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Aktuelle Pilzlage in Hessen

  • Hallo, Chris!


    Die Rotfußröhrlinge sehen aus wie Eichen - Filzröhrlinge (Xerocomellus engelii / communis), ist aber Spekulation ohne Schnittbild und Blick auf das Innere der Stielbasis.


    Der Hörnling ist ein Zwergerlfeuer, manchmal auch Klebriger Hörnling (Calocera viscosa) genannt.



    LG, Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hessen heute ;-)


    Außerdem gab es neben den üblichen Gallenröhrlingen noch jede Menge Filzröhrlinge (genauere Bezeichnung traue ich mir erstmal nicht mehr zu ;-)).
    Pablo: Welche Literatur kannst Du mir empfehlen um mehr über die unterschiedlichen Filzröhrlinge zu lernen?

    Bestimmungsvorschläge sind immer unter Vorbehalt. Auf keinen Fall sind eine Freigabe zum Verzehr.

  • Hallo, Thomas!


    Öhm, Literatur? Zu Filzröhrlingen?
    Da fällt mir aber nichts ein, was einen weitestgehend aktuellen und gleichzeitig schlüssigen Stand beinhaltet.
    Das meiste, was ich dazu habe, ist aus mykologischen Zeitschriften oder im Netz erhältlichen Dokumenten (v.a. Originalbeschreibungen) zusammengereimt. Das meiste ist dann natürlich auf englisch.
    Wenn du den Tintling abonniert hast, da sind immer mal wieder interessante Artikel zB von Thomas Rödig oder Jürgen Schreiner drin.


    Auf Boletales.com (ist auch auf englisch) kannst du auch gucken, aber das ist teils auch ziemlich vage (was Filzröhrlinge betrifft), und entspricht nicht immer dem aktuellen Wissensstand.
    Auch >Hiermit< kann man ganz gut arbeiten, ist allerdings kein Bilderbuch.



    LG, Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Danke Pablo, dass hilft mir schonmal weiter bzw. jetzt weis ich wo ich zu suchen habe. Englisch ist dabei kein Problem, und Bilderbücher müssen auch nicht sein. Ich merke immer mehr, wie eingeschränkt diese nutzbar sind.

    Bestimmungsvorschläge sind immer unter Vorbehalt. Auf keinen Fall sind eine Freigabe zum Verzehr.

  • Bis Donnerstag konnte ich diese Woche etwa 1 Kilo Pfifferlinge sammeln. Seitdem bleibt der Regen aus und der Wald ist dementsprechend trocken...
    Die Pfifferlinge haben ihr Wachstum fast komplett eingestellt.


    Einige Bilder von Heute:




    Im Moment wachsen sie nicht mehr. In dieser Größe stehen hier unter jungen Eichen geschätzte 200 Pfifferlinge.



    Einige wenige größere Exemplare gibt es noch.
    Morgen soll es dann wieder regnen... :rain:


    Viele Grüße


    Christopher

  • Mal ein aktueller Lagebericht aus einem sandigem Mischwald (vorwiegend Kiefern und Fichten, einige Buchen) im Kreis Dieburg
    Bild 1: Wo vor einigen Wochen noch Unmengen an Gallenröhrlingen standen, sind jetzt unzählige Maronen:


    Bild 2: Immer wieder findet man auch sehr große Exemplare:


    Bild 3: Auch der Kahle Krempling tritt momentan sehr zahlreich auf


    Bild 4: Nachdem es seit Wochen viele Pfifferlinge gibt kommen jetzt auch langsam die falschen raus:


    Bild 5: "Echte" Pfifferlinge gibt es aber immer noch genug


    Bild 6: Krause Glucke: Ein weiterer Massenpilz in diesem Spätsommer:


    Bild 7: Perlpilze gibt es hier auch noch


    Und hier noch einiges aus einem alten Buchen und Eichenbestand nahe Schaafheim


    Bild 8a/b:
    Wulstling (dachte erst an den Grünen Knollenblätterpilz, aber der Stiel war nicht wirklich genattert - leider wurden die Detailsfotos nichts.)



    Bild 9a/b/c:
    Dünnfleischiger, gilbender Champion (da muss ich mich erst noch einarbeiten), Geruch konnte ich nicht einordnen



    Bild 10: Totentrompete
    Schön wär es. Leider habe ich die auch in diesem Buchenwald nicht finden können, dabei war ich eigentlich deshalb dort.


    Täublinge gab es in beiden Wäldern häufig. Zwei milde Versuche ich noch zu bestimmen und poste sie dann im Bestimmungsunterforum.

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    Einmal editiert, zuletzt von ThomasL ()

  • Danke Harry, auf Dich ist verlass.


    Freue mich auch den endlich mal wieder gefunden zu haben (erst das zweite Mal, der erste hatte aber einen deutlich genatterten Stil.
    So jetzt wasche ich mein Pilzmesser mit den ich ihn halbbiert hatte sicherheitshalber noch mal gründlich ab ;-)

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  • Hallo Thomas,


    Du hast alles was du für diesen Meuchelmörder (Nr. 8) zur exakten Bestimmung brauchst auf deinem Bild vereint; Sehr schön mit Knolle 'geborgen' wie man sieht - Hutfarbe passt, wie es sich bei dieser Größe für einen echten Knolli gehört.


    Schöner Fund, wird dir auch in Zukunft in Erinnerung bleiben! :agree:


    Mal sehen wann hier der erste Tintenfischpilz auftauchen wird, ob überhaupt...



    VG
    Claudia

    Meistens fange ich dort mit der Suche an wo andere aufgeben :happy:

  • Danke Claudia, der Stiel hatte mich unsicher gemacht, habe mit dem noch kaum Erfahrung. Schade, dass die anderen Fotos mit Details so unscharf sind (war recht dunkel dort).


    Tintenfisch siehe oben auf dieser Seite (letzte Woche 3 Stück im Odenwald gefunden, alle schon recht alt)

    Bestimmungsvorschläge sind immer unter Vorbehalt. Auf keinen Fall sind eine Freigabe zum Verzehr.

  • Hallo zusammen !
    nicht immer ist der Stiel beim Grünen Knolli so eindeutig genattert wie auf manchen Fotos ...
    oftmals bleibt auch die Volva bei der Entnahme im Boden stecken sie ist oft etwas tiefer eingesenkt .
    bei älteren Amanita Phalloides kommt es auch schon mal vor da man die ohne Ring vorfindet ( der fällt dann ab )
    die Summe aller Merkmale ist für eine Pilzbestimmung auf Artebene relevant ...
    Gruß Harry

    Essensfreigaben gibts nur beim Pilzberater vor Ort , Bestimmungsvorschläge meinerseits sind keine Essensfreigaben

  • Danke Harry

    Zitat

    oftmals bleibt auch die Volva bei der Entnahme im Boden stecken sie ist oft etwas tiefer eingesenkt .


    Hatte der keine Chance, wenn ich ausgrabe dann mit der ganzen Hand ;-)


    So sah er noch im Wald aus (das Bild geht wenigstens noch einigermaßen):

    Bilder

    • GruenKnoll2.jpg

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  • Und da man von dem nicht genug sehen kann (ich jedenfalls) noch 2 Bilder die einigermaßen gehen (Schnittbild ist aber leider viel zu unscharf, das lasse ich weg):


    Der stand übrigens gerade mal 3m von einer Gruppe von Champions (Bild 9a) entfernt:


    Bild 1:


    Bild 2:

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  • Guten Abend,


    Bei uns - nähe Offenbach - sieht es mit den Pilzen momentan sehr gut aus. Leider sind auch dementsprechend viele Pilzsammler unterwegs.
    Vor allem Maronen, Pfifferlinge und Krause Glucken gibt es die letzten Tage in Massen. Auch Steinpilze gibt es von Tag zu Tag mehr.
    Die flockenstieligen Hexenröhrlinge sind dafür fast gänzlich aus dem Wald verschwunden...



    Anbei einige Bilder von heute Abend.


    1. Steinpilz

    Gestern noch konnte ich einige sehr schöne Steinpilze finden, heute waren sie alle, selbst die ganz kleinen, komplett von Maden zerfressen.


    2. Totentrompete

    Dieser Fund hat mich heute besonders gefreut, da ich hier in der Nähe noch nie welche gefunden habe. Heute standen sie einfach da, an einer meiner bevorzugten Pfifferlingsstellen und zwar zu Hunderten.


    3. Eselsohren

    Eselsohren gibt es im Moment auch an jeder Ecke.


    4. Strubbelkopfröhrling

    Ein Erstfund für mich. Leider hab ich den Pilz nicht ganz scharf abbilden können.


    5. Grüner Knollenblätterpilz


    6. Kuhröhrling


    Natürlich ist das nur eine kleine Auswahl der Pilze die hier aktuell wachsen.
    Ich werde berichten wie sich die Lage in den nächsten Tagen entwickelt.


    Viele Grüße


    Christopher

  • Gestern im Vivarium in Darmstadt (lag schon da, Schnittbild habe ich verzichtet da hinter den Zaun und die Leute eh schon komisch schauten, weil ich über den flachen Zaun gestiegen war ;-):


    Bild 1:


    Bild 2:


    Bild 3:


    Dachte an den Netzstieligen Hexenröhrling, bin mir aber nicht wirklich sicher.

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  • Hallo, Thomas!


    den kannst du als Boletus luridus speichern. Ein Schnittbild würde das noch bestätigen, aber ich bin mir auch so schon sicher. :agree:



    LG, Pablo.

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  • Heute mal ein neues Waldstück im hessischen Grenzland erkundet (Bestand mit vielen, alten Buchen und Eichen, untermischt mit anderen Laub- und Nadelbäumen).
    Gab einiges zu entdecken, hier mal ein Bestimmungsversuch, auch wenn ich noch am studieren bin:


    Bild 1a,b Grubenlorchel:


    Bild 2a,b,c Goldröhrling:


    Bild 3a,b Hexeneier vom Tintenfischpilz, wer hier im Forum wollte den unbedingt fotografieren? Bei der Menge an Hexeneiern wäre dieser Wald ideall (Details gerne per PM):


    Bild 4a,b,c Editiert, dank Pablo: Größte Scheidling (Volvariella gloiocephala), roch nach Spargel, verfärbte sich nur schwach braun-orange, Wiese am Waldrand. Die Spitze liess sich im harten, dicht bewachsenen Boden nicht besser bergen:

    Nicht weit entfernt gab es auch einige Karbolegerlinge


    Bild 5 (Rotbrauner-???) Scheidenstreifling:


    Bild 6:
    Schopftintlinge in unterschiedlichen Stadien:


    Bild 7 Stinkmorchel:


    Bild 8a,b Nach Wochen der Suche endlich Erfolg - Totentrompeten:


    Bild 9:
    Ein bisschen was zum trocknen:


    Außerdem gab es noch viele Stockschwämmchen (sammele ich aber noch nicht) und große Mengen an Stäublingen, mit teils beachtlicher Größe. Auch einige Anistrichterlinge standen herum.


    Ein paar der Totentrompeten gab es gleich frisch mit gebratenem Reis, Ei und Lauch, abgeschmeckt mit Sojasoße, Knoblauch und Sambal. Lecker!

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    Einmal editiert, zuletzt von ThomasL ()

  • Hallo.


    Grubenlorchel und Goldröhrling stimmt.
    Der vermeintliche Champignon ist der Größte Scheidling (Volvariella gloiocephala).



    LG, Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Verd...
    Das es sich hier auch um einen Scheidling handelt hätte ich nicht vermutet. Danke Pablo, der hat mich gestern abend fast um den Verstand gebracht. Zu ersten Vermutung Wiesenchampignon passenden u.a. schonmal nicht die Lamellenfarbe (müsste ja jung schon rosa sein), andere Champignons passten noch weniger.
    So was passiert wenn man die Knolle nicht ganz bergen kann ;-)
    Muss ich wohl doch noch eine kleine Schaufel in den Rucksack packen.

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    Einmal editiert, zuletzt von ThomasL ()

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