Gartenfund Karbolegerling?

Es gibt 5 Antworten in diesem Thema, welches 3.280 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (28. September 2019 um 08:31) ist von Beorn.

  • Seit kurzem gibt es in unserem Garten Champignon-artige Pilze. Sie stehen zwischen einer alten Tanne und einer Tujahecke. Sie gilben im Anschnitt relativ schnell, was auf den Bildern mit Blitz deutlich besser zu sehen ist, als auf denen ohne. Die gelbe Farbe verschwindet nach 10 Min. wieder. Der größte hat einen Hutdurchmesser von ca. 10cm. Vom Geruch her eher nicht anisartig, eher schon Karbol, aber ich finde das nicht so leicht. Sind es Karbolegerlinge?

  • Da die Verfärbung vor allem in der Stielbasis zu sehen ist und du den Geruch (geh jetzt mal davon aus)

    als nicht angenehm empfindest,deutet es wohl auf den Karbolchampingnon!

    Standort spricht auch dafür.

    Lg Christian

  • Hi und willkommen im Forum.

    Beim ersten Post gleich einen Champignon richtig zu bestimmen ist auch eine Leistung. Nicht schlecht. :thumbup:

    Auch sehr gute Bilder.

    Karbolchampignon passt wunderbar.

    LG.

    Keine Verzehrfreigaben meinerseits.

  • Also ich bin selbst nur Laie und will hier auf keinen Fall die Expertenmeinungen in Frage stellen... aber... :)

    Mein erster Gedanke beim gesamten Habitus war schon eher "Anis-Champignon". Gut, das ist ohnehin variabel. Verfärbung: Ich habe erst einmal selbst einen Karbolegerling gefunden, der allerdings hat so dermaßen bei der kleinsten Berührung, auch außen am Schirm, gelbe Flecken bekommen, dass ich eine Verwechslung eigentlich ausschließen möchte. Bei den von Dir gezeigten Exemplaren ist außen an den Hüten gar nix Gelbes zu erkennen, aber vielleicht hast Du sie ja mit Samthandschuhen reingetragen... ;) Nein im Ernst, vielleicht ist das Gilben auch gar nicht immer so ausgeprägt wie bei meinem Exemplar damals... bin interessiert, Eure Meinung dazu zu hören!

    Gruß,

    Codo

    • Offizieller Beitrag

    Moin!

    Die verfärbungen finde ich bei den hier gezeigten Pilzen schon sehr typisch und gut ausgeprägt für Karbolegerlinge (Agaricus xanthoderma). Manchmal ist es auch noch ein wenig stärker, was am Hut besonders intensiv (quasi schon beim scharfen Angucken) kanariengelb wird, sind die Hutränder. Aber eben nicht immer. Und noch häufiger ist der Fall, daß die Fruchtkörper von Agaricus xanthodema fast gar nicht oder gar nicht gilben - das gibt's auch. Ebenso wie der Geruch, der wie bei allen anderen Champiarten ja auch flüchtig ist.

    So schön eindeutige Kollektionen wie hier hat man nicht immer.


    LG, Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.