Graustiel Täubling?

Es gibt 8 Antworten in diesem Thema, welches 1.166 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (23. Oktober 2022 um 12:36) ist von Günter Hey.

  • Hallo,

    ich bin neu hier. Fange gerade erst an mich für Pilze zu interessieren.

    Außer Pfifferlingen (in Österreich und Schweden), Steinpilzen, Parasol und Safran-Schirmling hab ich mich noch nicht weiter getraut.

    Ich hab diesen Pils am Wegrand gesehen und nicht das erste mal. Was ist das für ein Pilz?

    Die Oberfläche ist glatt und matt glänzend.

    Kann das ein Russula decolorans sein? Orangenroter Graustiel-Täubling, dessen Oberfäche wohl auch rot brau sein kann.


    Gruß

    Marcus

  • Weil er dem in meinem Pilzbuch sehr ähnlich sieht... Wie gesagt, ich bin Neuling.

    Aber der Perlpilz sieht in meinem Buch völlig anders aus.

  • Hallo makut,

    Täublinge haben keinen Ring am Stiel, also kann das kein Täubling sein. Und eine Knolle an der Stielbasis haben sie auch nicht. Der Pilz sieht einem Täubling also nicht wirklich ähnlich.

    Und dass Pilze in der Natur nicht so aussehen wie im Pilzbuch, ist ganz normal. Obwohl beides Menschen sind, sieht ein zweijähriges Kleinkind einem 60jährigen Opa auch nicht ähnlich. Dein Pilz ist sozusagen ein 60- bis 70jähriger Opa, der im Pilzbuch ein knackiger junger Mann, den in seiner Schönheit der Fotograf lange hat suchen müssen.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • Sagen wir einfach das ist ein toller Perpilzopa der hoffentlich schön ausgesport hat um nächstes Jahr eine zahlreiche (und ebenso wurmfreie wie dieses Jahr) Nachkommenschaft zu erzeugen.

    Mit einem Täubling ist er höchstens marginal verwandt.

  • Wo siehts du denn da einen Ring und Knolle? Im unteren Teil sind doch nur Blätter vor dem Pilz erkennbar. Respekt!
    Zugegebenermaßen hab ich nur auf die schnelle ein Bild gemacht und erst später entschieden mal nachzufragen. Ist natürlich zu wenig um ihn richtig zu deuten.

    Naja, ich hab halt einige Bilder auch aus dem Netz verglichen und mir sind hat dieser nach oben geschwungene wellenförmigen Hut aufgefallen.

    Hier ein paar Beispiele, wie ich darauf komme:

    https://www.123pilze.de

    https://www.123pilze.de

    https://www.123pilze.de

    Was ich aber grade bei Wiki gefunden habe passt optisch perfekt: Dunkelrote Stachelbeer-Täubling (Russula fuscorubroides)

    http://wiki

    Das Bild ist aus Wiki

    Aber letztendlich hab ich keine Ahnung :) Und lass ihn deshalb auch stehen.

  • Hi.

    Du guckst auf die falschen Merkmale. Ist als Anfänger sicherlich normal aber den Bildvergleich im Netz sollte man sich gleich abgewöhnen.

    Hochgebogene Hüte sind oft eine Alterserscheinung, die selten was mit der Artbestimmung zu tun haben.

    Es gibt bei uns keinen einzigen Täubling mit Velumresten auf dem Hut und einem Ring, beide Merkmale sind auf deinem Bild zu sehen.

    Schließe mich dem Perlpilz-Opa an.

    LG.

    Keine Verzehrfreigaben meinerseits.

  • Hallo Mankut.

    Um Täublinge zu bestimmen empfehle ich den Stiel zu brechen. Er bricht knackig durch.

    Die meisten Lamellen sind ebenfalls sehr zerbrechlich. (ausnahme Frauentäubling)

    Weitergehende Infos zu Täublingen bitte in der Literatur nachschlagen.


    Den Perlpilz kann man neben der Rötung und der etwas knolligen Stielbasis sehr gut an der Manschette identifizieren. Die Manschette ist auf der Oberseite deutlich gerieft und unterseits nicht gerieft. Gleiches gillt für den grauen Wulstling.

    Vergleichen Sie hierzu Perlpilz und Panterpilz