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Röhrling letztes Jahr

  • Hallo zusammen


    Hier laufen ja jede Menge Röhrlingsspezialisten rum, zu denen ich mich nicht zähle. Die Röhrlinge sind mir aktuell zu verworren, die Merkmale zu wenig konstant. Aber wenn ich einen in der Hand habe, will ich halt dann doch wissen welchen.

    Letztes Jahr am 1. September bin ich auf diese hier gestossen. Es war sehr heiss, sie wuchsen am Sonnenhang, 900 m.ü.M., im Mischwald bei Fichten, Flaumeichen, Weiden und Hasel. Vielleicht auch sonst noch andere Bäume.

    Das Fleisch wurden im Schnitt schön himmelblau, mit den Stunden dann auch noch dunkler.


    Meine bescheidenen Bestimmungsversuche führten mich zu Rubroboletus rubrosanguineus.


    Hat jemand eine Idee dazu?


    Lg, Raphael




  • Hallo Raphael

    Wichtig wäre noch ein kompletten Querschnitt davon zu sehen. In vielen Literaturen ist die Verfärbung ein wichtiges Merkmal zur Röhrlingsbestimmung.

    Teilweise verfärbt er sich im Hutteil anders als in der Basis.

    Ich meinte es könnte auch einer von der Gattung Imperator sein.

    Zum Beispiel

    IMPERATOR LUTEOCUPREUS


    LG Andy

  • MoinMoin!


    So vom Gesamteindruck würde ich das für einen klassischen Satan (Rubroboletus satanas) halten.

    Von dem gibt es auch gelbliche Formen, generell werden aber bei vielen Kollektionen die Hüte im Alter derart ockerlich.
    Ziemlich typisch ist hier aber das eher schwache, doch feine Blauen und die knallige, karminrote Stielfarbe. Bei den meisten anderen Rubroboleten wäre das in der Form nicht im Farbspektrum (legaliae eher orangerot, rhodoxanthus eher orangegelb, rubrosanguineus eher weinrot).



    LG, Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Interessant, das war auch mein erster Gedanke als ich ihn fand. Nachher war mir der Hut zu dunkel, aber das kann halt schon eine Alterserscheinung sein.


    Ich halte dieses Jahr an der Stelle nochmal Ausschau, vielleicht finde ich jüngere Fruchtkörper.


    Lg, Raphael

  • Salut.


    Satanas variiert schon mehr als man denkt bei der Hutfarbe. Bei folgenden Bildern bitte Milde walten lassen, wenn die Sonne durch ein Sommerliches Laubdach brennt, werden Farben und Kontraste beim raschen Fotografieren bisweilen zum desaster.
    So wäre ein dunkel ockerlicher Hut bei alten Schlappen:


    Wogegen die jungen fruchtkörper vom selben mycel ganz normal hell sind:


    Aber es gibt von satanas auch noch solche komisch gefärbten Formen, einerseits mit fast bis fast ganz ohne Rottöne, andererseits dann auch oft mit eher ockerlichen / ockergrauen Hutfarben:



    LG; Pablo.

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