl erhitzen und auf die Gewürzmischung geben. Dabei muss es zischen und knacken. Schnell umrühren. Jetzt etwas Sojasauce, Austernsoße, Reisessig und Sesamöl und einen Teelöffel Zucker hinzugeben und alles verrühren. Kalt werden lassen. Das Dressing mit den Pilzen und dem Gemüse mischen. Das Gericht wird kalt serviert. Dazu passt Reis.


    Niemand hat behauptet, dass man sich alleine einen ganzen Teller reinziehen soll. Natürlich ist maßvoller Genuss angezeigt. Judasohren sind gesund und können sehr vielen Krankheiten vorbeugen, insbesondere Bluthochdruck.


    Viel Spaß beim Nachkochen.

  • Danke für das Rezept! Aus der nordchinesischen Küche kenne ich den Salat noch deutlich puristischer, Gurke und Karotte eher als Deko, dazu viel frischen Koriander und Knoblauch und das Dressing kalt und milder zubereitet ohne Sichuanpeffer und Chili dafür mit dunklem Essig wie z.B. aus dem Pak Choi in Frankfurt.



    Hmm, lecker! Natürlich nicht alleine, sondern wie es sich gehört als eine von N+1 Speisen auf dem Tisch.


    Grausen tut es mir ja eher bei zusammengematschten "Asia"pfannen mit "Asiatischer Finesse" und TK-Gemüsemischungen.


    Aber in der Tat, Geschmackssache...


    lg

    Jan

  • Lecker!


    Ist das links eine Portion "mei cai kou rou" (Schweinebauch mit getrocknetem Kohl drunter)?


    Eines meiner Lieblingsgerichte.

  • Grausen tut es mir ja eher bei zusammengematschten "Asia"pfannen mit "Asiatischer Finesse" und TK-Gemüsemischungen.

    TK- Gemüsemischungen kommen (bei richtiger Nutzung) fast gleichauf mit Frischware, falls das noch nicht bekannt sein sollte.

    Mir hat übrigens ein Chinese erzählt, was es in deutschen China Lokalen gibt, ist nicht echt chinesisch. Das würde man nicht in Deutschland verkauft bekommen. Darum ist auch das gezeigte Rezept in Ordnung, es enthält viele gute und gesunde Zutaten und kommt stark dem deutschen Geschmack entgegen. Ich habe auch nie behauptet, dass es echt chinesisch ist. Ich habe viel mit Judasohren experimentiert, aber ab einer bestimmten Menge wird es ekelig und auch schlecht verdaulich. Dafür habe ich auch schon "Mecker" bekommen.

  • Das stimmt. Es gibt nur wenige Restaurants in Deutschland, die wirkliche authentische chinesische Küche anbieten. Vor allem in den Großstädten kann man Glück haben. Tiefgekühltes Gemüse ist natürlich etwas völlig anderes als frisches Gemüse und kommt für mein Gericht oben natürlich nicht in Frage.

  • Ist das links eine Portion "mei cai kou rou" (Schweinebauch mit getrocknetem Kohl drunter)?

    Kann ich so leider nicht sagen, müsste man mal einen Blick in die Karte vom Pak Choi werfen, wozu ich (leider!) derzeit nicht komme.


    Fakt ist aber, dass "die" chinesische Küche (in Wahrheit sind es eher mind. vier chinesische Küchen) so viel mehr und so viel anderes ist, als was wir hier in den meisten Fällen unter dem Namen geboten bekommen, darauf kann man sich wohl tatsächlich einigen.


    Um den Schlenker zu den Judasohren zurück zu bekommen: Wenn man sich ein bisschen näher mit der chinesischen Küche beschäftigt, lernt man, dass dort neben dem Geschmack die Textur der Speisen eine viel größere und eigene Rolle spielt als bei uns. Qualle z.B. ist praktisch geschmacksfrei, in der Konsistenz aber interessant. Gerade das Knautschige der Judasohren ist dann eben auch eine Bereicherung der Vielfalt, vorausgesetzt, man versucht sie nicht als Hauptgericht zu essen, sondern eben in Kombination mit anderen Gerichten.


    vg

    Jan

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