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Flammulina velutipes

  • Hallo ihr Lieben!

    auf meiner Haus-Wandertour dem Bardenbacher Felsenweg stieß ich heute auf Samtfußrüblinge. Sie waren recht großhütig und die Stiele waren noch bis tief unten recht hell.

    Der Fundort ist ein Naturschutzgebiet im Auwald. Es befinden sich recht viel Espen sprich Zitterpappeln hier. Ob nun der alte Stamm worauf sie wuchsen, in der Tat eine Espe war, kann ich leider nicht sagen.


    Vorab entschied ich mich für den Pappel-Samtfußrübling!


    Nachtrag:

    Hallo! Hatte natürlich keine Ruhe und besorgte mir noch zwei Hüte vom selben Blütenstand. Das mikroskopieren zeigte sich sehr

    kurzweilig und unkompliziert. Es ließ sich alles recht leicht und auf Anhieb ausfindig machen was von Bedeutung war. Verglichen

    habe ich mit der Arbeit von Jürgen Marqua. fvelutipes.php


    Das Ergebnis: Flammulina velutipes

    LG Rigo

    Liebe Grüße und ein gutes WE. Rigo

  • MoinMoin!


    Flammulina populicola - wie in der Überschrift. :wink:

    Problem dabei: Flammulina populicola sieht makroskopisch auch nicht groß anders aus als Flammulina elastica und Flammulina velutipes.

    Die ökologischen Amplituden überlappen sich ebenfalls, die Stielfarben sind ohnehin bei allen drei Arten abhängig vom Alter - da lässt sich bestimmungstechnisch nichts draus ableiten. Tendenziell ist Flammulina populicola etwas heller, mit konstant weißen Lamellen und eher hellbeiger Hutfarbe - was aber halt bei den anderen Arten auch variiert.
    Ob Flammulina populicola vielleicht ein Synonym zu Flammulina fennae ist, müsste man auch noch recherchieren.
    Mit der Gattung habe ich mich aber kaum auseinandergesetzt, vor allem mikroskopisch nicht (bzw. ganz wenig). Flammulina elastica und Flammulina velutipes sind makroskopisch jedenfalls identisch, also im Feld eh nicht zu unterscheiden. Flammulina fennae bzw. Flammulina populicola (wenn's zwei Arten sind) so ähnlich, daß die wohl auch nur mit ausreichend Erfahrung (durch etliche auch mikroskopisch untersuchte eigene Funde) einigermaßen solide makroskopisch erkennbar sind.


    Wöllte man das also wirklich genau nehmen mit der Artunterscheidung, müsste man sich aktuelle, gute Fachartikel besorgen und dann mal ein paar Dutzend Kollektionen beobachten und natürlich auch durchmikroskopieren.
    Für mich selbst lasse ich das außen vor und fasse die alle einfach im Feld makroskopisch als "Samtfüßchen" (Flammulina spec. / Flammulina elastica agg.) zusammen.



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo ihr Lieben,

    danke für Euer Interesse. Das mit dem genau nehmen lasse ich dann mal bleiben, man hat ja sonst noch was zu tun ;) . Dennoch sehr lehrreich Deine Info, Pablo! Werde mich dann mal darauf beschränken festzuhalten, wo sie gedeihen und ob ich irgendwelche Unterschiede dokumentieren kann. Bei Espen und an Ahorn wachsende Exemplare gibt es so ich das sehe keine Unterschiede, wenn die Farbe der Stiele so sehr an das Alter der Pilze geknüpft ist!

    Dank für Eure Hilfe und lehrreich Infos...LG Rigo

  • Hallo

    Den Hauhechelsamtfuß könnte man evtl. gut auf Artebene bestimmen. Aber der Hauhechel ist bei uns sehr selten und der passende Samtfuß erst recht.

    Wenn jemand fragt, sage ich einfach den Namen "Samtfußrübling"! Dann füge ich hinzu, daß es mehrere, nicht makroskopisch unterscheidbare Arten gibt, die aber alle essbar sind.

  • Das werde ich dann in Zukunft auch so machen, Uwe. Bei mir kommt erschwerend hinzu, dass ich in den vergangenen Jahren im Saarkohlewal, wo ich ja herkomme, noch nie Samtfüße gefunden habe. Erst hier oben im Nordsaarland finde ich die täglich!

    LG Rigo

  • Rigo

    Hat den Titel des Themas von „Flammulina populicola“ zu „Flammulina velutipes“ geändert.
  • Gunaabend

    Ja die Sporen habe ich vergessen.

    Trifft sich aber gut, denn gestern fand ich wieder ein paar der Pilze. Sehr klein, 1-2 cm Hutdurchmesser

    und sehr weich bzw. elastisch. Was mir aber sofort auffiel, waren die sehr langen Sporen, im Vergleich mit oben gezeigten Pilzen.

    Rechts die vom 29.01.2020. Die Sporen Fotografie stammt von Sporen aus dem Abwurf (weiß). Auffällig ist, dass die Sporen im

    hier nicht so lange sind wie die Sporen im Frischpräparat! Sonst gleichen sich die Mikromerkmale sehr.


    Auch der Rand der Hüte ist anders als bei den knuffigen die man sonst so finden, wie ich meine.

    Vielleicht doch ein bisschen wie Falammulina elastiga, Langsporiger Samtfußrübling?

    Oder eben doch, im weitesten Sinne Samtfußrübling... :) ;)

    LG Rigo

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