Ein gaaanz kleiner Pilz .....

Es gibt 17 Antworten in diesem Thema, welches 10.148 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (8. Dezember 2023 um 13:30) ist von StephanW.

  • Hallo
    Die Pilze übersieht man normalerweise. Sandboden und Kiefern in der Nähe. Sind die evtl bei den Schwindlingen zu finden? Oder was ganz anderes?

  • Zitat von Hiatamandl pid='242' dateline='1351008601'

    Da wären jetzt ein paar Nahaufnahmen gut gewesen :D


    Ich war schon nah dran, die sind sooo winzig. Außerdem hatte ich mit echten Reizkern zu tun und dabei noch Bilder verwackelt.:blush:

    • Offizieller Beitrag

    Die reine Gier nach den Reizkern hat dich also davon abgehalten anständige Bilder zu machen?
    Tztz :forgot:

  • Kann man so nicht sagen.....................................................! Also,gedanklich war ich ..........:barbecue:

    • Offizieller Beitrag

    Pilzliche Grüße aus Passau (östlicher Bayerischer Wald) :wink:

    Wolfgang Bachmeier (Pilzsachverständiger der DGfM)

    Administrator: https://www.123pilze.de/

    Wichtig!
    Per Bild gibt es keinerlei Verzehrfreigabe, diese gibt es nur beim Pilzberater oder Pilzsachverständigen!
    Wichtig! Fehlbestimmungen können tödliche Folgen haben!
    Für keinen Pilz lohnt es sich seine Leber oder Nieren zu verlieren!

  • Hallo Wolfgang
    Schön daß du auch Schwindlinge vermutest. Aber Käsepilzchen paßt nicht, die haben dunklere Stiele und wachsen auf Fichtennadelstreu. Mein Fund hat komplett hellen Stiel und war im Moos bei (nur) Kiefern.
    War mir schon klar, daß man die nicht nach diesen Bildern genau bestimmen kann. Wollte ja auch nur wissen, ob ihr auch Schwindlinge seht. Bin ja öfter in der Gegend, irgendwann hab ich bessere Bilder.

    Einmal editiert, zuletzt von Ehemaliges Mitglied 01 (24. Oktober 2012 um 19:55)

    • Offizieller Beitrag

    Ja Uwe, da hast du recht, dann Versuch 2 - nur vermutet:

    https://www.123pilze.de/DreamHC/Downlo…Helmling105.htm

    Pilzliche Grüße aus Passau (östlicher Bayerischer Wald) :wink:

    Wolfgang Bachmeier (Pilzsachverständiger der DGfM)

    Administrator: https://www.123pilze.de/

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    Einmal editiert, zuletzt von PilzePassau (24. Oktober 2012 um 20:39)

  • Hallo

    Das kann vieles sein, es gibt x kleine weisse Pilzchen im Moment in den Wäldern. Ein Foto kann bei der Bestimmung sehr hilfreich sein.

    BG Andy

  • Leider reichte das Büchsenlicht nicht mehr und ich habe mich mit Stirnlampe und mittelprächtiger Kamera freihändig beholfen. Angesichts des kleinen Objekts fast olympiareif ;) Die hochgeladenen Bilder sind Ausschnittvergrößerungen und nur geringfügig nachbearbeitet (Schatten, Kontrast)

    Ich vermute ja fast den Schmächtigen Scheinhelmling, aber der soll ja eher selten sein, ist aber in unserer Region (NRW-OWL) schon gesichtet worden.

    Ich fand leider nur ein einziges Exemplar, in diesem Fall auf einem schon moosüberwachsenen Wurzelteller einer umgestürzten Kiefer in einem kleinem Mischwald (10ha) am Rande von Espelkamp.

  • Hallo

    Ja das ist in der Tat jeweils schwierig, solch weisse Pilze scharf zu kriegen. Also ich würde diesen Fund auch in der von dir genannten Gattung untersuchen.

    ->Scheinhelmlinge = Hemimycena

    Leider auch etwas schwierig zum bestimmen, es gibt da paar makroskopisch ähnliche Arten.

    Ich hab da noch einen etwas älteren Schlüssel dazu.

    Boletus_18_0085-0101.pdf

    Du siehst viele Mikrodaten erforderlich.

    BG Andy

  • Besten Dank, damit ist mir doch schon mal, soweit möglich, geholfen.

    Ich merke schon, wenn ich tiefer einsteigen will in das lange von mir vernachlässigte Thema, muss ich mir wohl doch meinen Traum erfüllen und mir wieder ein Mikroskop anschaffen ;) (in meiner Kindheit war immer eins im Hause) - oder einen in der Nähe finden, der eins hat ...

    Und wer sich mit der Ökologie von Bäumen und Waldsystemen befasst, kommt um die Pilze ja nicht herum ...

  • Hallo Susi,

    man muss ja nicht unbedingt mit den allerschwierigsten Gattungen wie z. B. Hemimycena anfangen, wenn man Erfolgserlebnisse haben will.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • Das ist ja auch nicht mein Anfang ;) Aber einer der Gründe, warum ich hier im Forum gelandet bin !

    Grünen Knollenblätterpilz, Safranschirmling, Nebelkappe, Birkenporling, Marone, Düsterner Rotfußröhrling, Spaltblättling, Halsbandschwindling, Grünblättriger Schwefelkopf, Violetter Lacktrichterling, Binsen-Röhrenkeule, Rotrandiger Baumpilz, Rotpustelpilz, Geweihförmige Holzkeule oder Krause Glucke z. B. konnte ich auch ohne Mikroskop und menschliche Unterstützung bestimmen. Schwieriger bzw. völlig unübersichtlich wirds dann schon bei den Täublingen, Trichterlingen, Helmlingen, Schichtpilzen und überhaupt bei den meisten Lamellenpilzen.

    Denn ich stelle fest, dass mir mindestens die Hälfte der aufgefundenen Pilze bei der Bestimmung erhebliche Probleme bereiten und dass viele tatsächlich nur per Mikroskop eindeutiger bestimmt werden können.

    Im Moment wäre mir schon wichtig, genauere Bestimmungen zu bekommen, da ich Argumente für eine Erhaltung des oben beschriebenen Waldes suche, der von geldgeilen und ignoranten Politikern unnötigerweise für den Bau eines Krankenhauses geopfert werden soll.

    Im Zweifel werde ich halt doch einen der Pilzsachverständigen unserer Region ansprechen und die gefundenen Pilze sammeln und dort leiblich hintragen. Bisher habe ich nur fotografisch gesammelt. Nur ob wir noch die Zeit dafür haben und ob auch das nächste Jahr noch pilzlich so ergiebig sein wird, ist ja leider nicht sicher.

    2 Mal editiert, zuletzt von Rangersusi (8. Dezember 2023 um 02:54) aus folgendem Grund: Rechtschreibkorrekturen

  • Hallo Susi,

    informiere dich dazu am besten über Rote-Liste-Arten oder per Bundesartenschutzverordnung geschützte Arten und versuche diese im fraglichen Biotop nachzuweisen. Wenn man mit Juchtenkäfern einen Bahnhofsbau verhindern kann, dann vielleicht auch mit Rote-Liste-Arten eine Waldabholzung. Viel Erfolg dabei!

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • Hallo Stephan,

    danke für den Hinweis. Genau da bin ich dran. Checke jedes Pflänzchen und Tierchen, das ich finde oder das mir gemeldet wird, nach der Roten Liste ab.

    Und ja, dort gibt es etliche Arten, die streng geschützt sind, aber offensichtlich umgesiedelt werden können (Rote Waldameise, eine besondere Fledermaus). Bisher habe ich aber noch keine Art identifizieren können, die für sich alleine eine Bebauung verhindern könnte bzw. es schon einmal irgendwo konnte. Letztlich könnte ja auch ein Bündel wertvoller und (regional) relativ seltener bzw. vom Rückgang bedrohter Arten eine Begründung sein, die Entscheidung zu kippen.

    Schaun mer mal. Die Hoffnung stirbt zuletzt ... und ich werde wohl die Winterzeit nutzen, meine tausende Bilder zu sortieren und einiges daraus hier mal zu zeigen.

    MfG

    Susanne

  • Hallo Susi und alle Mitleser,

    Pilze können keinesfalls umgesiedelt werden. Es gibt auch keine sinnvollen Ausgleichsmaßnahmen á la hier wird der Trockenrasen überbaut, zum Ausgleich wird 1 km weiter ein Ersatz-Trockenrasen hingesetzt. Ein 100 Jahre alter Trockenrasen kann durch nichts ersetzt werden, ebenso ein 100 Jahre altes Niedermoor oder ein Buchenwald mit 200 Jahre alten Bäumen. Hier gilt wie nirgendwo sonst: Naturschutz ist Biotopschutz. Ich finde es supertoll, dass du dich da so engagierst.

    Was genau ist das denn für ein Habitatstyp, den du im Auge hast? Vielleicht fsllen mir ein paar Pilzarten dazu ein, nach denen man forschen könnte. Wenn das nicht allzuweit weg von meinem Wohnort ist, bin ich bereit für eine Vor-Ort-Begehung und Bestimmung relevanter Pilzarten.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.