Was ist das bloß für ein Champignon?

Es gibt 3 Antworten in diesem Thema, welches 380 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (31. Juli 2023 um 09:52) ist von Clavaria.

  • Hallo zusammen,

    dieser Fund von heute verwirrt mich total.

    Ich dachte zunächst - wegen der Hutstruktur und der Größe (der oberste hat einen Hutdurchmesser von 25 cm) an einen Riesenchampignon.

    Allerdings roch die Stielbasis deutlich nach Karbol. Zwar nicht ganz so penetrant-fies wie beim Karbolegerling, aber doch sehr deutlich. Das roch sogar ein Bekannter, der zufällig gerade vorbeikam.

    Die Stielbasis zeigte aber keine Farbveränderung - weder gilbte sie noch rötete sie. Ein Schnittbild habe ich leider noch nicht - im Wald hatte ich kein Messer dabei, und als ich heimkam, war es schon zu dunkel für anständige Tageslichtaufnahmen (der Wald stand voller Pilze - das dauerte so seine Zeit :D).

    KOH färbt gelb.

    Bei "Pilze mit Karbolgeruch ohne gilbende Stielbasis" klingelte was, hinsichtlich aus dem Süden einwandernder Pilze - aber jetzt habe ich nachgelesen, und A. freirei sieht zwar für mich sehr ähnlich aus, aber die dunkle Struktur an der Ringunterseite sehe ich hier nicht, und auf Sanddünen wuchs er auch nicht (was mich jetzt erstmal nicht so schrecken würde, nachdem ich letztes Jahr hier in der Nähe einen Salzwiesenegerling gefunden habe...).

    Zur Größe von A. freirei konnte ich auch nichts finden.

    Vielleicht hat ja jemand von euch eine Idee.

    Danke schon mal und beste Grüße

    Sabine

  • Hallo Sabine

    Vielleicht Agaricus phaeolepidotus? Der gilbt zwar schwach an der Stielbasis, aber nur wenn man gründlich reibt und wohl auch nicht immer.

    Ludwig erwähnt eine praktisch nicht gilbende Kollektion, und Parra schlüsselt ihn auch unter den nicht gilbenden Arten.

    Agaricus freirei verhält sich ähnlich, wird an der Basis beim Reiben ocker (nicht gelb). Ist praktisch nur mediterran verbreitet und deshalb unwahrscheinlich, aber natürlich nicht unmöglich.

    Mikroskopisch könnte man die beiden gut unterscheiden.

    Gruss Raphael