Pilz bestimmen: Violetter Rötelritterling?

Es gibt 11 Antworten in diesem Thema, welches 8.713 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (21. Oktober 2019 um 14:09) ist von cantharellus.

  • Hallo Forum,

    in der Strasse wo meine Freundin wohnt hat die Wohnungsbaugesellschaft vor ein paar Jahren eine Hecke angelegt wo jetzt Pilze wachsen. Der Boden ist mit geschredderten verrotteten Holzstückchen belegt. Darüber wachsen niedrige Büsche und darüber wachsen Laubbäume die vorher schon da waren. Jetzt spriessen da lila Pilze, sind das Violette Rötelritterlinge? Die Pilzkoepfe sind lila-braun haben einen Durchmesser von 4-8 cm. Lamellen und Stil sind auch lila-braun. Er riecht pilzig (nicht nussig), der Geruch ändert sich auch nicht beim aufschneiden. Ich habe ein Video von den Pilzen gemacht. Um was für einen Pilz handelt es sich?


    Vielen Dank

    Peter

    3 Mal editiert, zuletzt von peterfarge (20. Oktober 2019 um 21:27)

  • Ich habe das Video nochmal bei Youtube hochgeladen.

    Bilder kann ich nicht mehr machen. Ich bin jetzt daheim und alle Pilze sind bei der Freundin.

  • Hallo Peter,

    nicht so ganz einfach! Ich glaube eher, dass es einer der vielen Schleierlinge (Cortinarius) ist. Dafür spricht m.E. der seidig überzogene Stiel. Vielleicht ist es der Bocks-Dickfuß.

    Beste Grüße

    baks

  • Ich denke auch, es handelt sich um den "Violetten Rötelritterling". So wie die Exemplare in dem Videobeitrag präsentiert wurden, sind sie eigentlich nicht mit einer anderen Art zu verwechseln.

  • Hallo,

    Du hast die absolut richtig bestimmt. Das ist aber keine Verzehrfreigabe. Das kann nur ein Pilzsachverständiger.

    VG Jörg

    Weil Pilze keine Bücher lesen sehen sie selten so aus wie sie sollten

  • Also wenn du dir unsicher bist, dann suche morgen einen Pilzberater auf und frage ihn.

    Bei uns war das meistens so, daß ich erst mal verkostet habe, bevor die Kinder Pilze essen durften.:P

    Und ich habe natürlich nur gebraten, was ich von meinen Eltern kannte. Pilzbücher waren übrigens rar und Internet unbekannt.

    Viele Grüße, Donna Wetter

  • Ich habe den Rötelritterling vor ungefähr 40 Jahren erstmals geerntet und nach Bestimmung eines Fachmannes auch gegessen. Seither gehört er bei mit zum "Standard", auch deshalb, weil ihn viele Sammler einfach stehen lassen.... Die hier gezeigten Exemplare sind absolut typisch und für ein Pilzbuch geeignet - allerdings fällt die Intensität der violetten Färbung durchaus unterschiedlich aus. Typisch ist übrigens immer der leicht parfümiert anmutende Geruch (wenn denn wirklich noch leichte Unsicherheiten nach der Optik bestehen).

    Guten Appetit!