Calocybe Cambosa an ungewöhnlicher Fundstelle

Es gibt 10 Antworten in diesem Thema, welches 582 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (11. Mai 2023 um 19:04) ist von MisterX.

  • Liebe Interessierte


    Diese Mairitterlinge erregen meine Aufmerksamkeit, da sie sich meines Erachtens an einer untypischen Fundstelle befanden (eingangs eines vorwiegenden Fichtenhabitates) zweitens lagen einige der FK ausgerissen herum.

    Obschon der sehr stark gurkige Geruch schon beim herantreten wahrnehmbar war und die dichtstehenden Lammellen, festes Fleisch, Habitus und Hut schon typisch sind.


    Rötlinge können ebenfalls ausgeschlossen werden. SP weiss.


    Für Clitocybe phyllophila
    wäre Nadelholz eher naheliegender. Dieser soll anscheinend trotz Trichterlingscharakter vom Habitus her dem Mairitterling ja teilweise doch nahe kommen können. Ich habe sie zwar noch nie so gesehen. Diese Funde weisen zudem keinerlei Indizien einer Bereifung des Hutes auf und die Lammellen sind schon sehr dichtgedrängt.


    Ich hatte somit die ausgerissen FK mitgenommen. Ich würde euch hier gerne ein paar Aufnahmen dazu aufzeigen.


    Beste Grüsse und danke für allfällige Begutachtungen

    Corinne



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    Hinweis: Mit meinen Beiträgen und Kommentaren kann ich keine Tipps/Empfehlungen zum Verzehr abgeben. Zur Pilzbestimmung für

    Speisezwecke den Pilzsachverständigen vor Ort konsultieren. Vielen Dank.

  • Hallo,

    ja das sind m.E. nach Maipilze und der Fundort ist für mich nicht ungewöhnlich. Ich finde öfters schöne Hexenringe von denen rings um Fichten. Warun das in der Literatur kaum erwähnt wird weiß ich nicht.

    VG Jörg

    Weil Pilze keine Bücher lesen sehen sie selten so aus wie sie sollten

  • Lieber Jörg


    Danke dir herzlich für deine Erfahrungen. Ja das wundert mich auch, habe auch noch nirgends einen Hinweis auf Vorkommen in Nadelhabitat gefunden.


    Beste Grüsse und somit weiterhin tolle Funde wüscht

    Corinne

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  • Lieber Jens


    Danke auch dir fürs Mitteilen deiner Erfahrung.

    Beste Grüsse und einen schönen Sonntag wünscht

    Corinne

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  • Hallo Corinne

    Bei Ruedi Winkler wird bei Vorkommen auch Nadelwald erwähnt 😉 http://www.pilze.ch/pilzbestimmung/Artenlisten/Calocybe.htm

    Ich selber habe auch zwei, drei Plätze -> dort hat es grösstenteils Laubhölzer wie Hasel, Eschen aber auch Weide.

    BG Andy

  • Lieber Andy


    Danke auch dir für herzlich dein Input. Rudi Winklers Bestimmungsschlüssel und Werke hätte ich eigentlich auch. Bei ihm habe ich gerade nicht nachgeschlagen.🫣


    Aber dank euch habe ich jetzt Gewissheit.

    Beste Grüsse und einen frohen Sonntag wünscht

    Corinne

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  • Ich hatte heute den Mairitterling als Erstfund, zumindest bin ich mir sehr sicher, dass er es ist. Und zwar: In einer kleinen Fichtenmonokultur (neben einem Bach).

    Habe mir genau die gleichen Gedanken gemacht wie Corinne, aber anscheinend scheint das vom Habitat her so möglich zu sein.

    Verzehren werde ich die trotzdem nicht ohne vorher einen PSV gefragt zu haben.

    Bei PILZWELTEN heißt es, eine ziemlich sichere Abgrenzung zu den weißen Trichterlingen ist, wenn die Lamellen deutlich weniger breit als das Hutfleisch sind. Dann ist es wenn alle anderen Merkmale auch passen wohl der Maipilz. Die Trichterlinge sind sehr dünnfleischig.

    Außerdem scheint es so zu sein, dass sich der Maipilz auch in sehr altem Zustand nie trichterförmig nach oben wölbt.

    Alle meine Aussagen in diesem Forum sind nur als Bestimmungshilfen und keinesfalls als Verzehrfreigabe zu verstehen.

  • War heute nochmal bei den Maipilzen und habe nochmal zwei weitere Habitate entdeckt. Beide wieder Fichten-Monokultur. Interessanterweise Stellen wo in etwa 2m Abstand Bäume gepflanzt wurden und wo es zappenduster ist...da gehe ich normal gar nicht rein. Ab jetzt schon...zumindest im Mai.

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  • Hier das zweite Habitat...man sieht, dass da kaum Pflanzen aufm Boden wachsen weil es so dunkel ist...hat mich echt überrascht den Maipilz da zu finden.

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