Allerlei Ungewöhnlichkeiten

Es gibt 8 Antworten in diesem Thema, welches 415 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (24. Februar 2024 um 19:00) ist von Bernhard 3.

  • Hallo in die Runde, der heutige Mittagsspaziergang führte in ein auwaldtypisches Laubholzrevier (ca. 150 x 300 m) bei Dessau mit einigen Kiefern am Rande. Die Aue selbst ist noch großräumig überschwemmt (Bild 1).

    Bild 1

    Die Anzahl angetroffener Arten lag überschaubar bei neun. Hier einige Besonderheiten.

    1.Judasohren (AURICULARIA AURICULA-JUDAE, maximal 2, 5 cm breit, mein Erstfund) an zwei abgefallenen Pappelästen (Bilder 2 und 3); weit und breit kein Hollunder.

    Bild 2

    Bild 3

    2.Ein Birkenast voller resupinater Fruchtkörper, vermutlich Trameten (Bild 4).

    Bild 4

    3.Mehrere Fruchtkörper teils miteinander verwachsener Rotrandiger Baumschwämme (FOMITOPSIS PINICOLA) mit einem 3,5 cm dicken Stielansatz oben, (Bilder 5 und 6).

    Bild 5

    Bild 6

    4.Drei miteinander verwachsene Exemplare des Rotrandigen Baumschwammes (FOMITOPSIS PINICOLA), sehr schwarz auf der Oberseite, feucht und mit fischähnlichem Verwesungsgeruch (Bild 7). Die schwarze Kruste war noch gut zu erkennen.

    Bild 7

    Die Rückseite zeigte eine attraktivere Ansicht (Bild 8). Vermutliche Schimmelpilzkolonien hatten sich an den Poren entwickelt und begonnen, den Pilz von unten zu zersetzen.

    Bild 8


    Das soll es dann gewesen sein. Beste Grüße aus Anhalt Henry

  • Drei miteinander verwachsene Exemplare des Rotrandigen Baumschwammes (FOMITOPSIS PINICOLA), sehr schwarz auf der Oberseite, feucht und mit fischähnlichem Verwesungsgeruch (Bild 7).

    Hallo

    Mit Rotrandigem wäre ich nach den Bildern nicht sicher.

    weit und breit kein Hollunder.

    Muß ja auch nicht. Ich beobachte den auch inzwischen öfter an anderen Läubhölzern.

  • Hallo, im Bild 7 erkenne ich auch nicht den Rotrand. Hier würde ich eher auf Laubholz-Harzporling tippen.

    Gruß Emil

  • Hallo Henry

    Ich habe an Holunder noch keine Ohren gefunden, fast nur an Rotbuche außer vielleicht das letzte Bild vielleicht ist das Fußpilz :wink::smilec:

    Gruß Bernhard

  • Ich habe an Holunder noch keine Ohren gefunden,

    Hallo Bernhard

    Holunder ist mit Abstand das Lieblingsholz der Ohren. Allerdings muss der Holunder abgestorben sein und nicht in Sonne und Wind gewachsen sein. Dann findest du keine Ohren. Wenn du Holunder siehst, schaue auf dem Erdboden. Wenn dort Totholz liegt, findest du dort eher Ohren.

  • Hallo und Dank an alle für die Rückmeldung. Es freut mich, dass die Ohren auch an Nichthollundergewächsen auftauchen können, hatte immer nur von totem Hollunder gehört, aber nie selbst gefunden. Bei Bild 7 war ich warscheinlich zu voreilig mit der Analyse und hatte mich vom benachbarten Standort und dem schwarzem Muster auf der Oberfläche leiten lassen. Es ging ja auch mehr um die Unterseite. Von der Hutform ist es höchstwahrscheinlich kein Rotrandiger. Er war allerdings schon so etwas von hinüber, dass es fast eklig war, mit ihm zu hantieren. Hatte neulich so etwas Änhliches auf einem Stubben, aber schon in Reinweißschimmel und nicht bestimmbar. ISCHNODERMA RESINOSUM könnte aber eine sehr gute Option sein. Danke für den Hinweis. Beste Grüße Henry

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  • Hallo Uwe

    Ich glaube Dir gerne und will das auch nicht falsch verstanden wissen. Nur ich habe noch nie an Holunder die Ohren gefunden. Wie gesagt bisher meist an Rotbuche und des öfteren in Gesellschaft mit Austern

    Das reicht ja eigentlich auch

    Gruß und Dank Bernhard

  • Hallo Bernhard,

    und mir geht es genau anders herum. An Buche habe ich die Ohren bisher noch nie gefunden, obwohl es hier am Wiehen viele Buchen gibt. Ich habe die Ohren bisher immer nur an Holunder gefunden. ;)

  • Hallo Susi

    Waren ja alles tote buchen, wenn man Stümpfe als tot bezeichnen will. Musst Du vielleicht bei Dir erst fällen, falls sie nicht alleine umfallen :wink:

    Gruß