Ziegelippe in Kroatien

Es gibt 17 Antworten in diesem Thema, welches 4.772 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (29. August 2020 um 19:55) ist von Beorn.

  • Hallo,

    Bin im Moment im Urlaub und habe am an den Strand angrenzenden Wald einen Pilz unter Eichen gefunden den ich grob als Rotfußröhling bzw. Filzröhrlinge bestimmt hatte. Sicher bin ich mir aber nicht. Vielleicht hat ja jemand eine Idee.

    Hut: filzig, samtig, braun rötlich und nd leicht rissig

    Rörhen: gelb, unregelmäßig groß, minimal blauen (auch sehr trocken)

    Stiel: oben gelb, ganz leicht flaum

    Im Schnitt: leicht blauen nach untenhin rötlich bräunlich

    Geruch: pilzig, säuerlich

    Geschmack: säuerlich

    Insgesamt war der Pilz recht trocken, vielleicht hätte er sonst intensiver geblaut.

    Liebe Grüße :yay:

    Flo

  • Hi.

    Rotfuß kann man ausschließen. Den Urlaubsort müsstest du mal noch angeben, weil das ja nix einheimisches sein muss.

    Weitere Verfärbungen nach einiger Zeit wären auch interessant. Gerade eventuelles Schwärzen oder so.

    LG.

    Keine Verzehrfreigaben meinerseits.

  • Der Urlaubsort wäre Kroatien (natürlich nicht im Risikogebiet und an einem ruhigen Ort. Wir wollen ja sicher bleiben :yay:)

    Bisher hat sich keine weitere Färbung gezeigt. Das leichte Blau ist eher verschwunden.

  • Also ich habe meinen x. Dryophilus fund vom November 2018 Mallorca nochmal angesehen.

    Da war ich zu voreilig. Auch wenn man die Trockenheit berücksichtigt (weniger Verfärbung) passt das glaub zuwenig.

    Das ganze könnte auch gen ziegenlippe gehen. Das rötliche stört mich halt. Ich ziehe mich zurück an dieser Stelle....

    Lg jens

  • Also bei Xerocomellus würde mir nix passendes einfallen.

    Meine Tendenz war eigentlich Leccinellum. Leccinellum lepidum z.B. aber die sollten eigentlich alle nach einer Weile grauen/schwärzen und eher nicht blauen. L. corsicum bei Zistrosen gäbe es da auch noch.

    Keine Verzehrfreigaben meinerseits.

  • Viele Grüße

    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock


    Hinweis: Hier im Forum wird es von mir keine Verzehrfreigaben geben, weil eine Bestimmung über Bild immer fehlerhaft sein kann.

  • Heute hab ich noch mal ein paar gesammelt um zu einer besseren Bestimmung zu kommen. Die Pilze von heute waren definitiv nicht so trocken wie die gestern, blauen aber genauso wenig (hauptsächlich an den Röhren) und es ist nach mehreren Stunden auch keine Entwicklung zu erkennen.

    Für den pfirsichfarbenen sind meine zu blass oder?

    Hier die Bilder von heute:

  • Sehr schön.

    Mit den neuen Bildern wäre ich dann bei Xerocomus. In DE würde ich die wohl einfach als X. subtomentosus ansprechen. In Kroatien dann mit ein wenig Restunsicherheit.

    Rheubarbariboletus persicolor würde ich hier nicht sehen. Der blaut im oberen Bereich mehr und ist gelblich in der Stielbasis.

    LG.

    Keine Verzehrfreigaben meinerseits.

  • Ja, nachdem ich die heute noch mal in frisch in der Hand hatte war die Ziegelippe auch mein erster Gedanke. Ich kenn sie nur nicht so rötlich, eher hellbraun. Der Hut ist ja fast zimtfarben.

    Danke auf jeden Fall für eure Hilfe und euer Engagement :yay:

  • Floret 28. August 2020 um 09:17

    Hat den Titel des Themas von „Rotfußröhling?“ zu „Ziegelippe in Kroatien“ geändert.
    • Offizieller Beitrag

    tach!

    Bleibt nur halt noch die Frage, ob die Pilze in Beitrag #8 (auch aus meiner sicht recht sicher Xerocomus subtomentosus s.str.) zur selben Art gehören wie die Pilze im Startbeitrag. Denn die sehen in einigen Punkten schon anders aus. Xerocomus subtomentosus ist eine sehr variable Art, aber die anscheinend am HUt stark rötenden Fruchtkörper mit den blass aber lebhaft zitronengelben Röhren könnten schon noch mal was Anderes sein. Wenn ja, wird's dann einigermaßen komplex, weil im Mittelmeerraum noch eine ganze Reihe wärmeliegende Röhrlinge vorkommen, die teils auch noch entsetzlich schwer zu bestimmen sind...


    LG; Pablo.

  • Hallo Pablo,

    Ich bin mir recht sicher dass es die selbe Art ist. Sie wuchsen am selben Platz wie die ersten und da stand sonst absolut nichts anderes. Die Pilze von den ersten Bildern waren schon sehr ausgetrocknet und lagen zudem eine ganz Weile in der Sonne und mussten eine Bootsfahrt überstehen. Vor diesen Torturen sahen die den Pilzen auf den anderen Bildern viel ähnlicher.

    Liebe Grüße

    • Offizieller Beitrag

    Hallo, Floret!

    Aber das wäre ja gerade ein Argument dafür, daß es verschiedene Arten sind, wenn sie direkt an der selben Stelle Fruchtkörper gebildet haben.

    Denn die meisten Röhrlingsarten sind gesellig. So im Sinne von: Wenn man irgendwo WuBis findet, sollte man an der selben Stelle auch nach Satanen gucken. Wenn man irgendwo Nexen findet, steht voraussichtlich auch noch ein Sommersteinpilz, WuBi, Verdallerter Röhrling und / oder Anhängselröhrling dazwischen.
    Bei Fichtensteinpilzen und Galliern klappt es nur mäßig gut, weil die Gallier zwar genau am selben fleck wachsen, aber ungefähr drei Wochen früher.

    Was aber wieder sehr gut zusammen passt und auch gerne vergesellschaftet vorkommt: Fichtensteinpilze, Schönfüße und Nadelwaldanhängselröhrlinge.

    Ein paar dutzend weitere Beispiele gibt es noch, aber es geht ja nur darum: Pilze wachsen generell gerne auf engstem Raum durcheinander. Auch und ganz besonders Röhrlinge.


    LG; Pablo.