Grauer Wulstling oder Panther?

Es gibt 3 Antworten in diesem Thema, welches 343 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (11. August 2023 um 08:53) ist von ReikeT.

  • Moin Zusammen,

    Ich schaue schon seit Jahren mal bei Fragen im Forum vorbei, aber erst jetzt hab ich mich angemeldet. Wurde aber auch Zeit, da ich mehr und mehr an Pilze nach Hause bringe.

    Nun hab ich eine konkrete Frage: Panther oder Grauer Wulstling?

    Meine Freundin und ich haben diese schönen Amanitas aus einem Fichtenwald nach Hause gebracht. Da der Panther aber sehr giftig ist, wollen wir auf Nummer sicher gehen. Ich sage, das sind sehr eindeutig Graue Wulstlinge, da nicht rötend, geriefter Ring, glatter Hut und keine Bergsteigersöckchen. Meine Freundin ist sich unsicher. Könnt ihr Experten da mal drüber schauen?

    Die Bilder hab ich leider erst heute, einen Tag nach dem Fund gemacht. Die Knolle ist nur von einem gut herausgekommen. Ich hoffe ihr könnt die Details trotzdem gut erkennen.

    LG

  • Hallo Regenschirmling,


    wie riecht er denn?

    Einen Pantherpilz habe ich anders in Erinnerung. Kannst Du die Flocken auf dem Hut abwischen?

    Ein Pantherpilz sollte meist keine geriefte Manschette haben. Die Huthaut ist abziebar bis etwa zur Mitte. Und darunter ist kein Gelb.


    Liebe Grüße


    Murmel

    Liebe Grüße


    Murmelchen


    Von mir gibts hier im Forum auch keine Verzehrfreigabe.

  • Hi,

    das ist im Prinzip ein typischer Perlpilz, der grad mal noch nicht so richtig röten möchte.

    Manschette ist deutlich gerieft, die Stielbasis typisch knollig (und nicht - wie beim Panther - gepfropft - Stichwort: "Bergsteigersöckchen"), und die Velumflocken auf dem Hut sind grau (bei Panther wären sie rein weiß).

    Also: Amanita rubescens, Perlpilz.

    VG, Boris

  • Hallo Regenschirmling,

    ich bin da bei Uwe.

    Wenn Du erstmal genügend Pantherpilze, Graue Wulstlinge und Perlpilze in der Hand hattest, am besten auch im direkten Vergleich, dann wird Dein Gehirn auch irgendwann die subtilen, aber deutlichen roten bis rostrotbraunen Töne registrieren, mit denen beispielsweise auch bei den von Dir vorgelegten Exemplaren der Hut, der Stiel und der äußerste Manschettenrand überhaucht bzw unterlegt sind.

    Grundsätzlich machen Deine Freundin und Du es aber goldrichtig, bei unsicherer Artbestimmung unter den Amanitas lieber einmal mehr vorsichtiger zu sein.

    Vielleicht habt Ihr auch einen PSV in der Nähe. Wenn Du 1/2/3 Mal die Chance nutzt, Deine vermuteten Perlpilzfunde einer PSV vorzustellen und dort zu besprechen, wirst Du sicher sehr viel schneller sehr viel sicherer in der Bestimmung werden.

    Viel Spaß dabei

    Reike